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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 14.03.2019, 19:34   #1
weiblich Spiegelmädchen
 
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Beiträge: 21

Standard Der einsame Raum

Meine kalten, kleinen Hände
tasten auf dem harten Stein
findet alles bald ein Ende
oder bleib ich hier allein

Denn Ketten, Schnüre, Dunkelheit
umfassen meine schwachen Glieder
Bleib ich hier in Einsamkeit
oder kommt er wieder

Die dumpfen Schritte in der Ferne,
Ach, wie sehn ich mich nach Wärme

Doch ich weiß die Eisesaugen
erwarten mich hinter dem Stahl
Was hilft mir noch mein starker Glauben
erleb ich durch ihn einzig Qual

Seine Stimme, seine Worte
Stiche sind sie in der Brust,
als er mich führte durch die Pforte
Nichts hatt' ich davon gewusst

Und dort sind sie, seine Hände,
diese, die den Willen brach
als ich meinen Blick abwende,
der erste Schmerz schon grausam stach

Komm ich los von diesen Zwängen,
komm ich aus dem einsam' Raum
red mir ein in weiten Gängen,
das alles war ein böser Traum

Doch in der Nacht zu stillen Stunden
hör ich mich noch selbst leis wein`,
Zu tief sitzen die klaffend Wunden,
Nichts wird mehr wie vorher sein
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Alt 16.03.2019, 13:59   #2
weiblich Schreibfan
 
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Alter: 35
Beiträge: 754

Zitat:
Zitat von Spiegelmädchen Beitrag anzeigen
Meine kalten, kleinen Hände
tasten auf dem harten Stein
findet alles bald ein Ende
oder bleib ich hier allein

Denn Ketten, Schnüre, Dunkelheit
umfassen meine schwachen Glieder
Bleib ich hier in Einsamkeit
oder kommt er wieder

Die dumpfen Schritte in der Ferne,
Ach, wie sehn ich mich nach Wärme

Doch ich weiß die Eisesaugen
erwarten mich hinter dem Stahl
Was hilft mir noch mein starker Glauben
erleb ich durch ihn einzig Qual

Seine Stimme, seine Worte
Stiche sind sie in der Brust,
als er mich führte durch die Pforte
Nichts hatt' ich davon gewusst

Und dort sind sie, seine Hände,
diese, die den Willen brach
als ich meinen Blick abwende,
der erste Schmerz schon grausam stach

Komm ich los von diesen Zwängen,
komm ich aus dem leeren Raum
red mir ein in weiten Gängen,
das alles war ein böser Traum

Doch in der Nacht zu stillen Stunden
wimmer ich in mich hinein,
spüre meine tiefen Wunden,
Nichts wird mehr wie vorher sein
Sehr eindrücklich und dicht geschrieben. Ein paar Aenderungsvorschlaege habe ich oben gepostet, so koenntest du das Metrum etwas glaetten und Wortkuerzungen umgehen.
Lg Schreibfan
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Alt 16.03.2019, 14:03   #3
weiblich Spiegelmädchen
 
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Dabei seit: 11/2017
Beiträge: 21

Zitat:
Zitat von Schreibfan Beitrag anzeigen
Sehr eindrücklich und dicht geschrieben. Ein paar Aenderungsvorschlaege habe ich oben gepostet, so koenntest du das Metrum etwas glaetten und Wortkuerzungen umgehen.
Lg Schreibfan
Deine Änderungen in der letzen Strophe find ich sehr schön. Danke!
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Stichworte
angst, nachdenken, schmerz

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