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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 20.03.2011, 22:20   #1
männlich Friedrich Kühne
 
Dabei seit: 03/2011
Ort: Eibensbach
Alter: 32
Beiträge: 3

Standard Meine Reise

So lebe ich mit den Pferden, renne durch die Welt
fresse liebvoll Gräser , was mir nicht alles gefällt
so lieb ich ihre ehrvolle Gestallt
und ritt mit ihnen durchs Tal und durch den Wald

So ehre ich die Nacht, die alles im Dunkeln schlummern lässt
und fresse mit den Wölfen mein Fell mit Blut durchsetzt
die Nahrung wird in meinen Mägen wertvoll umgesetzt
mein Heulen hat die Wildnis , die friedfertigen entsetzt

So gehe ich unter die Schafe und will ihren Hirten fressen
doch dann werde ich selbst zu eins
der Hirt wollt sich nicht mir messen
und sagte du bist jetzt meins

Du musst mir lieb gehorchen nur dann wirst du zur Natur
so binde dich an meinem Namen, und leiste einen Schwur
während er mir Hand zustreckte biss ich hinein
er warf mich aus der Herde und ich war wieder allein

Ich ging unter die Raben und klauten mit ihnen Gold
um es zu schenken einer Schönen, die mir ward sehr Hold
doch pickte ich jedem Raben ein Augen aus
ich wollte ihr Gold, nur raus

Da verfluchten mich die Raben und ich ging ganz weit fort
zu suchen nach den Gaben an einem andren Ort
so suchte ich mein Glück bei den Rindern
und wollte mitihnen überwintern

Wohlgenährt die Tiere, frass ich mich durch die Zeit
und in der Herde fühle ich mich sicher, sie gab mir geleit
doch irgendwann wechselte ich zum Jäger und schoss die Herde Tod
ich wollte nicht so werden und verspeißte sie mit Brot

So ging ich zu den Geistern und bat sie um Rat
sie sagten mir du musst kämpfen
gegen den Inneren Unrat

So tat ich wie die Geister mir befohlen und riss mein fauliges Herz heraus
und ging zu meinen Lieben und lebte in Saus und Braus
doch dann trat ich die Lieben und sie schmießen mich hinaus
ich trat sie immer wieder, sie machten mir den Gar aus

Ich lachte und grunzte wie die Schweine
und ging unter ihnen mich zu laben im Dreck
ein Moslem kam alleine
ich ging mit ihm dann weg

Er erzählte mir wie schmutzig und gottlos ich war
ich töte ihn, und seine Frau mir einen Sohn gebar
ich verschenkte ihn einem Juden
die mich zum Feste einluden

So saß ich bei allen Religionen
alle wollten meiner Seele beiwohnen
nur ich lachte und sprach ich bin mein eigener Gott
ich begehe keinen Völkermord

da nahm jeder Gottesführer und Spirituelle Meister sein Schwert
ich versteckte mich hinter dem Schild
erkannte den Wert
und malte ein Bild

Das Bild einer Rose und einer Marionette
dass lag ich mir unters Bette
und schnitt jedem geistlichen einem Finger ab
um mir eine Halskette zu Formen
gegen die gesellschaftlichen Normen

aus einigen Köpfen bastelte ich mir Schmuck, Blutlust
als alter Germane sammelte ich ihre Schädel
ich bekam einen mordlustigen Erguss
und meine Zeit als Hebel
der Veränderung
der inneren Reinigung
der äußeren Erweiterung
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