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Sprüche und Kurzgedanken Prosatexte, die einen Sachverhalt möglichst kurz und knapp schildern.

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Alt 06.05.2007, 00:47   #1
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Standard Eingeschlossen

Hi,

Wer sich sein Zimmer so schön einrichtet,
hat oft gar keine Lust raus zu gehen
und mit den anderen Kindern zu spielen.


MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 01:28   #2
MutedStoryteller
 
Dabei seit: 12/2005
Beiträge: 307

Oder wer das Spielen scheut,
und den Gang vor die Tür,
Der richtet sich die Welt dahinter gerne schöner ein,
als er sich die Außenwelt vorstellen kann.



Interessanter Aphorismus für Für die Trägheit von Menschen. Aber wenn ich ehrlich bin fand ich da den Mit dem Segelschiff besser. Ich glaube das hier ist ttatsächlich häufig auch andersherum der fall.
Und kehrt sich dann in einen Kreißlauf.

Wie auch immer...
ich mag was du schreibst weil es ziemlich formuliert treffend ist.
MutedStoryteller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 08:23   #3
Struppigel
 
Dabei seit: 05/2006
Beiträge: 1.007

Ich sehe darin auch die Tatsache, dass die Eltern ihre Kinder gern mit allzu viel Spielzeug (für drinnen) verwöhnen. Besonders Spielekonsolen, Computer, Fernseher und dergleichen meine ich.
Das ist ein großes Problem unserer Gesellschaft derzeit. Jeder Erzieher wird das bestätigen. Kinder brauchen Bewegung für ihre körperliche Entwicklung. Kein Wunder, dass so viele dann angeblich hyperaktiv sein sollen. In Wirklichkeit leiden sie nur unter einem Bewegungsmangel, den sie irgendwie auszugleichen versuchen.
Schöner Spruch!
Struppigel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 08:28   #4
Thalberg
 
Dabei seit: 11/2006
Beiträge: 294

Es ist ja auch so, dass Eltern ihre Kinder auch einfach unbewusst, teils bewusst damit ruhig stellen. Gib dem Kind eine Beschäftigung und man hat seine Ruhe.

Ich spreche da aus Erfahrung. Auch wenn meine noch nicht alt genug ist für Dinge wie Computer o.ä.. Aber ich denke auch, dass ein Kind nicht so viel Zeit drinnen verbringen und Sport/ Bewegung immer eine Rolle spielen sollte. Wenn ich da an meine Kindheit denke, mit zeitweise 3 Sportvereinen... aua.
Thalberg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 15:03   #5
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Hi,

interessante Beiträge. Danke hierfür.
Aber hier geht es nicht um die Trägheit von Menschen.
Es geht darum, wie manche Menschen eine Schutzhülle um sich bilden...
sich ihre eigene kleine Welt um sich herum bauen, in der entweder nur
sie alleine oder nur ganz wenig andere Menschen platz haben.
Sie scheuen andere Kontakte oder sie sind ihnen zumindest nicht so
wichtig. Menschen die sich ein bisschen abkapseln; das wollte ich eig
hiermit zum Ausdruck bringen.

MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 16:36   #6
MutedStoryteller
 
Dabei seit: 12/2005
Beiträge: 307

hmmm aber es geht doch darum das der weg zurück der Schwerere ist oder?
Du stellst ja die Situation als Grund für das weitere Verhalten da.

Wer sich sein Zimmer so schön einrichtet,
hat oft gar keine Lust raus zu gehen
und mit den anderen Kindern zu spielen.

die unteren beiden sind doch folgen oder hast du das anders gemeint?
Also ich hatte es so verstanden das sobald man sein leben abgekapselt hat der aufwand es wieder aufzunehmen wesentlich größer ist und auch der Wille fehlt. Das meinte ich mit Trägheit

Klär mich auf!
MutedStoryteller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2007, 17:55   #7
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Hi,

es geht überhaupt nicht darum, ob es schwerer ist.
Aus dem Abkapseln erfolgt dieses "nicht hinaus Wollen".
Ob es nun schwer ist sich wieder anderst zu verhalten,
darum geht es ja nicht, sondern darum, dass die Leute
meistens kein Bedürfnis danach haben. Sie erachten
ihre eigene Welt als besser und verzichten darum auf
das andere.

MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2007, 20:39   #8
Werther
 
Dabei seit: 01/2007
Beiträge: 404

Boah, verbietet da grade ein Künstler seinem Publikum, sein Werk zu verstehen, wie es das gern hätte? O.o

Also wenn du auf diese Interpretation deiner Zeilen bestehst, dann muss ich dich fragen, ob du das Gefühl, den Seelenzustand, die psychische Dekadenz kennst, in der man beginnt, sich seine eigene kleine Welt zu schaffen?
Du stellst es hier nämlich dar, als täte man solches aus ganz eigenen, ganz unbeeinflussten Stücken heraus. Ich kann dir versichern, das ist nicht der Fall. Man wird nicht verschmäht, weil man sich abkapselt. Natürlich werden auch Eigenbrödler und Menschenfeinde in der Regel gemieden - die größten Teile der Gesellschaft sind nicht so masochistisch veranlagt, sich freiwillig auf solche Leute einzulassen - aber auch die sind nicht von Geburt an so. Etwas muss ihnen das Selbstvertrauen geraubt haben und Mobbing ist ein schwereres Pfund, als Mancher meinen möchte.

Gruß, Werther
Werther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2007, 21:28   #9
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Hi,

Also falls es wirklich so rüber kam wie der Werther es darstellt,
dann möchte ich mich hiermit ausdrücklich entschuldigen!
So war es sicherlich nicht gemeint.

Natürlich kann man die Dinge auf verschiedene Arten deuten;
oft versuche ich auch gezielt solche Formulierungen zu wählen,
um zu sehen wer auf den selben Gedanken kommt wie ich.
Aber ich denke der Künstler ist ja dazu da dem Publikum zu
erläutern was er damit gemeint hat, was ich eigentlich auch tun
wollte, ohne euch eure Ansichten zu verbieten.
Aber Sätze wie...
Zitat:
hmmm aber es geht doch darum das der weg zurück der Schwerere ist oder?
und
Zitat:
Klär mich auf!
veranlassen mich nun mal dazu das zu schreiben, was ich
mir dabei gedacht habe.
Vllt waren meine Formulierungen unglücklich gewählt und haben
vllt auch nicht genügend Raum für andere Interpretationsweisen
gelassen, falls es so war, war es von mir sicherlich nicht beabsichtigt.

Alle Klarheiten beseitigt?
MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2007, 22:06   #10
Werther
 
Dabei seit: 01/2007
Beiträge: 404

Ja, so wollen wir das haben *g*
Allerdings sollte ein Kunstwerk den Künstler nicht brauchen. Es sollte sich selbst erklären können - sonst hat der Künstler es für sich allein geschaffen, weil er sich selbst so gern reden hört, wenn er es anderen erläutert.

Gruß
Werther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2007, 22:23   #11
MutedStoryteller
 
Dabei seit: 12/2005
Beiträge: 307

Das ist wahr Werther. Aber es kann auch an der Zielgruppe liegen
Nein aber, bei mir war der Schwerpunkt wie oben schon erwähnt beim lesen ein ganz anderer als deine Intention.

Aber gut das wir uns mal kurzgeschlossen haben
Es ist schon interessant wie verschieden die Gedanken manchmal über einen und den selben Haufen stolpern

Zitat:
Original von H-erzlos
Alle Klarheiten beseitigt?
Jawoll Sir, Käpt'n!

Gestatten abzutreten
MutedStoryteller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2007, 16:58   #12
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Hi,

Wer sagt denn, dass es nicht so ist Werhter?


Ja MutedStoryteller ich finde es auch immer wieder spannend,
wie die Leute meine Sachen verstehen.
Und ich finde es eigentlich sehr gut darüber zu reden,
da ich dadurch auch neue Einsichten gewinne.

Und Werther, ich denke nicht, dass sich jedes Kunstwerk
von alleine erklären kann, da es aus einem Gefühl des Künstlers
entspringt. Nun kann dann auch nur derjenige der genauso fühlt
das Werk richtig verstehen. Denke ich zumindest.

MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2007, 20:17   #13
Werther
 
Dabei seit: 01/2007
Beiträge: 404

Dann muss ich dich aber fragen, was ist richtig? Ist richtig nur, was der Künstler empfand, oder ist es genauso richtig, was der Betrachter empfindet, insofern er denn etwas empfindet. Und wenn ersteres der Fall ist, dann frage ich mich: ist richtig wichtig?

Sicherlich stellt sich doch immer auch die Frage: was hat der Künstler aussagen wollen? Und sowohl die Kunst alter Meister, als auch jene der Moderne kann nicht losgelöst von ihrem jeweiligen historischen Kontext betrachtet werden. Aber darüber hinaus hat doch jedes Kunstwerk (mein Beziehen auf die bildende Kunst ist lediglich analogisierender Natur - gleiches gilt auch für Lyrik, Dramatik, Epik und dergleichen) auch eine persönliche Sphäre, in der es den einen mehr, den anderen weniger anspricht, und gleichwohl bei jedem auch eine völlig konträre Aussage und Wirkung suggerieren kann.

So sehe ich - deine Erklärungen nicht beachtend - in deinen Worten einen kleinen Ludwig XIV., ganz umhüllt von seinem prunk- und pathostapezierten Kämmerlein, fernab des hungernden, französischen Volkes.
Du siehst, mein Verständnis unterscheidet sich stark von deinem, willst du doch - so ich dich richtig verstanden habe - einen von der Welt Verschmähten zeigen, der einst noch weinend in dunklen Fluren sitzend, sich nun sein Zimmer bunt anstrich, seine eigene kleine Welt sich an die Wände malte.
Werther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2007, 22:09   #14
H-erzlos
 
Dabei seit: 10/2006
Beiträge: 191

Hi,

Wann versteht man denn etwas richtig?
Wenn man es so versteht wie es gemeint ist, oder etwar nicht?
Also kann man darauf schließen, dass ein "richtiges Verstehen" des
Spruches schon dem Gedanken des Künstlers entsprechen sollte.
Natürlich kann man alles hineininterpretieren wenn man möchte,
man muss es nur am Werk belegen können. Jedes Werk gibt mehr
her als der Künstler hineinsteckt.

Zum meinem Spruch...
Jeder kann es gerne sehen wie er das möchte.
Wenn mich allerdings jemand fragt wie ich es gemeint habe,
dann antworte ich darauf nunmal.
-Ich habe nie gesagt, dass man es auch nicht anderst verstehen darf.

MfG,
H-erzlos
H-erzlos ist offline   Mit Zitat antworten
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