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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 08.01.2014, 19:47   #1
männlich Twiddyfix
 
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Standard Ist -Schwulsein- normal?

Ich spreche hier ein Thema an, welches eigentlich in der Öffentlichkeit vermieden wird, das Thema Schwul/Lesbisch.
Warum werden Menschen verachtet oder verfolgt, bestraft oder gar getötet, wenn sie sich zu ihren Gefühlen bekennen?
Jeder Mensch in unserer Nähe, könnte s o l c h ein Mensch sein, ein guter Arbeitskollege/Kollegin, ein rettender Arzt/Ärztin, eben ein Mensch den wir mögen.
Was stößt uns plötzlich ab, wenn wir davon erfahren?
Könnte es nicht immer ein guter Kollege/Kollegin sein, ein guter, rettender Arzt/Ärztin?

Wie steht Ihr zu diesem Thema?

Ich selbst habe keine Probleme mit diesen Menschen umzugehen.
Sie wären mir als Freund/Freundin, Kollege/Kollegin, Arzt/Ärztin immer willkommen.
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Alt 09.01.2014, 15:00   #2
weiblich BABSvomKUTSCHI
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Als Adam lebte, war er schwul
Die Eva fand das wirklich cool
No Problem, dass er sie je schwänger
Wie soll das gehen, mit einem Hänger

Als Bedam plötzlich aufgetaucht
Ist er bei Adam abgetaucht
Und siehe da, der olle Hänger
Der wurde stramm und auch viel länger

Die Eva schrieb ins Tagebuch
Seit Bedams plötzlichem Besuch
Der Garten ist nur noch am Rocken
Wenn A und Bedam täglich bocken

Ich warte jetzt auf eine Ava
Dann brodelt auch bei mir die Lava
Mit Ava will ich täglich lieben
Die Bibel wird dann umgeschrieben
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Alt 09.01.2014, 15:49   #3
männlich Ex Pedroburla
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Zitat:
Zitat von Twiddyfix Beitrag anzeigen
Ich spreche hier ein Thema an, welches eigentlich in der Öffentlichkeit vermieden wird: das Thema "schwul" bzw. "lesbisch". (...) Ich selbst habe (damit) keine Probleme ...
Warum auch?! *

* Ganz davon abgesehen, dass Homophobie sehr oft Indiz für die eigene - aber verdrängte - Homosexualität ist! Doch ebenso ich bin der Meinung, dass jede/r so glücklich werden darf und sollte, wie es seinen/ihren Vorlieben gerecht wird - und was irgendwelche Dummköpfe davon halten ...


LG Pedroburla


PS: Ich bin aber gespannt, was passiert, wenn der schwule Eissprinter Blake Skjellerup bei den olympischen Winterspielen in Sotschi offensiv für die Rechte der Homosexuellen demonstrieren wird, wie Putin dann reagiert bzw. reagieren lässt > nachdem er im letzten Sommer ein "Anti-Homosexuellen-Gesetz" initiiert hat und realisieren ließ ...
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Alt 09.01.2014, 16:43   #4
männlich Twiddyfix
 
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ja, und Blake wird dann nicht der Einzige sein...da bin ich auch gespannt?

Grüße Dich...Twiddy
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Alt 09.01.2014, 16:44   #5
männlich Twiddyfix
 
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Hallo Babsi,
wieder einmal ein toller Lacher von Dir, gut durchdacht.
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Alt 09.01.2014, 18:21   #6
Thing
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Standard Lieber Twiddy -

möglicherweise hat ein Teil der "Normalen" deswegen ein Vorurteil, weil sie zuerst einmal alles Fremde vorsichtig beäugen und vor allem, weil sie es von sich nicht kennen.

Ich selbst kann diese Ablehnung und das Vorurteil nicht nachvollziehen oder teilen.
Einige der nettesten und buchstäblich besten Menschen, die ich kenne, sind homosexuell.
Ich bin es nicht und könnte nicht gleichgeschlechtlich lieben, aber das spielt überhaupt keine Rolle.
Ich bin auch kein Betrüger, trotzdem mag ich einen besonders gern, weil er liebenswürdig und sympathisch und ein Menschenfreund ist.

Das Vorurteil und die Abneigung gegen Homosexualität (bis 1969 in Deutschland noch strafbar!) wurden von den "Hütern des Glaubens" entwickelt und geschürt und bis in die weltliche Gerichtsbarkeit zementiert.
Das wirkte und wirkt.
(Ein Aspekt von vielen)
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Alt 09.01.2014, 20:36   #7
weiblich November
 
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Hallo alle zusammen!
Schön, dass es Menschen gibt, die sich auch mit gemiedenen Themen auseindersetzen. Und wenn nicht hier, wo dann?
Ich finde Homosexualität ist ein Thema, das viel zu selten angesprochen wird, auch in der Schule. In 11 Jahren Schule wurde dieses Thema ein einziges Mal angesprochen und da auch nur in Verbindung mit einem HIV Vortrag. Auch ich finde, dass Homophobie gerade deshalb aufkommt, weil die Gesellschaft/die "Normalen" es lieber verdrängt als sich mit dem auseinderzusetzen oder sich gar dafür einzusetzen. Deswegen finde ich auch das Outing von Thomas Hitzlsperger wirklich mutig und auch noch zum richtigen Zeitpunkt. Zumindest geht man in Deutschland etwas lockerer damit um als z.B. irgendwo in der Türkei.
LG November
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Alt 09.01.2014, 22:21   #8
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Das Vorurteil und die Abneigung gegen Homosexualität (bis 1969 in Deutschland noch strafbar!) wurden von den "Hütern des Glaubens" entwickelt und geschürt und bis in die weltliche Gerichtsbarkeit zementiert.
Ich bin der Frage noch nicht intensiv nachgegangen, habe aber einige Gedanken dazu. Die Kirchenvertreter sind sicherlich eine Ursache - aber ab wann und weshalb? Im Mittelalter gingen die Menschen mit ihrer Sexualität freier um als in der fortgeschrittenen Neuzeit, die ließen sich von der Kirche nicht dreinreden. Ich bin davon überzeugt, dass es vielmehr an der Etablierung des Bürgertums und der Ausbildung einer kapitalstischen Gesellschaft lag, dass Sexualität zu einer "Schmuddelangelegenheit" wurde.

Denn allmählich war nicht nur der Adel reich (und somit mächtig), auch das kapitalistische Bürgertum wurde reich und gewann immer mehr an politischem Einfluss. Das angehäufte Kapital musste in der Familie bleiben, also auf die Erben = das eigene Fleisch und Blut übergehen. Ergo wurde die Treue der Frau scharf bewacht, um Kuckuckseier zu vermeiden. Außerdem sahen die Familenoberhäupter streng darauf, Geld mit Geld zu verheiraten. Unter diesen Umständen war offen gezeigte Homosexualität überhaupt nicht möglich.

Natürlich kam das alles den Kirchenvertretern sehr entgegen. Auch die "kleinen" Leute hatten sich nach der neuen Moral zu richten. Das ging soweit, dass sogar "Kuppelei" strafbar wurde. Als vor über vierzig Jahren die sexuelle Befreiung einsetzte, sprachen die Menschen nur mit roten Ohren und gesenkten Stimmen über diese Themen. Abgesehen davon hielten sich abergläubische Behauptungen hartnäckig, wie z.B., man werde von Homosexualität oder Masturbation verrrückt.

Aber die Entwicklung war nicht mehr aufzuhalten: "Das Schweigen" von Ingmar Bergman war ein Skandal, "Der letzte Tango in Paris" ebenfalls, die Menschen rümpften die Nase über so viel freizügigen Sex, aber alle strömten in die Kinos. So nach und nach erfuhren die Leute, dass man in Künstlerkreisen viel freier, wenn auch nicht vor der Öffentlichkeit, Homosexualität auslebte: Marlene Dietrich, Frida Kahlo, Rock Hudson. Schließlich brachen selbst die prüden U.S.-Amerikaner mit dem Tabu und brachten "Kuss der Spinnenfrau" und, wenn auch viel später, "Brokeback Mountain" ins Kino.

In Deutschland schaffte es Klaus Wowereit sogar, den Begriff der Homosexualität ins Positive zu rücken: "Ich bin schwul, und das ist gut so."

Im Zeitalter der Love Parade ist das "Problem" offensichtlich nur noch beim Sport, vornehmlich im Fußballgeschäft, vorhanden. Weshalb gerade da? Das ist die Frage, zu der ich gerne eine Erklärung gehabt hätte.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2014, 14:52   #9
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Was ich interessant finde ist, dass in der Antike ganz offen mit Homosexualität gelebt und umgegangen wurde. Wie konnte sich das bis zu einer Phobie zurückentwickeln?
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Alt 10.01.2014, 15:07   #10
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Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
Was ich interessant finde ist, dass in der Antike ganz offen mit Homosexualität gelebt und umgegangen wurde. Wie konnte sich das bis zu einer Phobie zurückentwickeln?
Diese Frage ist berechtigt - für "aufgeklärte" Menschen aber heute irrelevant > weil schon lange beantwortet und ausdiskutiert ...*

* Es sei denn, man möchte den Homosexuellen dabei helfen, dass sie als vollkommen normale Menschen akzeptiert werden, mit allen Schwächen und Stärken, wie sie auch Heteros haben. Aber dumme "Flachhirnies" brauchen eben "Feindbilder", auf die sie die eigene Beschränktheit projizieren können > und das nicht nur diesbezüglich ...

LG Pedro
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Alt 10.01.2014, 15:08   #11
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Hallo Ilka,
das "Problem" ist nicht nur beim Fußball vorhanden, es zieht sich durch alle Kreise der Gesellschaft. Bauarbeiter Polizisten, Soldaten u.s.w. können davon betroffen sein.
Nur...es wird nicht darüber geredet, man möchte sich nicht -Outen-.
Wenn die Gesellschaft, also wir, dieses Thema -at akta- legen würden, könnten alle ihr -normales Leben- ausleben.
Denn Schwulsein/ Lesbischsein ist normal.
Nur wir sehen darin etwas Ungewöhnliches, Abartiges, dem wir oft verständnislos gegenüber stehen.
Auch Putin wird sich dem - auf Dauer -nicht verschließen können.
Die anstehenden Winterspiele könnten bereits eine Wende bringen.
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Alt 10.01.2014, 15:13   #12
Thing
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@ November:

weil monotheistisch geprägte Gesellschaften allem abhold sind, was sie nicht beeinflussen können, unter anderem.
Deswegen ist H. im Islam ein todeswürdiges Verbrechen.

Die griechische und römische Antike hatten Göttervielfalt.
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Alt 10.01.2014, 15:29   #13
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Zitat:
weil monotheistisch geprägte Gesellschaften allem abhold sind, was sie nicht beeinflussen können, unter anderem.
Deswegen ist H. im Islam ein todeswürdiges Verbrechen.

Die griechische und römische Antike hatten Göttervielfalt.
Danke! klingt eigenlich logisch.

Zitat:
Nur...es wird nicht darüber geredet, man möchte sich nicht -Outen-.
Wenn die Gesellschaft, also wir, dieses Thema -at akta- legen würden, könnten alle ihr -normales Leben- ausleben.
Man sollte darüber reden. Man muss eigentlich darüber reden! Leider wird es lieber verdrängt. Und...ich bin mal ganz ehrlich: ich bin lesbisch und hab mich noch nicht ganz geoutet. Und ich glaube gerade deswegen, weil man dieses Thema verdrängt und einem quasi "eingetrichtert" wird, dass man hetero sein soll, ist es so schwer sich dem zu stellen. Es ist immer noch nicht ganz normal. Wenn drüber geredet wird, versucht man es so klingen zu lassen als wäre es ganz normal, aber im Hinterkopf schwebt immer noch dieses Unwohlsein. Es müssen sich erst irgendwelche Promis outen (und das ist auch gut so), damit die Gesellschaft das nach und nach akzeptieren kann. Schade irgendwie!
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Alt 10.01.2014, 15:38   #14
Thing
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Zitat:
ich bin lesbisch und hab mich noch nicht ganz geoutet
Hast Du Angst, daß Du in irgendeiner Form "geächtet" werden könntest?
Da sind uns die Amerikaner aber weit voraus, obwohl sie eigentlich im Grunde stockkonservativ sind.
Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber im tiefsten Bayern hätte ich wohl auch Bedenken, mich zu outen.
Aber irgendwer muß doch mal anfangen!...

Kopf hoch!
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Alt 10.01.2014, 15:49   #15
weiblich November
 
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Hast Du Angst, daß Du in irgendeiner Form "geächtet" werden könntest?
Da sind uns die Amerikaner aber weit voraus, obwohl sie eigentlich im Grunde stockkonservativ sind.
Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber im tiefsten Bayern hätte ich wohl auch Bedenken, mich zu outen.
Aber irgendwer muß doch mal anfangen!...

Kopf hoch!
Danke für solch ermutigende Worte!
Das Problem ist allerdings, dass ich zufälligerweise aus Bayern komme. Und hier gibt es so einige Menschen, die damit bestimmt nicht klar kommen würden und mich das auch spüren lassen würden.
Bisher weiß es meine beste Freundin und ich glaube auch, dass der Großteil meiner Familie damit klar kommen würde. Allerdings ist es doch ein großer Schritt. (Steht aber schon auf meiner Vorsatz-Liste 2014)
LG November
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Alt 10.01.2014, 16:33   #16
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Normal ist es nicht weil die Natur dagegen spricht. Wären alle so, also so normal, es gäbe kein Leben mehr.
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Alt 10.01.2014, 16:34   #17
männlich Twiddyfix
 
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hat Gott einen Fehler gemacht?
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Alt 10.01.2014, 17:19   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Twiddyfix Beitrag anzeigen
Nur...es wird nicht darüber geredet, man möchte sich nicht -Outen-.
Wenn die Gesellschaft, also wir, dieses Thema -at akta- legen würden, könnten alle ihr -normales Leben- ausleben.
Das sind für mich zwei verschiedene Probleme, die Du in einem Satz vereint hast, lieber Twiddy, aber sie lassen sich nicht vereinen. Es wird sehr wohl seit langer Zeit über Homosexualität diskutiert, in diesem Punkt muss ich Dir also widersprechen. Aber es stimmt, dass viele Menschen - vor allem Männer - sich nicht öffentlich dazu bekennen, weil sie Nachteile befürchten. In dieser Hinsicht teile ich Deine Erkenntnis.

Aber es stimmt auch, dass bei Fußballspielern die Situation besonders heikel ist. Spieler sind gewohnt, sich bei einem Torerfolg zu umarmen, hochzuheben, auf dem Boden zu wälzen, aufeinander zu liegen, und oft küssen sie sich auf Stirn oder Wange. Das ruft bei vielen Zuschauern, die ohnehin Berührungsängste haben und mit Homosexualität sowieso nicht umgehen können, peinliche Gefühle hervor. Was nun, wenn ein Fußballspieler ein Tor erzielt, der bekannterweise schwul ist - traut sich dann noch ein Kollege, ihm öffentlich überhaupt auch nur auf die Schulter zu klopfen? Jede Geste, die bei Fußballglückseligkeit gang und gäbe ist, käme bei Bekanntwerden von Homosexualiät unter "Generalverdacht" und könnte als Verhältnis oder Anmache gewertet werden. Auch bedenke man, wie gnadenlos auf den Tribünen die menschlichen "Fehler" der Spieler von den gegnerischen Fans skandiert werden.

Und das unterscheidet schwule Fußballspieler von anderen Berufsgruppen.

Zufällig habe ich heute morgen einen Kommentar dazu in der Offenbach-Post gelesen, hier ein kurzer Auszug:

"... Dennoch ist Hitzlsperger diesen mutigen Schritt erst nach dem Ende seiner Karriere gegangen. Ausgerechnet in der Männergemeinschaft Fußball scheinen immer noch gewisse eigene Moralvorstellungen zu herrschen, die nicht mehr zeitgemäß sind. Die Hürde für ein Bekenntnis zum Schwulsein war und ist im Fußball höher als in anderen Bereichen des Lebens, etwa der Politik, der Showbranche, der Kunst. Auch Hitzlsperger hatte Angst davor, wie er als Profi in der Stadionkurve von den eigenen und gegnerischen Fans empfangen worden wäre ..."

Ich habe selbst oft genug erlebt, wie Spieler von Zuschauern mit Gesängen fertiggemacht wurden, weil sie z.B. frisch geschieden waren, sich Haare auf ihrer Glatze einsetzen ließen oder ganz einfach nur, weil sie die "falsche" Hautfarbe hatten. Abgesehen davon, dass Personen des "öffentlichen Interesses" nicht selten Drohbriefe von völlig durchgeknallten Leuten erhalten. Auch das unterscheidet sie von anderen Berufsgruppen.
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Alt 10.01.2014, 17:47   #19
männlich Ex Pedroburla
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Zitat:
Zitat von marlenja Beitrag anzeigen
Normal ist es nicht, weil die Natur dagegen spricht. Wären alle so, also so normal, es gäbe kein Leben mehr!
Aber meine liebe "marlenja" > konsequent weitergedacht, würde das bedeuten, Sexualität wäre nur zwecks Fortpflanzung erlaubt - und das Lustvolle daran müsste man verbieten! Soo konservativ "verklemmt" und lustfeindlich sind heute noch nicht mal mehr die Päpste, auch nicht Benedikt XVI. - dessen Namensvetter Benedikt IX. übrigens bei einem "Schlaganfall im Amt" verstarb, "während einer unkeuschen Handlung auf dem 'heiligen Stuhl'", wie es überliefert ist ... *

* Ganz davon abgesehen, dass in der so genannten "Natur" Homosexualität ein sehr oft vorkommendes Phänomen ist, nicht nur bei Pinguinen, ebenso z.B. bei Löwen, Delfinen und Hirschen > und mindestens jeder siebte Mensch - potenziell, verdrängt oder tatsächlich praktizierend - diese Vorliebe hat ...


PS: Irgendwie erinnert mich Deine diesbez. Positionierung auch an jene der Pietisten > bei denen alles erlaubt ist - aber nur, wenn es KEINEN Spaß macht!

Gruß in DEINE "Welt"! Pedroburla
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Alt 10.01.2014, 18:04   #20
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von marlenja:
Normal ist es nicht, weil die Natur dagegen spricht. Wären alle so, also so normal, es gäbe kein Leben mehr!
Das stimmt nicht, Marlenja. Auch bei Tieren gibt es die gleichgeschlechtliche Liebe, was der Beweis dafür ist, dass es Zuneigung oder - mehr noch - Gleichklang gibt. Oder auch nur die momentane sexuelle Befriedigung. Die Natur ist nicht auf Biegen und Brechen auf Fortpflanzung angelegt, sonst gäbe es weder Homosexualität noch Unfruchtbarkeit. Die Natur ist ein großes Labor gnadenloser Experimente, und Gefühle sind ihr dabei völlig egal, denn die Natur selbst fühlt nichts. Zu Gefühlen sind aber wir fähig, und das nicht verhindert zu haben war vielleicht der größte Fehler der Natur.
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Alt 10.01.2014, 23:06   #21
männlich nightchild
 
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Zitat:
Soo konservativ "verklemmt" und lustfeindlich sind heute noch nicht mal mehr die Päpste, auch nicht Benedikt XVI. - dessen Namensvetter Benedikt IX. übrigens bei einem "Schlaganfall im Amt" verstarb, "während einer unkeuschen Handlung auf dem 'heiligen Stuhl'", wie es überliefert ist ... *
Echt jetzt?

So mit den Worten: "Wer braucht schon Weihwasser, wenn man den heiligen Stuhl auch anders weihen kann"
nightchild ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2014, 12:16   #22
weiblich November
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Die Natur ist ein großes Labor gnadenloser Experimente, und Gefühle sind ihr dabei völlig egal, denn die Natur selbst fühlt nichts. Zu Gefühlen sind aber wir fähig, und das nicht verhindert zu haben war vielleicht der größte Fehler der Natur.
Du hast recht. Vielleicht für die Natur, aber für uns doch ganz sicher nicht, oder?
Die Menscheit hätte wahrscheinlich eine ganz andere Evolution durchlaufen und wer weiß was wir heute ohne Gefühle wären.
Ein Fehler für die Natur auch deswegen, da wir ohne z.B. das Gefühl Gier oder Geiz nie auf die Idee gekommen wären Geld einzuführen, Industrie aufzubauen und schließlich im Namen der Industrie die Natur zu zerstören.
Ich persönlich fände es schade, wenn der Mensch keine Gefühle hätte, aber für die Natur wärs natürlich besser.
LG November
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Alt 11.01.2014, 13:35   #23
männlich Ex Pedroburla
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Zitat:
Zitat von nightchild Beitrag anzeigen
"Wer braucht schon Weihwasser, wenn man den 'heiligen Stuhl' auch anders weihen kann!"
Geht's NOCH "gottloser"?
Ex Pedroburla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2014, 15:59   #24
weiblich November
 
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Zitat:
Zitat von Pedroburla Beitrag anzeigen
Geht's NOCH "gottloser"?
Oh ja!
Was ist der Unterschied zwischen Jesus und Casanova?

-der gesichtsausdruck beim nageln!!!
November ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2014, 16:07   #25
männlich Ex Pedroburla
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Standard Ist der Mensch "Täter & Opfer" zugleich?

Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
..., da wir ohne z.B. die Gefühle Gier oder Geiz nie auf die Idee gekommen wären, Geld einzuführen, Industrie aufzubauen - und schließlich "im Namen der Industrie" die Natur zu zerstören.
Sind "Gier & Geiz" nicht eher Beleg für Gefühlslosigkeit bzw. fehlende Empathie, also Mitgefühl für andere Menschen und die Natur, wenn sie solche Konsequenzen haben?

Weisheiten der Indianer > https://www.google.de/search?q=zitat...KMGctQbptoGIBQ <

Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
Ich persönlich fände es schade, wenn der Mensch keine Gefühle hätte - ...
Gute bzw. schlechte Gefühle/Gedanken sind wohl die "zwei Seiten der selben Medaille", stehen in einer Beziehung zueinander. Doch der Mensch mit seinen reflektiven - sowohl sinnlichen als auch rationalen - Hirnoptionen, die ihn zu (selbst-)kritischer Hinterfragung befähigen, sollte zumindest bemüht sein, SEINER Verantwortung gerecht zu werden - und diese nicht irgendeinem "Feindbild" oder sogar dem "Teufel" in "die Schuhe schieben" ...

Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
... aber für die Natur wär's natürlich besser ...
Haut rein!

Der herr er schuf
der erden drei
wenn eine weg
es gibt noch zwei
und alle all'
ist's eh vorbei ...

So prasset denn
solang's noch geht
gar manches nur
im traume steht
den rest ihr dann
am laken seht ...

von Pedroburla - ironisch ...
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Alt 11.01.2014, 16:29   #26
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Zitat:
Zitat von Pedroburla Beitrag anzeigen
Geht's NOCH "gottloser"?
Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
Oh ja!
Dacht' ich's mir doch!

Zitat:
Zitat von November Beitrag anzeigen
Was ist der Unterschied zwischen Jesus und Casanova? Der Gesichtsausdruck beim "Nageln"!!!
Hallo Maria Magdalena! *

* Stimmt es eigentlich, dass der Rabbi seinen Vater immer vorher um Erlaubnis bitten musste? Und: Hatte der "das Recht auf die erste Nacht", OHNE weitere Beschädigungen, also in aller Unschuld? Hat der Vater wenigstens Alimente bezahlt? Muss mal wieder in der Bibel blättern ...
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Alt 11.01.2014, 16:48   #27
Thing
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All die Flaxerei über Kirche und Jesus ändert nichts daran, daß die monotheistischen Institutionen die Homosexualität strengstens als Sünde verurteilen und alles dafür tun, eine Liberalisierung zu verhindern.
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Alt 11.01.2014, 17:31   #28
weiblich November
 
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
All die Flaxerei über Kirche und Jesus ändert nichts daran, daß die monotheistischen Institutionen die Homosexualität strengstens als Sünde verurteilen und alles dafür tun, eine Liberalisierung zu verhindern.
Deswegen will ich aus der Kirche austreten! Weiß jemand, ob man das mit 16 schon darf?
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Alt 11.01.2014, 17:47   #29
weiblich BABSvomKUTSCHI
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Das kannst Du schon mit vierzehn Jahren.
BABSvomKUTSCHI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2014, 19:13   #30
weiblich November
 
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Zitat:
Zitat von BABSvomKUTSCHI Beitrag anzeigen
Das kannst Du schon mit vierzehn Jahren.
Cool! Danke.
November ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2014, 12:35   #31
weiblich marlenja
 
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Wo HS ehegleiches fordern und Kinder wollen berauben sie das Kind. Natürlich hätte es durch die Zeugung einen Papi und ein Mami - Eltern. Es wäre das Produkt ihrer Liebe. Dürfte mit den beiden Wesen aufwachsen, daraus es entstanden ist...
marlenja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2014, 13:30   #32
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Zitat:
Zitat von marlenja Beitrag anzeigen
Wo HS "Ehegleiches" fordern und Kinder wollen, "berauben" sie das Kind.
Im Gegenteil, liebe "marlenja" > sie möchten, auch im Interesse ihrer Kinder, idealerweise die gleichen - gesetzlich verankerten - Rechte wie Hetero-Eltern, versuchen wie diese ihrer Verantwortung gerecht zu werden, nach der für Kinder der mental, seelische "Schutzraum" eines liebevollen Zuhause selbstverständlich ist. Und "scheitern" kann JEDE Beziehung, im Falle der Homosexuellen oft auch durch die Ächtung und die Vorurteile angeblich "normaler" Eltern ...

Zitat:
Zitat von marlenja Beitrag anzeigen
Natürlich hätte es durch die Zeugung einen Papi und ein Mami - Eltern. Es wäre das Produkt ihrer Liebe. Dürfte mit den beiden Wesen aufwachsen, daraus es entstanden ist ...
Du meinst, es gäbe nur die jeweiligen Ausprägungen von Mann oder Frau? Und NICHT alle nur möglichen Mischungen von femininen und maskulinen Verhaltensmustern, die teilweise hormonell vorgegeben sind? Soweit diese - mit ihrer beispielhaften Vorbildfunktion - bei der Erziehung bzw. "Begleitung ins Erwachsenwerden" von Kindern eine Rolle spielen, können das schwule und lesbische Elternpaare normalerweise ganz gut kompensieren > indem sie einen offenen Freundes- und Bekanntenkreis pflegen, in dem es ALLE Ausprägungen gibt, und auch Homosexuelle sind ja nicht "aus dem Himmel gefallen", haben Familien, deren Mitglieder sehr verschiedene Charaktere und "Werte" haben können ...

LG Pedroburla
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Alt 12.01.2014, 14:13   #33
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Zitat:
Zitat von marlenja Beitrag anzeigen
Wo HS ehegleiches fordern und Kinder wollen berauben sie das Kind. Natürlich hätte es durch die Zeugung einen Papi und ein Mami - Eltern. Es wäre das Produkt ihrer Liebe. c
Jaja - und Papi ist ein Säufer, Mami prügelt ihr Kind der Liebe zu Tode.
Gerade homosexuelle Eltern bringen die besten Voraussetzungen für das Wohl des Kindes mit, denn sie werden auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kind adoptieren dürfen!

Zitat:
Dürfte mit den beiden Wesen aufwachsen, daraus es entstanden ist...
Viele Kinder, die durch in-vitro-Befruchtung entstanden sind, sind auch das Produkt der Gattenliebe, wenn auch einer davon nicht leiblicher Elternteil ist.
Und woher, glaubst Du, liebe marlenja, kommen die vielen Waisenkinder?
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