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Alt 20.05.2009, 21:53   #1
angels tears
 
Dabei seit: 05/2009
Ort: grömitz
Alter: 26
Beiträge: 8


Standard mein erster roman

Gericht der Götter

Litith hatte die Augen Geschlossen und konzentrierte sich auf die Geräusche ihrer Umgebung. Das tat sie schon seit Stunden. Der Raum in den die Götter sie Eingesperrt haben war Weiß, Kalt und leer. Das Weiß tat ihr in den Augen weh und bereitete Litith Kopfschmerzen. Deshalb lauschte sie. Vergebens so leer wie dieser Raum war so still war er auch, kein Geräusch drang durch die unüberwindbaren, Magisch versiegelten, weißen Wände dieses Ortes. Doch Plötzlich vernahm Litith ein tapsen. Langsame zögerliche Schritte. Ja, dass hört sich menschlich an. Dachte sie Amüsiert.
Und sie täuschte sich nicht, ein kleiner Junge durchbrach die Magiebarriere. Ein grelles Leuchten kündigte ihn an, dann ein riss in dem sonst so makellosen Weiß der Wände und der Junge schlüpfte behändig aber unsichren Schrittes durch. Langsam, fast in Zeitlupe erhob Lilith sich. Das Lange, dicke, schwarze Haar fiel ihr in Wellen über die Schulter und reichte bis hinab zur Hüfte. Nichts in ihrem scheinbar Makellosen Gesicht rührte sich außer die vollen blutroten Lippen die sich zu einem spöttischen grinsen verzogen. „ Hast du Angst“ fragte sie mit sanfter, beruhigender Stimme, die Augen noch immer geschlossen Aber Lilith musste ihre Augen nicht öffnen um zu wissen, dass der Junge sich fürchtete. Sie roch seine Angst, sie spürte wie die Angst jede Faser des Jungen einnahm. Lilith genoss nichts mehr als die Panik ihrer Opfer zu spüren. Es erregte sie ganz einfach.“ Nein“ antwortete er, es sollte fest und furchtlos klingen mutmaßte sie, doch es klang schwach. Lilith öffnete nun ihre Augen und blickte den Jungen hungrig an. Er war klein reichte ihr kaum bis zur Hüfte und untersetzt, seine Augen waren von einen trüben Braun und seine Haare von einem verwaschenen Blond. Er ist höchstens acht was hat er verbrochen das die Götter ihn mir zum Fraß vorwerfen. Sie kniete sich vor ihn hin und nahm seine zitternden braunen Hände in die ihren. Lilith versuchte den Jungen in die Augen zu blicken doch dieser hielt seinen Blick starr auf den glatten, weißen Boden gerichtet. Sie haben ihn also gewarnt, bevor sie ihn ins Verderben geschickt haben. „ Wie Zuvorkommend“ Beendete sie Laut ihren Gedankengang. „ Ich soll di.. ähh ihnen oder Euch“? Stotternd brach er ab scheinbar verunsichert ob er sie wie eine Edeldame, eine Göttin oder wie die Gefangene, die sie war behandeln soll. Lilith seufzte genervt, sie hatte keine Zeit nach zu lange herumzuspielen, sie hatte Hunger und musste in den Gerichtsaal. Ihre schneeweißen Finger umfassten sein Kinn und zwangen ihn, ihr in die Augen zu sehen. Anfangs wehrte der Mensch sich noch aber als sie ihn erstmal in ihren Bann gezogen hatte, wechselte sein Gesichtsausdruck von entsetzt zu zufrieden. Nun sah Lilith in dem Gesicht des Jungen nur noch Liebe und Zuneigung. „ Wie ist dein Name Mein süßer“? fragte sie mit schmeichelnder Stimme. „Mein Name ist Jack“ antwortete dieser mit einem lächeln.
Lilith erhob sich und lief im Raum auf und ab wie ein Tiger im Käfig. „Kann ich irgendwas für euch tun, meine Herrin“? Tja jetzt bin ich voll doch die Göttin. Lilith versuchte liebevoll zu lächeln und das unangenehme Gefühl auszutrocknen zu ignorieren.
„ Jack weißt du ich werde bald sterben“ sagte sie mit geheuchelter Trauer. Ihre roten Augen fixierten ihn wie eine Löwin ihre Beute. „ Wieso, Herrin“
„Weil ich verhungere“ die Antwort kam ruppiger als sie sollte. „ Außer wenn irgendein mutiger Mann sein Leben Opfern würde um meines zu Retten, aber wer bloß, …Wer“
Lilith fasste sich in gespielter Dramatik an die Wange um dort eine Imaginäre Träne fortzuwischen. „ Herrin ich werde euch Retten“ Jack sprang mit Jugendlichen Enthusiasmus vor und sah sie abwartend an. Lächelnd trat sie auf ihn zu. „ Schließ deine Augen“ wisperte sie. Jack schloss die Augen in freudiger Erwartung einem Heldentod zu sterben. Doch was er nicht wusste war das der Tod der ihn erwartete keineswegs heldenhaft war, sondern armselig. Selbst Schafe haben einen ehrenvolleren Tod, Denn nichts ist schlimmer als der Tod einer willenlosen Marionette. Lilith berührte sanft die Wange des Jungen, dann passierte etwas dass Jack niemals erwartet hätte. Das Antlitz der schönen Frau veränderte sich, Das seidige schwarze Haar färbte sich binnen Sekunden Rot und die eben noch blauen Augen die so tief zu sein schienen wie das Meer an dem er mit seiner Familie gelebt hatte, bevor die Götter ihn zu sich holten wich einen toten, grausigen Weiß, das kein Leben, keine Gefühle in sich trug.






so daran schreib ich grade würde mich über kritik freuen
eure angels tears
angels tears ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2009, 21:12   #2
männlich ChaosG
 
Benutzerbild von ChaosG
 
Dabei seit: 05/2009
Ort: Fürstenfeldbruck
Alter: 23
Beiträge: 211


Zitat:
Zitat von angels tears Beitrag anzeigen
“ Nein“ antwortete er, es sollte fest und furchtlos klingen mutmaßte sie, doch es klang schwach.
Das dort oben ist meine Lieblingstelle in deiner Geschichte. Ich finde,die Geschichte klingt gut, doch am Anfang ähnelt sie sehr dem Buch "Bartimäus" . Und es fehlen einige Kommas (ich möchte nicht klingen wie ein Haarspalter, doch mit ausreichend Kommas ließt sich ein Text einfach flüssiger )
ChaosG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2009, 22:20   #3
angels tears
 
Dabei seit: 05/2009
Ort: grömitz
Alter: 26
Beiträge: 8


ja ich habs nicht so mit Kommas, oh ich wusste nicht das meine Geschichte so klingt. ich habe das buch nämlich noch nicht Gelesen,das ist mir jetzt aber Peinlich freut mich aber das es dir Gefällt.
angels tears ist offline   Mit Zitat antworten
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