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Humorvolles und Verborgenes Humorvolle oder rätselhafte Gedichte zum Schmunzeln oder Grübeln.

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Alt 12.01.2021, 19:40   #1
weiblich Ilka-Maria
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Beiträge: 24.461

Standard März, nüchtern betrachtet

Wenn nach vielen kalten Tagen
Säfte in die Äste fließen,
und die Krokusse es wagen,
aus der Erde hochzuschießen,

und Narziss verschämt sein Glöckchen
einem milden Winde schenkt,
während Primel im Grünröckchen
sich in Blütenrausch versenkt,

und die Düfte wieder flattern
über Wiesen, Wald und Feld,
Motorbikes durch Straßen rattern
und man einen Grill bestellt,

und dem Schoko-Niklas, heilig,
lange Hasenohren wachsen,
dann lebt Frühling mehr als weilig:
Ostern klebt schon an den Haxen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2021, 21:43   #2
weiblich frankaaimy
 
Dabei seit: 07/2019
Beiträge: 140

Hallo Ilka,

ein frohes Neues!

Seit wann können Düfte flattern?
Ein Punkt fehlt nach den Haxen.
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2021, 22:48   #3
männlich Ralfchen
 
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Beiträge: 15.529

Zitat:
Zitat von frankaaimy Beitrag anzeigen

Seit wann können Düfte flattern?
Ein Punkt fehlt nach den Haxen.
normalerweise flattern nur FLATTULENZEN*)...aber sowas kann dem regulären duften der Düfte schon passieren.

wem zu ehren sind die Inversionen Ilka? unserem Scheinarzt in Nöten???

*)
ich verwende die alte germanische Rechtschreibung aus der zeit König Odin von Hörwas
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2021, 23:23   #4
weiblich frankaaimy
 
Dabei seit: 07/2019
Beiträge: 140

Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
normalerweise flattern nur FLATTULENZEN*)...aber sowas kann dem regulären duften der Düfte schon passieren.

wem zu ehren sind die Inversionen Ilka? unserem Scheinarzt in Nöten???

*)
ich verwende die alte germanische Rechtschreibung aus der zeit König Odin von Hörwas
Ein sehr schönes Beispiel für klanghafte Dichtung bietet Santôkas („oto tatete arare“) und auf eine besondere, ja, fast makabere Art, auch deine Ausführung Ralfchen. (Die zugegeben sehr amüsant ist)

Inwiefern ein Duft im Zusammenhang einer Bewegung oder eines Klanges (onomatopoetisch) flattern kann, verdattert mehr als er flattert. Nüchtern betrachtet erscheint es mir reimgeschuldet, weswegen der Text eher eine vorschnelle Gedankenskizze ist als ein ausgereiftes Gedicht. Auch der Stil ist vergriffen und inflationär und bietet neben einem ordinären Narrativ auch keine Nüchternheit. Da war Erich Kästner mit seinem überdrüssigen Monat etwas mehr auf der Zielgeraden. Das ist aber das Kleid der Lyriker. Ein Gedicht gelingt, ein anderes nicht.

Inversionen sind Teil der deutschen Lyrik seit dem Latinum.
frankaaimy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2021, 01:27   #5
weiblich Unar die Weise
 
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Alter: 38
Beiträge: 5.257

Danke, liebe Ilka-Maria.
Dein Gedicht ist willkommen.
Der Thüringer Wald versinkt im Schnee.
Nun kann ich , dank deiner gelungenen Zeilen, wenigstens etwas Frühling ahnen.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2021, 02:10   #6
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
Alter: 74
Beiträge: 15.529

Ihr Lieben wundersamen Frauen:

Im Jänner wahrlich ist der März,
für euren alten Ralf ein Scherz.
Er ist noch 60 Tage ferne,
wie ich vom Mac-Kalender lerne.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2021, 04:28   #7
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 24.461

Zitat:
Zitat von frankaaimy Beitrag anzeigen
Seit wann können Düfte flattern?
Seit man es mit Humor betrachtet. In dieser Rubrik steht mein Gedicht, man sollte es also nicht allzu ernst nehmen.

Eine scherzhafte Anspielung auf Mörikes Frühlingsgedicht:


[Frühling]1 läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land

Tja, da gab es mal ein Buch mit einer Stilblütensammlung. Titel: "Es fängt damit an, dass am Ende der Punkt fehlt"

Oops ...
.

Danke.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
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