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Humorvolles und Verborgenes Humorvolle oder rätselhafte Gedichte zum Schmunzeln oder Grübeln.

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Alt 18.03.2019, 07:11   #1
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Standard Im dunklen Tann

Ein Jäger harrt im dunklen Tann
auf was, das er entjungfern kann.
Da raschelt es in seiner Näh
und er vernimmt ein leises „Mäh“.

Das Lämmchen sieht des Bösen Blick,
es will so schnell es geht zurück.
Der Unhold reißt an Hos und Jacken
und packt dem Wollkind an die Backen.

Doch sein Gemächt zuckt hin und her,
der greise Jäger kann nicht mehr.
Das Lämmchen blökt vor Heiterkeit
und hat sich kurzerhand befreit.

Dem Jägersmann verebbt der Saft,
sein Piller schrumpft in Dunkelhaft.
Er hätt das Lamm gern perforiert,
stattdessen hat er sich blamiert.

Er schlüpft verzagt in Jack und Hos,
da plötzlich lacht das Lämmlein los:
„Geh heim, du exaltierter Wicht,
auch richtig bumsen kannst du nicht!“
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Alt 18.03.2019, 15:23   #2
männlich Ralfchen
 
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Dabei seit: 10/2009
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Alter: 72
Beiträge: 10.606

SERVUS -

einfach köstlich. herzlich gekichert. so sollte eine textarbeit sein.

WOODY ALLEN hätte seine wahre freude daran. erinnere mich an den movie: Everything You Always Wanted to Know About Sex* (*But Were Afraid to Ask) indem GENE WILDER dem alten griechischen bauern das süsse schaf ausspannt. die einzige frage die ich habe: seit wann halten sich winzige schafe oder lämmer im dunklen wald auf? das sind doch wiesen- bzw. herdentiere.

VLG
RCHEN
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2019, 12:22   #3
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Auch ein Schaf will mal alleine sein.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2019, 13:02   #4
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.606

Zitat:
Zitat von Nöck Beitrag anzeigen
Auch ein Schaf will mal alleine sein.
hm ja - das könnte schon mal sein. erinnert mich an einen freund, er hatte hauptberuflich einen parfümeriekette in wien und betrieb auf seinem land-wohnsitz in klosterneuburg-kierling eine schafzucht. es waren dunklebraune schafe, wie wir sie noch nie gesehen hatten. hatten mal fleisch von Erwin bekommen - nur das war einfach zu lammig. die tiere ernährten sich nur von gras. ja das war lustig. als die beiden mal gemeinsam ihren geburtstag feierten - Henny war 40 und Erwin 50...schenkte ich ihnen eine SATOON...der auch auf die schafe bezug nahm:

https://up.picr.de/35311070ns.jpg

schrieb auch mal einen text dazu...SCHÄFERSTÜNDCHEN A LA CARTE

http://www.poetry.de/showthread.php?...ferst%FCndchen

https://up.picr.de/24493718no.jpg

Geändert von Ralfchen (19.03.2019 um 14:52 Uhr)
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2019, 19:50   #5
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Sorry, aber ich sehe mir schon lange keine Pics mehr an.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 08:09   #6
weiblich DieSilbermöwe
 
Benutzerbild von DieSilbermöwe
 
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Alter: 56
Beiträge: 3.979

Klasse Gedicht, lieber Nöck!

Ich habe mich köstlich amüsiert.

LG DieSilbermöwe
DieSilbermöwe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 17:41   #7
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Es freut mich, liebe Silbermöwe, dass mein Gedicht dir gefällt.

Hüte dich vor dem dunklen Tann und schlüpfe zu Karneval nie in ein Lammkostüm!

Ich danke dir und sende liebe Grüße
Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 17:46   #8
männlich andaristan
 
Dabei seit: 07/2015
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Alter: 23
Beiträge: 358

Cool, dass Du das Wort Tann verwendest, lieber Nöck
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 20:15   #9
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
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Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.606

du weisst von wem er das hat lieber A.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 20:23   #10
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Zitat:
Zitat von Andaristan
Cool, dass Du das Wort Tann verwendest, lieber Nöck
Das hat ja neben vielen anderen Dichtern schon Christian Morgenstern verwendet:


Das Häslein - Morgenstern Christian

Unterm Schirme, tief im Tann,
Hab ich heut gelegen,
Durch die Zweige rann
Reicher Sommerregen.


Schön, dass es dir gefällt, lieber andaristan.

Liebe Grüße
Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 20:48   #11
männlich andaristan
 
Dabei seit: 07/2015
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Beiträge: 358

Ich hab es in meinem "der letzte Gäle" auch verwendet, aber eher zufällig und in anderem Kontext.
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 20:52   #12
männlich andaristan
 
Dabei seit: 07/2015
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Beiträge: 358

Dass das Gedicht Ähnlichkeiten mit einem von Ralfchens Werken hat, wusste ich nicht. Tann gefällt mir als Wort. Oder Forst, Hain ... Wald liest man doch dauernd.
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:00   #13
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Ja, ich habe mich von seinem Werk inspirieren lassen, aber ich ziehe es nicht durch den Kakao, so wie er es immer wieder mit Gedichten (als sogenannte "Antonymos") seiner Mitpoeten hier im Forum macht.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:10   #14
weiblich Ilka-Maria
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Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.746

Zitat:
Zitat von andaristan Beitrag anzeigen
Dass das Gedicht Ähnlichkeiten mit einem von Ralfchens Werken hat, wusste ich nicht. Tann gefällt mir als Wort. Oder Forst, Hain ... Wald liest man doch dauernd.
Zwischen Tann, Hain und Wald gibt es aber deutliche Unterschiede. Ein Autor sollte nicht einfach nur des Wohlklangs wegen zwischen diesen Wörtern wählen, sondern den Begriff nehmen, der am treffendsten zu dem Bild passt, das er darstellen will.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:25   #15
männlich andaristan
 
Dabei seit: 07/2015
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Beiträge: 358

Ich schätze mal Hain ist eher gepflegt und lieblich, Tann ein dunkler Nadelwald und Forste legt man aus Wirtschaftsgründen an. Ich weiß, dass die Begriffe nicht ein und der selben Sache entsprechen, mir gefällt das Wort Tann trotzdem gut, ich kann mir nicht helfen.
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:31   #16
männlich Plutino
 
Dabei seit: 02/2019
Beiträge: 397

Zitat:
Zitat von Nöck Beitrag anzeigen
Das hat ja neben vielen anderen Dichtern schon Christian Morgenstern verwendet
Du zweckentfremdest den Morgenstern für Nadelbaumpflege, anstatt ihn in den Rucksack des Lämmchens zu packen. Deswegen der technische Nöck-Out. Hätte ich das vorher gewusst, wär ich ins Kino gegangen.
Plutino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:31   #17
männlich Nöck
 
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Beiträge: 1.936

Zitat:
Zitat von andaristan
mir gefällt das Wort Tann trotzdem gut, ich kann mir nicht helfen.
Es assoziiert u.a. Dunkelheit, Einsamkeit und Geheimnisvolles - und es klingt poetisch.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.05.2019, 22:41   #18
männlich andaristan
 
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Eben!
andaristan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2019, 00:08   #19
männlich Ralfchen
 
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es klingt poetisch und vermittelt das bild eines finsteren geheimnisvollen waldes. daher war es - das wort - auch in dieses moritatgeschehen eingebaut. das wort heller tann wird man nie lesen, weil es ein falsches irreführendes adjektiv wäre. es gibt ja die trilogie GLÜCK UND ELEND IM TANN mit zwei sehr sehr grausamen folgen auf den ersten text. und was nöck schreibt ist grundsätzlich nicht belegbar: ich kopiere keine gedichte und lehne mich - ebenso selten - wie er, allerdings an texte anderer, die mich erstaunen oder belustigen und ich schreibe dann antonymos - wie ich sie nenne, die genau oder fast genau das gegenteil des als opfer gewählten textes zum ausdruck bringen...bespiel:

Sie stand da, nackt wie Gott sie schuf
und lauschte Vater Nöckchens Ruf.


ralfchens potentielles antonymo:


Sie lag fast bis zum Arsch verhüllt,
drum hatt' auch goddchen nicht gebrüllt.


vlg
r

Geändert von Ralfchen (03.05.2019 um 01:29 Uhr)
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2019, 07:54   #20
männlich Nöck
 
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Das Wasser ist mein Element,
dort gibt es weder Hos noch Hemd.
Doch wandre ich durch dunklen Tann,
hab ich 'ne coole Schiesser an.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.05.2019, 13:54   #21
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
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Beiträge: 10.606

HHHHHHHHHHHHH....perfekt vater Nöck.

Ich sag euch diese coole Schiesser,
ist eher nichts für heiße Spiesser.
Sie ist Rosé mit feinen Spitzen,
die kitzeln mir den Pulp beim Sitzen.

Kommt dann ein geiles Reh vorbei,
ist mir das niemals einerlei.
Ich frage die Dame: Sie gestatten,
darf ich sie au arrière begatten?

Das Rotwild ist zumeist gefügig
und ich mach meine Nummer zügig.
Bald gibt es kreuz und quer im Tann
Chimäras von Papps Nöckemann.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2019, 06:52   #22
männlich Nöck
 
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Ort: In den Auen des Niederrheins
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Zitat:
Zitat von R
Bald gibt es kreuz und quer im Tann
Chimäras von Papps Nöckemann.
Seitdem trägt dieser Schwerenöter
im dunklen Tann nur Liebestöter.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2019, 08:38   #23
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
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Alter: 72
Beiträge: 10.606

hhhhhhhhhhhhh....

Und weil das Töten ein Vergnügen,
läßt das System sich besser fügen:
Paps Nöck holt aus zur großen Schlacht,
mit einer coolen 8+8.

Das Rotwild stirbt wie Sand am Meer,
das freut Nachtopfer-Dame sehr.
Man steht im Tann und Forst habt Acht,
weil's der SturmStaffel Ehre macht.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
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jäger, schaf, tann

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