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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 29.10.2012, 12:12   #1
männlich Desperado
 
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Standard Keine Rolle mehr

’s spielt keine Rolle mehr,
sie mögen Kriege planen
über der Söldner Köpfe kahlgeschornem Heer,
ich kann die Stunde ihrer finstren Pläne ahnen,
wenn mir des Nächtens Blut und Tod in düstren Träumen schwanen,
’s spielt keine Rolle mehr.

Mit Dir in meinen Armen
die Welten mögen brennen,
der Feuerstürme Gluten wild und ohn' Erbarmen
über der Völker und Nationen Häupter rennen
und Schreckenszeiten ohne Maß, die keine Gnade kennen,
mit Dir in meinen Armen.

Wir liegen eng umschlungen,
wenn Drachen aus dem Abgrund steigen,
so wie uns schon die alten Seher und Propheten sungen,
wenn Weltenreiche sich zu Satans Zepter neigen,
wenn Herrscher mit verkaufter Seele frech ihr Antlitz zeigen,
wir liegen eng umschlungen.

Im Spiegel unsrer Augen
seh ich die Mächtgen fallen,
wie aufgedunsne Spinnen an den eignen Leibern saugen,
in selbstgewebten Netzen wie Betrunkne lallen,
hör Echos ferner Bomben in den Ohren donnerhallen,
im Spiegel unsrer Augen.

Lass uns gemeinsam sterben
im Weltenuntergang,
dem rasenden Verderben,
der Menschheit Abgesang
zu mächtigem Posaunenklang,
lass uns gemeinsam sterben.



2007
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Alt 29.10.2012, 15:44   #2
männlich Desperado
 
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Zitat:
Zitat von Risiko Beitrag anzeigen
Hi, wenn man nur die zweite Zeile jeweils liest, passt es auch prima! Vielleicht wirst du noch ein Shakespeare unserer Zeit.
Hallo Risiko,

Sie mögen Kriege planen,
die Welten mögen brennen,
wenn Drachen aus dem Abgrund steigen,
seh ich die Mächtgen fallen
im Weltenuntergang.

Hab ich so noch nicht gelesen, witzig... naja, wie mans nimmt.
Oha, Shakespeare... nun, auch im Tal der Giganten gibt's Ameisen.

Freut mich, dass es Dir gefällt!
Desperado
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Alt 29.10.2012, 20:59   #3
weiblich Poetibus
 
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Hallo, Desperado (Despeare? ),

ich find's schön, trotz der teilweisen "Resignation" im Gedicht. Denn ich sehe bzw. lese es mal einfach so, wie ich will, und lasse daher die Stärke der beiden überwiegen, daran ist meine romantische Ader schuld: Bis zum Schluss, gemeinsam.

Hast du die zweiten Verse wirklich unabsichtlich so gestaltet? ... ?

Metrisch holperts ein bisschen, nun ja, beim Weltuntergang irgendwie schon richtig.

Mir gefällt es wirklich, nur mit dem 's kann ich mich nicht recht "anfreunden", da stolpert meine Zunge, aber lass es ruhig so.

Freundlichen Gruß,

Poetibus
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Alt 30.10.2012, 10:32   #4
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Zitat:
Zitat von Poetibus Beitrag anzeigen
Bis zum Schluss, gemeinsam.
Hast du die zweiten Verse wirklich unabsichtlich so gestaltet? ... ? Metrisch holperts ein bisschen, nun ja, beim Weltuntergang irgendwie schon richtig.

Hallo Poetibus,

diesmal liegst Du richtig, so ist es gemeint.

Die ersten zwei Zeilen sind metrisch offen, dann folgen drei rhythmische Reimzeilen, die erste Zeile wird durch Wiederholung am Schluss eine ebensolche, die zweite bleibt bis auf die Schlussendung mit der vierten und fünften offen. Ein kleiner Break sozusagen, ich experimentier da gern ein wenig rum, und wie Du schon sagst, beim Thema Weltuntergang finde ich dieses bremsende Element, den verzögernden Gedanken außerhalb der Metrik ganz stimmig, ehe galoppierend das Unheil hereinbricht.

Den Zungenbrecher kannst Du beim laut Lesen mit einem scharfen, flüssig gschlossenen ßchpielt verwischen.

In Kriegsgebieten erleben Liebende das heute schon so, Weltuntergang ist immer irgendwo.

Friedliebende Grüße
Desperado
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Alt 30.10.2012, 11:07   #5
Ex-zonkeye
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Kluge Mädchen hören sich dieses pathetische Gedöns nicht bis zum Ende an. Sie gehen spätestens nach der zweiten Strophe stiften und lassen das lyrisch wehleidende Ich allein auf dem Schlachtfeld zurück. Die moderne Frau hält sehr zu recht nichts mehr von Nibelungetreue. Eva Braun war die letze, die so dumm war, auf derlei Sprücherl hereinzufallen.

Sorry, aber ich finde dieses Gestürm peinlich, Kauboi. Sterben ist immer Scheiße und macht auch zu zweit keinen Spaß. Es sollte niemand kommen und meinen, dass doch.

lg z
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Alt 30.10.2012, 12:35   #6
männlich Desperado
 
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Zitat:
Zitat von zonkeye Beitrag anzeigen
...pathetische Gedöns... lyrisch wehleidende Ich...Nibelungetreue...derlei Sprücherl... Gestürm peinlich...
Wart's ab.
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Alt 30.10.2012, 13:13   #7
Ex-zonkeye
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Als letztes Beispiel, da in der neueren deutschprachigen Literatur der Satz "Lasst uns alle zusammen sterben!" gerufen wurde, ist mir das Ende des zweiten Teils von Nadolnys Historienroman "Die Entdeckung der Langsamkeit" in Erinnerung.

Gottlob hört John Franklin, der Protagonist des Werkes, nicht auf das pathetische Geschrei eines britischen Fregattenkapitäns und rettet sich trotz einer Kopfverletzung. Er bleibt am Leben und in der Folge die Nordwest-Passage und der Nordpol unentdeckt.

Ein schönes Buch! Ich darf es Dir anempfehlen, mein lieber Kauboi. Solcherlei Lektüre schützt vor verderblichem Pathos.

lg z
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Alt 30.10.2012, 13:52   #8
männlich Desperado
 
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Nun, Zonkeye,

Danke für den Tipp,
aber ehe Du Dich hier noch rettungslos vergaloppierst, solltest Du bei Gelegenheit mal drüber nachdenken, was ein jüdisches Mädchen oder eine moderne Frau in Israel zu Deinem Pathosvorwurf und Deinem Vergleich mit Eva Braun und ihrer Nibelungentreue sagen würden, deren Ur- oder Großeltern sich der Deportation durch gemeinsamen Freitod entzogen haben, ihrer waren Unzählige ganz nebenbei.

Dann kommst Du vielleicht auch drauf, wie das Gedicht wirklich gemeint ist- und mit ein klein bisschen gutem Willen auch verstanden werden kann. Es geht hier ganz eindeutig um hoffnungsloses Ausgeliefertsein und mitnichten um eine Kampfansage, es bedarf schon eines gehörigen Maßes an Befangenheit und Voreingenommenheit, um überhaupt auf derlei abwegige Gedankenspielchen kommen zu können.

Ich bitte in aller Bescheidenheit um etwas mehr Sachlichkeit und Themenbezogenheit.
Desperado
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Alt 30.10.2012, 14:35   #9
Ex-zonkeye
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Sorry, Kauboi - um in dem Pathos und deinem weltenweiten Schlachtenlärm-Szenario Anne Frank, ihre Familie und ihr Tagebuch zu erkennen, bräuchte es eine Fantasie, wie sie nicht jedem innewohnt.

Ich sehe hier - neben dem, was ich schon zu beanstanden hatte - eher einen selbstgerechten Gert Bastian deklamieren, der sintemal "seine" Petra mit in den Tod gerissen hat. Was für ein Narr!

Als unsere jüdischen Mitmenschen damals umgebracht wurden und ein paar ganz wenige sich selbst entleibten, war das so kläglich, so niedrig und so unwürig, dass sich jedes, aber auch wirklich jedes posthume Pathos verbietet.

Es war ihr Tod in der Gaskammer und jener im zuvor ausgehobenen Massengrab im Laubwald keinswegs ein Ende, das alle betraf, sondern nur ihnen bestimmt: unschuldig, ungerechtfertigt und unsagbar grausam. Ihre Schergen und deren Nachgeborene, zu denen auch wir uns zu zählen haben, lebten munter weiter und durften sich am Wirtschaftswunder erfreuen.

Eigentlich zum Kotzen, wenn man darüber nachdenkt. Und kein Thema, über das man pathetische Sterbensaufruf-Gedichterln machen kann.

lg z
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Alt 30.10.2012, 15:51   #10
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Ist schon recht, Zonkoi, hab mich längst damit abgefunden, dass du ein hoffnungsloser Fall bist...
nun denn, als heilloser Hoffnungsfanatiker bist du so gesehen mein Alter Ego.



’s spielt keine Rolle mehr,
sie mögen Kriege planen
über der Söldner Köpfe kahlgeschornem Heer,
ich kann die Stunde ihrer finstren Pläne ahnen,
wenn mir des Nächtens Blut und Tod in düstren Träumen schwanen,
’s spielt keine Rolle mehr.

Mit Dir in meinen Armen
die Welten mögen brennen,
der Feuerstürme Gluten wild und ohn' Erbarmen
über der Völker und Nationen Häupter rennen
und Schreckenszeiten ohne Maß, die keine Gnade kennen,
mit Dir in meinen Armen.

Wir liegen eng umschlungen,
wenn Drachen aus dem Abgrund steigen,
so wie uns schon die alten Seher und Propheten sungen,
wenn Weltenreiche sich zu Satans Zepter neigen,
wenn Herrscher mit verkaufter Seele frech ihr wahres Antlitz zeigen,
wir liegen eng umschlungen.

Im Spiegel unsrer Augen
seh ich die Mächtgen fallen,
wie aufgedunsne Spinnen an den eignen Leibern saugen,
in selbstgewebten Netzen wie Betrunkne lallen,
hör Echos ferner Bomben in den Ohren donnerhallen,
im Spiegel unsrer Augen.

Lass uns gemeinsam sterben
im Weltenuntergang,
dem rasenden Verderben,
der Menschheit Abgesang
zu mächtigem Posaunenklang,
lass uns gemeinsam sterben.


Wir werden 's Leben erben.


.
Desperado ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 16:42   #11
Ex-zonkeye
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Ich bin hier so gut wie ausschließlich in Sachen Literatur unterwegs, Kauboi. Wer oder was ich bin, wird Dir für immer verborgen bleiben. Es tut nichts zur Sache.

Mit Winnitu und Old Schätterhänd hat die zeitgenössische Literatur schon lang nichts mehr am Grizzlihut. Ein Ego hatten die beiden Schattengestalten doch nie. Also kann's im modernen Literaturbetrieb auch keine Alternative dazu geben. Du erkennst das u. a. daran, dass der hundertste Todestag Deines großen Vorbildes eine Nullnummer ist - nur ein paar Methusalixe hocken noch im schimmligen Tipi, die Hörgeräte auf Vollast, und hoffen auf einen Knall der Silberbüchse. Aber die ist längst zu Staub zerfallen wie der Schwindler, der sie erfunden hat.

Warum legst du Dir kein zeitgenössischeres Image zu, wenn Du schon unbedingt Kasperle spielen musst?

lg z
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Alt 30.10.2012, 16:57   #12
weiblich Persephone
 
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Ach zonkelchen.
Du erinnert mich allmählich an eine missgelaunte alte Krähe: Schnarr, schnarr, immer gleich und immer das Gleiche.
Jedenfalls für Dich wird es allerhöchste Eisenbahn, Dich mal anders zu produzieren, meinst Du nicht? In Deinem jugendlichen Alter schon so festgelegt und irgendwie verköchert - man könnte manchmal meinen, Du möchtest hier irgendjemandes Nachfolge antreten.

LG

Persephone
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Alt 30.10.2012, 17:10   #13
Ex-zonkeye
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Auch Dir sei freundlich gesagt:
Zitat:
Ich bin hier so gut wie ausschließlich in Sachen Literatur unterwegs, Persephone. Wer oder was ich bin, wird Dir für immer verborgen bleiben. Es tut nichts zur Sache.
Bevor Du Dich sinnlos ereiferst, solltest Du Bezug auf das Thema nehmen. Wenn Du Dich nur an mir reiben möchtest, empfehle ich Dir den Chat. Dafür ist er eingerichtet.

lg z
Ex-zonkeye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 17:26   #14
männlich Desperado
 
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Danke, liebe Persephone,

aber lass man gut sein, der Zamperl hat doch keine blasse Ahnung, wovon er spricht und was er da so an Obskuritäten zusammenschreibt, sonst würd er's ja nicht machen, vielleicht wirklich eine Frage des Alters, vielleicht aber auch Ausdruck tiefer innerer Verletzung und Demütigung, der er mit manischer Rachsucht gegen alles und jedermann zu begegnen versucht, indem er um jeden Preis seine Überlegenheit demonstrieren muss... ich weiß es nicht und es braucht mich auch nicht zu kümmern.

Du siehst ja, was dabei rauskommt, wenn er sich zur Zeit -zumindest in seiner Wahrnehmung- recht gut auf mich eingeschossen hat, um aller Welt zu belegen, dass ich ein vorgestriger und halbdebiler Tattergreis bin und er ein aufstrebendes Talent mit dem nötigen Zeitgeist und Weitblick... und es scheint ihm bei seinem hoffnungslosen- weil mich nicht einmal peripher tangierenden- Unterfangen tatsächlich zu entgehen, dass er sich Mal um Mal als vorwitzig neunmalkluger Dreikäsehoch und schlecht erzogener Rotzlöffel egal welchen Alters und Geschlechts outet, der weder was zu sagen noch was zu bieten noch was drauf hat, was in irgendeiner Weise einer Erwiderung wert wäre oder eine ernsthafte Auseinandersetzung damit rechtfertigen würde.

Das ist alles nur leeres Wischiwaschi, weiter nichts, und noch dazu immer derselbe Schmarrn, wie Du ganz richtig erkannt hast. In diesem Falle scheint er garnicht genug zu bekommen davon, allen LeserInnen von Eintrag zu Eintrag vor Augen zu führen, dass es ihm schlicht an der nötigen Reife und Erfahrung mangelt, ein Gedicht wie dieses verstehen zu können, geschweige denn zu be- vielmehr verurteilen.

Als wüssten nicht längst alle, dass er noch feucht ist hinter den Ohren und grün um die Nase, aber er kann's einfach nicht lassen, seine spätpubertären Ergüsse auszubreiten, die ja bekanntlich an kein bestimmtes Alter gebunden sind- was mich nur deshalb ein wenig verwundert, weil er gleichzeitig den geradezu erbitterten Anspruch stellt, unbedingt ernstgenommen werden zu wollen... und mal ganz ehrlich im Vertrauen, wer bitte sollte denn seine selbstverliebten Wortspielchen und selbstgefälligen Polemiken um Himmels Willen ernst nehmen, der noch einen Funken gesunden Menschenverstand im Kopf hat?

Aber das rafft er nicht, will er nicht wahrhaben, nicht ums Verrecken, ich meine, was willst du da groß machen? Ohren auf Durchzug und labern lassen bis zum Abdrehen, sonst geht da nix mehr.

Aber trotzdem Danke für Deine Unterstützung, hat mich ehrlich gefreut!

Friedlichen Abend
Desperado
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Alt 30.10.2012, 17:45   #15
Ex-zonkeye
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Dem Thread lag ein Text zugrunde, in dem von einem Lyrich zum gemeinsamen Sterben aufgerufen wurde.

Auf Vorhalt Dritter wurde vom Autor eine Erläuterung nachgeschoben:
Zitat:
In Kriegsgebieten erleben Liebende das heute schon so, Weltuntergang ist immer irgendwo.
Erst da hab ich mich kritisch geäußert. Nicht zum Autor, wie dieser nun irrig annimmt, sondern zum Pathos und dem sondernbaren Aufruf.

Der Autor versuchte, seinen Text geschwind im Holocaust zu verorten und sich damit zu rechtfertigen, obwohl sein Gebräu dafür keinerlei Anhalt bietet.

Zu meinen sachlichen Stellungnahmen brauche ich nichts mehr zu sagen, sie sprechen für sich und für die Juden.

Dem sachfremden, persönlichen Anwurf, ich sei des Autors alter ego, bin ich literarisch begegnet und hab ihm empfohlen, sich ein anderes Mäntelchen zuzulegen.

Für persönliche Streitgespräche fehlen mir Zeit und Lust, da sie in der Sache nie weiterhelfen. Die dürft ihr ganz allein über mich führen.

lg z
Ex-zonkeye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2012, 18:30   #16
männlich Desperado
 
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Ich sagte es bereits, dass Du ein hoffnungsloser Fall bist, Zonkeye.

Ich denke mal, die muss es auch geben, damit andere daraus Hoffnung schöpfen können und sehen, wo einer so überall hinkommen kann, wenn er nicht aufpasst, um derlei tragischen Entwicklungen mit der nötigen Wachsamkeit begegnen und entsprechend gegensteuern können. Das hat schon alles seinen Sinn und Du, lieber Zonkeye, zweifelsohne Deine Berechtigung...

wenn die schriftlichen Hinterlassenschaften Deiner Erscheinungs- und Selbstdarstellungsform im Bezug auf meine Wenigkeit wenigstens nur ein kleines bisschen mein Interesse wecken könnten
-und Du könntest meinetwegen gern ein verkappter renommierter Schriftsteller, Kritiker, Herausgeber und Verleger sein, eine Kapazität und ein großer Name im Literaturbetrieb, ein allgemein anerkannter und gefürchteter Rezensist mit Medienpräsenz, glaubst Du denn wirklich allen Ernstes, dass das irgendeinen Unterschied machen würde für mich oder mich auch nur am Rande in meinem Urteilsvermögen und meiner absoluten Gleichgültigkeit Deinen Verlautbarungen gegenüber beeinträchtigen-
dann würd ich mich entsprechend damit beschäftigen, des darfst Du Dir versichert sein... aber den Gefallen kann ich Dir leider nicht tun- bei aller Wohlgesonnenheit und bei aller Liebe, doch das ist einfach zuviel verlangt- wirst Du sicher verstehn. In diesem Sinne, Zonkiboy, if you go your way I go mine.

Good night Irene, Irene goodnight, I'll see you in my dreams... ähm, sorry...

Good night!
Desperado
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Alt 30.10.2012, 18:59   #17
weiblich Persephone
 
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Ich möchte lieber gar nicht wissen, was passieren müßte, damit ich mich an Dir reiben würde...
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Alt 31.10.2012, 10:49   #18
männlich Desperado
 
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Zitat:
Zitat von Persephone Beitrag anzeigen
Ich möchte lieber gar nicht wissen, was passieren müßte, damit ich mich an Dir reiben würde...

Du kannst wenigstens noch lachen drüber, Persephone.

Es wird allmählich ermüdend. Seit Wochen versuch ich ihm klar zu machen, dass ich zwar große Achtung habe vor dem knochenharten und verantwortungsvollen Beruf des Cowboys, sogar mit einem befreundet bin, aber als freischweifender Desperado weiter nichts mit den Viehtreibern am Hut habe. Kommt nicht an...

Hätte er sich die Mühe gemacht, auch nur einem kleinen Teil meiner Federhut-Geschichten aufmerksam zu lauschen, wüsste er, dass das Buch mit dem theutschen Schreiberling und seinen liebenswerten Märchengestalten soviel zu tun hat wie Indianerschlächter Custer mit einem Helden, aber nicht mal das bringt er auf die Reihe, stattdessen will er mich ständig zu einem Adepten dieses zweifelsohne großen und schier unvergleichlich fantasiebegabten Geschichtenerzählers machen, von dem er noch nichtmal was hält, weil der ganz offensichtlich ein bisschen mehr drauf hat als er.

Das ist ungefähr so, als würd ich zu meinem Hausberg sagen, hör auf damit, die Rocky Mountains sein zu wollen, die schaut sich doch sowieso kein Mensch mehr an.

Und hier hat er geradezu verbissen versucht, ein harmloses Pärchen, dass sich in der äußersten Bedrohung eines vernichtenden Krieges an seiner Liebe festhält, mit wahnsinnigen Menschenmördern und deren hörigen Leibeigenen in einen Topf zu werfen, und wundert sich dann auch noch, wenn ich ihn in aller Höflichkeit frage: Sag mal, hast du sie noch alle?

Hätt ich's wirklich so gesagt, wär natürlich wieder ich der Böse, den Ärger kann ich mir echt sparen. Klar könnt ich sagen, hör mal Junge, du bist Luft für mich, aber das ist nunmal nicht meine Art, es wird jedoch immer schwieriger, ihm mit den Regeln von Vernunft und Anstand zu begegnen, irgendwie scheint ihm beides abhold, die Beiden kennt er garnicht, und sowas ist einfach ermüdend.

Vielleicht behandle ich ihn wirklich besser wie Luft, wenigstens solange er nicht geschnallt hat, auf welche Gefahr er sich da eigentlich einlässt, mir so zu kommen, allein in seinem eigenen Interesse... mal schaun.

Die Sonne scheint!
Desperado
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