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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 20.06.2019, 09:08   #1
männlich gelberhund
 
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Standard Seelenlehre und Psychologie

Ich wollte heute einmal hier darüber sprechen daß wir uns als Zivilisation mit der Psychologie etwas aufgeladen haben was nun in diesen Zeiten für uns eine große Bürde darstellt. Psychologie ist ja bekanntlich die Lehre von der Psyche und schon hier möchte ich bemerken daß die Psyche nicht die Seele ist und daß dieses Wort gar nicht gut ist und einen kleinen schwarzen Drachen darstellt der unseren Kopf auffrißt.

Psychologie handelt grundsätzlich von Ego, Selbst und Bewußtsein und Erfahrung. Wenn man das rein darstellt ist dieser Anfang gar nicht so schlecht, aber schon hier kann man doch sehen daß es nicht lyrisch und philosophisch und lebendig wird und bleibt sondern daß man den Kopf in einen Kasten verwandelt worin man sich befindet und wo man kaum herauskommt denn man verstrickt sich ganz schnell in Gegensätze und Problemstellungen die man kaum auflösen kann und die dann ganz verwirrend und bedrückend werden.

In der Seelenlehre dagegen kann man alles viel treuer und freundlicher darstellen und man kann in ihr wieder sehen wie ehrlicher und handwerklicher und siegreicher alles lösbar ist. Wo man in der Psychologie von einem ins Ego umgetaufte Ich ausgeht hat man in der Seelenlehre einen Vogel der in seinem Nest sitzt und Eier ausbrütet und der sich in der Natur befindet, auf einem Baum, und der Eltern und Geschwister hat und der jeden Tag aufwacht und sein Essen sucht. Ich glaube man kann so sehen daß die Seelenlehre hier einen großen Vorteil hat während die Psychologie ein kleines schwarzes Ding ist wo man dann nur durch Ironie weiterkommt und wo man ein kleiner Punkt wird der sich nur noch technisch weiterbewegt und der in seinen Ängsten und Sorgen ist die er nicht verändern kann. In der Seelenlehre kann man sich auch verändern und statt von einem Vogel im Nest auszugehen kann man etwa auch so anfangen daß man ein Mönch in einem Kloster ist oder ein Page beim Kaiser oder ein Knappe bei einem Ritter. Man kommt in Religion und Metaphysik und ins Abenteuer und wird kein Gefangener winziger Gefängnisse die dann wieder nur Kopf und Egopunkt bedeuten.

In der Seelenlehre kann man dann seine Probleme so lösen daß man sich nicht ewig bei Entschuldigungen aufhält, und das ist ja der Anfang der Psychologie gewesen, sondern man nimmt seine Missionen an und sucht seine Arbeit wie im ganz normalen Leben oder auch wie in einem komplexen Rollenspiel. Man sucht nicht das Psychologengespräch oder die alberne Ergotherapie in einem Krankenhaus sondern man kann gleich zuhause anfangen und ein Gedicht schreiben und dann die Küche aufräumen und danach hinausgehen in die Natur und gleich viele Freunde und die ganze Schule beisammen finden und zufrieden sein und an die Arbeit und ins Leben gehen.

Das ist bei der Psychologie nicht möglich und Psychologen halte ich grundsätzlich für Schwindler die sich komplexe Entschuldigungen zusammensuchen und dann bestenfalls andere Leute entschuldigen oder andere Leute in Schwierigkeiten hineinbefördern die sie zum Glück oft nicht zu durchschauen brauchen die aber dann in echten Konflikten sehr hinderlich sind. Man kann etwa die Theorien vom Unterbewußtsein so geschickt aufblasen daß man sich wie etwa im Mittelalter mit der Religion in der Seele so sehr mit dem Darunterliegenden befaßt daß man sich nicht mehr wie eine Blume im Gras sondern wie eine Person in einer Person sieht und sich in sich unverständliche und potentiell grausame Feindlichkeiten hineindrückt. Das alles wurde durch dumme Leute wie Freud und Jung total übersteigert und sinnlos komplexifiziert, und wir kamen damit heraus aus Tagebuch und Poesiealbum und Journalismus hinein in modernen tödlichen Wahnsinn den wir dann jeden Tag entschuldigen.

Mein Ausweg in meiner Seelenlehre ist oft Zeus. Zeus ist ein Gott der immer Weisheit schenkt und der historisch stark ist und der sonst wenig mit dem Druckgott der Bibel gemein hat und der auf die Wahrheit und die Liebe setzt die bei ihm rein und weiß daherkommt und die Güte mitnimmt und popularisiert. Ich will durch seine Inspiration keinen Konflikt und kann auch einmal entschuldigen, aber ich will deutlich machen wie die Psychologielehre kein guter Anfang ist und unschädlich gemacht werden muß. Ein guter Kompromiß ist Philosophie und diese kann alles untersuchen und ist vielleicht nicht ganz so fordernd wie der Einstieg in die lyrische Seelenlehre wie sie sich für psychologieverwirrte darstellt. Prinzipiell dreht sich in der Seelenlehre alles um Heimat und Hoffnung und Dableiben und Reisen wie es etwa Ernst Bloch oft dargestellt hat. Doch man brauch auch Philosophie wie die von Sartre damit es nicht zu deutsch wird und damit man sich auch in der Fremde zurechtfindet und sich verständlich machen kann. Das muß man aber erst einmal unter den Gürtel kriegen und daher brauchen wir auch Religion. Ich bin da Zeusianer aber die Menschen sind ja an Jesus oder an Atheismus gewöhnt und brauchen da einen Anfang.

Jesus ist für mich ein freundlicher und ordentlicher Liebesgott der uns Kraft und Tiefe schenken will und der auf der ganzen Welt als Vergebender bekannt ist der uns neue Anfänge schenkt die dann auch fortführend sind und offen bleiben. Nimmt man ihn als Strafeherr wie in der Lutherbibel ist er allerdings abweisend und man muß Ehrlichkeit, Güte und Wahrheit abtun um ihm gerecht zu werden oder wie es manche Christen tun um mit ihm andere Menschen zu manipulieren. Das ist aber nicht recht und man sollte anfangen Ironie zu achten und zu fragen ob ein Herr nicht unter dem König ist und ob die Bibel nicht eigentlich versuchte zu sagen daß Jesus nur ein Lord sein wollte der sich für Schwache einsetzt und der nicht wollte daß der gerechte Gott von seinem Königtum abrückt und viel mehr bedeutet. So ist es dann wahrheitsgetreu und tief und man sieht mehr.

Psychologie sieht hier einen Konflikt, Seelenlehre aber sieht hier den Vogel der losfliegt und diesen Lord auch sucht. Ein Vogel hat seinen Geist und seine Erfahrungen und er will los und ein Korn aufpicken gehen. Die Psyche sucht aber nun in ihrem gegensätzlichen Atheismus diesen Jesus in ihrem Unterbewußtsein und verlagert ihn auch dort hinein. Das ist nicht gut denn ich bleibe ich, gelberhund bleibt gelberhund und wird nicht Jesus. Christlichfreundlich gesehen stärke ich mich im Abendmahl mit Brot und Wein und damit mit Christi Leib, und setze mein Ego nicht mit Jesus gleich und treibe keinen Unsinn. Ich brauche Kraft und Frieden und das ist auch bei dem Vogel der Seelenlehre so der bloß lebendiger aussieht und damit darstellt wie es bei uns Menschen zugeht die wir nicht bloß dasitzen und denken.

Ich werde das alles bald weiter entwickeln und hoffe daß ihr etwas dazu sagen könnt. Danke fürs Lesen und für die Mitarbeit. Ich wünsche euch ein kleines Abenteuer für diesen Tag, Licht und Liebe und viel Glück im Leben!
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Alt 22.06.2019, 15:40   #2
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.610

servus -

dazu - also in diesen faden - kannst du den alten wolfi mozart einladen, damit er mal erfährt was der perfekte mensch wäre wenn es den mal in 1000 jahren gäbe, dann ein wenig über die Offenheit und Geschlossenheit und wie man in der küche ohne unterhose und suspensorium einen spagat macht und dabei nicht am boden haften bleibt.

vlg
r
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