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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 16.01.2016, 13:38   #1
männlich Lichtsohn
 
Benutzerbild von Lichtsohn
 
Dabei seit: 03/2015
Beiträge: 1.124

Standard Das eigne Innen

Was steckt im Nichts? Was ist das Neue?
Ist es der Mut, die Seelentreue,
Ist es die Kraft, die mich bewegt?
Ist es Vernunft, die sich da drinnen regt?

Was steckt im Sein? Was ist das Wahre?
Wenn ich die altbekannte Straße fahre,
Gibt’s doch viel Neues auf dem Wege,
Unwichtiges, das ich mit Sorgfalt pflege.

Was steckt in meiner Seele drin?
Ein Splitter nur, ein strahlend Diamant?
Hab ich bisher die Nichtigkeiten "Wichtiges" genannt?
Ist dieses Licht das was ich wirklich bin?

So viel zu wissen, viele Fragen,
Zu wenig Zeit, mich zu beklagen,
Schon seit den frommen Kindertagen,
bin ich dem Leben auf der Spur,
Such ich das eigne Innen nur.
Lichtsohn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2016, 00:22   #2
männlich wüstenvogel
 
Dabei seit: 06/2011
Ort: wetzlar
Alter: 65
Beiträge: 444

Standard Das eigne Innen

Hallo Lichtsohn,

solange wir noch fragen, leben wir, sind wir auf der längsten Reise ohne Ziel -
auf dem Weg zu uns!

"Man mag auch über die ganze Erde wandern, man muss doch zu sich selber zurückkehren." (Krishnamurti)

In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute Reise!

Liebe Grüße

wüstenvogel
wüstenvogel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2016, 02:27   #3
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 23.196

Interessant und würdig, überarbeitet zu werden. Die Fragen kommen an, denn sie sind universell und den meisten Menschen immanent.

Lyrik hat aber auch mit Sprache zu tun, und da holpert es gewaltig. Deshalb mein Vorschlag: überarbeiten! Die deutsche Sprache ist reich und bietet dafür viele Möglichkeiten.

Ein Beispiel:

Zitat:
Was steckt im Sein? Was ist das Wahre?
Wenn ich bekannte Straßen fahre,
Gibt's manches Neue auf dem Wege,
doch auch Banales, das ich pflege.
Du schriebst dagegen in Deiner Strophe:

Zitat:
Was steckt im Sein? Was ist das Wahre?
Wenn ich die altbekannte Straße fahre,
Gibt’s doch viel Neues auf dem Wege,
Unwichtiges, das ich mit Sorgfalt pflege.
Ob die Straßen bekannt oder altbekannt sind, ist unwichtig, mehr als bekannt können sie eigentlich nicht sein. Wenn es besser zum Metrum passt, sollte man sich für das kürzere Wort entscheiden.

Über den dritten Vers kann man streiten.

Über den vierten Vers kann man dagegen nicht streiten: "Sorgfalt" gehört raus! Ich habe noch nie gehört, dass jemand etwas oder jemanden ohne Sorgfalt gepflegt hat, egal, ob zum Überleben, zum Tode oder aus Unkenntnis. Das ist schlicht eine Doppelung.

"Unwichtiges" hat vier Silben und ist von daher ein sperriges Wort, außerdem klingt es wegen der Vorsilbe unschön. Ich habe es durch das kürzere "Banales" ersetzt.

Das soll nur ein Beispiel sein, mal kräftig in die Wortschatzkiste zu greifen und durchaus das Herausgefischte auf die Waage zu legen. Aus Deinem Text könnte dadurch ein Juwel entstehen.

Nicht böse sein, wenn ich jetzt als Lehrmeisterin aufgetreten bin. Das tue ich nicht immer. Manchmal bin ich so gemein, dass ich gute Ideen aufgreife und sie zu einem eigenen Gedicht verarbeite. Und das ist nicht mal geklaut.

Aber bei Dir meine ich, Potential zu sehen. Und auch Interesse am Schreiben.

Lieben Gruß und gute Nacht,
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2016, 12:55   #4
männlich Lichtsohn
 
Benutzerbild von Lichtsohn
 
Dabei seit: 03/2015
Beiträge: 1.124

Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Interessant und würdig, überarbeitet zu werden. Die Fragen kommen an, denn sie sind universell und den meisten Menschen immanent.

Lyrik hat aber auch mit Sprache zu tun, und da holpert es gewaltig. Deshalb mein Vorschlag: überarbeiten! Die deutsche Sprache ist reich und bietet dafür viele Möglichkeiten.

Ein Beispiel:



Du schriebst dagegen in Deiner Strophe:



Ob die Straßen bekannt oder altbekannt sind, ist unwichtig, mehr als bekannt können sie eigentlich nicht sein. Wenn es besser zum Metrum passt, sollte man sich für das kürzere Wort entscheiden.

Über den dritten Vers kann man streiten.

Über den vierten Vers kann man dagegen nicht streiten: "Sorgfalt" gehört raus! Ich habe noch nie gehört, dass jemand etwas oder jemanden ohne Sorgfalt gepflegt hat, egal, ob zum Überleben, zum Tode oder aus Unkenntnis. Das ist schlicht eine Doppelung.

"Unwichtiges" hat vier Silben und ist von daher ein sperriges Wort, außerdem klingt es wegen der Vorsilbe unschön. Ich habe es durch das kürzere "Banales" ersetzt.

Das soll nur ein Beispiel sein, mal kräftig in die Wortschatzkiste zu greifen und durchaus das Herausgefischte auf die Waage zu legen. Aus Deinem Text könnte dadurch ein Juwel entstehen.

Nicht böse sein, wenn ich jetzt als Lehrmeisterin aufgetreten bin. Das tue ich nicht immer. Manchmal bin ich so gemein, dass ich gute Ideen aufgreife und sie zu einem eigenen Gedicht verarbeite. Und das ist nicht mal geklaut.

Aber bei Dir meine ich, Potential zu sehen. Und auch Interesse am Schreiben.

Lieben Gruß und gute Nacht,
Ilka
Liebe Ilka-Maria,

ich bin richtig erstaunt, aber auch gerührt. Du hast dir so viel Mühe mit meinen Zeilen gegeben, dafür möchte ich mich bedanken.

Dein Beispiel zeigt mir deutlich wie sperrig im Vergleich dazu meine eigene Version war.

Deine Ausführungen muss ich mit Margit gemeinsam noch durcharbeiten. Danke für die Hoffnung, die du mir schenkst. Es gibt für mich keinen Grund "böse" zu sein. Lernen ist für mich wichtig und lernen kann man halt am Besten von denen die davon Ahnung haben.

LG
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