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Sonstiges und Experimentelles Andersartige, experimentelle Texte und sonstige Querschläger.

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Alt 31.03.2015, 18:24   #1
männlich Volldaneben
 
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Standard Eindruck - Bewusstwerdung - Ausdruck

Eindruck braucht Bewusstwerdung, innere Verarbeitung und konstruktiven Ausdruck!!!
Eine kurze Geschichte


Ein Mann der Opfer eines Überfalls wurde und nun traumatisiert ist geht zum Psychotherapeuten um sein Trauma zu verarbeiten. Der Therapeut fragt ihn: Guter Mann was ist ihnen passiert? Daraufhin verprügelt der Mann den Therapeuten und stiehlt im die Brieftasche. Nun weiß der Therapeut zwar was dem Mann passiert ist aber so geht das natürlich nicht. Der Mann kann doch nicht einfach unreflektiert das was ihm angetan wurde an den Therapeuten weitergeben. Er muss es zuerst innerlich verarbeiten im therapeutischen Prozess und dann konstruktiv ausdrücken, zum Beispiel in dem er dem Therapeuten davon erzählt und sich mit den schwierigen Gefühlen auseinandersetzt. Das hilft dem Patienten sein Trauma zu heilen und dem Therapeuten, denn dieser verdient damit seinen Lebensunterhalt.

Zentral ist: Es braucht die Bewusstwerdung und die innere Reflektion! Wenn dies ausbleibt und Eindrücke einfach unreflektiert Ausgedrückt werden dann Leiden alle Beteiligten, anbei ein fiktives Beispiel.

Der Kreislauf des Leidens durch unreflektiertes Weitergeben von schwierigen Erfahrungen.

Ein Mann mit Namen Horst wird von seinem Chef Karl immer vor der Belegschaft bloßgestellt und als „Vollhorst“ beschimpft.

Horst lässt seinen Frust an seiner Ehefrau Anna aus

Anna ist so unglücklich, dass sie immer an ihrem Sohn Peter herumnörgelt

Peter fühlt sich ungeliebt und mobbt den Mitschüler Klaus

Klaus kann sich zwar in der Schule nicht durchsetzen dafür tyrannisiert er seine Mutter Maria zuhause

Maria ist total mit den Nerven am Ende und gibt die ganze Schuld ihrem Ehemann Karl, weil er immer erst so spät nach Hause kommt und sich nicht um die Erziehung von Klaus kümmert.

Karl ist zufällig der Chef von Horst und so schließt sich der Kreis des unreflektierten Weitergeben von schwierigen Erfahrungen.

Alle Beteiligten Leiden, alle Beteiligten geben ihr Leid unreflektiert weiter.
Die einzige Chance aus diesem Kreislauf auszusteigen ist Bewusstwerdung, innere Reflektion und nachfolgender Ausdruck. Das kann jeder machen, anbei ein Beispiel wie das aussehen könnte.

Horst erzählt seiner Frau Anna, dass ihn sein Chef immer bloßstellt und als Vollhorst beschimpft, dass ihn das belastet und er deshalb öfters schlecht gelaunt ist.

Anna erkennt, dass die schlechte Laune ihres Mannes nichts mit ihr zu tun hat und unterlässt es an ihrem Sohn Peter herumzunörgeln.

Peter fühlt sich nicht mehr ungeliebt und mobbt seinen Mitschüler Klaus nicht mehr.

Klaus fühlt sich in der Schule wohl, daher tyrannisiert er seine Mutter Maria auch nicht mehr.

Maria fühlt sich nicht mehr überfordert mit der Kindererziehung und ist mit ihrem Mann Karl zufrieden.

Karl ist froh, dass seine Frau Maria wieder gut gelaunt ist und hat selbst gute Laune. Er unterlässt es seinen Frust an seinem Untergebenen Horst auszulassen.

Ja, so schnell könnte es gehen und schon sieht die Welt ganz anders aus! Nur eine Phantasie? Wer weiß? Einfach mal ausprobieren: Bewusstwerdung, innere Reflektion und konstruktiver Ausdruck!!!


© Volldaneben, 2015
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Alt 01.04.2015, 01:54   #2
männlich Jeronimo
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Der Therapeut fragt ihn: Guter Mann was ist ihnen passiert? Daraufhin verprügelt der Mann den Therapeuten und stiehlt im die Brieftasche. Nun weiß der Therapeut zwar was dem Mann passiert ist aber so geht das natürlich nicht. Der Mann kann doch nicht einfach unreflektiert das was ihm angetan wurde an den Therapeuten weitergeben. Er muss es zuerst innerlich verarbeiten im therapeutischen Prozess und dann konstruktiv ausdrücken, zum Beispiel in dem er dem Therapeuten davon erzählt und sich mit den schwierigen Gefühlen auseinandersetzt. Das hilft dem Patienten sein Trauma zu heilen und dem Therapeuten, denn dieser verdient damit seinen Lebensunterhalt.

Aha. Richtig wäre also, dass er der Patient sein Problem erst „innerlich verarbeitet im therapeutischen Prozess“ und sich dann „konstruktiv ausdrückt“, dem Therapeuten davon erzählt, und ihn erst dann zusammenschlägt und ihm die Brieftasche klaut.
Das macht Sinn. Denn der arme Therapeut will ja auch leben, und nun kann ihn der Patient auch mit dem Geld aus der Brieftasche bezahlen.
Beide sind glücklich und Poetry hat einen Hobbypsychologen mehr.

Jeronimo
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Alt 01.04.2015, 07:37   #3
männlich Volldaneben
 
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Lieber Jeronimo,
es tut mir in gewisser Weise leid, ich habe den Eindruck, dass mein Text bei dir Unverständnis und eine spöttische Abwehrreaktion auslöst. Das ist nicht meine Intention, auch nicht mich hier als Hobbypsychologe zu inszenieren. Mein Text hat die Intention auf kreative, unkonventionelle Art tiefere Zusammenhänge zu beleuchten und offensichtlich zu machen. Ich nehme jedoch mit Bedauern zur Kenntnis, dass du dem nicht folgen kannst oder willst. Warum nicht? Wo liegt das Problem?
Liebe Grüsse
Volldaneben
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Alt 01.04.2015, 09:49   #4
Thing
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Standard Hallo, Volldaneben -

irgendwie klingt mir das alles nicht logisch.
In der Regel kommt Horst nach der Arbeit heim, noch geladen, und erzählt seiner Frau brühwarm, was passiert ist und schimpft über diesen bescheuerten Chef, der es auf ihn abgesehen hat.
Er läßt seinen Frust nicht an seiner Frau aus - dort bekommt er ja seine Zustimmung, die er braucht.

Warum sollte er das in sich hineinfressen und darüber "reflektieren"?
Wie in all Deinen anderen Beispielen auch?
Und danach ist alles eitel Sonnenschein?

Nur sehr verklemmte oder introvertierte Menschen fressen Frust in sich hinein.
Ob die überhaupt wissen, was Selbstreflexion ist, glaub ich eher nicht.
Die fressen solange in sich hinein, bis sie zum Amokläufer werden.


Das Beispiel mit dem Therapeuten und seinem Klienten ist besonders unwahrscheinlich.

FG
Thing






Zitat:
Zitat von Volldaneben Beitrag anzeigen
[B]



Ein Mann mit Namen Horst wird von seinem Chef Karl immer vor der Belegschaft bloßgestellt und als „Vollhorst“ beschimpft.

ist Bewusstwerdung, innere Reflektion und nachfolgender Ausdruck. Das kann jeder machen, anbei ein Beispiel wie das aussehen könnte.

Horst erzählt seiner Frau Anna, dass ihn sein Chef immer bloßstellt und als Vollhorst beschimpft, dass ihn das belastet und er deshalb öfters schlecht gelaunt ist.



Ja, so schnell könnte es gehen und schon sieht die Welt ganz anders aus! Nur eine Phantasie? Wer weiß? Einfach mal ausprobieren: Bewusstwerdung, innere Reflektion und konstruktiver Ausdruck!!!


© Volldaneben, 2015
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Alt 01.04.2015, 10:23   #5
männlich Versard
 
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How I met your Mother...die Kette des anbrüllens.

Letztendlich kann man dazu verschiedene Theorien bemühen, allein die Reaktion des ersten Protagonisten finde ich aber schon reichlich überzogen. Mir persönlich psychologisch zu wenig tiefgründig.
Versard ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2015, 18:48   #6
männlich Jeronimo
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Beiträge: 4.223

Zitat:
Zitat von Volldaneben Beitrag anzeigen
Lieber Jeronimo,
es tut mir in gewisser Weise leid, ich habe den Eindruck, dass mein Text bei dir Unverständnis und eine spöttische Abwehrreaktion auslöst. Das ist nicht meine Intention, auch nicht mich hier als Hobbypsychologe zu inszenieren. Mein Text hat die Intention auf kreative, unkonventionelle Art tiefere Zusammenhänge zu beleuchten und offensichtlich zu machen. Ich nehme jedoch mit Bedauern zur Kenntnis, dass du dem nicht folgen kannst oder willst. Warum nicht? Wo liegt das Problem?
Liebe Grüsse
Volldaneben
Hallo Volldaneben,

das Problem ist, dass ich diese „Lebensberatung“ nicht mag, schon gar nicht in Gedichte-Foren, aber trotzdem kann hier natürlich alles seinen Platz haben.
Das ist nur theoretisches Gebabbel, diese Musterlösungen, die angeblich einen Domino-Effekt haben. Das sind nur Konstruktionen, die an den wirklichen Problemen psychisch Kranker vorbeigehen. Schon die künstliche Wortwahl und das esoterisch Angehauchte lässt einen Patienten reißaus nehmen. Die sind ja nicht alle doof, nur psychisch krank, und schon die Oberlehrersprache ist vielen zuwider, dazu noch eine konstruierte „Beweiskette“, nur auf Richtig/Falsch aufgebaut, die die Schwächen des einzelnen Individiums gar nicht berücksichtigt.
Das ist mir halt bewusst geworden, und die innere Reflektion hat mich dann zu diesem konstruktiven Ausdruck veranlasst.

Jeronimo
Jeronimo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.04.2015, 21:58   #7
männlich Volldaneben
 
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Beiträge: 52

Liebe Leute,
danke für Euer Feedback.
Liebe Grüsse
Volldaneben
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