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Sonstiges und Experimentelles Andersartige, experimentelle Texte und sonstige Querschläger.

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Alt 06.01.2012, 18:42   #1
weiblich TräneDesLebens
 
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Ort: Calden, Ehrsten
Alter: 23
Beiträge: 18

Standard Die Nacht

Die Nacht

Sie ist dunkel und pechschwarz ...
Die Stille erklingt in meinen Ohren ...
Ich lausche der Nacht ...
Ich schau in den schwarzen Himmel und meine Seele schreit ...
Sie schreit in die Nacht ...
WARUM?? ...
Meine Tränen fließen ...
Warum schreit sie?? ...
Was stimmt denn nicht?? ...
Es schmerzt in meinen Ohren ...
Ich falle zu Boden ...
Aus meinem Mund dringt ein lautes "Warum?" ...
"Warum ich?" ...
Doch ich sagte das nicht ...
Es war sie, meine Seele, die förmlich verblutete!! ...
Es tat so weh ...
Sie schrie und hörte nicht auf!! ...
Es war ein schriller Ton ...
Ich wusste nicht, warum sie schrie ...
Doch meine Tränen flossen ...
Ich wollte nicht weinen, doch dieser Schmerz ...
Er machte mich fertig ...
Aus meinem Mund kam wieder ein "Warum?" ...
Doch es war erneut nicht von mir ...
Es war meine Seele, die laut in mir schrie ...
Ich spürte ihren Schmerz ...
Und es tat weh ...
Weh, zu wissen, dass sie nicht mehr konnte ...
Ich sah keinen Ausweg ...
Doch es musste aufhören ...
Ich stand langsam wieder auf ...
Mit einem Gedanken, der mich nicht mehr losließ ...
Und als ich diesen Gedanken hatte, hörte sie plötzlich auf zu schreien ...
Es war so, als wolle sie, dass ich diesen Gedanken ausführe ...
Ich machte mich auf den Weg zur Küche ...
Mit der Einstellung alles zu beenden ...
Es kam mir vor, als hätte sie es gewollt ...
Ich stand in der Küche und dachte noch einen kurzen Moment nach ...
Ich ging zur Schublade und holte ein Messer heraus ...
Ich hörte nur noch wie meine Seele "Ja ... ja!" schrie ...
Ich wollte, dass alles aufhört, dieser Schmerz, dieser Hass...

... Ich ...

...

TräneDesLebens
06.01.2012
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Alt 06.01.2012, 19:21   #2
männlich Ex-Gamma
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Zum Inhalt: Vielleicht will Deine Seele dich als Sängerin, sie will um dich werben. Also, gut gemacht, nicht das Messer, den Stift.
Ex-Gamma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 19:32   #3
weiblich TräneDesLebens
 
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Beiträge: 18

ok ... danke, ich werd mal schauen was sich machen lässt
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 19:39   #4
männlich Ex-Gamma
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Zum Kommentar: Du musst nicht machen, SIE macht schon, Du musst gehorchen. Nur wenn Du willst.
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Alt 06.01.2012, 19:41   #5
weiblich TräneDesLebens
 
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Alter: 23
Beiträge: 18

Im Moment weiß ich noch gar nicht was ich will ...
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 19:50   #6
männlich Ex-Gamma
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Das ist gut, das ist der Moment, wo man beim Schreiben IHR zuhören kann, davon, was Du uns von Deiner Seele zu sagen hast.
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Alt 06.01.2012, 19:53   #7
weiblich TräneDesLebens
 
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Beiträge: 18

Aber wenn ich IHR zuhöre kommt nicht das Raus was ich hören will... eher Gefühle wie ich mich fühle und was alles in meinen Leben schief gelaufen ist....
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 19:54   #8
weiblich TräneDesLebens
 
Dabei seit: 01/2012
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Beiträge: 18

Und im Moment habe ich keine Ahnung was sie mir sagen will...
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 20:14   #9
männlich Ex-Gamma
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Dabei seit: 01/2011
Beiträge: 1.196

Zum Kommentar: Nur Geduld, sie wird sich schon wieder melden. Ein schönes Buch oder sonst was, das kann man gut überbrücken.
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Alt 06.01.2012, 20:15   #10
weiblich TräneDesLebens
 
Dabei seit: 01/2012
Ort: Calden, Ehrsten
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Beiträge: 18

Ok
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Alt 06.01.2012, 20:18   #11
männlich Ex-Gamma
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Dabei seit: 01/2011
Beiträge: 1.196

Zum Kommentar: Ich höre meiner Seele zu, das meiste, davon möchte ich nichts hören und nichts sehen. Trotzdem singe ich, ob das mir oder anderen gefällt, was sie mir sagt, das gilt.
Ex-Gamma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 20:20   #12
männlich Ex-Gamma
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Dabei seit: 01/2011
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Schief laufen ist der beste Weg zu einem guten Text.
Ex-Gamma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 20:40   #13
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
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Sehr guter Text.
Geht unter die Haut.
Hochemotional.
Du kannst es.



und...
Stifte sind toll. Gamma hat recht.

Irre Grüße
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2012, 22:36   #14
weiblich TräneDesLebens
 
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Beiträge: 18

Zitat:
Zitat von WeiblichUndIrre Beitrag anzeigen
Sehr guter Text.
Geht unter die Haut.
Hochemotional.
Du kannst es.



und...
Stifte sind toll. Gamma hat recht.

Irre Grüße
Danke das war mein 1.ster Text im Leben und ich Freue mich das er dir Gefällt
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2012, 02:14   #15
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.058

Errinnert mich ein wenig an meine ersten Textversuche.
Wenn das dein erster war, nur Mut!

Ich persönlich würde die "..." aber nicht allzu häufig benutzen.

Liebe Grüße
die Irre
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2012, 12:27   #16
weiblich TräneDesLebens
 
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Ja das wurde mir schon gesagt von Jack
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Alt 08.01.2012, 00:53   #17
weiblich Ex-Encki
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Beiträge: 424

Hallo TräneDesLebens,

sehr eindringlich und gefühlsstark beschrieben.
In mir schrie alles, als ich Dein Gedicht bzw. die Geschichte gelesen habe.

Du hast ein gutes Gefühl für den Spannungsbogen.
Das Ende ist klasse mit dem "... Ich ...".

Schreiben kann so befreiend sein, oder?
Also für mich ist das Schreiben (u.a.) wie ein Blitzableiter, damit ich nicht impodiere.
Und ich habe etwas geschafft, auf das ich stolz sein kann.

Liebe Grüße
Encki
Ex-Encki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 11:23   #18
weiblich Ex-MayraAlaria
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Hallo Träne

Ich muss mich den anderen Kommentaren anschließen!!

Und ich muss sagen, dass du mich wahnsinnig an meine eigenen ersten Versuche erinnerst ... allerdings war ich nicht von Anfang an so weit wie du, denke ich!


@ Encki ...
Meintest du wirklich
Zitat:
damit ich nicht impodiere.
. ?

Sollte das nicht eher impLodieren sein??
Wenn ich Müll rede, sag mir Bescheid!!



Liebe Grüße
M.A.
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Alt 08.01.2012, 16:42   #19
weiblich TräneDesLebens
 
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Hallo Encki

Ja da gebe ich dir Recht. Das schreiben Befreit mich schon auf eine Art und Weise

Doch ohne MayraAlaria wäre ich nie drauf gekommen... Sie hat mir erklärt das ich es mal ausprobieren soll und immer an mich geglaubt!


Liebe Grüße TDL °
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 17:08   #20
weiblich Ilka-Maria
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Ja, ja - es fließt und schreit. Irgend jemand wird schon so empfänglich und blöd genug sein, sich das Büßerhemd anziehen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 17:19   #21
weiblich TräneDesLebens
 
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Hallo Ilka

Da du ja schon mit änlichen Meinungen an Ecken gestoßen bist, und das nicht nur bei jungen Usern, würde ich an deiner Stelle deinen Kommentar noch einmal überdenken. Außer du möchtest wieder eine Endlosdiskussion anfangen.


Liebe Grüße

TräneDesLebens Und MayraAlaria
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Alt 08.01.2012, 17:21   #22
Thing
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Halli Hallo -

was kann in einem fünfzehnjährigen Leben denn schon alles schiefgelaufen sein?
Ich vermute, es geht um ein sehr persönliches Geschehen und nicht um den schulischen und häuslichen Alltag.

Ich fürchte, dieses "Stimmenhören" entspricht einem bestimmten unnostalgischen Befinden, das verbessert werden kann.
Auch die Zeit tut das Ihre.
Das läßt sich behandeln. Dann kannst Du die Messer wegwerfen.

TräneDesLebens:

Es ist ein aufschlußreicher Tagebucheintrag.
Für ein Gedicht halte ich es nicht.


LG
Thing
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Alt 08.01.2012, 17:24   #23
weiblich TräneDesLebens
 
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Hallo Romula

Wie ich eben auch schon an Ilka gesendet habe, ist es auch für dich an der Zeit, deine Einstellung bezüglich der jugen Generation zu überdenken.
Bitte vergiss die Diskussion damals mit Mayra nicht! Ich habe sie gelesen ...

Liebe Grüße

M.A. und TDS°
TräneDesLebens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 18:22   #24
weiblich Ex-MayraAlaria
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Hallo Thing

Entschuldige für mein/unser stürmisches Auftreten, allerdings habe ich in deinem Kommentar wieder einen starken Hauch ... eher eine Böe, der Überheblichkeit der letzten Diskussion erkannt!!

Zitat:
was kann in einem fünfzehnjährigen Leben denn schon alles schiefgelaufen sein?
Seufz ... ich denke mit diesem Thema sind wir doch durch oder??

Dass es kein Gedicht ist, damit hast du völlig recht! ... Das war auch nicht von der Autorin beanbsichtigt!

Liebe Grüße

M.A.

PS: Ich hab das "Ok" mich einzumischen!
Ex-MayraAlaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 18:23   #25
Thing
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Halli Hallo, TräneDesLebens -

Ich heiße Thing.
Ich habe nichts zu überdenken.
Ich kommentiere Gedichte, nicht die dahinterstehenden Personen/Dichter/Dichterinnen, die ich nicht kenne.

Auch interessiert es mich nicht, ob die Träne und Mayra eine Personalunion bilden oder zwei verschiedene User sind.

Mich interessieren die Texte.
Persönliches bleibt dem "small-talk" vorbehalten.


LG
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 18:37   #26
weiblich Ex-MayraAlaria
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Ich war zwar nicht online, hab aber mitgelesen ... die letzte Zeit ..

Daher brauchst du nicht zu meinen, ich sei ahnungslos!


LG
M.A.

PS: Auch wenn dus nicht wissen willst ... wir sind 2 User ...
Ich fungiere lediglich als ihre Patin um sie hier schadlos einzuführen
Ex-MayraAlaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 18:44   #27
Thing
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Das, liebe Mayra,

ist aller Ehren wert und macht Dich mir noch sympathischer.
Wir standen ja einst auch auf recht freundschaftlichem "Fuß".

LG
Thing


Ich werde mich aber hüten, im Tränenfaden noch einmal zu kommentieren!
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 19:03   #28
weiblich Ex-MayraAlaria
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Thing, ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Kommentar positiv oder negativ auffassen sollte.

Wenn man einmal bedenkt, dass wir am Ende ein relativ zerrüttetes Verhältnis zueinander hatten, sage ich mal.

LG
Mayra
Ex-MayraAlaria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 19:10   #29
Thing
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Was sicher an meiner puristischen Sichtweise lag.
Lassen wir es doch dabei :
Ich halte mich fern.

LG
Thing
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Alt 08.01.2012, 19:13   #30
männlich Ex-Jack
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Ich finde Romulunte sollte aufgrund ihrer fantastischen Auffassungsgabe einmal kräftig gelobt werden.
In all ihrem Scharfsinn vermutet sie:
Zitat:
Für ein Gedicht halte ich es nicht.
Bemerkenswerter Kommentar!
Insbesondere hier in der Rubrik "Geschichten und sonstiges Textwerk" unter "Sonstiges und Experimentelles".

Ein absolut schafsinniger Kommentar ist wieder einmal dieser:

Zitat:
was kann in einem fünfzehnjährigen Leben denn schon alles schiefgelaufen sein?
Dies ist wohl eine äußerst gelungene Formulierung, die den nicht grade kommoden Zustand des LIs treffend beschreibt:

Zitat:
Ich fürchte, dieses "Stimmenhören" entspricht einem bestimmten unnostalgischen Befinden, das verbessert werden kann.
Man könnte jetzt versuchen dem Pinguin das Fliegen beizubringen, aber ich denke, alle sind gut beraten, die Unverbesserbare in ihrer Welt zu belassen, denn:

Zitat:
Ich habe nichts zu überdenken.
Ex-Jack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2012, 20:20   #31
männlich Ex-Jack
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Dabei seit: 05/2011
Beiträge: 955

Hallo TräneDesLebens,

da hast Du ja einen beeindruckenden Text geschrieben!

Für einen Erstling ist das sehr gut, Du hast ein gutes Gefühl für die sich aufbauende Spannung, die Du zum Ende hin auf ihren Siedepunkt treibst und (und das ist einer der genialen Punkte hier in Deinem Text) den Leser dann mit der NICHTAuflösung der Situation einfach sitzen lässt:
Wir wissen nicht, wie es ausgeht und befürchten das Schlimmste, wenn nicht etwas zur Rettung der Seele und damit des Lyrischen Ichs (LI) unternommen wird oder geschieht.
Das LI ist die Person, der das in Deiner Geschichte passiert, die Person, von der Du sprichst.
Wir sprechen deswegen davon, weil ja nicht automatisch die Schreiberin mit der erzählten Figur übereinstimmt, denn ansonsten müssten wir ja bei jedem Krimi die Polizei rufen...
Es hat auch deswegen den Vorteil, dass, wenn zum Beispiel irgendwelche Kommentare von leeren Hülsenfrüchten kommen, Du durch solche nicht persönlich verletzt wirst, es geht "nur" um die Person in Deiner Geschichte, nicht um Dich persönlich.

Zunächst fällt Dein Text durch die äußere Form auf:
Einzelne Zeilen durchbrechen immer wieder den Lesefluss, zwingen zum spannungsreichen von Zeile zu Zeile hangeln und die steten Gedankenpunkte spannen den Leser durch den sich ergebenden immer weiter anhaltenden Ton, als handelte es sich bei dem ganzen Text um einen einzigen Satz.
Dennoch bringt genau dieser Griff den Leser manchmal raus, weil es zuviel des Guten ist und bei einigen Stellen ein Punkt oder ein Komma die Spannung wieder leicht abflauen lassen um sie (Du kannst es Dir wie in einer aufwärts führenden Spirale mit kleinen Unterbrechungen vorstellen) erneut stärker durch die Wiederholung aufzubauen.

Du könntest Deinen Text noch stärker eindampfen, ihn zusammenschrumpfen
zu lassen, dadurch kann er an Intensität gewinnen.
Es ist immer gut erstmal einen Text so runterzuschreiben, damit man die Geschlossenheit seines eigenen Gedankens behält und nicht irgendwo, weil man immer verbessert, zwischendrin den Faden verliert.
Dann beginnt die Arbeit an dem Text.
Man liest ihn am nächsten Tag nochmal durch und kann zum Beispiel gucken:
Was kann ich streichen, ohne dass mein Text zusammenfällt?
Es ist wie bei einem Jenga-Turm, der sieht am Tollsten aus, je mehr zwischendurch rausgenommen wurde und trotzdem noch steht!

Vielleicht experimentierst Du auch in verschiedenen Darstellungsformen des Textes, mit Unterbrechungen und Absätzen.

(Das alles, was ich schrieb, sind Möglichkeiten der Textarbeit, kein MUSS oder SOLLTE! Du kannst den Text auch so lassen und immer so schreiben, es sind nur Anregungen!!!)

Um Dir etwas zu zeigen, bin ich mal so frech und ändere lediglich Satzzeichen und füge Absätze ein und streiche ein bisschen herum, nur damit Du siehst, was man machen könnte. Wie gesagt, kannst Du ja mit Deinem Text machen, was Du willst.
Du könntest auch ein klares Gedicht daraus machen!
Zum Beispiel so:

Die Nacht

dunkel und pechschwarz
ein schriller Ton
ich spürte ihren Schmerz
meine Seele "Ja"
und holte ein Messer heraus

Ich hab jetzt hier einfach nur ein paar Satzfetzen aus Deinem Text geholt und ein schlüssiges und komprimiertes, VERDICHTETES Gedicht ist dabei herausgekommen. Dem Leser, der die Geschichte nicht kennt, erschließt sich hier durch diese Andeutungen beinahe die komplette Geschichte, durch die Verkürzung entsteht eine ESSENZ Deines Textes, als würde man eine Suppe (die ja viel Wasser enthält) immer weiter einkochen, bis schließlich nur noch die geschmackgebenden Teile darin sind, dass Wasser aber fort ist und sich jeder selbst so viel Wasser dazu tun kann, wie es ihm selbst schmeckt.
Also ist ein Gedicht eine Art Brühwürfel!

Hier nochmal ein größerer Textversuch:



Die Nacht

Sie ist dunkel und pechschwarz.
Die Stille erklingt in meinen Ohren...
Ich lausche der Nacht.
Ich schau in den schwarzen Himmel und meine Seele schreit!
SIE schreit in die Nacht...
WARUM??

Meine Tränen fließen.
Warum schreit SIE??
Was stimmt denn nicht??
Es schmerzt in meinen Ohren...

Ich falle zu Boden.
Aus meinem Mund dringt ein lautes "Warum?"!
"Warum ich?"...
Doch ICH sagte das nicht...
Es war SIE! Meine Seele, die förmlich verblutete!!
Es tat so weh...
SIE schrie und hörte nicht auf!!
Es war ein schriller Ton!
Ich wusste nicht, warum SIE schrie.
Doch meine Tränen flossen...

Ich wollte nicht weinen, doch dieser Schmerz,
er machte mich fertig.

Aus meinem Mund kam wieder ein "Warum?".
Doch es war erneut nicht von mir...

Es war meine Seele, die laut in mir schrie!
Ich spürte ihren Schmerz!
Und es tat weh!
Weh,
zu wissen, dass SIE nicht mehr konnte.

Ich sah keinen Ausweg.
Es musste aufhören.
Ich stand langsam wieder auf
Mit einem Gedanken,
der mich nicht mehr losließ ...

Und als ich diesen Gedanken hatte, hörte SIE plötzlich auf zu schreien.
Es war so, als wollte SIE,
dass ich diesen Gedanken ausführe!
Ich machte mich auf den Weg zur Küche mit der Einstellung, alles zu beenden.

Es kam mir vor, als hätte SIE es gewollt!
Ich stand in der Küche und dachte noch einen kurzen Moment nach.
Ich ging zur Schublade und holte ein Messer heraus...
Ich hörte nur noch wie meine Seele "Ja! Ja!" schrie...
Ich wollte, dass alles aufhört, dieser Schmerz, dieser Hass...

... Ich ...

...


Ich hoffe, die beiden Beispiele haben Dir gezeigt, welche Möglichkeiten eine Textverbesserung eröffnen.
Du könntest jetzt daran gehen und die beiden Möglichkeiten kombinieren, dann schaffst Du ein tolles Kunstwerk, davon bin ich überzeugt!

Aber selbst so war das Lesen Deines Textes beeindruckend.
Mach weiter! Du kannst was!

Liebe Grüße,
Jack
Ex-Jack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2012, 19:57   #32
weiblich Ex-Encki
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Dabei seit: 06/2011
Beiträge: 424

Hallo Mayra,

Zitat:
Sollte das nicht eher impLodieren sein??
Ja sicher. Ich hab das "L" vergessen zu tippen.
Aber Du könntest es natürlich auch so deuten:
Zitat:
Also für mich ist das Schreiben (u.a.) wie ein Blitzableiter, damit ich nicht impodiere.
... damit mir nicht der A... platzt.


Liebe Grüße
auch an Dich, liebe Träne
Encki
Ex-Encki ist offline   Mit Zitat antworten
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