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Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy.

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Alt 11.04.2019, 19:54   #1
weiblich Unar die Weise
 
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Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.723

Standard Unsichtbar

Eine kleine Kuhle in der Daunendecke,
ganz am Rand des Federbettes.
Daneben schlummert eine Katze.
Ein edles Tier,
doch auch ein fettes.

Fünf Linien drücken sich ins Fell.
Ist es eine Kinderhand?
Ich sehe nichts.
Und steh daneben, bin gebannt,
beobachte das Ganze.

Ich bleibe wohl nicht unbemerkt;
der Abdruck, er verschwindet.
Die Daunenfedern bauschen auf.
Am Bettenende windet
sich ein Blatt von einer Pflanze.
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Alt 11.04.2019, 23:18   #2
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
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Beiträge: 10.599

servus -

noch vor dem schlafen gehen: texte dieser art - egal ob sie metrisch perfekt sind (ich kenne mich dabei 0,00 aus) sind genau das was man in einem literaturforum braucht. neue sichtweisen und betrachtungspunkte. völlig weg vom standard der üblichen 0-8-15 texte. und du bist neben der handvoll menschen die man gerne liest ein autorin die neues beschreibt und damit eine bewegung verursacht. auf eine andere art als etwa unser GH oder Klaatu. Heinz ist und bleibt ein klassiker bringt aber immer mehr experiment in seine perfektion...etc...etc. damit will ich auch etwas anderes erwähnen: eine winzige reihe von TexterInnen wie AL schreiben nicht selten erstklassiges material. nur ich habe bei manchen metaphern probleme. man wirft mir dann vor, ich hätte einfach nicht genug fanatsie oder wäre metaphern-blind. ich wage es dagegen zu sprechen. meine fantasie ist ausreichend um einiges zu verstehen. du bist in der lage fanatsievoll...aber klar zu schreiben. das ist kostbar.

gute nacht
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 04:46   #3
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.723

Für dieses große Kompliment, herzlichen Dank, liebes Ralfchen.
Metrisch ist mein kleines Werk sicher nicht perfekt.
Ich glaube kein Einziges meiner Gedichte ist es.
Ich hab mich dran gewöhnt.
Das kann ich eben einfach nicht.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 07:57   #4
weiblich DieSilbermöwe
 
Benutzerbild von DieSilbermöwe
 
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Liebe Unar,

Zitat:
Metrisch ist mein kleines Werk sicher nicht perfekt.
Ich glaube kein Einziges meiner Gedichte ist es.
Ich hab mich dran gewöhnt.
Das kann ich eben einfach nicht.
Das glaube ich nicht, dass du das nicht kannst. Ich habe auch ziemlich lange gebraucht, bis ich das mit der Metrik und dem Rhythmus verstanden habe.

Ich habe dir jetzt extra ein Gedicht von Ilka herausgesucht, bei dem und bei der nachfolgenden Diskussion es bei mir "Klick" gemacht hat.
Vielleicht hilft es dir ja auch:

http://www.poetry.de/showthread.php?...ht=Quintessenz

Zu deinem Gedicht: eine kleine ungereimte Kostbarkeit, die einen seltenen Moment einfängt und den Leser mitnimmt.

LG DieSilbermöwe
DieSilbermöwe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 11:14   #5
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
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Vielen Dank, liebe Silbermöwe, für Zuspruch und Beispiel.
Ich muss mich mal wieder damit beschäftigen.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 11:50   #6
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
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Beiträge: 1.155

Liebe Unar,

schon gestern haben mich Deine Zeilen sehr angesprochen, weil sie so plastisch bildhaft sind und eine geheimnisvoll zarte Stimmung bei mir hinterließen.
Heute lese ich sie nochmals und muss mich als dumm outen.

Ich verstehe nicht, was den Abdruck wie von einer Hand hinterlassen hat und dann wieder verschwunden ist.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 12:33   #7
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.723

Standard Hallo AlteLyrikerin.

Das Gedicht beschreibt die Begegnung zwischen mir und dem Geist eines Kindes.
Ich freue mich über das Interesse an meinen Zeilen.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 18:16   #8
männlich AndereDimension
 
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Dabei seit: 06/2009
Beiträge: 3.344

Hallo Unar

das ist eine unheimliche...aber auch liebenswürdige Geschichte-mindestens so liebenswürdig wie Du selbst...

Das sage ich dir Auge in Auge und bei einem Glas Rotwein...nachdem Du mir die Geschichte erzählt hast. Und ich meine das dann auch so...wie ich es sage.

Aber...und dieses Aber will ich dir nicht unterschlagen...als Lyriker betrachte ich deine Geschichte anders...interessiert mich deine Wortwahl und wie du deine Worte anordnest...auch wie du sie be-ver-tonst. Und unter diesem Gesichtspunkt habe ich heute leider kein Foto für dich

Ich mache dir jetzt keine Verbesserungsvorschläge...markiere dir aber jene Stellen...die mir nicht gefallen.

Eine kleine Kuhle in der Daunendecke,
ganz am Rand des Federbettes.
Daneben schlummert eine Katze.
Ein edles Tier,
doch auch ein fettes.

Fünf Linien drücken sich ins Fell.
Ist es eine Kinderhand?
Ich sehe nichts.
Und steh daneben, bin gebannt,
beobachte das Ganze
.

Ich bleibe wohl nicht unbemerkt;
der Abdruck, er verschwindet.
Die Daunenfedern bauschen auf.
Am Bettenende windet
sich ein Blatt von einer Pflanze.

Bei Bedarf sage ich dir auch gerne warum ich gerade diese Stellen markierte- will dir aber zunächst mal die Chance und die Zeit geben deine Zeilen selbst zu überdenken.


Gruß, A.D.
AndereDimension ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.04.2019, 20:00   #9
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.723

Lieber AnDi,
erstmal freue ich mich, dass ich dir wohl sympathisch bin.
Das ist doch schon was.
Dann bedanke ich mich für dein Interesse und deine Kritik.
Zu guter Letzt, würde ich mich über weitere Erklärungen freuen.
Nur so ist ja verständlich, was und warum dies nicht gefällt.
Ob ich dann jedoch im Stande bin, dass Gedicht zu verbessern, weiß ich nicht.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2019, 21:02   #10
männlich Heinz
 
Benutzerbild von Heinz
 
Dabei seit: 10/2006
Ort: Hilden, NRW
Beiträge: 5.122

Liebe Unar,
zum Inhalt will ich hier nichts sagen. Vielmehr meiner tiefsten Erschütterung Ausdruck verleihen, der entstand, als ich von Deiner angeblichen Unkenntnis hinsichtlich von Versfüßen las. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, Dein Gedicht zu ver-ixen. Dabei stellt sich heraus, dass Du sehr wohl ein Gefühl für Takt und Rhythmus hast.
Zwar wechseln Deine Verse vom Trochäus (betont - unbetont = Xx) zum Jambuis (unbetont - betont = xX) - darüber kann man trefflich streiten oder es sein lassen -, aber innerhalb der Verse hältst Du den Takt (den Versfuß) strigent ein. Wenn Du es „regelmäßig“ haben willst (nebenbei: Was Du auch willst - ich gehorche),
reichen minimale Änderungen aus. Ich habe das veränderte Gedicht drunter gesetzt.



Eine kleine Kuhle in der Daunendecke,-------XxXxXxXxXxXx
ganz am Rand des Federbettes.---------------XxXxXxXx
Daneben schlummert eine Katze.-------------xXxXxXxXx
Ein edles Tier,-----------------------------------xXxX
doch auch ein fettes.-------------------------- xXxXx

Fünf Linien drücken sich ins Fell.--------------xXxXxXxX
Ist es eine Kinderhand?------------------------XxXxXxX
Ich sehe nichts.---------------------------------xXxX
Und steh daneben, bin gebannt,---------------xXxXxXxX
beobachte das Ganze.--------------------------xXxXxXx

Ich bleibe wohl nicht unbemerkt;--------------xXxXxXxX
der Abdruck, er verschwindet.------------------xXxXxXx
Die Daunenfedern bauschen auf.---------------xXxXxXxX
Am Bettenende windet--------------------------xXxXxXx
sich ein Blatt von einer Pflanze-----------------XxXxXxXx.

Die kleine Kuhle in der Daunendecke---------xXxXxXxXxXx
ist ganz am Rand des Federbettes.------------xXxXxXxXx
Daneben schlummert eine Katze - ------------xXxXxXxXx
ein edles Tier - ---------------------------------xXxX
doch auch ein fettes.---------------------------xXxXx

Fünf Linien drücken sich ins Fell,-------------xXxXxXxX (Aussprache:Linjen)
Vielleicht von einer Kinderhand?--------------xXxXxXxX
Ich sehe nichts.--------------------------------xXxX
Und steh daneben, bin gebannt,--------------xXxXxXxX
beobachte das Ganze.-------------------------xXxXxXx

Ich bleibe wohl nicht unbemerkt;-------------xXxXxXxX
der Abdruck, er verschwindet.-----------------xXxXxXx
Die Daunenfedern bauschen auf.--------------xXxXxXxX
Am Bettenende windet-------------------------xXxXxXx
sich nur ein Blatt von einer Pflanze.-----------xXxXxXxXx

Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2019, 22:15   #11
weiblich Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.723

Ich dachte ja, AnDi ginge es auch ums Versmaß, weil er ja schrieb, dass er drauf achtet, wie ich be- und vertone.
Aber, laut Heinz sind ja nicht all die Zeilen, die AnDi markierte in diesem Sinn verkehrt.
Nu weiß ich halt nicht, worums ihm ging.
Er schrieb ja noch von Wortanordnung.
Aber ich finde meinen Syntax in Ordnung.
Naja, vielleicht erfahren wirs ja noch.


An Heinz...
Da hast du dir aber Mühe gemacht. Das freut und ehrt mich.
Ich hab wohl mehr Glück, wenn ich mal was annehmbar hinbekomme.
Deine Verbesserungen sind super. So erkenne ich das auch an.
Ich bin aber echt froh, dass meine Fassung schon okay ist.
Schade, dass du nix zum Inhalt sagst, hätte mich auch interessiert.
Ich will jedoch nicht undankbar und fordernd sein.
Deine Mühe ist mehr als ich erwarten darf.
Vielen Dank.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2019, 02:05   #12
männlich Vers-Auen
 
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Standard Verdichtung

Liebe Unar,
ich würde es wie folgt verdichten.

Eine Kuhle in der Daunendecke,
am Rande des Federbettes
schlummert ein Prachttier,
es ist eine dicke Katze.

Sehe fünf Linien im Fell,
wie eine Kinderhand.
Ich ahne nichts
und beobachte
wie gebannt
das Ganze.

Ich bleibe nicht unbemerkt,
der Abdruck schwindet.
Die Daunenfedern
bauschen auf.
Am Bettenende
windet sich ein
Pflanzenblatt.

LG
Vers-Auen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2019, 11:36   #13
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
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Beiträge: 4.723

Vielen Dank, für deine Version, lieber Herr der Vers-Auen.
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
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katze, kind, unsichtbar

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