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Zeitgeschehen und Gesellschaft Gedichte über aktuelle Ereignisse und über die Menschen dieser Welt.

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Alt 03.09.2019, 20:43   #1
männlich Wortklauber
 
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Ort: Österreich
Beiträge: 217

Standard Völker, die...

Völker die sich überschätzen
An anderen den Schnabel wetzen
Ständig mit dem Säbel rasseln
Schnell den Weltfrieden vermasseln.

Propaganda schürt das Feuer
Entwickelt sich zum Ungeheuer
Gezündelt wird ohne Verstand
Der Funke wird zum Flächenbrand.

Hass nimmt die Gewalt zur Braut
Jeder dem anderen misstraut
Latente Ängste vor dem Fremden
Dann in Wahnvorstellung enden.

Mobil gemacht und aufmarschiert
Und das Kriegsrecht proklamiert
Eingeteilt in Freund und Feind
Wird geschossen und geweint.
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Alt 03.09.2019, 21:08   #2
weiblich Ilka-Maria
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Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 22.207

Zitat:
Zitat von Herbert K. Beitrag anzeigen
Völker die sich überschätzen
?

Völker überschätzen sich nicht, sondern Individuen. Das Unheil beginnt, wenn sie an die Macht kommen. Das Volk, über das sie herrschen, sind die Leidtragenden. Auch die Mitläufer, denn wenn der Herrscher scheitert, scheitern sie mit ihm und mit ihnen ihre Familien und Freunde. Ein Herrscher, der sich überschätzt, wirkt wie ein Flächenbrand, und dann wird der Krieg nicht mehr an den Fronten ausgetragen, sondern in den Städten und Dörfern. Die Bevölkerung wird "demoralisiert". Man muss genau über dieses Wort nachdenken, denn allgemein versteht man darunter "entmutigt". In Wirklichkeit werden die Menschen ihres moralischen Denkens und Handelns beraubt. Sie werden zu Tätern, denn es geht um das nackte Überleben: Der Soldat zieht einem verwundeten Kameraden die Stiefel aus, ein Mann stiehlt einem Greis die Brotration, eine Frau prostituiert sich, um ihren Ehemann vor dem KZ zu bewahren, eine Mutter trennt sich von ihrem Kind, das zu seiner Sicherheit aufs Land geschickt wird.

Nicht die Mobilmachung, das Aufmaschieren und der Kampf an der Front sind die wahren Schrecken des Krieges. Es ist dieser Flächenbrand, der sich über den beteiligten Ländern ausbreitet und Bevölkerungen in Trümmern und Hunger ums Überleben kämpfen lässt.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.2019, 01:55   #3
männlich Wortklauber
 
Benutzerbild von Wortklauber
 
Dabei seit: 08/2019
Ort: Österreich
Beiträge: 217

Mein Dank deinem ausführlichen Kommentar.

Ich wollte von einem globalen Standpunkt aus betrachten und meinte nicht unterdrückte Einzelstaaten, in denen Krieg und Elend herrschen.
Vor allem diese religiös-politischen Risikoländer als Ganzes haben meines Erachtens die Macht den Weltfrieden zu gefährden. Ideologien machen eben nicht an der Grenze Halt. Sie können zum Flächenbrand werden und radikale Überzeugungen führen schnell zum Krieg. Dafür kennt die Zeitgeschichte zumindest ein schreckliches Beispiel.

LG HERBERT
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Alt 04.09.2019, 13:27   #4
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 11.284

was Ilka anmerkte stimmt völlig, Herbert -

die völker werden indoktriniert, belogen, manipuliert und erfüllen damit indirekt die pläne der machthaber. siehe den idioten johnson in GB und den wirren trump in den USA. tief sitzende emotionen werden motiviert und nehmen klare gestalt im denken an. ich lernte FRIEDRICH HACKER in L.A. kennen und las auch seine buch AGRESSION. das ist zwar ein wenig themenentgleitend aber am ende haben wir in all diesen situationen - wie wir sie aktuell tagtäglich via die medien wahrnehmen - nichts anderes als die motivation zur agression und die instrumentalisierung von feindbildern.

was mich am text ein wenig stört sind die inversionen.

vlg
r
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kriegstreiber, risiko länder, verblendung

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