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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 02.05.2016, 14:59   #1
männlich Lewin
 
Dabei seit: 03/2015
Beiträge: 1.230

Standard Wir beten an, was längst verkommen

Wir beten an, was längst verkommen

Den Himmels-, Salz- und Felsendomen
- wer huldigt solchen Wunderwerken -
gilt immer Nomen noch est omen.
Sind nicht der Menschen, Götter Stärken

dem Wahn der eigenen Durchlaucht
mit schmerzlich wandelbarem Staunen
und rümpfend Ruf: Ach, schon gebraucht,
allein nur hergeschenkt als Launen

der so getretenen Natur…
Wir huldigen dem Genialen
- von Zufall, Auswahl keine Spur -
und enden doch im Trivialen.

Wir beten an, was längst verkommen:
dem Genius ist der Mensch genommen.
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Alt 02.05.2016, 15:09   #2
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 24.080

Zitat:
gilt immer Nomen noch est omen.
Lewin, diese Syntax ist sperrig. Hier hättest Du den Mut haben sollen, dem Jambus ein Kuckuckskind (Daktylus) unterzuschrieben: "... gilt immer noch: nomen est omen."

Selbst die größten deutschen Dichter hatten damit kein Problem. Der deutsche Wortschatz ist so vielfältig an Betonungen, dass das Einhalten eines Metrums oft schwierig ist und das Einflechten von Daktylen gar nicht vermieden werden kann. Ein lateinisches Flügelwort auseinanderzureißen verstört und hemmt den Lesefluss.

Zum Inhalt kann ich noch nichts sagen, da steige ich nicht ganz durch.

LG
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2016, 21:25   #3
männlich Lewin
 
Dabei seit: 03/2015
Beiträge: 1.230

Standard Wir beten an, was längst verkommen

Liebe Ilka,

da fehlt mir (im Umgang mit lateinischen oder anderssprachigen geflügelten Worten) die Erfahrung.
Aber du hast Recht, gesprochen ist deine Variante ohne weiteres eingängig, gelesen sieht sie komplizierter aus.
Zum Inhalt lasse ich dir noch Zeit.
Herzlich Lewin.
Lewin ist offline   Mit Zitat antworten
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