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Alt 15.07.2019, 02:35   #1
männlich Schuvitt
 
Benutzerbild von Schuvitt
 
Dabei seit: 07/2019
Ort: Flensburg
Alter: 19
Beiträge: 1

Standard Nach den Sternen greifen

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen.
Eine Geschichte von einem Jungen.
Dieser Junge konnte nicht laufen, jedoch nicht aufgrund einer Erkrankung.
Er trug Gewichte. Gewichte so schwer, dass sie drohten, den Boden, unter ihm, zu brechen und ihn in die Hölle stürzen zu lassen.
Der Junge war der festen überzeugung, er müsse diese Gewichte tragen oder eher ertragen, da so sein Leben ist und er müsse nur stärker werden, dann könne er mit ihnen aufstehen und endlich die Welt erkunden.
Eines Nachts, als er auf dem staubigen Boden saß, war der Himmel wolkenlos und er konnte den ganzen Nachthimmel sehen.
Er sah die leuchtenden Sterne, wie sie frei im unendlichen Himmel umherwanderten und nicht nur die Welt, sondern das Universum erkundeten.
Da begriff der Junge, dass es ihm nicht genug ist, über den Boden zu gehen, begleitet von den Gewichten, welche ihn für immer dort unten festhalten, quälen würden und davon abhalten jemals etwas zu erreichen.
Also entschied er sich diesen einen Stern, welcher für ihn noch einmal schöner war, als alle anderen am Himmel zu erreichen.
Als er noch klein war, wurde dem Jungen gesagt, dass er ruhig versuchen solle sich einen Stern zu fangen, doch danach auf der Erde zu bleiben.
Aber mit diesen Gewichten würde er niemals auch nur in die Nähe eines Sternes kommen.
Deswegen legte er diese Gewichte, seinen Ballast ab und begann wie von selbst zu fliegen.
Aber als er oben war, unendlich weit da oben, diesen wunderschönen Stern kennenlernte und mit diesem zusammen sah, hinunter auf die Erde, sah er nicht einmal den Krater, welchen die Gewichte hinterlassen hatten.
Das einzige was er sah, war dieses unendlich große, unendlich freie Universum mit diesen unendlich vielen leuchtenden Sternen. Er fand es so schön, dass er wusste, dass er nie wieder zurück wollte. Er wollte jetzt dort oben bleiben und mit seinem Stern und den anderen Sternen auch im Himmel wandern.
Und so blieb er dort oben und wurde nach und nach auch zu einem wunderschönen Stern.
Und so, wie ihm der Weg von einem Stern gewiesen wurde, so thront nun auch er dort oben, ist frei, wandert durch das Universum und zeigt, mit seinem Licht dem nächsten Menschen, welcher denkt, dass er eine Bürde tragen müsse und deswegen nie richtig leben können wird, dass das nicht stimmt, man loslassen und nach den Sternen greifen sollte, so wie sein Stern ihm und der Stern davor seinem Stern.
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sterne, trã¤ume

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