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Alt 20.11.2014, 18:49   #1
weiblich lust zu texten
 
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Standard Meine Reise ins Ungewisse (Teil 1)

Ich packe meine Koffer, schreibe nur einen Zettel wo drauf steht, Ich bin dann mal weg! Wie ich im Gedankenversunken meine Sporttasche, mit den wichtigsten Sachen meines Lebens drin in mein Auto, werfe wird mir das erste Mal seit langem bewusst wie klar die Luft doch ist.

Musik aus, Fenster runter, Zündung an und Los geht die Reise, die Reise ins ungewisse. Ich weiß nicht wohin, nicht wie lang, hab einfach gar keinen Plan und fahr los. Wusstest du dass man in der stille nur von dem Motorgeräusch doch so viel hören kann? Die Vögel die Richtung Süden fliegen und wie ein paar gute alte Freunde albern. Wie Bauarbeiter beim Mittag machen am Straßenrand über den Chef schimpfen, der doch endlich in Rente gehen soll. Ich rieche Abgase aber auch eine gute Prise nach frisch gemähtem Gras da der Bauer grade mit seinen Balkenmäher über seine Wiesen mäht. Merke wie mein Herz gleichmäßig im Takt pocht und ich jeden Muskel in meine Handgelenk spüre wenn ich das Lenkrad fest umklammre.

Nach ein paar Stunden mache ich an einem Ratsplatz halt da der Benzin langsam zu Neige geht und sich mein Magen beschwert das ich heute doch nicht gefrühstückt habe. Als ich in das doch etwas herunter gekommene Gasthaus Namens „Edle Traube“ komme war es von innen doch gut gefüllt. Anscheinend gibt es ihr doch gutes Essen wenn die Bude hier so voll ist denk ich mir. Eine durchaus Attraktive Kellnerin kommt auf mich zu und fragt mich ob sie was für mich tun könnte. Ich würde hier gerne etwas Essen aber wie ich sehe haben Sie keinen Platz mehr für mich antworte ich ihr. Die freundliche Bedienung wies mich an einem Tisch wo bereits ein Mann Mitte 50 sitzt. Er hat sehr schmutzige Kleidung an, seine Hose war zerrissen, bei seinen Stiefeln ist die Sohle bereits mit Panzertape fest geklebt, auf seinen Kopf trägt er ein abgetragenes schwarzes Cap und eine Schmalzlocke hängt heraus, allgemein machte er einen sehr schmuddeligen Eindruck. Aber da mein Magen sich schon wieder beschwert dankte ich der Bedienung und setze mich neben diesen Typen um etwas zwischen die Zähne zu bekommen.
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Alt 20.11.2014, 22:25   #2
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Ich packe meine Koffer, schreibe nur einen Zettel wo drauf steht, Ich bin dann mal weg! Wie ich im Gedankenversunken meine Sporttasche, mit den wichtigsten Sachen meines Lebens drin in mein Auto, werfe wird mir das erste Mal seit langem bewusst wie klar die Luft doch ist.
….

Aber da mein Magen sich schon wieder beschwert dankte ich der Bedienung und setze mich neben diesen Typen um etwas zwischen die Zähne zu bekommen.
Liebe lust zu texten,

ich beschränke mich mal auf den ersten Absatz und den letzten Satz Deiner Geschichte.

Was mir auffällt, sind die unnötigen Füllwörter, die einen Text nicht besser machen, da sie keinerlei Informationen geben (nur, dann mal). „… einen Zettel, wo drauf steht …“ ist stilistisch hölzern. Vergleiche mit „wie“ sollten unterbleiben und möglichst einfach das geschildert werden, wie und was ist. Redensarten wie „Ich bin dann mal weg“ sind Markenzeichen, in diesem Fall ist es der Titel eines Buches von Hape Kerkeling, solch ein Zitat ist also nicht sonderlich originell. Es gilt, die eigene Sprache zu finden.

Außerdem ist der erste Absatz als Einführung in eine Geschichte ein lausiger McGuffin, denn er enthält keinen Spannungsbogen und macht kaum Lust, weiterzulesen. Dabei ist es so einfach, Emotionen zu wecken, wenn jemand kurzentschlossen seine Koffer packt. Aber auch hier herrscht Ungenauigkeit: Erst ist von Koffern, dann nur noch von einer Sporttasche die Rede. Es macht sich übrigens immer gut, Gegenstände genauer zu beschreiben, das macht das Bild plastischer.

Zitat:
Ich packe! Der Rollkoffer droht bereits überzuquellen, und ich wäge ab, was ich noch in der Nike-Sporttasche unterbringen kann. Anschließend kritzele ich auf einen Zettel: “Ich hau ab” und klebe ihn mit Tesafilm an den Garderobenspiegel. Dann schnappe ich die Autoschlüssel und mein Gepäck und stürze nach draußen. Ich höre, wie hinter mir die Haustür einklingt, mache mir aber nicht die Mühe, zurückzugehen und sie abzuschließen. Ich will nur noch abschalten. Neue Gedanken schöpfen. Als ich mein Gepäck, das die wichtigsten Dinge meines Lebens enthält, im Kofferraum meines Wagens verstaue, wird mir bewusst, wie klar die Luft plötzlich geworden ist.
Und jetzt zum letzten Satz: Er brachte mich zum Lachen. Nicht aufgrund von Lächerlichkeit, sondern weil ich das „Bild“ witzig fand: Da setzt sich der Protagonist neben einen Typen, um etwas „zwischen die Zähne zu bekommen“. Das klingt wie eine Geschichte über Kannibalismus.

Zitat:
Aber mein Magen beschwert sich unentwegt. Ich muss in diesem Lokal Platz nehmen, wenn ich etwas zwischen die Zähne bekommen will, also bedanke ich mich bei der Bedienung und setze mich an den Tisch dieses Typen.
Nicht sauer sein ... Du bist noch jung, und vor Dir liegen noch viele Hügel an Lernmaterial, die abgetragen werden wollen. Ich bin damit bis heute nicht fertig geworden.

Lieben Gruß
Ilka
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Alt 20.11.2014, 23:04   #3
weiblich lust zu texten
 
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Liebe Inka,
Danke für deinen Beitrag ich hab mich sehr gefreut über deine Kritik ja klar vH muss noch sehr viel lernen dies ist meine erste Geschichte die ich versuche zu schreiben...
Wie gefällt dir denn so der Ansatz also ja die Wortwahl nicht ganz so ausgeprägt aber möchtest du persönlich wissen wie es weiter geht oda hat es dich gelangweit diese mehr oda weniger guten Anfang einer Geschichte zu lesen?
lust zu texten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2014, 14:59   #4
weiblich lust zu texten
 
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Liebe Inka ich habe das jetzt mal mit reinbezogen was du geschrieben hast ich hoffe du findest das ok von mir ich schreibe hier jetzt einfach mal den Text wie weit ich ihn habe.
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Alt 19.12.2014, 14:59   #5
weiblich lust zu texten
 
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Die Reise ins Ungewisse

Ich packe! Der Rollkoffer droht bereits überzuquellen und ich wäge ab, was ich noch in der Nike – Sporttasche unterbringen kann. Anschließend kritzle ich auf einen Zettel: „Ich hau ab“ und klebe ihn mit Tesafilm an den Garderobenspiegel. Dann schnappe ich die Autoschlüssel und mein Gepäck und stürze nach draußen. Ich höre, wie hinter mir die Haustür ins Schloss fällt, mache mir aber nicht die Mühe, zurück zu gehen und sie abzuschließen. Ich will nur noch abschalten. Neue Gedanken schöpfen. Als ich mein Gepäck, das die wichtigsten Dinge meines Lebens enthält, im Kofferraum meines Wagens verstaue, wird mir bewusst, wie klar die Luft plötzlich geworden ist.
Musik aus, Fenster runter, Zündung an und Los geht die Reise, die Reise in Ungewisse. Ich weiß nicht wohin, nicht wie lang, hab einfach gar keinen Plan und fahr los. Wusstest du dass man in der Stille nur von dem Motorgeräusch seines alten VW Polo der überall schon Roststellen hat, doch so viel hören kann? Vögel die Richtung Süden fliegen und wie ein paar gute alte Freunde albern. Bauarbeiter die beim Mittagessen am Straßenrand über den Chef schimpfen, der doch endlich in Rente gehen sollte. Ich rieche Abgase, aber auch eine gute Prise nach frisch gemähten Gras, da der Bauer gerade mit seinem Balkenmäher über seine Wiesen mäht. Merke wie mein Herz gleichmäßig im Takt pocht und ich jeden Muskel in meinem Handgelenk spüre wenn ich das Lenkrad fest umklammere.
Nach ein paar Stunden Autofahrt ins nirgendwo, mache ich an einem Rastplatz halt da meine Tankanzeige schon etwas länger aufleuchtet und sich mein Magen beschwert das ich heute Morgen doch nicht gefrühstückt habe. Als ich in die doch etwas herunter gekommene Gaststätte Namens „Edle Traube“ komme war es von innen sehr gut gefüllt. Anscheinend gibt es hier doch gutes Essen wenn die Bude hier so voll ist denk ich mir. Eine durchaus attraktive junge Kellnerin mit langem blonden Haar und einer sehr guten Figur kommt auf mich zu und fragt mich ob sie was für mich tun könne. Ich würde hier gerne etwas Essen aber wie ich sehe haben Sie keinen Platz mehr für mich antworte ich ihr. Die freundliche Bedienung Namens Magda wie ich an den Namensschild lesen kann das an ihrer weißen Bluse hängt, wies mich an einem Tisch wo bereits ein Mann Mitte 50 sitzt. Er hat sehr schmutzige Kleidung an, seine Hose war zerrissen, bei seinen schwarzen Stiefeln fehlten die Schnürsenkel und bei näherem Betrachten sehe ich das die Sohle bereits mit Panzertape fest geklebt ist, auf seinen Kopf trägt er ein abgetragenes schwarzes Cap und eine Schmalzlocke hängt heraus. Allgemein macht er einen sehr schmuddeligen Eindruck. Aber mein Magen beschwerte sich unentwegt. Ich muss in diesem Lokal Platz nehmen, wenn ich etwas zwischen die Zähne bekommen will, also bedanke ich mich bei der Bedienung und setzte mich an den Tisch zu diesem Typen.

Hallo kam es unerwartet aus ihm heraus. Ich bin überrascht das er mich begrüßt und gab ein etwas zu zartes Hi entgegen und nimm meine Bestellung bei Magda auf. Wie fast immer in solchen Lokalen bestelle ich ein Wiener Schnitzel mit Pommes und eine Cola. Nach kurzer Zeit fühle ich mich mehr und mehr unwohler an diesem Tisch. Der Mann starrt mich nun schon gefühlte zehn Minuten an, ihr kennt das Gefühl wahrscheinlich selbst wenn langsam die Hände schwitzig werden, man hofft das keiner die Schweißflecken unter den Markenhemd sieht und sich der Magen immer mehr zusammen schnürt. Wieder fängt er an mich von oben bis unten durch zu checken. Angefangen bei meinem neuen Haarschnitt, ich habe sie mir erst kürzer schneiden lassen und sie heute mit etwas Haarwachs aufgestellt. In meine dunkel braunen Kulleraugen sieht er sehr durchdringend hinein. Er macht mir langsam echt Angst! Doch jetzt kommt endlich meine Rettung Namens Magda mit meiner Cola, das Essen dauert noch einen kleine Moment sagt sie mit einem freundlichen Lächeln, wie es glaub ich jede Bedienung lernen muss bevor sie eingestellt wird. Na toll! Denke ich mir, wie lange muss ich den noch warten und hier an diesem Tisch bei diesen Typen sitzen? Aber ich lächelte zurück und meinte das es kein Problem ist. Ich nippe an meiner Cola und suche anschließend die Toilette auf. Als ich mich auf den Weg mache kommt mir der Gedanke das sie immer sagen man soll sein Getränk nicht einfach so stehen lassen da jemand KO-Tropfen reingeben könnte, und bei diesem Tischnachbarn könnte dies auch gut der Fall sein. Ich entschließe mich trotzdem dafür ohne mein Getränk die Örtlichkeiten aufzusuchen. Als ich wieder an meine Platz gehe sehe ich wie der Typ ein Schnitzel mit Pommes isst. Noch denke ich mir nichts dabei, doch wie ich wieder sitze merke ich, das auch die Cola zur Hälfte leer getrunken ist, obwohl ich nur daran genippt habe. So ein Arsch! Geht es mir durch den Kopf er sieht nicht nur herunter gekommen aus sondern verhält sich auch noch wie das letzte Depp. Doch ich traue mir nichts zu sagen und merke nur wie mein Kopf immer röter wird, ich muss langsam ausschauen wie eine fast zu reife Tomate. Nun starre ich ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an und schweige vor mich hin. Als er schließlich merkt dass bei mir etwas nicht stimmt schiebt er dreist den Teller in die Mitte und isst seelenruhig weiter. Mir gehen 1000 Gedanke durch den Kopf was hier gerade passiert und suche im Unterbewusstsein die ganze Gaststätte nach einer versteckten Kamera ab, doch es ist weit und breit keine zu sehen. Mein Magen meldete sich wieder, so laut dass es alle hören könnten wenn es leise genug wäre. Reiß dich zusammen sage ich im inneren zu mir selbst, flipp jetzt ja nicht aus! Nun ist es wirklich soweit ich sitze in diesem herunter gekommen Lokal mit diesem Mann an einen Tisch und esse mit ihm meine Portion Schnitzel mit Pommes und Teile auch noch meine Cola mit ihm.
lust zu texten ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2014, 21:53   #6
männlich Ralfchen
 
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hier fehlt absolut das bildliche, das den leser in die story hinein-leben läßt...


dazu mehr später.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2015, 20:47   #7
weiblich lust zu texten
 
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wie meinst du das?

Dies ist meine erste Geschichte und ich kenne mich nicht so wirklich damit aus und hab mir einfach gedacht das ich ein bisschen was schreibe
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