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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 16.07.2019, 20:17   #1
männlich Flocke
 
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Standard Muttermilch

Wenn du kommst, wenn du gehst - sterbe ich!
Bist du da, bist du hier - bist du weg!
Wie du schaust, wenn du sprichst - es tötet mich!
Fühlst du nichts, spürst du nichts? Bin ich Dreck?

Sieh mich an! Hau schon ab! Bleib jetzt hier!
Renn bloß weg! Halt mich fest! Geh doch! Lauf!
Dreh dich um! Hörst du nicht? Hör nicht auf!
Lass mich los! Schlag schon zu! Bleib bei mir!

Will nicht mehr, ausgezehrt, ausgelacht
Kann nicht mehr, weggezerrt, weggebracht.
Hoff nichts mehr, fast verreckt, totgemacht.
Nur noch Angst, nur noch Hass, jede Nacht!

Nur noch Angst, nur noch Hass, jede Nacht!
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Alt 16.07.2019, 20:22   #2
männlich Ralfchen
 
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servus F -

nun ja der text - mal abgesehen von seiner lyrischen qualität die ich hier nicht bewerten will - hat etwas interessantes. ist der autobio? weil wenn dann bist du der ideale sklave. wenn du sehr (und ich meine sehr) vermögend bist, dann hätte ich einige ideen zu deiner völligen verglückung und verarmung. natürlich mit der richtigen frau. die ich u.a. süssen wesen natürlich kenne.

vlg
r
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Alt 16.07.2019, 22:37   #3
männlich Flocke
 
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Hallo Ralfchen,

ich habe ein bisschen geblättert und u.a. diese Strophe, die du am 14.10.11 gepostet hast, gefunden:

Mutter, hey Mutter, ich hack dein Gebein,
Damit ich mit Vorsprung deinem Hasse entras‘,
zerr mit in die Gluten die Kunst, die ich las,
lichterlohende Tochter im flammenden Schein.


Jetzt verstehe ich deinen Einwurf und dein freundliches Angebot zur "völligen Verglückung und Verarmung" besser. Auch in deinem lyrischen Ich scheinen ähnliche Autbio-Elemente zu existieren. Meine Fantasie hat jedoch im Gegensatz zu der deinigen diesen Sklaven-Acker, auf dem deine Ideen wuchern, vor einiger Zeit eher beiläufig begangen, und alsbald, weil öde, wieder verlassen. Mein bisschen "Vermögen" suchte sich ein anderes Feld.
Ich bedanke mich für dein Mitgefühl.

LG Flocke
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Alt 16.07.2019, 23:59   #4
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Hey Mutter

Hey Mutter, hey Mutter, es kühlt schwarz die Nacht,
die Hölle grollt lauernd am Urknall der Zeit
Ich habs nun beendet, das Böse befreit,
Mutter, hey Mutter s`is nächstens vollbracht.

Mutter, hey Mutter, du ruhst hier im Linnen,
und ich hör Unwissender leeres Geschwätz,
mich quält Unverständnis für Menschen Gesetz,
du kannst es nicht ahnen, wie frei ich nun innen.

Mutter, hey Mutter, ich hack dein Gebein,
Damit ich mit Vorsprung deinem Hasse entras‘,
zerr mit in die Gluten die Kunst, die ich las,
lichterlohende Tochter im flammenden Schein.

hallo -

unglaublich wie du diesen 8 jahre alten text - den ich am 14-10-11 gepostet hatte - ausgegraben hast...toll dein gespür. damals waren viele meiner texte autobio-durchwebt....frage gerade was mich damals bewegte, den text zu schreiben. ja - ich weiß: mein Frau Lucy hatte damals gerade eine wahnsinnig schwere OP hinter sich und war in der intensiv-station. sie konnte kaum atmen und ich sagte immer wieder zu ihr: Baby du MUSST atmen...und sie blickte mich mit halbgeschlossen augen an und...ja da kommen einem solche texte in den sinn...

paar tage später schrieb ich dann diesen text:

http://www.poetry.de/showthread.php?t=29894

ja das war einE dunkel-seelen-zeit, von einem angst-horror in den nächsten...

vlg
r
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Alt 17.07.2019, 00:13   #5
männlich Flocke
 
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Ja, "Hey Mutter" und "Schwefelnder Wille - fastewig" sind, so finde ich, zwei richtig starke Texte, die nachwirken und mich nicht so schnell entlassen.

LG Flocke
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Alt 17.07.2019, 00:29   #6
männlich Ralfchen
 
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na ja ich bin nur mal über einige deiner schriften geglitten...na die sind teils ziemlich heftiger stoff.

vlg
r
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