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Alt 06.12.2019, 15:47   #1
weiblich Ilka-Maria
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Standard Alfred

Alfred trottet durch die Staßen. Er hat das Postamt hinter sich gelassen, in dem er drei Briefe aufgegeben hat, einen an seine Tante, die noch älter ist als er, einen an den Sohn dieser Tante, seinen Cousin, und einen an seinen Sohn im Ausland, den er seit sechs Jahren nicht mehr gesehen hat. Herzliche Grüße zu Weihnachten.

Vor dem einen und anderen Schaufenster bleibt er stehen und schaut. Die Auslagen der Optiker sind alle gleich: Brillen mit dunklem Rand sind modern, Rahmen, die sich nicht zwischen Katzenauge und Rennfahrerblick entscheiden können. Für die Klassiker gibt es die Klassiker, die keine Zuordnung zulassen, da ist man immer auf der sicheren Seite.

Ein paar Meter weiter hat ein Whisky-Laden aufgemacht, in dem sich kein Mensch blicken lässt. Wer gibt sich gerne den Nimbus des Alkoholikers? Und wozu gibt es das Internet, in dem man anonym jedem Laster frönen kann?

Ein Kleidunggeschäft hat sich gehalten, soweit Alfred zurückdenken kann. Die Kleinschmidts gab es schon immer. Sonderangebote sind ausgepreist. Den Herrenpullover gibt es statt für 80 Euro jetzt für 60 Euro. Immer noch zu teuer für Schmalhans-Rentner wie Alfred, die nicht beim letzten Exemplar der selbständigen Metzger, sondern im Supermarkt an der Fleischtheke einkaufen.

Alfred trottet weiter und lässt die Schaufenster mit ihren unerfüllbaren Versprechungen hinter sich. Er betritt Ödland. Ein Kiesweg entlang des Flüsschens, das über die Ufer getreten ist, weil die Stadtherren weiter unten wegen Baumaßnahmen der Deutschen Bahn aufschütten ließen, führt ihn nach Hause. Wen kümmert es, wenn die Immobilien nahe des Flüsschens vom Wasser überspült werden? Wann jemals hätte die städtische Administration eine Gefühlsregung für die Lebensplanung von Menschen gezeigt?

Alfred öffent seinen Briefkasten und schließt ihn. Mit dem Schlüssel in der Hand betritt er seine Wohnung.
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Alt 06.12.2019, 17:07   #2
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Ein paar Gedanken habe ich verflochten und kleinere Korrekturen, die durch Vertipper entstanden sind, eingebracht.
Korrekturen sind willkommen. Meine Tastatur hakt ständig, immer bekomme ich das nicht mit. Besonders das "e" und "w" sind betroffen. Mein Bildschirm geht auch allmählich flöten, da breiten sich Blasen aus. Das Gerät ist ja auch schon über sieben Jahre alt. Muss mich mal um Ersatz kümmern.
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Alt 06.12.2019, 18:48   #3
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Zitat:
.dem er drei Briefe aufgegeben hat, einen an seine Tante, die noch älter ist als er
Das haben Tanten so an sich, dass sie älter sind als ihre Neffen.

Ansonsten kann ich mit dem Text nichts anfangen. Eine Beschreibung, was Alfred sieht, aber nicht besonders aufregend geschildert. Auch der Schluss mit den überfluteten Immobilien nicht. Wo ich früher wohnte, war mindestens einmal im Jahr Hochwasser. Da wurden halt Keller etc. ausgeräumt und keinen hat's groß interessiert.

Ja ja, in deiner Geschichte sind die Stadtherren schuld. Regt mich trotzdem nicht auf.
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Alt 06.12.2019, 19:55   #4
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Das haben Tanten so an sich, dass sie älter sind als ihre Neffen.


Meine jüngste Tante ist gerade mal vier Jahre älter als ich, und wenn ihre beiden Brüder überlebt hätten, die nach ihr zur Welt kamen, wären diese jünger als ich.
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Alt 06.12.2019, 20:18   #5
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[QUOTE=Eisenvorhang;530373
Dein Monitor schlägt Blasen? Mensch Ilka - raus die Bude und was neues rein, blasen können nichts für schreiber sein.
[/QUOTE]

Das ist nicht witzig, Eisenvorhang, dazu war dieses Teil - ein Dell Convertible - zu teuer, da ist man mit ca. 1300 Euro dabei. Es fing mit einem 1-Zentimeter-Bläschen am oberen Rand an. Ich schaute im Internet nach, was das wohl für ein Problem sei, und musste mich belehren lassen, dass so etwas bei den modernen Flachbildschirmen öfter passiert und man dagegen gar nichts tun kann. Inzwischen hat sich das "Bläschen" über den gesamten Rand ausgebreitet und tropft am linken und rechten Rand runter. Zum Glück ist es transparent, so dass ich die Oberfläche uneingeschränkt sehen kann.

Es würde mir ja nichts ausmachen, wenn es ein stinknormaler Laptop wäre, denn ich habe noch einen Standcomputer mit zwei Bildschirmen, die okay sind. Aber leider war dieses Ding, wie gesagt, sauteuer. Und dann so etwas. Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass sehr viele User mit Dell-Geräten alles andere als zufrieden sind, und mit dem Service dieser Firma schon gar nicht.
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Alt 06.12.2019, 20:50   #6
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Wenn du was Wertiges haben willst: Greif zu einem Apple ...
Ob du es glaubst oder nicht: Der Apple war Ende der 80er Jahre der Computer, mit dem ich in die Computerwelt eingestiegen bin. Davor gab es nur Speicherschreibmaschinen und Textverarbeitungsautomaten. Hatte mir damals sogar den "Würfel" gekauft, also einen SE/30, den ich vor ein paar Jahren einem Liebhaber an der Nordsee geschenkt habe, der ihn sich als Jugendlicher nicht leisten konnte. Samt Drucker, externer Festplatte (damals noch ein Band) und jeder Menge Floppies.

Dann wechselte ich mehrfach die Stelle und musste den Rückwärtsgang einlegen, zurück in die DOS-Welt, umgeben von Dinosauriern. Frustrierend!
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Alt 06.12.2019, 21:45   #7
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Was PC's angeht, bin ich ein kleiner Freak -
Ich stecke da schon lange nicht mehr drin, verlasse mich volle Kanne auf meinen Sohn, der mir alles zusammenbaut, wie ich es brauche. Von Berufs wegen muss er auf der Höhe bleiben.

Die Hardware war sowieso nie mein Ding, ich komme von der Anwenderseite. War sogar mal ein Jahr lang selbständig als PC-Trainerin in Windows-Office-Anwendungen unterwegs. Total verliebt in Excel.

Nun ja, Apple. Vielleicht. Mal sehen. Solange das Design nicht von Collani ist ...
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Alt 06.12.2019, 22:06   #8
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Eine Beschreibung, was Alfred sieht, aber nicht besonders aufregend geschildert.
So isses, der ganz banale Alltag. Eine Momentaufnahme, nichts weiter. Was sollte an einem vereinsamten Menschen besonders aufregend sein?
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Alt 07.12.2019, 00:15   #9
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Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Übrigens: habe keinen Zugriff auf dem Ü18 Bereich hier.
Du hattest dich einmal in Poetry abgemeldet, und da wurden von mir all deine persönlichen Daten gelöscht, also auch dein Geburtsdatum. Poetry kann deshalb nicht erkennen, ob du für den U18-Bereich qualifiziert bist. Ergänze also dein Geburtsdatum oder teile es mir per PN mit, dann erledige ich das.
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Alt 07.12.2019, 11:17   #10
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
So isses, der ganz banale Alltag. Eine Momentaufnahme, nichts weiter. Was sollte an einem vereinsamten Menschen besonders aufregend sein?
Ja, aber was soll der Leser an einer solch langweiligen Momentaufnahme finden? Das habe ich mich gefragt. Als Leser erwarte ich etwas, eine Pointe am Schluss oder eine Erkenntnis. Hier kommt gar nichts.

Oder wie es in einem meiner Bücher steht: "Die Geschichte ist dann gut, wenn sie die Fragen, die sie aufwirft, beantwortet."

Dass Alfred vereinsamt ist, noch nicht einmal das geht aus der Geschichte hervor. Jetzt weiß ich auch, was mich am meisten stört: Sie hat keine Atmosphäre.

LG DieSilbermöwe
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Alt 07.12.2019, 11:35   #11
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Zitat:
.Außerdem hat die Geschichte ein Ende, dass Fragen beantwortet.
Dass Alfred mit dem Schlüssel in der Hand seine Wohnung betritt, beantwortet Fragen?

Na gut, ich habe keine Fragen mehr.
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Alt 07.12.2019, 22:48   #12
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Das haben Tanten so an sich, dass sie älter sind als ihre Neffen.
nicht immer dSM -

die schwester meines Ops war um 30 jahre jünger als er und hatte zwei töchter Sissy und Dagmar mit denen ich die schönsten zeiten meiner kindheit verbrachte. Sissy ist 71 und Dagsi war vorige Wochew 70. also sind beide jünger als ich und doch de fakto meine tanten. ich habe für sie beide die bezeichnung COUSANTE gewählt, was sie beide mit gelächter goutierten und nun auch verwenden.

vlg
r
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Alt 07.12.2019, 23:28   #13
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Um es mal kurz und knapp auf den Punkt zu bringen:

Mein Ex-Mann fand den Film "Cast Away" total langweilig.

Ich fand ihn total spannend und habe ihn mindestens zehnmahl angesehen.

Eine Sache der Perspektive und der Interpretation.
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Alt 09.12.2019, 10:22   #14
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
In der Schule fand ich dies damals extrem sinnfrei: Interpretieren. Wie konnte man nur so dumm sein, das Interpretieren zu zensieren...
Völlig richtig.

Um die Handlungen literarischer Figuren interpretieren zu können, bedarf es einer gewissen Reife, Bildung und Weltsicht, also Lebenserfahrung. Das kann ein Schüler allenfalls oberflächlich leisten. Charaktere wie den Götz, den Kohlhaas und den Räuberhauptmann Karl im Unterricht zu besprechen ist nicht falsch, aber eine benotete Arbeit darüber abzufordern sehe ich auch kritisch, denn jede Schlussfolgerung ist nichts anderes als eine persönliche Meinung.

Da wird einem z.B. in der Schule eingeredet, Siegfried sei ein großartiger Held, weil er einen Drachen tötete. Bei näherer Betrachtung kann man aber auch zu dem Schluss kommen, dass dieser Kerl einen ziemlich üblen Charakter hatte. Kein Lehrer muss diese kritische Sicht auf den "Helden" teilen.
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Alt 09.12.2019, 10:26   #15
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Hallo Ilka-Maria,

mich erreichst du mit deiner kleinen Erzählung voll und ganz.

Gerade der schnörkellose Purismus/Minmalismus der Worte erlauben den tiefen Blick in die soziale Kontaktlosigkeit vieler Menschen - ins Vereinsamen.

Das sind die alles offenbarende Schlüsselsätze:

Zitat:
Alfred öffent seinen Briefkasten und schließt ihn. Mit dem Schlüssel in der Hand betritt er seine Wohnung.

Alfred öffnet nur - holt aber nichts heraus. Niemand schreibt ihm, noch nicht einmal eine Rechnung bekommt er. Ein Telefon hat er nicht -


Alfred hat den Schlüssel nach betreten der Wohnung immer noch in der Hand, er legt ihn nirgendwo ab. Er braucht ihn noch - um sich in der Einsamkeit wieder einzuschließen.


Alfred ist ein schattenloser Mensch -


LG Frau K.
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Alt 09.12.2019, 11:20   #16
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Zitat:
Zitat von Frau K. Beitrag anzeigen
Alfred öffnet nur - holt aber nichts heraus.
So ist es gedacht. Gut beobachtet.
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Alt 10.12.2019, 08:00   #17
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
. Alfred öffent seinen Briefkasten und schließt ihn. Mit dem Schlüssel in der Hand betritt er seine Wohnung.
Ein solcher Satz wirkt auf mich nur pragmatisch: Er macht den Briefkasten auf, es ist nix drin, also macht er ihn wieder zu. Von da aus die Schneise zur Vereinsamung zu schlagen, käme mir nicht in den Sinn. Mein Briefkasten ist auch ab und zu mal leer, sogar vor Weihnachten, das bedeutet gar nichts.

@Frau K.

Zitat:
. Alfred öffnet nur - holt aber nichts heraus.
Natürlich holt er nichts heraus, wenn nichts drin ist.

Und wer freut sich schon über Rechnungen? Da ist ein leerer Briefkasten eher Grund zur Freude als Rechnungen.

Woher weißt du, dass er kein Telefon hat? Geht aus der Geschichte nicht hervor.

Zitat:
Gerade der schnörkellose Purismus/Minmalismus der Worte erlauben den tiefen Blick in die soziale Kontaktlosigkeit vieler Menschen - ins Vereinsamen.
Dem würde ich sogar zustimmen, wenn die Sätze tatsächlich minimalistisch wären. Dazu passen aber nicht die Betrachtungen beim Optiker, über den Whiskyladen und die Preisvergleiche beim Herrenausstatter.

Wenn überhaupt irgendwo in der Geschichte Alfreds Einsamkeit zum Tragen kommt, dann ist es weiter oben bei der Stelle, als er die Karte an seinen Sohn schickt, den er seit 6 Jahren nicht mehr gesehen hat.

LG DieSilbermöwe
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Alt 10.12.2019, 11:04   #18
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Mein Briefkasten ist auch ab und zu mal leer, sogar vor Weihnachten, das bedeutet gar nichts.
Deine Meinung kann ich zwar akzeptieren, schließlich hat jeder Leser eine andere Erwartung an einen Text. Aber dieser Satz verwundert mich. In der Geschichte geht es nicht um dich und deine Alltagserfahrungen, sondern um Alfred. Handlung, Hintergrund und Atmosphäre sind mit dem Protagonisten verbunden, nicht mit dem Alltag des Lesers. Natürlich muss ein leerer Briefkasten nichts bedeuten, es kann aber auch anders sein. Die Interpretation ergibt sich aus dem Kontext, und sie kann, solange aus der Geschichte keine Wertung hervorgeht, bei jedem Leser anders ausfallen.
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Alt 10.12.2019, 18:43   #19
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
. Aber dieser Satz verwundert mich. In der Geschichte geht es nicht um dich und deine Alltagserfahrungen, sondern um Alfred.
Ich habe es doch erklärt. Von einem leeren Briefkasten in einer Geschichte (und den anderen Textstellen vor Optiker, Whiskyladen und Preisvergleichen beim Herrenausstatter) den Bogen zur Vereinsamung des Protagonisten zu ziehen, käme mir nicht in den Sinn. (Was nichts mit meinen Alltagserfahrungen zu tun hat.) Deswegen - siehe meinen ersten Kommentar - konnte ich mit dem Text ja auch nichts anfangen. Mir war überhaupt nicht klar, um was es hier eigentlich gehen sollte.
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