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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 02.02.2012, 13:55   #1
männlich Schmuddelkind
 
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Standard Mondlicht

Die Nacht legt sich als schwarze Wand
zwischen uns're Welten,
denn sie zeigt die triste Ferne.
Vor ihr bleib' ich unerkannt.
Schlimmer aber gelten
mir die unbewegten Sterne.

Doch sehen wir denselben Mond
und aus seiner Sicht
sind wir im selben Punkt vereint,
wohin auch heute wie gewohnt
das silbern milde Licht
uns gütig zu erleuchten scheint.
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Alt 05.02.2012, 13:44   #2
männlich Ayatollah
 
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Ein Bruder (oder die Schwester?) deines Gedichts über den Abstand zum Mond (Titel entfallen...)?

Allein beim milden, silbernen Licht schreckte ich auf; aber das liegt nur an meiner Assoziation des Ausdrucks mit Silbermond und dem Krieger des Lichts...
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Alt 05.02.2012, 15:45   #3
männlich Schmuddelkind
 
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Beiträge: 4.811

Du meinst "384.401 km" mit dem Brudergedicht. Ja, hat natürlich von den Motiven her was damit zu tun und sicherlich habe ich mich da selbst inspiriert. Aber die Botschaft hier ist natürlich eine andere.

LG
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Alt 05.02.2012, 16:51   #4
Thing
R.I.P.
 
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Beiträge: 35.150

Halli Hallo, Schmuddelkind -

es liegt mir viel daran, Dir zu zeigen, was mir an diesem romantischen Gedicht nicht so behagt, deswegen auch meine Anregungen anhand der Kopie:


Die Nacht legt sich als schwarze Wand
zwischen uns're Welten, (Apostroph weg; in der Lyrik nicht (mehr) vonnöten)
denn sie zeigt die triste Ferne. (Ich würde lieber die Nacht wiederholen, damit man nicht die Mauer meinen könnte)
Vor ihr bleib' ich unerkannt. (s.o.)
Schlimmer aber gelten
mir die unbewegten Sterne. (schön!!)

Doch sehen wir denselben Mond (lieber "den gleichen Mond", weil selbe im übernächsten Vers auch erscheint)
und aus seiner Sicht
sind wir im selben Punkt vereint,
wohin auch heute wie gewohnt (heute, wie gewohnt, ..)
das silbern milde Licht
uns gütig zu erleuchten scheint. (zu erleuchten? Nicht eher zu beleuchten..? Unter erleuchten verstehe ich etwas, das den Geist, nicht die Seele erhellt))




Ich hoffe, daß ich Dir nicht zu nahe getreten bin.

ein schönes Gedicht.
Ganz nach meinem (romantischen) Geschmack.

LG!
Thing
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Alt 05.02.2012, 17:21   #5
männlich Schmuddelkind
 
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Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.811

Danke!

Schön, wenn meine Romantik gefallen kann. Was ich auch tu, irgendwie komm ich nicht davon weg und ich weiß nicht, was soll es bedeuten.

Danke auch, dass du dir die Mühe gemacht hast, ein paar Schwachstellen und Alternativen aufzuzeigen!

Zitat:
Ich würde lieber die Nacht wiederholen, damit man nicht die Mauer meinen könnte
Stimmt, das kann zu Verwechslungen führen. Mal sehen, wie man es umstellen kann...

Zitat:
lieber "den gleichen Mond", weil selbe im übernächsten Vers auch erscheint
Eigentlich stört mich die Wiederholung hier nicht und ich denke auch, dass "den gleichen Mond" streng genommen falsch wäre, denn es ist ja das identische Objekt, das wir sehen. Aber ich denke nochma drüber nach...

Zitat:
heute, wie gewohnt,
Danke!

Zitat:
zu erleuchten? Nicht eher zu beleuchten..? Unter erleuchten verstehe ich etwas, das den Geist, nicht die Seele erhellt
Ich weiß nicht - ich habe bei dem Begriff "Erleuchtung" immer Assoziationen zur indischen Philosophie und da geht es ja schon um einen Seelenzustand. Daher neige ich dazu, es so zu lassen, aber ich werde über deine Anregung weiter reflektieren müssen.

LG

P.S.: Ach was, "zu nahe treten" - Quatsch! Bin doch froh, dass du dich so ausführlich mit meinem Werk auseinandersetzt und da kann ich immer was lernen. Danke!
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ferne, mond, sehnsucht

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