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Alt 16.09.2018, 15:38   #1
weiblich bloomy
 
Dabei seit: 09/2018
Alter: 28
Beiträge: 1

Standard Verloren in meiner Stärke

Kein einziges Wort, dass meine Gefühle beschreiben kann.
Kein einziges Gefühl, dass mein wahres Leiden hervorbringen kann.
Obgleich schlimmeres geschieht, das Gefühl bleibt.
Das Fehlen der Anerkennung meines Wesens.
Bei jedem Verlust meiner Achtung mir selbst gegenüber, verliere ich die Hoffnung geachtet zu werden. Wo stehe ich?
Verloren in der Hölle meiner eigenen Gedanken und Ängste.
Ich kann die Ketten nicht brechen. Verloren in der Oberflächlichkeit der Menschen. Verachtung tiefster Gefühle. Ein atemberaubender Zustand.
Atemberaubend, weil ich so nicht leben kann.
Atemberaubend, weil ich mich nirgends zuhause fühle.
Atembrauabend, weil ich mich niemanden zugehörig fühle.
Atembrauabend, weil meine Vergangenheit mich in meiner Zukunft einholt.
Atemberaubend, weil ich mich selbst nicht mehr lieben kann.
Die perfekte Konstellation des Lebens, von der meine Mitmenschen träumen, die Hölle für mich ist. Versiegelt in einem Träger der endlosen Hoffnungslosigkeit. Ich bereue meine nicht endende Energie zu besitzen.
Nichts erschüttert diese Kraft in mir. Ich wünschte es gäbe eine Grenze für meine unsterbliche Kraft zu kämpfen. Mein Kampfgeist, ein selbstloses aufopferndes, mitmenschliches, großherziges, sich selbst zerstörendes Seelgut. Ich hasse es! Ich will aufgeben. Ich will mein Leid raus schreien. Ich will zerstören. Vernichten. Weil ich es nicht akzeptieren kann. Es fällt mir schwer. So schwer. Jede Träne, die ich für all das verloren hab, verfluche ich bis in die tiefsten Ozeane. Die Ketten: Meine Familie, meine Freunde, zusammengefasst meine Verantwortung. Die Verantwortung, die ich nicht mehr tragen will. Ich will aufgeben. Menschen sagen oft, dass sie nicht mehr können und am Ende sind. Ich sage es auch. Aber mein Zustand scheint Welten von deren Zustand entfernt zu sein. Es hört einfach nicht auf. Wie kann ich aufgeben. Wie kann ich aufhören stark zu sein. Wie viel Leid, wie viele herzbrechende Momente, Ereignisse muss ich noch aufnehmen, bis mein Geist letztendlich zusammenbricht? Wie weit muss ich noch graben, um endlich sterben zu können? Ich weiß schon gar nicht mehr wie man schwach ist. Wie fühlt sich das an? Bin ich gerade schwach? Wenn ja, warum geht der Kampf dann immer noch weiter? Ich suche Antworten in dem Himmel der Träume. Ich suche nach Zeichen. Ich suche und suche seit Wochen, Monaten, Jahren. Verloren im Teufelskreis meiner Ängste, meiner offenen Fragen, meiner Unsicherheiten, meines Wissen, meiner Erfahrungen? Ich frage euch - ich bin verloren in dem Qual meiner Gedanken - ich suche einen Zufluchtsort - ich finde ihn nicht - wie komme ich da wieder raus?
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Stichworte
angst, gedankenkreisen, stärken

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