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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 16.11.2018, 11:35   #1
weiblich Mohrel
 
Benutzerbild von Mohrel
 
Dabei seit: 11/2018
Beiträge: 98

Standard Verbannung

Königsmutter im Exil,
Langeweile schafft Kalkül;
der Muße überdrüssig scheint
Erwartung mit dem Zwang vereint.

Majestätlich blaues Blut,
des Thronnachfolgers lodernd Glut,
zwingt Selbstbestimmungs höchstes Gut
zu dem der Hoffnungslosen Mut.

Thron besetzend schielend Blicke,
Fäden ziehend Zufalls Stricke;
zufällig auch der Moment,
in dem der Hochmut Umsicht hemmt.

Erhaben glänzend herrlich Haar,
das Haupt erhoben hochstreitbar,
erlaubt der Sonne nicht den Schein
und stirbt letztendlich ganz allein.
Mohrel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.11.2018, 20:05   #2
gummibaum
 
Dabei seit: 04/2010
Alter: 66
Beiträge: 10.858

Liebe Mohrel,

das Gedicht scheint mir ein Experiment mit der Form zu sein, was zu Trick und Selbstüberlistung gut passt. Die Substantivierungen und Partizipien schnüren den Inhalt aber sehr ein und erschweren sein Verstehen. Ich würde daher etwas mehr Verben, die die Endung einer handelnden Person tragen, verwenden.

Des Königs Mutter treibt ihr Spiel
mit dem Kalkül auch im Exil.
Die Muße hilft ihr, wie es scheint
und schon sind Zwang und Ziel vereint...

Gern gelesen.
LG gummibaum
gummibaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.11.2018, 00:41   #3
weiblich Mohrel
 
Benutzerbild von Mohrel
 
Dabei seit: 11/2018
Beiträge: 98

Hallo gummibaum,

Danke, dass du mein Gedicht gelesen hast!

Um Selbstüberlistung geht’s darin nicht, aber das Verwirrende war durchaus
beabsichtigt.

Liebe Grüße
Mohrel ist offline   Mit Zitat antworten
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