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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 08.12.2019, 15:28   #1
männlich Wortklauber
 
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Ort: Österreich
Beiträge: 397

Standard Einsames Herz

Mancher Topf hat keinen Deckel
Manche Hose leere Säckel
Manches Nest wird nicht bebrütet
Manches Herz bleibt unbehütet.

Einsamkeit kann quälend sein
Jeder bleibt für sich allein
Wohnt in einem Schneckenhaus
Findet keinen Weg heraus.

Manche Zweisamkeit kann schmerzen
Sind unterschiedlich ihre Herzen
Der Weg kann in die Irre gehen
Wenn die zwei sich nicht verstehen.

Mancher Topf braucht keinen Deckel
Man trägt leicht mit leerem Säckel
Die Brut könnte ein Kuckuck sein
Da bleibt das Herz besser allein.
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Alt 08.12.2019, 16:30   #2
männlich MiauKuh
 
Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 1.995

Hey,

fand ich bis zur letzten Strophe schön, die verstehe ich nicht.

Wie gefällt dir das? Hab die letzten zwei Strophen den Rhythmus abgeändert und der ersten Strophe angeglichen.

Wortklaubers Gedicht: "Einsames Herz" ein bisschen bearbeitet:

Mancher Topf hat keinen Deckel
Manche Hose leere Säckel
Manches Nest wird nicht bebrütet
Manches Herz bleibt unbehütet.

Einsamkeit kann quälend sein
Jeder bleibt für sich allein
Wohnt in einem Schneckenhaus
Findet keinen Weg heraus.

Zweisamkeit kann ziemlich schmerzen
unterscheiden sich die Herzen
Alles kann ins Irrtum gehen
Wenn die zwei sich nicht verstehen.

Mancher Topf braucht keinen Deckel
Manchem hilft einer leerer Säckel
Manche Brut wird sonst was sein
Manchmal ist es gut allein.
MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2019, 18:00   #3
männlich Wortklauber
 
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Ort: Österreich
Beiträge: 397

Letzte Strophe:

Hi, das sind alles nur Argumente, warum man besser allein bleibt.
Deine Version ist super.

Lg Wortklauber
Wortklauber ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2019, 18:42   #4
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 12.389

ich finde dass Franz ganz einfach endlos viel in das einsame herz reingedoppelt hat. aber das ist eben das gedicht. seine texte schreien daher immer nach einer wahrheits-version:
Zitat:
Mancher Topf hat keinen Deckel
Manche Hose leere Säckel<<<<<<<<herz einsamkeit ???
Manches Nest wird nicht bebrütet...detto
Manches Herz bleibt unbehütet.<<<<<komisch

Einsamkeit kann quälend sein
Jeder bleibt für sich allein
Wohnt in einem Schneckenhaus
Findet keinen Weg heraus.<<<<<das ist eben fix mit dem körper verbunden

Manche Zweisamkeit kann schmerzen<<<<<was sind die herzen der zweisamkeit????
Sind unterschiedlich ihre Herzen<<<<<<<jedes ist unterschiedlich
Der Weg kann in die Irre gehen<<<<<<dopplmoppel
Wenn die zwei sich nicht verstehen.<<<<<<<dopplmoppel

Mancher Topf braucht keinen Deckel<<<<<?????????
Man trägt leicht mit leerem Säckel>>>>>>>>>>>>???????????
Die Brut könnte ein Kuckuck sein<<<<<<komisch der vergleich
Da bleibt das Herz besser allein. <<<<<<<<empfehlung ist widerspruch zum gesamten text
ich lese das ganz anders als du Werner. aber so ist das eben

vlg an euch
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2019, 19:18   #5
männlich MiauKuh
 
Dabei seit: 08/2017
Beiträge: 1.995

Das Wort Doppelmoppel ist toll. :-)

Auch das gehört bedichtet!

Leseversionen sind oft verschieden, genau, so ist das eben ..
MiauKuh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2019, 22:23   #6
männlich stephanius
 
Dabei seit: 06/2016
Ort: Sachsen
Beiträge: 392

Lieber WK,
ich find es nicht ganz so Spitze das Gedicht, Du
hast da schon wesentlich bessere gemacht.
Aber Ralphchens Kommentare sind wieder goldig unerklärlich.

Manche Zweisamkeit kann schmerzen<<<<<was sind die herzen der zweisamkeit????
Sind unterschiedlich ihre Herzen<<<<<<<jedes ist unterschiedlich
Der Weg kann in die Irre gehen<<<<<<dopplmoppel
Wenn die zwei sich nicht verstehen.<<<<<<<dopplmoppel

Man könnte meinen eine deppiger Naturalist der lyrische Sprache
nicht versteht, aber das isses ja eben, verstehen tut er sie schon
er tut nur so, warum macht er das??

Wirder uns sicherlich noch erklären, oder eben auch nicht, beim
nächsten mal machters ja eh wieder anders.

Beste Grüße St.
stephanius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2019, 23:06   #7
männlich Ralfchen
 
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Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 12.389

Freund Franz ist ein sehr lieber Stoppel
und liebt den schwülen Doppelmoppel.


schau mal ST -

ich mag Franz sehr -

aber der text ist eine katastoppel

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 00:06   #8
weiblich Ilka-Maria
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Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 22.997

Ihr müht euch ab, aber im Endeffekt ist doch jeder Mensch allein. Jeder kann nur sein eigenes Leben leben, seine eigene Wahrnehmung haben und seine eigenen Schlüssse ziehen. Klar kann man sich austauschen, aneinander reiben, sich fetzen und wieder auf einen Nenner kommen - aber wenn es ans Sterben geht, ist jeder Mensch ganz allein, denn diese Erfahrung ist das Individuellste, das einem Menschen passieren kann und das auch noch nie jemand mit einem anderen Menschen teilen konnte. Man kann einen Menschen in den Tod begleiten, aber das ist nicht das gleiche, wie ihn zu efahren. Leider gab es noch niemanden, der darüber hätte berichten können.

Topf und Deckel ...

Es passt so gut wie nie. Solange es geht, geht es eben ...

Zu leben heißt die Devise. Das Heute gilt es zu genießen. Des Menschen Depressionen begannen, als er die Zukunft entdeckte.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 08:39   #9
männlich stephanius
 
Dabei seit: 06/2016
Ort: Sachsen
Beiträge: 392

Liebe IM,
das klingt ja richtige depressiv, von Dir hatt ich eigentlich
mehr Optimismus erwartet. Gut er vorletzte Halbsatz, der holt es
wieder ein wenig raus, aber vom Grundansatz gehörst Du doch
eigentlich nicht zur Kategorie der in sich gekehrten Lebensverzweifler.
WK braucht glaub ich etwas mehr Aufmunterung.
LG St.
stephanius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 17:17   #10
männlich Ralfchen
 
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Beiträge: 12.389

Zitat:
Zitat von stephanius Beitrag anzeigen
Liebe IM,
das klingt ja richtige depressiv, von Dir hatt ich eigentlich
mehr Optimismus erwartet. Gut er vorletzte Halbsatz, der holt es
wieder ein wenig raus, aber vom Grundansatz gehörst Du doch
eigentlich nicht zur Kategorie der in sich gekehrten Lebensverzweifler.
WK braucht glaub ich etwas mehr Aufmunterung.
LG St.

hi St. Phanius -


was du hier an Ilka heftest, ist eher rundum missverstand. der text von Franz ist ein derart depressiver sermon, dass der du-leser schon eine überdosis antidepressiva braucht, wenn er dass gedanklich durchgestottert hat. was auffallend an Franzens texten ist, sei mal gesagt, ist seine horrende missrepräsentation von realität. das muss zwar in lyrik nicht sein, aber er treibt es in den tiefsten sumpf der lebensfremden unerkenntnis.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 18:04   #11
weiblich Ilka-Maria
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Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 22.997

Zitat:
Zitat von stephanius Beitrag anzeigen
... von Dir hatt ich eigentlich
mehr Optimismus erwartet. ...
Was kann optimistischer sein, als das Leben so zu nehmen, wie es nun einmal ist? Was ich absolut nicht ausstehen kann, ist das Jammern von Menschen, die vor den kleinsten Schwierigkeiten am liebsten wegliefen und ständig nach einem Schuldigen für ihr "schlimmes" Schicksal suchen. An zweiter Stelle stehen diejenigen, die immer nur davon reden, was sie am liebsten alles täten, wenn ... Ja, wenn! Wenn eben dieses doofe Wörtchen "wenn" nicht wäre, mit dem sich alles erklären lässt. Man kommt nur durchs Leben, wenn man den Stier bei den Hörnern packt und sich in erster Linie auf sich selbst verlässt.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 20:27   #12
männlich Ralfchen
 
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völlig richtig was IM hier sagt. auch ich bin weder positiv noch negativ. nehme das leben wie es kommt und wenn es shit ist, versuche ich was zu ändern und versinke nicht im jammernden quargel.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 20:38   #13
männlich Eisenvorhang
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Was kann optimistischer sein, als das Leben so zu nehmen, wie es nun einmal ist? Was ich absolut nicht ausstehen kann, ist das Jammern von Menschen, die vor den kleinsten Schwierigkeiten am liebsten wegliefen und ständig nach einem Schuldigen für ihr "schlimmes" Schicksal suchen. An zweiter Stelle stehen diejenigen, die immer nur davon reden, was sie am liebsten alles täten, wenn ... Ja, wenn! Wenn eben dieses doofe Wörtchen "wenn" nicht wäre, mit dem sich alles erklären lässt. Man kommt nur durchs Leben, wenn man den Stier bei den Hörnern packt und sich in erster Linie auf sich selbst verlässt.
Viel schlimmer sind die selbsternannten "Gutmenschen!" und ihre ach so weisen Ratschläge.
Solche, die meinen ein gesundes ethisches, sowie moralisches Wertesystem zu besitzen und auf die schimpfen, die augenscheinlich Arschlöcher respektive "schlechter" sind.

Als Beispiel: Ich lernte unzählige Christen kennen, alle waren absolut abgefuckt im Charakter, Sünder Nummer 1.
Und dann lernte ich mal einen Antichrist kennen, der sein letztes Hemd gab. Eigentlich ur-komisch. Das betrifft aber nicht nur Christen.

Die Sache ist halt die, dass im Leben einfach nichts perfekt ist und der Mensch erst recht nicht. Alles befindet sich im Wandel und besonders Charaktere.
Menschen, die also ständig über andere Menschen klagen und betonen, wie schlecht es ihnen von solchen wird, und wie schlecht das Leben im Allgemeinen ist (was es nicht ist), und sich für etwas Besseres halten, verurteile ich im höchsten Maße.

Ich bin lieber total verstrahlt, unsympathisch, erfolgslos im Job und bei Frau und scher mich einen Dreck darum was andere von mir denken, als so schleimig-pseudofreundlich zu sein und mich für eine bessere Welt einzusetzen.
Am Ende kämpft sowieso jeder für sich allein und das geht eben nur, in dem man nicht aufgibt. Ein Zurück gibt es sowieso nicht und die Zeit hält das Vollgas am Anschlag.
Eisenvorhang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 22:36   #14
männlich Ralfchen
 
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stimmt auch EV -

und aus dieser völlig fremden belanglosigkeit und unkenntniss der matrixen des lebens entsstehen texte wie die von Franz. und glücklicher weise hat er sich von den grässlichen inversionen zwar abgewandt - aber sein text bleiben völlig flach und bezugslos zu jeglicher lyrischen zuwendung. aber das kann er noch ändern. er ist erst 80zig und hat noch ein paar jahre zeit vor der einäscherung.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.12.2019, 22:48   #15
männlich Wortklauber
 
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Ort: Österreich
Beiträge: 397

Hi Leute!

Ausgangspunkt für meinen Text ist das in unseren Landen ganz alltägliche Sprichwort :
Jeder Topf braucht einen Deckel.

Ich hab das aufgegriffen und auch mal umgedreht und Argumente für das Alleinbleiben definiert. Nicht mehr und nicht weniger.
Was ihr da an depressiver Sülze hinein interpretiert, das geht an der Realität weit vorbei.
Eure Lesart des Textes ist überzogen und absurd.

Lg Wortklauber
Wortklauber ist gerade online   Mit Zitat antworten
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