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Alt 21.07.2018, 11:59   #1
männlich DrKarg
 
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Standard Faustische Kränkungen

Faustische Kränkungen


In den modernen Medien finden sich mehr und mehr faustische Kommunikanten: Der Mensch als eigenwilliger Schöpfer seiner selbst, ausgedrückt in seinem Umgang mit Sprache und Wort. Dieser Personenkreis unterscheidet sich – so meinen sie selbst - von Dampfplauderei, bei der es um Unterhaltung, um Kurzweil, um Entspannung und Kurzinformation geht.
Die faustischen Kommunikationsformen auch in den Kommentaren, bei denen der Mensch sich sogar der Weltdeutung überlegen zeigt, sehen den Menschen im Netz als Hüne, der sich gewaltig und ohne Beschränkung einbringt, um seine Präsenz zu zeigen. Doch können dabei nicht wenige Faustische Kränkungen offenbar werden. Welche Faustischen Kränkungen kann man da unterscheiden?

1. Selbstkränkung
Menschen, die sich selbst nicht lieben, können auch Mitmenschen nicht wirklich lieben. Oft sind sie in Selbstkränkungen und Komplexen gefangen und wissen nicht, wie sie sich daraus befreien können.
Sprache kann dabei eine Hilfe sein. Jedoch ist der Introvertierte in echter Not, weil er das Sprechen meist nicht erlernen konnte. So sind die Stammelnden eigentlich unsere Schwestern und Brüder, denen Hilfe so nötig wäre, doch sehen wir oftmals nicht, dass sie Hilfe brauchen.
Leichter fällt uns das bei Rede- und Sprechfreudigen. Aus jedem zweiten Satz springt uns schon entgegen, wo die Selbstängste stecken, sich zur Selbstkränkung aufgebäumt haben und ein glückliches Dasein verhindern. Wo die Selbstkränkungen den Grad der Destruktion oder gar der Zerstörung/Selbstzerstörung erreichen, wäre professionelle Hilfe anzuraten.

2. Sozialkränkung
Je mehr Fremde in einem Gastland Aufnahme finden wollen, desto mehr muss sich der Gastgeber, die Gastgeberin anstrengen, um das Fremde zu verstehen. Nur wer verstanden hat, entgeht der Kränkung! Das kann dann zur Herkulesarbeit am eigenen Bewusstsein werden, wenn die Lebensnormen der Ankömmlinge sich von denen der Gastkultur unterscheiden oder ihnen gar diametral entgegenlaufen. Dann kann es zu üblen Kränkungen auf beiden Seiten kommen.
Es kann Begegnung helfen, jedoch nur, wenn nicht eine der beiden Lebensformen sich der anderen Lebensform als fundamental überlegen sieht. Wo dies der Fall ist, muss mit schwrsten Sozialkränkungen gerechnet werden, die möglicherweise als unauflösbar ins aktuelle Lebenfeld hineinwirken und faire Begegnungen verhindern.

3. Gotteskränkung
Sind Menschen nur sich selbst gegenüber verpflichtet oder stellen sie ihre eigene Religion über alle anderen Glaubensüberzeugungen, kommen sie ohne Kränkungen gegenüber Mitmenschen kaum aus. Damit kränken sie Gott, der doch den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat, wie das Christentum es beschreibt. Wie aber soll der Mensch Gottes Ebenbildnis sein und bleiben, wenn er sich nicht tolerant verhält?
Gibt es einen Schöpfergott, so kann der das nicht zulassen und wird den Sündenbegriff für den Menschen wählen: Der Mensch ist sündhaft und kann nur durch die Barmherzigkeit und Gnade Gottes aus dieser Sündhaftigkeit befreit werden, sofern er an diesen Schöpfergott glaubt, ihn seine Untaten reuen und er Gott nicht frevelhat schmäht.
Wo Menschen sich über Gott stellen und/oder ihre Religion nur als Waffe gegen andere Religionen oder Mitmenschen missbrauchen, lästern sie der eigenen Gottheit und kränken damit nicht nur die Gottheit, sondern auch sich selbst.
Wo Menschen an keinen Gott glauben, müssen sie dennoch lernen, Gläubige zu dulden und ihnen eine angemessene Glaubensausübung zu ermöglichen.
Wenn der Mensch selbst sich über alles und jeden erhebt, kann die Menschheit nur in der Barbarei enden.


©Hans Hartmut Karg
2018

*
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Alt 22.07.2018, 16:51   #2
Thing
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Was ist der Unterschied zwischen Gott und Gottheit?

Im Übrigen:
Nur wirklich aufgeklärte Menschen werden Fremden aufgeschlossen und ohne Vorbehalte gegenüberstehen.
Wären die Migranten Touristen:
Wie ausgebreitet wären die Arme!

BG
von
Thing
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Alt 22.07.2018, 19:13   #3
männlich Ex-Eisenvorhang
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"Nur wirklich aufgeklärte Menschen werden Fremden aufgeschlossen und ohne Vorbehalte gegenüberstehen."

Das kann ich so nicht stehen lassen, Thing.

Wirklich Aufgeklärte werden tolerant aber trotzdem vorsichtig sein, weil sie differenzieren können.

Ich persönlich habe Angst vor Radikalität.

Unterschied? Wer glaubt, hat vergessen was Selbstwert heißt.
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Alt 23.07.2018, 00:56   #4
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Nur wirklich aufgeklärte Menschen werden Fremden aufgeschlossen und ohne Vorbehalte gegenüberstehen.
Vernunft mag einiges bewirken, dennoch: Der Vorbehalt gegenüber allem Fremden gehört zu den Urängsten der Menschheit. Fremdenangst war von jeher überlebenswichtig, deshalb ist es schwierig, mit Vernunft und besserem Wissen dagegenzusteuern. Aufklärung und Vernunft vermögen eher Ängste zu schüren. Kleine Kinder kennen nämlich keine Fremdenangst, ihnen ist egal, welche Hautfarbe ein Mensch hat, welche Sprache er spricht, ob seine Haare rot oder schwarz sind usw. Das ändert sich mit den Jahren, wenn diese Kinder im Sozialisierungsprozess "aufgeklärt" werden.
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Alt 23.07.2018, 08:30   #5
Thing
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Kleine Kinder kennen nämlich keine Fremdenangst, ihnen ist egal, welche Hautfarbe ein Mensch hat, welche Sprache er spricht, ob seine Haare rot oder schwarz sind usw. Das ändert sich mit den Jahren, wenn diese Kinder im Sozialisierungsprozess "aufgeklärt" werden.
Als nach dem Krieg die Trecks mit v.a. Ostpreußen im Restdeutschland ankamen, wurden sie empfangen und zumindest in zugeteiltem Wohnraum geduldet.
Es gab keine Sprachbarriere.
Als die Rußlanddeutschen nach Glasnost und Perestroika in Massen angeschwemmt wurden, gab es so gut wie keine Sprachbarrieren (ein Akzent bildet nicht wirklich Mißverständnisse).

Was jedoch an Flüchtlingen aus Nicht-EU-Ländern - sprich Afrika -kommt, hat mit uns kaum etwas gemein - die Sprach- und Schriftbarriere trennt sie von uns eine tiefe Kluft.
Das m u ß ja bei beiden eine Angst auslösen.
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Alt 23.07.2018, 08:38   #6
weiblich Ilka-Maria
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Ich verstehe den Bezug zu meinem zitierten Beitrag nicht. Darin geht es um kleine Kinder, die noch völlig unbedarft sind. Sie lassen sich nch von ihrer Neugier leiten, und irgendwie klappt die Kommunikation immer.
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Alt 23.07.2018, 08:56   #7
männlich Ex-Eisenvorhang
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Das ändert sich mit den Jahren, wenn diese Kinder im Sozialisierungsprozess "aufgeklärt" werden.
Du meinst, wenn die Kinder in die Normalität erzogen werden?
(vgl. Birkenbihl)


"Sind Menschen nur sich selbst gegenüber verpflichtet oder stellen sie ihre eigene Religion über alle anderen Glaubensüberzeugungen, kommen sie ohne Kränkungen gegenüber Mitmenschen kaum aus. "

So ein Schwachsinn. Das ist im höchsten Maße individuell! Ich kenne so viele Menschen und die meisten davon, die Christen sind, sind die größten Sünder!

Der bekennende Gottlose von nebenan, lebt die zehn Gebote, ist sich aber nicht im Klaren wie er lebt.

Toleranz impliziert immer einen Widerstand, nämlich das man etwas duldet. Konträr steht die Akzeptanz.

Ich finde das immer total amüsant. Die Drohungen!
Der mächtige Gott und der unbedingt notwendige Glaube. Wenn Du nicht glaubst, passiert das und das.
Was ich nicht schon alles gehört und gelesen habe.
Der Hit war jemand aus einer evangelischen Gemeinde: "Wenn Du nicht mit uns in die Gemeinde gehst, kommst Du in die Hölle".

Wie kann man Glauben und Religion (ich schließe den Buddismus aus, den mag ich) ernsthaft respektieren, wenn die "Leeren" von Manipulation vollkommen durchzogen sind und nur Menschen ansprechen soll, die schwach genug sind, eben ihren zehnten Teil des Geldes an die Kirche zu stiften.

Kirche funktioniert mit Menschen, die ihre Mündigkeit bei der Geburt abgegeben haben und wird von Menschen geleitet, die erkannt haben, dass Kirche Macht bedeuten kann.

vgl. Jonestown etc.

Und das Schlimme ist, dass man verlangt, "lasst uns in Ruhe, toleriert uns".
Die Gläubigen aber durch die Straßen ziehen und einen in unendlich lange und sinnfreie Diskussionen ziehen "Warum es besser wäre, dann doch zu konvertieren".

In meinen Augen hier wird einseitige Akzeptanz gefordert, denn die Kirche kann genausowenig Unglauben dulden wie Ungläubige Christen.

So ist das nunmal.



vlg

EV
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Alt 23.07.2018, 09:00   #8
Thing
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Ich verstehe den Bezug zu meinem zitierten Beitrag nicht. Darin geht es um kleine Kinder, die noch völlig unbedarft sind. Sie lassen sich nch von ihrer Neugier leiten, und irgendwie klappt die Kommunikation immer.
Genau ds meinte in meinem Beitrag, hab ich wohl nicht deutloch genug gemacht.
Aus Kindern werden Leute.
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Alt 23.07.2018, 09:02   #9
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
... Glauben und Religion (ich schließe den Buddismus aus, den mag ich) ...
Wundert mich nicht. Der Buddhismus ist noch nie eine Religion gewesen, sondern eine Ethik und Philosophie ohne Gott. Jeder Mensch kann ein Buddha werden.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.07.2018, 09:14   #10
Thing
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Zitat:
Zitat von DrKarg Beitrag anzeigen
Faustische Kränkungen

Mensch im Netz als Hüne, der sich gewaltig und ohne Beschränkung einbringt, um seine Präsenz zu zeigen.

©Hans Hartmut Karg
2018

*
Auf einer der Frankfurter (am Main) Brücken steht die Bronzefigur eines Jünglings, der sein Netz einholt (oder auswirft).
Wunderschön, ich hab seinetwegen so manche Stunde dort verbracht.

Mir wäre es sehr recht gewesen, wenn Du Namen genannt hättest.
So ist das für mich ein Rundumschlag mit einem Schwamm.

LG
von
Thing

mit Gruß an die "Frankfurterin".
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Alt 23.07.2018, 10:18   #11
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Standard Re: Faustische Kränkungen

Liebe Dichterfreunde,
hier habe ich nur wenige Kränkungen genannt, die mir selbst begegnet sind.
Natürlich löst die Begegnung mit Fremdem/Fremden Urängste aus. Aber es sind Ängste, die dann zu beseitigen sind, wenn die Begegnung auf gleicher Ebene stattfindet und kein Dominanzgehabe ausgelebt wird.
Als mein Vater noch lebte, erzählte er mir von einem Vorkommnis in seiner Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Es gab kaum etwas zu essen. Damit die Gefangenen überhaupt ihre Mägen beruhigen konnten, schnipsten vorzugsweise farbige US-Soldaten ihre noch viel zu langen Kippen über die Zäune des Gefangenenstraflagers. Und immer wieder mal brachte einer einen Benzinkanister mit, öffnete ihn am Hang und stieß ihn um, so dass das Benzin unter dem Zaun hindurch lief und die Gefangenen ihre Feuerzeuge wieder mit Benzin füllen konnten, um auch bereits erloschene Zigarettenstummel zuende rauchen zu können.
Und in den fünfziger Jahren begegnete ich selbst farbigen US-Soldaten, die uns wohlwollend mit Essbarem versorgt haben. Manchmal waren sogar Schnapsbohnen dabei!
Wie sieht die Begegnung mit Menschen heute aus, die Asyl- und Gastrecht bei uns erhalten und aus ihrer Notlage heraus gern auch erhalten sollen, wenn sie die Gastkultur als schwächlich begreifen, die Christenreligion mit ihrer Nächsten- und Feindesliebe kategorisch ablehnen und nur ihre eigene Herkunftsreligion als dominant und überlegen ansehen?
LG
HHK
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Alt 23.07.2018, 13:40   #12
Thing
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Zitat:
Zitat von DrKarg Beitrag anzeigen
Liebe Dichterfreunde,
Wie sieht die Begegnung mit Menschen heute aus, die Asyl- und Gastrecht bei uns erhalten und aus ihrer Notlage heraus gern auch erhalten sollen, wenn sie die Gastkultur als schwächlich begreifen, die Christenreligion mit ihrer Nächsten- und Feindesliebe kategorisch ablehnen und nur ihre eigene Herkunftsreligion als dominant und überlegen ansehen?
LG
HHK
Die Amerikaner spielten die Hauptrolle bei der Befreiung der Deutschen.
Nur allzugern haben die die amerikanische sprache erlernt.

Asylsuchende Migranten sprechen in der Mehrzahl nicht deutsch. Noch nicht.
Und sie haben eine ganz andere Schrift, das ist nicht gerade verbindend.
Da muß dann die Integration ansetzen.
Aber die Flüchlingsfrage ist ein sehr heikles Thema.

LG
von
Thing
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Alt 23.07.2018, 14:35   #13
weiblich Ilka-Maria
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Den Vergleich mit den Alliierten Besatzungsmächten mit der heutigen Flüchtlingsfrage halte ich für unpassend. In Deutschland waren die meisten Menschen froh, dass das Nazi-Regime zu Ende war und man wieder zu Essen bekam. Das galt auch für andere europäische Länder, in denen die Menschen des Krieges wegen hungerten, ganz schlimm z.B. in England. Außerdem brachten die Alliierten keine Verrückten nach Deutschland mit, die aus ideologischen Gründen Attentate verübten. Eine Rolle beim Umgang der Deutschen mit den Besatzungsmächten spielte auch, dass der Kapitalismus, der Individualismus und die Abkehr von den christlichen Kirchen noch nicht so ausgeprägt war wie heute und die politischen Parteien klare, voneinander abgegrenzte Programme und Ziele hatten. Das machte den Alltag sicherer, weil jeder wusste, wo sein Platz war.

Heute sind wir nicht die Empfangenden, neu Aufbauenden, sondern die Gebenden, die in Jahrzehnten des Friedens und eines inzwischen ausufernden Kapitalismus einen gewissen Besitzstand erworben haben und sich schon deswegen verpflichtet fühlen, Flüchtlingen zu helfen - natürlich, da wir inzwischen die EU haben, zusammen mit anderen Staaten. Ob Flüchtlinge tatsächlich deswegen, ihr Leben retten zu müssen, indem sie in ein anderes Land ziehen, auch noch gezwungen sein sollen, sich die Sprache und Kultur dieses Landes anzueigenen, sehe ich als strittigen Punkt. Sie können nichts dafür, dass in ihren Ländern Krieg herrscht, haben aber das Recht auf Leben.

Das ist erstmal eine grundsätzliche Feststellung. Natürlich haben wir eine Menge Probleme, wenn Menschen aus Kulturen zu uns kommen, die mit der unseren nicht in Einklang zu bringen sind, erst recht, wenn diese Kulturen keine Trennung von staatlichen und religiösen Gesetzen kennen und, wie in heutiger Zeit, reaktionär sind. Das Hauptproblem ist die Reislamisierung, die, begonnen im Iran, inzwischen in der Türkei angekommen ist und jetzt quasi auf Westeuropa übergreift. Weshalb diese Reislamisierung überhaupt stattfindet, ist von zahlreichen Islam-Experten bereits ausführlich dargelegt worden, deshalb will ich hier nicht weiter darauf eingehen, denn es würde den Rahmen sprengen. Tatsache ist, dass zu viel Toleranz das Problem nicht lösen wird.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2018, 10:27   #14
männlich DrKarg
 
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Standard Re: Faustische Kränkungen

Liebe Ilka-Maria, liebe Thing, liebe Dichterfreunde,
tatsächlich wird zu viel Toleranz das Problem nicht lösen. Wo Duldsamkeit nur als Schwäche missverstanden wird, kann es diesbezüglich keine Lösung geben.
Wir müssen schon auch Erwartungen von u n s e r e r Seite aus einfordern, wenn wir wirklich eine Integration positiv und human schaffen wollen und unsere Gesetze nicht als Fußabstreifer missbraucht werden sollen.
Herzliche Grüße und Dank EUCH!
H. H. Karg
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