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Alt 12.05.2011, 09:05   #1
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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Standard bushido & co.

Zitat:
Zitat von Schamansky Beitrag anzeigen
Bei Bushido und Konsorten geht überhaupt nichts mehr.
"bushido" ist zunächst ein pseudonym.
der rapper frequentiert mit seinen ghetto-texten eine ganz bestimmte klientel.
dieser klientel wird vermittelt, dass gewalt und drogen - fast wie selbstverständlich - den alltag jugendlicher beherrschen.

eine ähnliche historie - wie z.b. bei bushido - wird dem rapper eminem angedichtet, wobei man nicht das management, dass für die pr der künstler verantwortlich zeichnet, ausser acht lassen darf.

schon so mancher lebenslauf eines künstlers ist der fanbase wegen aufpoliert worden.
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Alt 12.05.2011, 09:32   #2
männlich Ex-Schamanski
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Zweifellos reden wir hier von Fabrikationen der Bewußtseinsindustrie. Der geht es allerdings weniger um Bewußtseinsbildung als um Rendite. Fabriziert wird, was am Markt absetzbar ist, und da ein Markt für Vulgärrap besteht, wird dieser Markt bedient durch Figuren wie Bushido, Sido, und wie sie alle heißen.

Es sind Trashprodukte für unintelligente, bildungsfreie und kritikunfähige Zielgruppen. Diese Zielgruppen sind real, die Produkte sind es nicht.

Zu Satirikers Leid sind diese und andere Trashprodukte kaum noch satirefähig. Die mediale "Realität" hat die Satire lange eingeholt.
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Alt 12.05.2011, 09:35   #3
Thing
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Bravo, Schamansky!
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Alt 12.05.2011, 10:26   #4
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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Zitat:
Zitat von Schamansky Beitrag anzeigen
Es sind Trashprodukte für unintelligente, bildungsfreie und kritikunfähige Zielgruppen. Diese Zielgruppen sind real, die Produkte sind es nicht.
der "zielgruppe" fehlt diese weisheit, erfahrung, weitsicht.

frag sie in 20 jahren und sie werden womöglich über sich selbst den kopf schütteln.

nur nebenbei: schon in den 80ern gab es trash, z.b. "da, da, da" von trio.
damals als neue deutsche welle deklariert. das minimalistische sowie anspruchslose fand auch seine fan-gemeinde.
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Alt 12.05.2011, 10:27   #5
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"Da Da Da" war ein Geniestreich!
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Alt 12.05.2011, 10:28   #6
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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Zitat:
Zitat von Schamansky Beitrag anzeigen
"Da Da Da" war ein Geniestreich!
finde ich auch.

"ich mach bubu, was machst du" fand ich auch gut.
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Alt 12.05.2011, 10:30   #7
männlich Ex-Schamanski
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Nee, das war Mist. Da wurde nur noch die dada-Kuh gemolken.

Der Vergleich taugt ohnehin nicht. Bei Trio war den Konsumenten klar, daß das Produkt nicht ernstzunehmen war und daß die Band ihre Produktion selber nicht ernstnahm.
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Alt 12.05.2011, 10:32   #8
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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kann ich mir gut vorstellen.
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Alt 12.05.2011, 10:35   #9
männlich Ex-Schamanski
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Äpfel und Birnen. Ach ja, Instrumente spielen konnten Remmler, Krawinkel und Behrens auch, trotz offensichtlicher Verweigerung.
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Alt 12.05.2011, 10:51   #10
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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weil das schon so lange zurückliegt, habe ich die mal gegoogelt.

du scheinst recht zu haben.
Ex-Sabi de Sombre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2011, 13:54   #11
männlich El Machiko
 
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Ort: bye the Godfarther! The God? the God!..... Father!
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Zuersteinmal müssen wir feststellen das ein Künstler eine Identität und eine Realität hat.

Die Identität beginnt damit das man als Jugendlicher bedingt durch sein Umfeld verschiedene, nicht immer schölne dinge erlebt. Meist werden solche erfahrungen in den Werken eines Künstlers reflektiert.
Als Bushido und Sido damnlas noch mit Aggro Berlin ins Rampenlicht tratt war das die Pionierzeit für Deutschen Strassen bzw. "Ghetto" Rap. Deutschen HipHop gab es schon vorher. Ich war zu dieser Zeit ungefähr 20. Mir viel auf und Gefiel vor allen Dingen an diesen Texten das es Deutsche Rapper gab die eine gleiche Sprache verwendeten wie wir unter unseren Kumpels. Und auch von dingen erzählen die mit denen wir uns Identifizieren konnten. Auf einmal war unser Alltag auch in texten zu hören. ( War arm auf drogen und drogenverkäufer und wuchs in einem Migrantenmileu auf)
Das erklärt auch den erfolg dieser Künstler. Der bedarf bestand schon lange. Nun wurde er befriedigt.
In Wahrheit haben die Rapper nicht die Strassen Kids, gewaltätig, Sexistisch und Assi gemacht, sondern wir haben den Rapp so gemacht.

Aber zu der Realität eines Künstlers gehört auch die Vermarktung eines Images. Grade in der heutigen Zeit wo der Markt und ein enormer Bedarf zwar vorhanden ist, der Markt allerdings nach dem Boom der ersten wellen an Strassen rappern extrem Übersätigt wurde, der Konkurrenzkampf unter den Künstlern umso verbissener.
Oft bleibt wenig spielraum auch zuzugeben das man gerne mal ein Picknik macht oder Shakespear lass.
Durch das Internet sind Charterfolge keine Lebenslängliche Finanzielle Basis mehr. Die verkaufszahlen sinken Jährlich drastisch. Aggro Berlin konnte noch aus den letzten einigermassen guten Zeiten der Musikindustrie schöpfen neue Strassenrapper wie z.b Kollega und Farid Bang werden trotz ausgezeichneter Szeneinterner Kritiken auch mit doppelt soviel alben nicht annähernd soviel verdienen können. Sie können demnach auch nicht auf dementsprechend großzügige PR- programme hoffen.
Wenn man Künstler sein und davon Leben will stellt sich also die Frage, ob man davon Leben und seine Zielgruppe bedienen möchte oder ob man Untergehen will.

Troz all dieser Umstände sind Rapper dennoch bemüht den Sozialschwachen Jugendlichen aus dessen Umstand sie einst selbst stammten ein wenig zu Zeigen das es auch bessere wege,als raub und dealereien gibt um mit dem Leben zurecht zu kommen. In die Enge gedrückt nehmen sie Trozdem ihre verantwortung für die Jugend war. Immer wieder werden gibt es vernsehsendungen wo sich die Künstler vorbildlich mit schwirigen Jugendlichen auseinandersetzen.
In Interviews wird in den letzten Jahren auich immer häufiger klar gemacht das es eine differenzierung zwischen der privatperson und der Künstlerischen identität gibt. Ein beispiel ist das ein Diss song veröffentlicht wird und ein rapper dem anderen mit gewalt droht und seine mutter beleidigt wird. Oft antworten rapper dan mit einem ähnlichen song, sagen aber in interviews das es darum ging das der andere Rapper sich durch diesen Buissness move eine bessere Position im Geschäft verschaffen wollte, und das er als gedisster rapper auch davon Profitire da er nun wieder gesprächstehma ist. Auf die frage ob er ihm den nun Physische geqwalt antun würde wird dann oft gesagt das er wohl nicht in seine heimatstadt fahren und ihn verprüggeln würde da das lächerlich wäre. Früher war das noch anders. Da wurde auf die Authenzität solch eines "Beefes" sehr viel Wert gelegt. Wer sich oft Interviews der Künstler ansieht müsste heutzutage sehr dumm sein, die Wahrheit nicht von der Show unterscheiden zu können.
Allerdings sei hier noch angemewrk durchaus immer noch wahre streits die auch in den Texten ausgetragenwerden bestehen. Das es aber zuz Gewaltätigen übergriffen kommt ist eine sehr sehr seltene ausnahme.
Ein Aspekt den viele Gegner des Strassenrapp gerne Übersehn ist das die Rapp Artisten eine enorme vielzahl an inhaltlich Positiven Liedern Produzieren in denen es unter anderem darum geht, sich zu wandeln und ein aufrichtiger, beständiger und Zielgerichteter Charakter zu werden der Bestimmte werte respektiert.

Als Beispiel dafür, da wir grade bei der person sind:

http://www.cshare.de/file/051eca34a1...r+Leid&lang=de
El Machiko ist offline   Mit Zitat antworten
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