Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Lebensalltag, Natur und Universum

Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 16.02.2019, 20:36   #1
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Standard Der kalte Waschlappen

Morgens unfreiwillig aus dem Bett gezerrt
beim Waschen wird über die Kollegen getratscht
ihr stummer Protest hat noch nie jemanden geschert
der kalte Waschlappen ihr ins Gesicht klatscht

Das Frühstück kommt auf dem Tablett geflogen
die Putzfrau wischt sprachlos durchs Zimmer
irgendjemand hat was von einem schönen Tag gelogen
aus dem Nachbarraum hört man ein deutliches wimmern

Die Medikamente werden ihr in den Rachen geschoben
routinemäßig wird noch der Puls überprüft
dann wird noch was von einem schönen Leben gelogen
und wie man ihr hier doch jeden Tag versüßt

An Besuch kann sie sich nicht mehr erinnern
doch zu Weihnachten kommt eine Karte
das Letzte woran sie sich wirklich klar erinnert
an den Tag als man sie im Heim verscharrte
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2019, 21:09   #2
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.134

Lieber Gylon,
"aus dem Nachbarraum hört man ein deutliches wimmern", diesen Vers könntest Du der übrigen Metrik und dem Reim leicht anpassen: aus dem Nachbarraum hört man ein leises Gewimmer".
Dein Gedicht - eine niederdrückende Reportage aus einem Altenheim (so lese ich es). Ich erlebe es bei meiner ersten Schwiegermutter, die im Juni 100 Jahre alt wird, anders - Gott sei Dank! Es gibt auch Lichtblicke in diesem Sektor und ich kann nur hoffen, dass sie Schule machen.
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 00:51   #3
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.871

Gylon -

was für eine grässliche lyrik. tut direkt weh.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 06:08   #4
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Lieber Gylon,
ein Alptraum ist das. Du hast das Negativbeispiel treffend bedichtet.

Nachtgruß
Unar
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 10:53   #5
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Lieber Heinz,
deine Anregung übernehme ich gerne.
Ich hoffe, dass mein Text völlig überzeichnet ist und die Realität anders aussieht!

Lieber Ralfchen,
richtig, vom ersten bis zum letzten Wort!

Liebe Unar die Weise,
es gibt ja nicht nur Negativbeispiele, wird Zeit das ich auch mal einen Text zu dem Thema im positiven Licht schreibe.

Dankeschön und euch einen schönen Sonntag!


Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 11:10   #6
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Gesagt, getan. Hier mal eine positive Darstellung.

Sie hebt das Kopfteil in den Winkel
dann kann die Dame besser nippen
sie führt die Tasse zart zum Munde
und setzt sie an die spröden Lippen

Ein schwank erzählt sie aus der Jugend
und kämmt das lange dünne Haar
sie setzt sich sanft auf die Bettkante
wie jeden Morgen seit Tag und Jahr

Sie nimmt die Hand in ihre Hände
und dankbar wird sie angestrahlt
die Augen sagen mehr als Worte
hier wird mit Warmherzigkeit bezahlt
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 12:20   #7
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

So solls sein, lieber Gylon. Und das gibt es so.
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 18:59   #8
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 19:33   #9
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.134

Lieber Gylon,
ja, auch das gibt es - Gott sei Dank! Der Pflegenotstand ist nicht aus der Welt zu diskutieren, aber wachsame Besucher können oft einiges bewirken!
Da ich ein alter Meckerfritze bin:
"Ein schwank erzählt sie aus der Jugend" käme besser so: "'nen Schwank erzählt sie aus der Jugend" (xXxXxXxXx).
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2019, 20:04   #10
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Lieber Heinz

Zitat:
Zeinz
Da ich ein alter Meckerfritze bin
Anders kenne ich Dich ja nicht

Nur ein Spaß!
Ich danke Dir ganz herzlich!

Einen schönen Abend noch!

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 11:35   #11
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.871

hallo ihr alle -

gibt es diesen zitierten pflegenotstand tatsächlich?

vlg
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 19:52   #12
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Ja, liebes Ralfchen. Begegnet mir leider täglich. Alles gibt es im Überfluß, nur Zeit nicht.
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 22:26   #13
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.134

Liebe Unar, liebes Ralfchen,
gerade heute wurde ich mit einer Facette des Pflegenotstands konfrontiert, die allerdings die Not einer Pflegerin aus einer ganz anderen Richtung ausleuchtet:
Meine Tochter (und der folgende Begriff ist mit Bedacht gewählt) opfert trotz großer beruflicher Belastung jede Woche zwei Tage, um ihre fast hundertjährige Oma zu pflegen. Im Januar hat die Oma, meine erste Schwiegermutter, eine Anzeige wegen Diebstahls aufgegeben und als infrage kommende Diebin ihre Enkelin angegeben. Nach einer großen Auseinandersetzung ließ die Oma sich davon überzeugen, bei der Polizei ihre Anzeige zurück zu nehmen (u.a., weil wichtige Personaldokumente vom Altenheimpersonal zwischen ihrer Unterwäsche wiederfanden). Den Vorwürfen der Oma, sie wäre von ihrer Enkelin in ein "Kellerloch" verfrachtet worden (sie befindet sich zur Zeit in einer Teilzeitpflege und wird demnächst in die Vollzeitpflege genommen) war meine Tochter hilf- und sprachlos ausgesetzt und von einer zufällig vorbei kommenden fest angestellten Pflegerin als zusammengesunkenes, weinendes Häufchen Elend im Flur aufgefunden. Die tröstenden Worte, so alte Menschen litten öfter unter Realitätsverlust, haben nicht viel geholfen - die nächsten Wochen wird die Oma wohl ohne die Zuwendung meiner Tochter in einem renommierten Seniorenheim verbringen müssen. Was ich damit sagen will: Der Pflegenotstand wird oft auch von den zu Pflegenden herbei geführt und die Notleidende ist in diesem Fall meine Tochter. Ich weiß nicht, was der alten Frau noch so einfallen wird.
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 22:30   #14
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.058

Hallo Gylon,

schöne gesellschaftskritische Lyrik.
Wichtiges Thema.
Gern gelesen.

Hallo Ralfchen,

nicht nur Pflegenotstand. Es zieht sich durch alle Gesundheitsberufe, bzw. auch Handwerksberufe.
Überall Fachkräftemangel und immer größer werdende Versorgungslücken.

Wochenend- und Feiertagsarbeit, hohe Krankheitsraten, viele Überstunden, schlechtes Gehalt. Besetzung mit so wenig Fachkräften wie möglich, der Rest wird mit Pflegehilfskräften versucht zu kompensieren. Die sind zudem wirtschaftlich attraktiver. Sie arbeiten auch für Mindestlohn.

Irregute Abendgrüße
WuI
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 23:32   #15
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Lieber Heinz,
natürlich muss man die Sache aus beiden Seiten betrachten und bewerten.
Das ist ein wirklich trauriges Beispiel.
Was auch zwar oft, aber sehr einseitig, besprochen wird, ist Gewalt in der Pflege.
Hier herrscht oft die Annahme, das die Zupflegenden aggressiven Pflegern ausgesetzt sind.
Kaum einer weiß, wieviel Gewalt die Pfleger und Betreuer oft ausgesetzt sind und wie oft es zu Grenzüberschreitungen von Seiten der Zupflegenden kommt.
Leider schon zu häufig am eigenen Leib und der Seele erfahren müssen.

Liebe WuI,
ich hab grundsätzlich nichts gegen den Einsatz von Hilfskräften.
Ich erlebe sie als gewissenhaft, empathisch, motiviert und tadellos.
Sie werden gebraucht, wie es der Name schon sagt, weil sie eine große Hilfe sind.
Man darf mal nicht vergessen, dass diese mitunter die selbe Arbeit machen, aber leider für noch weniger Geld. Das ist doch traurig. Und ganz oft wird das gleiche Pensum von ihnen verlangt. Wenn dann jemand sagt, dafür bin ich doch nicht eingesetzt, heißt es: Stell dich nicht an, gehört alles dazu. Aus Angst um die Arbeitsstelle lassen viele Hilfskräfte sich auf Dinge ein, die oft nicht verantwortbar sind.



Sorry Gylon, sollten wir abgetrieben sein, aber das Thema regt eben zum Austausch an.
Gruß an alle.
Eure Unar
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2019, 23:53   #16
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.058

Hallo Ulnar,

so sollte das nicht klingen. Das Problem sind nicht die "Hilfskräfte," (die definitiv auch gute, oft schwerere, Arbeit leisten) nur das sie von den Unternehmen geschröpft werden. Wenn sie ihnen wenigstens Fortbildungen bezahlen/berufliche Aufstiegschancen bieten o.ä. ist das in Ordnung.

Aber wenn dadurch Sicherheitsprobleme auftreten, zum Beispiel: Nachtschicht im Pflegeheim. Auf der Station eingeteilt ist eine Fachkraft und eine Pflegehilfskraft. Fachkraft fällt durch Krankheit aus. Es ist keine Spontanbesetzung möglich...
Ich spreche von wahren Begebenheiten.

Irregute Abendgrüße
WuI
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 00:00   #17
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.871

liebe Menschen -

das was Heinz hier erzählte hat mich sehr betroffen. aber dass alte menschen ab und zu den bezug zur wirklichkeit verlieren wissen wir. und damit wende ich mich zuerst an dich lieber freund: dass was deiner tochter hier widerfahren ist kann sie nur über diese einstellung verarbeitenb, dass Oma einfach die übersicht verloren hatte. wenn ich solche dinge lese, dann bin ich mir immer wieder sicher, dass mein entschluß des suizids - wenn die zeit für den plan abläuft richtig ist.

was du hier berichtest WuI ist ein schock für mich. es sind dinge die für mich einfach nicht vorstellbar sind. Omi wurde mit 94 nach einem sturz in ein pflegespital eingeliefert, dass sie nicht wollte., Lucy und ich waren auf Jamaica. Mutti tat alles was nur möglich war. nur: die kontrolle kannst du nicht behalten. das funktionierte mit Opa, da die ärzte der Polyklinik wien meine freunde waren. Omi hatte mit dem sterben 4 tage gewartet bis wir zurück gekommen waren. sie hatte mich mit ihren hellen augen voller liebe angesehen als ich ihr die hand auf die kühle stirne legte. in der gleichen nacht verstarb sie.

ich werde nicht zulassen dass man mir mutti in eine solches system schleppt, wenn es dem ende zugeht. das habe ich ihr ebenso versprochen wie ich es Lucy versprach.

das thema schafft mich leider - gerade jetzt wo ich die karten für Muttis 98er fertig machte und versandte. es gibt nichts dass ich mehr geniesse als die Sonntag abendessen mit Ihr und Putzi...

liebe grüße an euch alle..
ralfchen


EIN MÄDCHEN WIRD 98 titel und Rückseite der Einladung Rückseite Mutti an der Ostsee in Holstein...

https://up.picr.de/35112819sw.jpg
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 00:05   #18
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Zitat:
Zitat von WeiblichUndIrre Beitrag anzeigen
Hallo Ulnar,

so sollte das nicht klingen. Das Problem sind nicht die "Hilfskräfte," (die definitiv auch gute, oft schwerere, Arbeit leisten) nur das sie von den Unternehmen geschröpft werden. Wenn sie ihnen wenigstens Fortbildungen bezahlen/berufliche Aufstiegschancen bieten o.ä. ist das in Ordnung.

Aber wenn dadurch Sicherheitsprobleme auftreten, zum Beispiel: Nachtschicht im Pflegeheim. Auf der Station eingeteilt ist eine Fachkraft und eine Pflegehilfskraft. Fachkraft fällt durch Krankheit aus. Es ist keine Spontanbesetzung möglich...
Ich spreche von wahren Begebenheiten.

Irregute Abendgrüße
WuI
Genauso erlebe ich das auch und ich bin ganz deiner Meinung, liebe WuI.
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 01:45   #19
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.134

Liebes Ralfchen,
was Du zu der Verarbeitung solcher Vorfälle sagst, ist völlig richtig - ABER: Meine erste Schwiegermutter ist und war (und wird es wohl auch bleiben) ein besonderes Kapitel. Meine Tochter hat alle Vorurteile beiseite geschoben und hat sich ihrer Oma gewidmet. Alle, auch ihr letzter Ehemann, haben sich von ihr abgewendet oder sind inzwischen gestorben. Sie selbst wird im Juni 100 Jahre alt und müsste täglich vor ihrem Gott (sie ist gläubiges Mitglied der Ukrainischen Kirche) niederknien und ihm für ihre Enkelin danken. Macht sie aber nicht, sondern zeigt das bereits geschilderte Verhalten. Mich juckt es nicht, weil ich sie eh nie leiden konnte, aber meiner Tochter hat sie sehr weh getan.
Das trifft mitten ins Herz und da helfen die Erkenntnisse (die ich ihr mit fast denselben Worten zu erklären versuchte) über altersbedingte Realitätsverluste nichts (vor allen dann nicht, wenn sie sich Fremden gegenüber als verständig und klug verkauft.
Das alles ist natürlich in dem Alter eine Frage der Zeit - und diese Zeit macht sie sich selbst schwer.

Liebe Unar,
ich weiß nach jedem Beitrag von Dir, weshalb ich Dich in mein Herz geschlossen habe.

Liebe Grüße Euch beiden!
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 15:49   #20
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.188

Lieber Gylon,

auch mich treibt dieses Thema um, wie du weißt. Die Realität, die Du in Deinen Versen beschreibst, gibt es wirklich. Vor allem, wenn persönliche Betreuung durch Besucher - warum auch immer - nicht möglich ist.

Einzig ein Aspekt scheint mir hier etwas eindimensional geschildert. Die Pflegekräfte sind, so wie ich sie in vielen Einrichtungen kennengelernt habe, durchaus engagiert, aber durch personale Unterbesetzung hoffnungslos überfordert. Irgendwann frisst das wohl dann auch die Fähigkeit zu Empathie und Sensibilität auf.

Das Thema muss solange in der Öffentlichkeit wach gehalten werden bis ernsthaft an Lösungen gearbeitet wird. Viele private Pflegeheime machen ja Gewinn, sonst würden sie nicht betrieben werden. Als ein reiches Land, das sich leisten konnte, mal soeben die Banken zu retten und eine milliardenschwere Subventionspolitik betreibt, deren Wirksamkeit für das Gemeinwohl zumindest bezweifelt werden kann, sollten wir auch in der Lage sein eine Infrastruktur zu finanzieren, die den alten Menschen einen würdigen Lebensabend ermöglicht.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 21:07   #21
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Liebe WeiblichUndIrre,
kann gesellschaftskritische Lyrik schön sein? Ich vergaß, du bist ja Irre, dann passt’s schon

Dankeschön!

@Unar die Weise

Zitat:
Unar die Weise
Sorry Gylon, sollten wir abgetrieben sein, aber das Thema regt eben zum Austausch an.
Kein Thema, wenn einem was auf der Seele brennt muss es halt raus!



Liebe AlteLyrikerin,

Zitat:
AlteLyrikerin
Einzig ein Aspekt scheint mir hier etwas eindimensional geschildert.
Da hast du wohl recht Recht! So ein komplexes Thema in einem kurzen Text gerecht zu werden, übersteigt dann doch bei weitem meine Fähigkeiten.

Zitat:
AlteLyrikerin
sollten wir auch in der Lage sein eine Infrastruktur zu finanzieren, die den alten Menschen einen würdigen Lebensabend ermöglicht.
Schön wäre es, aber dafür müssten weitreichende Reformen her, die niemand durchsetzen kann, weil es wohl zu vielen nicht mehr reicht, nur wollhabend zu sein.



Ich danke euch allen ganz herzlich für eure zahlreichen und wertvollen Beiträge und wünsche euch noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 21:54   #22
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.058

Zitat:
kann gesellschaftskritische Lyrik schön sein? Ich vergaß, du bist ja Irre, dann passt’s schon

Dankeschön!
Klar. Aus egoistischen Gründen kann sie das. Man ist nicht mehr so allein in seinen kritischen Gedanken. Es gibt noch mehr irre da draußen.

Irregute Abendgrüße
WuI
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 21:59   #23
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Hier drinnen auch
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 23:11   #24
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Zitat:
Zitat von Gylon Beitrag anzeigen
Hier drinnen auch
Juchu!
Womit wir nicht alleine wären und dadurch nicht alleine sind....😄😁😆
Unar die Weise ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2019, 23:31   #25
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.058

Jippiiie
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Der kalte Waschlappen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
das kalte Herz Lichtsohn Liebe, Romantik und Leidenschaft 13 17.05.2016 22:59
Das kalte Zimmer Ilka-Maria Liebe, Romantik und Leidenschaft 4 14.11.2015 23:23
Die kalte Mauer Little Star Gefühlte Momente und Emotionen 0 28.10.2014 02:18
Kalte Brise herzchen7 Gefühlte Momente und Emotionen 4 29.01.2014 00:51
kalte Winterlust Chris Liebe, Romantik und Leidenschaft 0 17.01.2005 19:16


Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.