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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 29.05.2005, 15:40   #1
Silent Winter
 
Dabei seit: 04/2005
Beiträge: 224

Standard Stille

Stille um uns herum.
In uns, an uns,
neben uns, bei uns,
durch uns.

Schweigend starrend strahlt
die drückende, duftende
Sonne so seicht
auf uns
Herab?

Wir
spüren Strahlen schwerer Seelen,
sehen schwere Strahlen spüren,
durch uns
Hinaus?

Luftig leise lamentiert
wandernder Wind wogenvoll
streichelt sanft
bleischwerer Blumen Blätter
an uns
Vorbei?

Schlaftrunken der Nacht
schwebt würdevoll nun
auf klapprigen Flügeln

her von Tagen, von Nächten
hin zu Wochen, zu Jahren
fernab von Glück und von Trauer
nah an Weite und Heim

der Wind durch mein Haar
durch mich.

--

Ich bin etwas im Konflikt mit mir, ob es nun hierher oder in das Gefühlswelten Forum gehört. Wasimmer, jetzt ist es hier.

So, etwas ganz neues. Bei weitem nicht mein Stil - eigentlich. Aber einen versuch war es wert und irgendwie mag ich es.

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Silent Winter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2005, 16:05   #2
Excalibur
 
Dabei seit: 05/2005
Beiträge: 9

Ich sag mal ein Verb wie es mir vorkommt:
Wortgewaltig.

Du verwendest sehr schöne Wörter, welche sehr verschlungen in sich diesen Text zusammenbinden. Was mir nicht gefällt ist die Schwierigkeit den Text zu verstehen. Allerdings vergisst man die Tatsache wenn man den Text konzentriert auf sich eingehen lässt. Gefällt mir.
Excalibur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2005, 16:11   #3
Silent Winter
 
Dabei seit: 04/2005
Beiträge: 224

Die Frage nach dem Inhalt ist natürlich eine gute.
Eigentlich ist es nur eine Situationsbeschreibung, Gedankenbeschreibung.
Unter vielen und doch allein, das zumindest, sagt das Ende.
Ich als Autorin kann das Geschriebene ja nicht wirklich objektiv beurteilen, aber ich hatte die Intention eine gedrückte aber trotzdem irgendwie leichte Atmosphäre aufzubauen. Auf der einen Seite wehmütig, unter anderem wehmütig zurückblickend, auf der anderen zu... lässig, locker. Flattrig, irgendwie. Und mit Hoffnung in die Zukunft sehend. Das ganze eigentlich nur an der Natur orientiert und festgemacht.
Äh... kann das irgendwer nachvollziehen?
Silent Winter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2005, 20:32   #4
Kayoko
 
Dabei seit: 09/2005
Beiträge: 40

Das Gedicht gefällt mir sehr gut. Klar, es ist etwas schwer, das Geschehnis nachzuvollziehen, aber gerade das macht das Gedicht ja auch irgendwie mit aus. Es ist schön, denn man kann sich danach erst mal einen Kopf darum machen
Kayoko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2011, 08:44   #5
männlich Ex-Gamma
abgemeldet
 
Dabei seit: 01/2011
Beiträge: 1.196

Zum Text: "Der Wind durch mich", noch nie gehört, wunderbar.
Ex-Gamma ist offline   Mit Zitat antworten
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