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Alt 20.07.2019, 05:10   #1
männlich Christian Götze
 
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Standard "Ahnde, ächte" mit Interpretationshinweisen

Ahnde, ächte

An Ächtern ahnde, Ächter ächte auch!
An Angenommenem man anmahnte!
Andere andernfalls auch Ahndung an Anderen
angesichts Ächtung an Anderen andachten.

Ahnen an Ahnens Ahndungsandenken annehmen!
Ahndung an Ahnen nicht ächten!
Ansonsten ächten alle Ächtungen an Ahnen
angesichts Ahndungen,
auch ächten alle Ächtungen an Ahndenden an Ahnen,
Ahnenahndungen, auch Ahnen.

Ahndung an Anderen angesichts Ächtung Ahnens
an an Ahnen angedachtem Andenken an Ahndungen
ahndet Ächtung an Ahndungsandenken
an Ahnens angebrachten Ahndungen.

Auch angemessen Ächtungen ächten!,
an Ahnen aufgrund Ahndungen angemessen ächten!,
an allen Ahndungen Ächtenden,
Ächtenden aber ahnden!

Ahnde absichtlich Ahnen an Ahnenahndungen!
Ächteste aber Ahnenahndungen,
ahnde man Ächtenden an Ahnenahndungen!

Ahndeste Ahnenahndungen,
ächtest aber Ahnen,
ahnde man Ächtenden an Ahnenahndungen!

Anders ahndeten Ahnen:
ächte man Ächtungen,
– anders Ahnens Ahndungen an Ächtungen:
Ahnen ahndeten Ächtungen.
Ahnde aber Ahndungen an Ächtungen!,
ächte aber Ächtungen an Ahnenahndungen!

Ahndungsächtung an Ahnen aber
ächte ahndend!,
ahnde ächtend!

***

CLARO-Genial! eXtra
HEUTE:
"Bedeutungen im Gedicht 'Ahnde, ächte' besser verstehen"

Findet hier einen kleinen Hinweis zu Begrifflichkeiten im Alliterationsimperativgedicht "Ahnde, ächte". Das erste CLARO-Genial! eXtra zum "Trauer-& Sauerspiel" der Stunde klärt einige Ebenen der Bedeutung. Viel Spaß beim Schmökern, Studieren und Überfliegen!

Die sich wiederholende Zeile...
"ahnde man Ächtenden an Ahnenandungen!"
...hat in Strophe 5 und in Strophe 6 jeweils eine andere Bedeutung, insbesondere auch weil der neu zusammengesetzte Begriff eigens für das Trauer- & Sauerlied "Ahnde, ächte", der Bausatz-Neubegriff "Ahnenahndungen" nämlich (ich will es nicht gleich "Neologismus" nennen, deswegen erfand ich lieber doch ein neues Wort), in beiden Versen etwas anderes bedeutet! Findest du den Unterschied in der Bedeutung ein und desselben Verses?

Die Wiederholung ist also Absicht und stilistisch gewollt! Der Bedeutungsunterschied bezieht sich einmal darauf, dass
1x gemeint ist, dass Ahnen ahndeten
und das andere Mal sei, noch mal deutlich, gemeint, dass Ahnen geahndet wurden.
Ahnenahndungen bedeutet also einmal, dass Ahnen Ahndungen (z.B. wegen eines eigenen Vergehens) erfuhren, kann aber auch bedeuten, dass sie andere (z.B. weil andere ein Vergehen begangen) ahndeten.
Mir ist noch eine 3. Bedeutung eingefallen, die ich in diesem Vers (in den Wiederholungen) gar nicht sah zuvor und nicht beabsichtigte, aber auch derjenige der Ahnen ahndete und im Gedicht angeredet wird ("erzählerisches 'Du'"), könnte in Ahnenahndungen gemeint sein und nicht nur dritte Personen, die abwesend Ahnen ahndeten und in der Tat ist es eine mögliche Interpretationsweise von Strophe 6, also der letzten von beiden Strophen, in denen der sich wiederholende, oben zitierte Vers vorkommt.

Normalerweise und "eigentlich" ist es "im Sinne" des Verfassers von "Ahnde, ächte", nämlich in meinem Sinne, dass der Begriff (ahnden) nicht ambivalent in ein und demselben Vers gebraucht wurde. Aber vielleicht deutet ihr ja noch weitere Versionen in "Ahnde, ächte". Ich jedenfalls hatte immer eine eindeutige Bedeutung "im Sinn", auch eigentlich von jeder Strophe als Ganze (manche Strophen tragen aber tatsächlich mehr als nur 1 Kernbotschaft), wenn ihr hier schon seht, was ich hier unter anderem meine und in einem "CLARO-Genial! eXtra" extra nochmal für euch thematisiere (extra zur Unterscheidung Kontext 1 ["im Sinne"]/ Kontext 2 ["im Sinn"] hat hier nämlich auch 2 unterschiedliche, aber unmissverständliche Bedeutungen; ersterer Kontext ["im Sinne"] lädt diese fast gleiche Wortgruppe mit der Bedeutung auf, die da in etwa auch lauten könnte: "in meiner Intention liegend"; letzterer Kontext ["im Sinn"] wiederum bezieht sich darauf, "welche Bedeutung [nämlich eine eineindeutige Bedeutung] ich den Begriffen beim Schreiben zugedacht habe, welche Bedeutung die Worte für mich beim Schreiben hatten, welche, nämlich eine non-ambivalente Bedeutung, ich als Verfasser den Worten meiner Schrift gab o.Ä./etc.."; wenn man es nicht so genau nimmt, bedeuten beide Wortgruppen zwar tatsächlich dem inneren Anteil der Bedeutungsmenge nahezu, aber nicht deckungsgleich "Gleiches"/"Ähnliches", nämlich "meinen Worten Sinn zu geben", aber wir nehmen es hier mal genau, denn Kontext 1 ["im Sinne"] ist "eine Metastufe" anders [ich würde sagen "höher"], weil sich an dieser Stelle die Wortgruppe auf meine psychische Aufmerksamkeit richtet; in letztem Fall ist "die Beutungsebene" ["Metaebene" hier eben wieder] eine andere, nämlich die Schriftebene des Gedichts und die inhaltliche Bedeutung meiner Worte in der Schrift und nicht meinem Geist, wohl aber meiner Perspektive!, Anm.: ich hätte auch in beiden Kontexten 1 und 2 "im Sinne" schreiben können, auch wenn dies in Kontext 2 mittlerweile eher veraltet ist, übrigens weil diese genaue Formulierung ja im ersten Kontext auch schon fast veraltend ist).

Ich hoffe, ich konnte mit meinem "CLARO-Genial! eXtra" für etwas mehr Klarheit sorgen. Mehr Ausgaben von CLARO! folgen zu diesem Gedicht sicher.

***

CLARO!-Spezial: Zur poetischen Grammatik von "Ächte, ahnde"

Mit einem weiteren Hinweis zur poetischen Grammatik von "Ächte, ahnde: "Präpositionssurrogat 'AN' in alliterativer Wortbedeutungsgabe bzw. als 'Allzweckpräposition'"

Der deutsche "Partikel" (die deutsche Präposition) {an} ist aus stilistischen Gründen (ich glaube) die einzige Präposition in "Ahnde, ächte" und das ist natürlich Absicht, um die Alliteration durchzuziehen und es ist daher logisch, dass dieser Partikel die Funktion aller Präpositionen übernimmt, da in diesem Gedicht (ich glaube) keine weitere Präposition vorkommt. Ich weiß natürlich, dass es "Ächtung von" heißen "müsste", kann es hier aber aus stilistischen Gründen nicht. Dieser Hinweis sollte helfen, vielleicht manchmal der "wahren Intention" des Verfassers "auf die Schliche zu kommen". Ich hoffe, das kam AN.

({an} kann natürlich auch ein Präfix sein, wie im vorherigen Satz. Deswegen nannte ich "an" auch im ersten Satz "einen Partikel").

Apropos I zu {an}: Nichtredundanz an folgender Stelle (Interpretationshinweis)

Auch im folgenden Vers ist {an} von mir intentional eingefügt, obwohl es vIeLlEiChT so SCHEINT, als sei eine Präposition/ein "Richtungspartikel" wie {an} hier Fehl am Platz!

"(...)
{an} Ahnen aufgrund Ahndungen angemessen ächten!,
(...)"

Es geht nicht darum, Ahnen zu ächten, sonst könnte der Vers auch heißen:

"(...)
Ahnen aufgrund Ahndungen angemessen ächten!,
(...)"

Der Imperativ hier ist aber richtig. Es geht darum, AN AHNEN ÄCHTUNG (in gegebenem Kontext der Strophe, Anm. d. Verf.) ZU ÜBEN. Dabei wollte ich IN DER TAT nach Re-Lektüre und Revisionen wirklich darauf hinaus, dass man
1. Ahnen nicht mehr ächten kann, weil sie tot sind und wenn, dann wäre es verschwendende psychische Energie und ja, fies, irgendwie auch, zwar, aber..
...2. vor allem wollte ich darauf hinaus, sie für etwas zu ächten, den Grund der Ächtung hervorheben, nicht die Ahnen in Persona zu ächten, sondern sich, wie gesagt, in Ächtung entlang der Ahnen zu üben, SIE ABER NICHT sozusagen MIT ÄCHTUNG selbst zu strafen.

Dies hätte auch verfluchen bedeuten können. Der Vers entspricht also "dem Sinne des Verfassers". Ich finde, das {an} passt hier selbst als Surrogatpräposition anstelle aller Präposition in Stellvertreterschaft dennoch auch trotz des "Allzwecks", den {an} im Trauer- und Sauerlied hat, recht gut.

Apropos II zu {an}: Anschluss an Surrogatpräposition beachten! (Interpretationshinweis)

Im Übergang der letzten zur vorletzten Strophe könnte es Probleme geben, zu verstehen, dass es im letzten Vers der vorletzten Strophe um etwas anderes als im ersten Vers der letzten Strophe geht. Hierzu als Zitat die entsprechende Stelle in folgendem Ausschnitt:

"(...)
ächte aber Ächtungen an Ahnenahndungen!

Ahndungsächtung an Ahnen aber
ächte ahndend!,
ahnde ächtend!"

In Vers 6, vorletzte Strophe geht es um, kurz gesagt, der Ächtung dessen, dass Ahnen geahndet wurden oder ahndeten. In der ersten Zeile der letzten Strophe geht es, kurz gesagt, darum, dass man die Ahnen selbst dafür ächten würde, dass ihnen Ahndungen widerfuhren (oder vielleicht auch weil sie andere ahndeten, was seltener zu Ächtung überhaupt führte). Das ist ein Unterschied: Ächtung der Person halte ich für schlimmer als Ächtung der Handlungen von Personen bzw. an Personen, weswegen die letzte Strophe eine Maxime gibt, wie du damit umgehen sollst, würde jemand deine oder irgendeines Menschen Ahnen ächten, insbesondere weil diese selber ahnden mussten: der, der ächtet, wer ahndete, der soll ahndend geächtet werden, der soll ächtend SELBST geahndet werden und damit endet mein Trauer- und Sauerspiel
Ich fügte dieses Apropos II noch ein, weil ich mir dachte, dass es an solch einer Stelle besonders Schwierigkeiten gibt innerhalb der Wiederholungen ähnlicher Begriffe, die Bedeutungsnuancen genau zu durchschauen. Apropos II versteht sich als ein ebenfalls lieb gemeinter Interpretationshinweis zum Alliterationsimperativgedicht der Stunde!

Viel Spaß beim weiteren Analysieren!

***

CLARO-Genial! eXtra: Drei geeignete Interpretationen für Strophe 6 aus dem Trauer- und Sauerlied "Ahnde, ächte"

Viel Spaß beim erneuten Versuch, mein Alliterationsimperativgedicht zu verstehen! Strengt euch an!

Ich bin mir sicher, die folgende Strophe aus "Ahnde, ächte" hat bisher noch kein Mensch, der das Gedicht gelesen hat, wirklich verstanden. Die Strophe lautet:

"Ahndeste Ahnenahndungen,
ächtest aber Ahnen,
ahnde man Ächtenden an Ahnenahndungen!"

Hättet ihr sie richtig gelesen und gedeutet? Lest hier drei einschlägige Interpretationen, die euch anleiten sollen, die drei kurzen Verse aus Strophe 6 genauer zu verstehen!

Bedeutung der Strophe 6:

Interpretation 1:
Wenn jemand sich rächt dafür, dass seine Ahnen geahndet wurden, er seine Ahnen jedoch selbst ächtet, muss es doch einen Grund geben, warum er Ahndung an ihren Ahndungen, also Rache an ihren Ahndungen zum Beispiel, vornimmt. Die Ahndungen an den Ahnen wurden als ungenügend empfunden und daher von mindestens einer dritten Person geächtet. Deswegen rächst du dich und ahndest denjenigen, dem die Ahndungen nicht genug an deinen Ahnen waren und weil er dies wohl verspottete.

Interpretation 2:
Auch ist es möglich, die Strophe im Sinne des Verfassers so zu lesen, dass gemeint war, dass die Ahndungen nicht genügend waren an den Ahnen und obwohl du deine Ahnen verachtest, möchtest du denjenigen nun am Schopf packen, der dich indirekt wegen Ächtung deiner Familie und ihrer ungenügenden Bestrafung dazu trieb, stärkere Ahndungen an deinen eigenen Ahnen vorzunehmen, weil sie nicht genügend geahndet wurden, denn es führte dazu, dass du deine eigenen Ahnen sogar geächtet hast. Als Strafe dafür, zur Ächtung deiner eigenen Ahnen getrieben geworden zu sein, nimmst du Ahndungen an demjenigen vor, der sich über die unzureichende Ahndung deiner Ahnen beklagte und sie so schändete, also zuerst indirekt noch ächtete, obwohl ihnen ja sogar schon Ahndungen widerfuhren.

Diese beiden Interpretationen verstehen sich wahrscheinlich als die zunächst augenscheinlich am ehesten nahe liegenden Interpretationsweisen der Strophe, dennoch waren sie nicht die Interpretation, die ich den Worten beim Verfassen zugedacht hatte. Eine andere Leseweise war natürlich möglich. Man las hier niveauloser Weise sehr oft einfach nur, dass man den ahnde, der das ächtet, was er tut. Das ist aber profan. Außerdem verdient dergleichen keine Ahndung, sondern wer ächtet, was er tut, lebt entweder in Schande, weil er genötigt wird zu tun, was er nicht würde und muss erlöst werden oder es handelt sich um eine sich selbst verachtende Person, die man nun nicht auch noch ahnden muss dafür. Derart Gedichte zu lesen, zeugt nicht von poetischer Feinfühlgkeit beim Leser. Ich bin nahezu empört, wie unterschätzt Texte heutzutage einfach nur noch sind. Vieles scheitert an der Lesefähigkeit der Rezipienten, wie es viele Literaten sicher ebenso wie ich empfinden!

Anmerkung: Der Unterschied zwischen Interpretation 1 und Interpretation 2 mag für den einen oder anderen schwer erfassbar zu sein und mancher würde beide Interpretationen nahezu oder gänzlich "für das Gleiche" halten. Die beiden Interpretationen 1 und 2 bedeuten nicht das Gleiche, auch nicht "dem Sinn nach". In Interpretation 1 rächt sich der Nachkomme, weil seine Ahnen geahndet wurden, in Interpretation 2 arbeitet der Nachkomme jedoch die noch immer über seiner Familie liegende Schande auf. Das ist der wesentliche Unterschied. Die finalen Ahndung des Nachkommen im dritten Vers geschieht ebenfalls - und logischer Weise - in Interpretation 1 und 2 aufgrund von verschiedenen Motiven, nämlich in Interpretation 1 ist es eben Rache wiederum, im zweiten Fall jedoch Vergeltung.

Interpretation 3 (ursprüngliche Intention beim Verfassen der Verse)

Wenn jemand schon weiter ahndet, wobei durch Ahnen noch zu ahnden ist, weil nicht genug einst geahndet wurde bzw. weil noch weiter die Geschichte der Ahnen in der Familie aufzuarbeiten bleibt und weitere Ahndungen folgen, derjenige aber schon ächten muss, die schuldigen Ahnen nämlich, weil er kaum noch ahnden kann, sondern z.B. die Ahnen fast schon für ihre Hinterlassenschaft hasst, soll jeder geahndet werden, der die Mühen desjenigen, der versuchte diese Geschichte durch weitere Ahndungen aufzuarbeiten, ächtet. Der Grund der hier imperativ geforderten Ahndung an Ächtern am Weiterahnden ist, dass sie denjenigen in Unwürde fallen lassen, der seine Ahnen weiter ahndet, obwohl er sie ächtet, denn wer auch immer jemanden dafür ächtet, dass er trotz Ächtung seiner eigenen Ahnen freiwillig die Bürde auf sich nimmt, sie zu ahnden, was mit größter Scham verbunden ist, bringt ihn in Unwürde. Denn wer in Scham geächtet wird, der ist in Unwürde gefallen. Wer immer jemanden in Unwürde fallen lässt, kurz gesagt, soll in der Maxime dieser Strophe nach geahndet werden!
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2019, 15:01   #2
männlich Ralfchen
 
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hallo CHR -

sollte der text - zu dem ich vorerst keine beurteilung abgeben kann, weil ich der verwirrung anheimfalle und dann der riesige lab-magen gefüllt mit Instruationen*) wie die schmerzenden menstruationen von Frauen, sind einfach zuviel. ich habe kein problem eine geliebte während der tage oral zu befriedigen, weil die sensibilität in dieser zeit übersteigert sein kann. aber diese schlauchende assemblage nach dieser wirr-warr-keyboard-belästigung ist ein horor - also noch kein horror. der text ist hier fehl am platz - denke der gehört unter experimente.

vlg
r

*) neo by ralfchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2019, 20:44   #3
männlich Christian Götze
 
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Standard Botschaften zwischen Messiahs und gesellschaftlicher Moral

Das Thema des Gedichtes liegt zwischen Religion und Gesellschaft. Um dies zu verdeutlichen, schweife ich hier absichtlich vom Thema ab. Übrigens etwas mehr Niveau erwarte ich.

Messianische Botschaften drehten sich oft um das Thema Ahnden und Ächten. Um das zu verdeutlichen, fasse ich die Botschaften zentraler Propheten und Religionsstifter in Mottos zum Thema zusammen!

Buddha: Ächte den Tod, ahnde das Leben und geh ins Nirvana!
Jesus: Ächte niemanden, ahnde nichts!
Mohammed: Verachte alles Schlechte, ächte das Üble und ahnde das Böse!

Ich aber sage:Ächte das Üble, ächte niemanden, ahnde jedes Vergehen gegen die Moral!
Eine mir nahe stehende Person würde es wieder anders formulieren: Ächte alle, die Falsches tun und ahnde die auch, die nichts dagegen machen!

Im Gedicht ging es mir darum, dass weniger Ächtungen stattfinden, sondern wie früher mehr Ahndungen erfolgen, durch die Korrekturen alleine vorgenommen werden können und Ehre wiederhergestellt werden kann. Auch, auch wenn es unzeitgemäß IST, spreche ich mich gegen Ächtungen an Personen (wie den Ahnen) selbst aus, sondern man ächte nur den, der ächtet und ansonsten seien unmoralische Handlungen zwar zu ächten, aber Ahndungen sind gewiss immer die bessere Wahl. Lest ruhig nochmal das Gedicht, diese zentrale Message sollte deutlich herauskommen!


Es ist also auch ein im höchsten Maße gesellschaftlich relevantes Thema. Aber ich schweife absichtlich erneut ab, um die Nähe möglicherweise zum religiösen Teil des Forums zu verdeutlichen. Das Thema "Ahnde, ächte" liegt auch ferner zwischen Gesellschaft und Religion. Lest dazu die folgenden Abschnitte.

Vor geraumer Zeit wurden zum Beispiel Menschen, die in Schande fallen würden, bestraft und ihnen wurde wieder Achtung zugestattet und heute berief man sich öfters auch hier und dort auf die Scharia, die ächtet und ohne Ahndung bis zum Tode bestraft. Wollte ich nur mal anmerken. Natürlich trifft mein Gedicht nicht auf alle Ahnen aller Menschen zu, dass sie oft, aber doch zumeist traf es zu, ahndeten, was ansonsten geächtet hätte werden müssen und auch trifft zu, dass insbesondere im Islam die Ächtung zugenommen hat: Brüder ächten öfter ihre Schwestern, auch die ach so starken Chauvinisten unter ihnen, anstatt die Ehre ihrer "befleckten" Schwester wiederherzustellen. Letzteres wäre meiner Meinung nach auch "zu ahnden". Die Welt änderte sich, nicht immer jedoch zum Besseren.

Ob ihr Frauen, die Sex wollen, ächten solltet, wäre zumindest logisch, wenn es um die Frage gehen würde, ob Ahndung hier eine Alternative wäre. Nein, ist Ahndung nicht, denn Willen gilt es nicht physisch (maximal "magisch") zu ahnden. Ob ihr aber Frauen, die keinen Sex wollen dürfen - und auch euch selbst als muslimischen Mann - beim Beischlaf achten könnt, finde ich persönlich nur dann logisch, wenn sich auch der Mann nun mäßigt. Dass der Ehebruch einer Frau prinzipiell im Islam zu ächten sei, halte ich für falsch. Ihn zu ahnden bedeutet für mich logischer Weise nicht unbedingt Ahndung an der Frau, die den Ehebruch begangen hat. Ahndung sollte vor allem, wenn die Frau keinen Sex wollte, die dritte Person, mit der die Frau den Ehebruch begangen hat, betreffen und auch nur, will die Frau die Ehe überhaupt noch; ansonsten wäre ja sogar der betrogene Ehemann noch am ehesten der Ächtung wert, definitiv jedoch keinesfalls einer Ahndung, wurde er denn und nicht die Frau betrogen.

Ansonsten gilt es immer einen betrügenden Ehepartner zu ächten und ahnden kann man nur Verletzungen an einem selbst, z.B. bei damit zusammen gehangen habender Infektion mit einer Geschlechtskrankheit, z.B. Aids, dies vielleicht auch gerichtlich, schließlich ist die Ehe ein verbindlicher Treuevertrag - in aller Regel. Sollte Treue jedoch unter den Ehepartnern nicht vereinbart sein, gibt es auch nichts zu ahnden außer infolge vom Brechen von weiteren ehelichen Vereinbarungen, wie zum Beispiel sich über solche Dinge wie Seitensprünge immer offen und wahrheitsgemäß Auskunft zu geben, die damit zusammenhängende Schäden oder Verletzungen zur Folge hatten.

Nun die letzten Abschnitte sind überhaupt gar nicht Thema des Gedichtes. Es geht um den Wandel des Umgangs mit Ächtung und Ahndung, Scham und Schande, Rache und Vergeltung, in Familie und Gesellschaft. Daher wählte ich dieses Unterforum.

Für weitere Fragen zum Thema bin ich offen und freue mich über jede Lektüre. Zugegeben ist der poetische Stil in der Tat experimentell und fällt in die Sparte höherer Künste. In dieser Hinsicht würde sich ein anderes Unterforum anbieten. Man findet eben nie einen Bereich, der Querdenkerisches in allerlei Hinsicht umfasst.

Hier nochmal die Kernbotschaft des Gedichts:
Im Gedicht ging es mir darum, dass weniger Ächtungen stattfinden, sondern wie früher mehr Ahndungen erfolgen, durch die Korrekturen alleine vorgenommen werden können und Ehre wiederhergestellt werden kann. Auch, auch wenn es unzeitgemäß IST, spreche ich mich gegen Ächtungen an Personen (wie den Ahnen) selbst aus, sondern man ächte nur den, der ächtet und ansonsten seien unmoralische Handlungen zwar zu ächten, aber Ahndungen sind gewiss immer die bessere Wahl.
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2019, 20:54   #4
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Übrigens ist mein Beruf Schreiben und Lesen. Mit NICHTS anderem verdiene ich fast mein Geld seit 6 Jahren. Ich verbitte mir also so niveaulose Kommentare.
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2019, 21:01   #5
männlich Christian Götze
 
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Dieser Typ hat es irgendwie auf mich abgesehen. Ich nehme an, er maßt sich da etwas an und hätte, was ich gerade schrieb, nicht gedacht. Man sollte sich eben unvoreingenommen eine Meinung bilden, unvoreingenommen von anderen Meinungen und auch unvoreingenommen, da ihr nun wisst, dass ich Geld mit Schreiben und Lesen verdiene.
Christian Götze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2019, 00:33   #6
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Christian Götze Beitrag anzeigen
Dieser Typ hat es irgendwie auf mich abgesehen. Ich nehme an, er maßt sich da etwas an und hätte, was ich gerade schrieb, nicht gedacht.
hey -

ich hab nix gegen dich, Christian. du schreibst nur (für mich) unverständliche texte. dass du damit knete machst ist rein deine aussage. ich kann das nicht nachvollziehen, da ich mal wirkliche knete mit meiner werbeagentur in den 70ern machte. ich schrieb texte und machte grafik, bis das unternehmen so groß wurde, dass das meine texter und grafiker übernahmen. wäre dir dankbar für deine steuererklärung von 2017 und 2018. bitte poste die hier damit man dir glauben schenken kann. danke. aber bitte falls du auf HARTZ4 bist dann nur als pm für mich.

vlg
r

Geändert von Ralfchen (21.07.2019 um 01:53 Uhr)
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2019, 01:08   #7
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Zitat:
Zitat von Christian Götze Beitrag anzeigen
Zugegeben ist der poetische Stil in der Tat experimentell und fällt in die Sparte höherer Künste.
Ach sooo ... deshalb ist der Text so verschwurbelt und unverständlich geschrieben. Das ist HOHE KUNST! Das muss einem ja erst einmal gesagt werden, von selbst kann man bei einem derart durchgeknallten Inhalt und kruden Stil ja gar nicht kommen. Das einzige, was ich einigermaßen rauslesen konnte, ist ein pathologischer Missionseifer, der im frühen Mittelalter angesiedelt ist - aber immerhin.


Zitat:
Zitat von Christian Götze Beitrag anzeigen
Übrigens ist mein Beruf Schreiben und Lesen. Mit NICHTS anderem verdiene ich fast mein Geld seit 6 Jahren.
Ich bin beeindruckt! Ehrlich.

Aber was bedeutet "fast"? Verdienst du nun dein Geld mit berufsmäßigem Schreiben, oder aber nur "fast" (das hieße nämlich: gar nicht).

Zitat:
Zitat von Christian Götze Beitrag anzeigen
Man sollte sich eben unvoreingenommen eine Meinung bilden, unvoreingenommen von anderen Meinungen und auch unvoreingenommen, da ihr nun wisst, dass ich Geld mit Schreiben und Lesen verdiene.
Jetzt bin ich noch mehr beeindruckt, ja geradezu verzweifelt. Muss ich jetzt angesichts deines Genies meine Veröffentlichungen alle zurückziehen, meinen PC aus dem Fenster schmeißen und hinterherspringen?

Oder ist uns beiden geholfen, wenn ich als "unvoreingenommene Meinung" deine Meinung annehme, weil du diese Aufforderung (klingt eigentlich schon nach einem Befehl) damit begründest, Geld mit berufsmäßigem Schreiben zu verdienen?

Bingo! Ich hab's: Du schreibst für eine Sekte!
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.07.2019, 01:55   #8
männlich Ralfchen
 
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hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh....
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2019, 14:17   #9
männlich Heinz
 
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Liebes Ralfchen,
ich muss Christian in Schutz nehmen und Dich ernsthaft ermahnen!
Was Chrsitian da geschrieben hat übers Ächten und Ahnden, es auch noch untermauert mit weisen Worten aus Jesus, Buddhas und Mohammeds Mund,
überrieselte mein Haupt wie das klare Quellwasser eines Gebirgsbaches.
Ich erhole mich gerade mühsam von den Schauern unsäglicher Wollust und auch Ilka-Marias abfällige Bemerkung, da sei viel Geschwurbel, kann mich nicht davon abhalten, in ehrfürchtigem Erstaunen die Worte Christians gleich einer verbalen Weihe zu empfangen.
Ich kann meine Eloge auch kürzer fassen: Selten so einen Quacksus maxus gelesen.
Liebe Grüße,
Heinz
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ächten, ahnden, würde

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