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Liebe, Romantik und Leidenschaft Gedichte über Liebe, Herzschmerz, Sehnsucht und Leidenschaft.

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Alt 22.06.2019, 15:51   #1
Stachel
 
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Standard One Day Stand

Geschlossene Augen
In Anbetracht des Monitors
Facepalm
Tote Gedanken

immer und immer wieder
mit dem Kopf auf die Tischplatte

Fragen ohne Wiederkehr
One further day stand
Renaturierungsbestrebungen
Und wieder umsonst
Macht ja nix
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Alt 26.06.2019, 12:32   #2
weiblich victim of the night
 
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Es gibt hier hin und wieder so Sternstunden, wo ich einen Text sehe, der mich vom Inhalt fesselt, dessen Sprache mich durch ihre Eloquenz begeistert, mit Metaphern die passen und Reimen die nicht erzwungen sind. Solche Texte, die sind für mich die Glanzlichter hier.
Dein Text gehört leider nicht in diese Kategorie. Er ist kein Glanzlicht. Es ist einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern und Begriffen, ohne Zusammenhang, ohne Sinn, ohne Ziel. Schade eigentlich. Wolltest du nicht oder kannst du nicht?
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Alt 26.06.2019, 16:04   #3
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von victim of the night Beitrag anzeigen
Dein Text gehört leider nicht in diese Kategorie. Er ist kein Glanzlicht. Es ist einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern und Begriffen, ohne Zusammenhang, ohne Sinn, ohne Ziel. Schade eigentlich. Wolltest du nicht oder kannst du nicht?
denke er kann nicht.
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Alt 26.06.2019, 21:47   #4
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von victim of the night Beitrag anzeigen
Es gibt hier hin und wieder so Sternstunden, wo ich einen Text sehe, der mich vom Inhalt fesselt, dessen Sprache mich durch ihre Eloquenz begeistert, mit Metaphern die passen und Reimen die nicht erzwungen sind. Solche Texte, die sind für mich die Glanzlichter hier.
Ich denke, das eint uns.

Zitat:
Zitat von victim of the night Beitrag anzeigen
Dein Text gehört leider nicht in diese Kategorie.
Stimmt. Jetzt, wo du es sagst: Meiner reimt sich ja gar nicht.
Aber du hast recht. Ich sehe das umgekehrt genauso. Aber hey, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Zitat:
Zitat von victim of the night Beitrag anzeigen
Er ist kein Glanzlicht. Es ist einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern und Begriffen, ohne Zusammenhang, ohne Sinn, ohne Ziel.
Na sieh mal, das war doch schon der Beginn einer Interpretation. Noch ein bisschen mager, noch ein bisschen dürftig, aber die Richtung lässt sich erkennen. Apropos erkennen: Du hast die wichtigen Wörter schon mal in eine vernünftige Reihenfolge gebracht.

1. Aneinanderreihung von Wörtern
Erst muss man die Aneinanderreihung von Wörtern inhaltlich verstehen, den semantischen Aufbau ...

2. … begreifen
Genau, aber dafür muss man natürlich: Verstehend lesen! Ist nicht immer leicht, aber mit der notwendigen Übung klappt auch das.

3. Aufbau (den Punkt füge ich ein, denn den kanntest du vielleicht noch nicht, aber er macht in der Auseinandersetzung die Hauptarbeit aus)
Hier gebe ich mal nur ein paar Stichworte, das würde sonst zu weit führen: Rhythmus, Reimschema, Bilder/Metaphern, sonstige Stilelemente (Alliterationen, Ellipsen, Oxymora, etc.)
Also kurz gesagt: Welche stilistischen Besonderheiten verwendet die Autorin oder welche gerade nicht?

4. Zusammenhang
Jetzt, nach einem ersten Grundverständnis, beginnen die eigentlich interessanten Fragen: Welcher Zusammenhang lässt sich zwischen diesen Wörtern herstellen? Auf welchen Ebenen wirken sie? Welches Thema verbindet sie? Gibt es vielleicht eine Metaebene?

5. Sinn, Ziel
Was wollte die Dichterin sagen? Haben die Verse eine tiefere Botschaft? Der Punkt 5. hängt in gewisser Weise mit dem 4. zusammen, geht aber wesentlich darüber hinaus. Aber wir sollten nicht zu viel verlangen und vor allem nicht zu viel hineininterpretieren. Ich habe mir sagen lassen, dass ganz liebe Personen auch schon mal auf tiefschürfende, ensthafte Fragen zu ihren Texten sehr intime Einblicke geben. Also hab ich gehört … also könnte vielleicht so sein … will sagen: möglicherweise gibt es ja solche … oder so … hm

Zitat:
Zitat von victim of the night Beitrag anzeigen
Schade eigentlich. Wolltest du nicht oder kannst du nicht?
Achwas, gib nicht auf. Ich habe dich doch auf einer subtilen Ebene packen können. Du hast gemerkt, dass dieses Gedicht auch für dich dort steht. Nun musst du nur einen Schritt nach dem anderen gehen. Trau dich! Erforsche deine Gefühle. Ich bin in Gedanken bei dir.

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 27.06.2019, 00:20   #5
männlich Ralfchen
 
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strachels ist der monster-laberer...erinnert mich irgend wie an Daffy Duck...oder Elmer Fud..nur leeres gebladder...
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Alt 27.06.2019, 18:57   #6
weiblich victim of the night
 
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Ach Stachel, du erzählst viel, nur ist deine Fleissarbeit nur eine Aneinanderreihung von Ausreden und Ablenkungsmanövern. Am meisten lachen musste ich über deine Schlussbemerkung "Ich bin in Gedanken bei dir". Das kannst und wirst du niemals sein. So etwas auch nur zu denken ist schon ein Höhepunkt an Vermessenheit.
Gehe in dich und tue Buße - für dein Gedicht und für deine Antwort.

Victim
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Alt 27.06.2019, 22:37   #7
männlich Ex-Richard 42
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Der Text gibt mir nichts. Und bevor man über Sinn und Unsinn heruminterpretiert, möchte ich einfach zusammenfassen:

Gedichte sind auch Entertainment. Und dieser Text unterhält mich nicht.

lg

Richard
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Alt 28.06.2019, 22:03   #8
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Der Text gibt mir nichts.
Welch seltener Gast, ich bin überrascht. Schön, dass ich dich mit meinem Text erreicht habe. Das er dir nichts gibt, finde ich nicht so schlimm. Immerhin spiegelst du das konsequent zurück.

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
möchte ich einfach zusammenfassen:
Du fasst ja gar nichts zusammen. Genau gesagt hast du überhaupt nichts zum Text gesagt, lediglich deine eigene Befindlichkeit ausgedrückt.

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Gedichte sind auch Entertainment. Und dieser Text unterhält mich nicht.
Prima, jetzt kennen alle hier im Faden zumindest ein für dich wesentliches Gedichtelement: Unterhaltung.
Und du hast recht. Dieser Text hat einen eher geringen Unterhaltungsanteil. Es hängt zwar ein wenig vom eigenen Standpunkt ab, aber seis drum.

Puh, das tat bestimmt gut, dass du dir das von der Seele geschrieben hast.

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 28.06.2019, 23:04   #9
männlich Ex-Richard 42
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Lieber Stachel,

wegen solcher Antworttriaden habe ich immer wieder und öfters den Spaß an diesem Forum verloren (wieder geht es um Entertainment).

Du hast falsche Vorstellungen von mir:
Ich schreibe ja nicht etwas zu Deinem Gedicht, weil es mir Spaß macht Leute zu kritisieren oder ich nichts besseres zu tun habe. Ich habe es getan, weil ich dachte, dass Du hier wegen konstruktiver Kritik bist.

Stattdessen nimmst Du eine Verteidigungshaltung mit gespielter Freundlichkeit ein, die absolut unangebracht ist.

Du musst absolut nicht jeden meiner drei Sätze mit drei anderen Kontern. Diese Zeit und Anstrengung hättest Du besser in Dein Gedicht gesteckt.

Wo "Victim" noch über Ziel und Sinn sprach, so habe ich über Unterhaltung gesprochen.

Der Grundpfeiler eines Textes: Wenn mich etwas nicht unterhält, lese ich es nicht. Unterhaltsam heißt nicht "leicht" und "luftig" oder "fröhlich". Dein Text hat mich weder belustigt, noch irgendeinen Gedankengang in mir geweckt.

Facepalm, trifft es richtig gut.

Ich habe keine Ahnung, warum ich mir die Mühe mache Dein Gedicht mehrmals laut zu lesen und auf mich wirken zu lassen.

Ich habe nach Sinn gesucht und nichts gefunden. Liegt vielleicht an mir. Bin bestimmt zu doof dafür, aber es ist eine Unverschämt einer kurzen Kritik und meinem Zeitaufwand mit der oben erwähnten "gespielten Freundlichkeit" und Sarkasmus zu begegnen.

Ich schlage vor, Du behälst Beides für Dich und arbeitest lieber mal ein wenig an Deinen Gedichten. Dann hätten wir uns die Kommentare sparen können.

R.
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Alt 29.06.2019, 06:49   #10
männlich Pit Bull
 
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Hallo Stachel!

Dein Text hat aus meiner Sicht keinen lyrischen Mehrwert, sondern wirkt wie ein Eintrag in einem Tagebuch. Der Text hat auch von den Aussagen her keinen Zusammenhang, von daher kann ich zum Inhalt/zur Bedeutung nichts sagen.

Insgesamt würde ich den Text als 'unterdurchschnittlich' einordnen und sehe das Einstellen des Textes eher als Provokation.

VG Pitti
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Alt 29.06.2019, 11:51   #11
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von Pit Bull Beitrag anzeigen
Hallo Stachel!

Dein Text hat aus meiner Sicht keinen lyrischen Mehrwert, sondern wirkt wie ein Eintrag in einem Tagebuch.
Hallo Pit Bull,

„Lyrik“ und „Tagebucheintrag“ stehen in keinem Widerspruch. Was aber ein „lyrischer Mehrwert“ in deinen Augen ist, solltest du zumindest kurz erklären. Ich vermute bei dir eine ähnliche Einstellung wie bei Robert. Er nennt es „Entertainment“, du „Mehrwert“. Da ihr es beide aber nicht erläutert, kann ich es nur ahnen.

Zitat:
Zitat von Pit Bull Beitrag anzeigen
Der Text hat auch von den Aussagen her keinen Zusammenhang,
Das mag ich so nicht akzeptieren, denn diese Absolutheit, finde ich, steht dir nicht zu. Der fehlende Zusammenhang besteht für dich, aber nicht für mich. Ich habe mir ja bei dem Text etwas gedacht und einen für mich sinnvollen Faden eingewebt. Ich halte es auch für irrelevant, um diesen Einwand gleich vorweg zu nehmen, dass die bisherigen Kommentare ebenfalls negativ sind. Ich gehe sogar soweit, allen Beitragenden unterschiedliche Motive zu unterstellen.

Zitat:
Zitat von Pit Bull Beitrag anzeigen
Insgesamt würde ich den Text als 'unterdurchschnittlich' einordnen und sehe das Einstellen des Textes eher als Provokation.
Deine Bewertung ist deine Meinung und damit völlig okay. Was die Provokation angeht, so ist das für mich ein wesentliches Element von Kunst. So wie Richard – wie gesagt – Entertainment als wichtig ansieht. Wohl gemerkt: Nicht immer muss Provokation dabei sein. Nicht alles was provoziert ist Kunst. Aber seien wir doch mal ehrlich: Gerade zu diesem letzten Punkt wird doch das Forum derzeit überreizt, nicht?

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 29.06.2019, 12:20   #12
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Lieber Stachel,

wegen solcher Antworttriaden habe ich immer wieder und öfters den Spaß an diesem Forum verloren (wieder geht es um Entertainment).
Lieber Richard,

anderen mag es genau umgekehrt gehen. Ich beispielsweise bin hier, um mich ernsthaft und respektvoll über Lyrik auszutauschen. Entertainment spielt da auch eine gewisse Rolle, aber zu viele sehen mir hier ihre Unterhaltung im Abwatschen von anderen.
Es wird viel und lautstark kritisiert, aber ohne ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Text und vor allem ohne respektvollen Umgang mit Autorinnen. Die Kritik wird, so scheint es mir, umso verbissener vorgetragen, je weniger fachliches Verständnis (mit dessen Fehlen sogar teils kokettiert wird) vorhanden ist.

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Du hast falsche Vorstellungen von mir:
Ich habe eher wenige Vorstellung von dir, dafür du aber von mir:

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Stattdessen nimmst Du eine Verteidigungshaltung mit gespielter Freundlichkeit ein, die absolut unangebracht ist.
Du magst mir unterstellen, was du willst, aber ich sehe nicht ein, auf Freundlichkeit zu verzichten, nur weil der allgemeine Ton eher destruktiv ist. Das Klima wird doch nicht besser, wenn man seine eigene schlechte Laune hier ins Forum kübelt. Einen gewissen Sarkasmus darfst du mir allerdings schon unterstellen, wenn ich auf solche Beiträge stoße:

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Ich schreibe ja nicht etwas zu Deinem Gedicht, weil es mir Spaß macht Leute zu kritisieren oder ich nichts besseres zu tun habe. Ich habe es getan, weil ich dachte, dass Du hier wegen konstruktiver Kritik bist.
Dabei will ich dir gerne glauben, dass du selbst glaubst, deine Kritik sei konstruktiv. Vielleicht ist es der Anteil, den du dir bei deinen Worten nebenher gedacht, aber nicht aufgeschrieben hast. Vielleicht hast du das einfach positiv gemeint und denkst, die eigene positive Intention machen den Beitrag konstruktiv. Das ist aber nicht der Fall. Dein Beitrag war ein gutes Beispiel für das Gegenteil von konstruktiver Kritik (und damit dieser Aspekt bei mir kontruktiv würde, müsste ich dir genau erklären, was und warum. Aber hier finde ich: Setz dich bitte selbst mit dem Thema auseinander, sonst führt das zu weit. Wobei: Hey, das war ja schon in teilen kontruktiv. Note to myself: Gar nicht so schlecht!).



Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Du musst absolut nicht jeden meiner drei Sätze mit drei anderen Kontern. Diese Zeit und Anstrengung hättest Du besser in Dein Gedicht gesteckt.
Nein, das müsste ich nicht. Aber das tue ich ja auch nicht (nur) für dich, denn bei dir bin ich nicht überzeugt davon, dass wir uns irgendwie annähern können. Aber hier lesen noch andere mit. Und diese anderen werden auch häufig mit solchen undifferenzierten und destruktiven (dabei meine ich nicht nur deine) Kommentaren bedrängt. Vielleicht tut es anderen mal gut, wenn die „rhetorischen Techniken“ einiger weniger etwas mehr aufgedröselt werden. Außerdem gehört es für mich zu einer ernsthaften Auseinandersetzung dazu, ein wenig - hier sagte jemand dazu „Fleissarbeit“ – zu leisten.

Du denkst, ich nähme dich nicht ernst. Das Gegenteil ist der Fall.


Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Dein Text hat mich weder belustigt, noch irgendeinen Gedankengang in mir geweckt.
Jetzt werde ich mal konkret: Meinst du denn wirklich, dass das konstruktive Kritik ist? Meinst du, dass der Satz irgendetwas über den Text aussagt? Ich denke nicht. Er sagt etwas über deine Befindlichkeit aus und darüber, das dir der Text nichts sagt. Für mich wäre das ein Fall für „agree to disagree“. Für dich ist es ein Grund, dich abfällig zu äußern.

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Facepalm, trifft es richtig gut.
Und damit hast du den Nagel unfreiwillig auf den Kopf getroffen. Darum geht es in meinem Text. Es geht darum, was auch hier wieder in diesem Faden passiert. So gesehen entsteht gerade ein Gesamtkunstwerk und ich freue mich darüber, dass die Umsetzung gelingt.

Zitat:
Zitat von Richard 42 Beitrag anzeigen
Liegt vielleicht an mir. Bin bestimmt zu doof dafür, aber es ist eine Unverschämt einer kurzen Kritik und meinem Zeitaufwand mit der oben erwähnten "gespielten Freundlichkeit" und Sarkasmus zu begegnen.
Es ist ebenfalls nicht konstruktiv sich gespielt und zynisch in einer Opferrolle zu verorten. Ich halte dich nicht für zu doof. Im Gegenteil halte ich dich für schlau genug, um dieser rhetorischen Kniffe ganz bewusst und zielgerichtet einzusetzen. Leider destruktiv, aber das musst du selbst wissen.

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 29.06.2019, 14:14   #13
weiblich victim of the night
 
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Hallo Stachel,
deine zahlreichen, ausführlichen Kommentare haben mich doch sehr nachdenklich gemacht. Vielleicht war ich zu vorschnell mit meinen Bewertungen und Kommentaren. Ich muss über deinen Text und den Inhalt deiner Kommentare nochmal nachdenken. Möglicherweise muss ich mein Urteil korrigieren, aber ich habe kein Problem damit eigene Fehler zuzugeben. Und ich habe das Gefühl das wird hier darauf hinauslaufen.

Victim
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Alt 29.06.2019, 19:14   #14
männlich Ex-Richard 42
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Hallo Stachel.

Ich fange von vorne an:

Geschlossene Augen
In Anbetracht des Monitors
Facepalm
Tote Gedanken

immer und immer wieder
mit dem Kopf auf die Tischplatte

Fragen ohne Wiederkehr
One further day stand
Renaturierungsbestrebungen
Und wieder umsonst
Macht ja nix

Beachte, dass meine Worte eine rein subjektive Meinung widerspiegeln. Ich habe Deinen Text mehrmals laut gelesen. Ich hatte dabei nicht das Gefühl, dass ein künstlerischer Mehrwert zu einer Notiz oder einem (bereits erwähnten) Tagebucheintrag besteht.

Ich konnte auch keinen Sinn oder eine Botschaft in Deinen Worten finden. Vielleicht würdest Du hier ansetzen, und mir Deine Intention erklären. Was willst Du mit dem Gesicht sagen? Warum hast Du die gewählten Worte benutzt? Was hast Du Dir bei der Form gedacht? Vielleicht übersehe ich etwas.

Gegen den Mangel an künstlerischem Wert oder einer fehlenden Botschaft, hätte ich nichts einzuwenden, wenn das Gedicht mich beim Lesen unterhalten hätte. Mir fehlen Reime, Bilder die in meinem Kopf hängen bleiben oder eine Pointe – ein Gedankengang – der mich überrascht.

Das sind alles nur Empfindungen von mir. Und letztendlich lebt ein Gedicht ja nicht nur von dem, was der Künstler sich beim Schreiben denkt, sondern auch von dem, was der Leser darin findet und empfindet.

Wenn Du mir Deine Intentionen und Gedanken schildern würdest, könnte ich Dir konstruktiver schreiben, wie Du den gewünschten Effekt auch bei mir wecken könntest.

So, bleiben es für mich leere Worthülsen.

Trotzdem, einen schönen Tag, wünscht:

Robert, nee Richard :-)
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Alt 29.06.2019, 21:39   #15
männlich Amir
 
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Inhalt:

Geschlossene Augen
In Anbetracht des Monitors
Facepalm
Tote Gedanken

1.
Lyrisches Ich hat geschlossene Augen, passiert durch ein „Facepalm“ (Ein Ausdruck aus dem Englischen, das Ärgernis ausdrückt; die Hand vor dem Gesicht schlagen“), vor einem Monitor, die Gedanken sind tot(Ist der PCs abgestürzt und viele Daten sind verloren?). D.h. Augen sind geschlossen, weil die Hand über das Gesicht liegt. (Eher merkwürdig, oder?)

immer und immer wieder
mit dem Kopf auf die Tischplatte

2.
Der Faceplam wird stärker. Dieser Ausdruck, mit dem Kopf gegen die Tischplatte schlagen, wird oft als „MEME“ dargestellt und beschreibt das gleiche wie ein Faceplam.Aber sonst kann mir wirklich nichts darunter vorstellen.

Fragen ohne Wiederkehr
One further day stand
Renaturierungsbestrebungen
Und wieder umsonst
Macht ja nix

3.
Es gab Fragen, die nicht mehr gestellt werden. „One forther day stand“ ist ein Wortspiel und bezieht sich auf „Stand-by-Modus“= (Ein PC ist bereit, jedoch ist der Monitor geschlossen und andere Funktionen). Renaturierung, ist ein anderes Wort für Wiederherstellung. An irgendwas wurde lange gearbeitet, aber es war alles umsonst, denn irgendwas ist für immer weg.

Interpretation:
Wortspiele aus der Computerwelt wirken so, als ob jemand einen Menschen skizziert, der mit dem Internet zu tun hat. Jemand, der in einem Büro arbeitet (one forther day stand = Die schlechte Zeit im Büro aushalten; noch einen weiteren Tag) und irgendwas Schlechtes ist passiert. Doch die Rubrik ist „Leidenschaft, Romance,“. Vielleicht steckt ja mehr dahinter? Der Titel ist vielleicht ein Wortspiel von „One night stand“. Die verlorenen Daten könnten auch Daten zu einem One-Night-Stand gewesen sein, die das lyrische Ich durch einen Computerfehler verloren hat. Vielleicht war das ein One-Night-Stand und das lyrische Ich möchte sich wieder an das Passierte erinnern.

Form:
Die Form ist sehr offen und lässt viel Raum für Interpretation. Die Sprache ist einfach gewählt und ohne wirklichen Anspruch auf hohe lyrische Kunst.
Kritik: Der Inhalt ist zu chiffriert und offen. Die Form ist zu langweilig und wenig spannend, obwohl die Wortspiele witzig sind, haben sie doch keinen großen Tiefgang.
Fazit: Ein interessantes Gedicht, aber es muss mehr gehen..

Geändert von Amir (29.06.2019 um 23:50 Uhr)
Amir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.06.2019, 10:07   #16
männlich Gylon
 
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Lieber Stachel,
ich finde den Text auch sehr interessant, gerade weil er so offen ist! Er lässt dem interessierten Leser Raum für eigene Interpretationen. Oft finde ich bei solchen Texten keine Interpretation, da ich den Inhalt nicht mit eigenen Bildern verknüpfen kann. Bei diesem Text hat es auch lange gedauert, da ich die letzte Strophe zuerst nicht mit Bildern füllen konnte. Hier also mein Versuch einer Interpretation.



One Day Stand

Könnte an One Night Stand angelehnt sein. Der Protagnist könnte leidenschaftlicher Leser sein und da Texte dem Leser in der Regel nur am Tag des Lesens ein Erlebnis bescheren, könnte das passen. Die gewählte Rubrik könnte darauf hinweisen, dass es ihm Lyrische Texte besonders angetan haben.

Geschlossene Augen
In Anbetracht des Monitors
Facepalm
Tote Gedanken


Der Protagonist hat irgendeinen Lyrischen Text auf dem Monitor gelesen und versucht das mit geschlossenen Augen zu verarbeiten. Er liest es noch einmal, um zu kontrollieren ob er sich nicht verlesen hat, da seine Interpretation ihn bestürzt oder verwirrt, da er die Textliche Aussage oder Ausarbeitung für fragwürdig oder einfach voll daneben hält. „Oh Mann, das ist doch nicht sein Ernst“ Das löst ein Facepalm aus und die Flut von Fragezeichen in seinem Kopf gepaart mit Stresssymptomen, lassen den Gedankengang absterben.

immer und immer wieder
mit dem Kopf auf die Tischplatte


Da er den Gedankenschmerz nicht aushalten will, versucht er ihn durch Kopfschmerz zu ersetzen. Was eine befreiende Wirkung haben kann.


Fragen ohne Wiederkehr
One further day stand
Renaturierungsbestrebungen
Und wieder umsonst
Macht ja nix


Fragen ohne Wiederkehr könnte bedeuten, dass der Protagonist die Möglichkeit besitzt fragen zum Text an den Autor zu stellen, aber auf die Fragen keine Antworten bekommt. Er wartet und wartet und wartet, aber der Autor äußert sich nicht. Er fragt noch einmal den Autor an, da er auf seine Fragen Antworten haben möchte, da er den Text verstehen möchte, vielleicht kontrollieren möchte, ob nicht der Autor falsch liegt sondern seine Interpretation. Da er diese Situation schon öfter erlebt hat, überrascht es ihn aber nicht mehr, keine Antwort zu erhalten. Er Ärgert sich über dieses Verhalten, weiß aber, dass er daran nichts ändern kann und versucht schlussendlich, einen Abstand dadurch zu gewinnen, das er sich selbst einredet das es ja doch nicht so wichtig ist.


So, das ist mein Versuch einer Interpretation. Ich hör schon das aufschlagen von Köpfen auf Tischplatten

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2019, 21:15   #17
Stachel
 
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Lieber Amir, lieber Gylon,

vielen Dank für eure ausführliche Beschäftigung mit meinem Text. Ihr habt beide sehr viele gute Punkte herausgearbeitet und mir selbst einige neue und interessante Einblicke verschafft.

Mir gefällt zum Beispiel der Aufhänger mit dem abgestürzten PC und den verlorenen Daten. Vielleicht hat ein Krypto-Trojaner zugeschlagen? Das LI ärgert sich über die nicht vorhandene Datenrettung (Fragen ohne Wiederkehr), versucht es aber jeden (diesen einen noch!) Tag aufs neue (One further day stand), die Daten wiederherzustellen. Leider umsonst. Aber es macht nichts, denn wenn das LI wirklich ehrlich zu sich ist, waren alle Daten nur Ballast.

Gylon, du hast den Inhalt in weiten Teilen genau richtig interpretiert. Ich glaube, was den meisten bislang fehlte, und was der Grund war, warum die wenigen Worte als chiffriert empfunden wurden, ist der Umstand, dass das Akrostichon nicht bemerkt wurde. Es gibt die Rahmenhandlung vor: „Gift im Forum“.

Mit den Memes hast du, Amir, einen richtigen Punkt angesprochen und dabei auch die enthaltene Steigerung angesprochen: Augen schließen → Facepalm → Kopf/Tisch. Es geht also um einen Prozess. Der Prozess bezieht sich nicht nur auf die Handlung des LI, sondern auch auf die Rahmenhandlung.

Wenn wir Gylons Aufhänger nehmen wollen, dass das LI lyrische Texte mag, dann könnte man von einem Lyrik- oder Literaturforum ausgehen, in das zunehmend eine Art Gift einsickert. Die Art des Giftes bleibt dabei der Spekulation des Lesers überlassen. Richard würde vielleicht eine Bier-Ernsthaftigkeit annehmen, die alles Entertainment niederringt. Andere hätten vielleicht übermäßige Selbstdarstellung oder schlechte Texte mit schludriger Sprache im Visir.

Wie bereits ausgeführt, herrscht beim LI eine Art von zunehmendem Unverständnis, vielleicht auch Fremdscham, Verärgerung oder gar Verbitterung. Auf den Zusammenhang von Gift und Tot(en Gedanken) weise ich nur kurz ohne nähere Ausführungen hin.

Die Fragen ohne Wiederkehr sind auch schon besprochen worden. Sie bleiben nicht nur ohne Antwort, sie wirken nach, weil die möglichen Antwortgeber bereits gegangen sind. Die Abwanderung ist das Hauptsymptom des Forensterbens.
Das LI hält aber weiter, immer noch einen Tag (vielleicht den letzten?) aus, arbeitet gegen das Gift an (Renaturierungsbestrebungen) oder bemerkt solche zumindest. Letztere scheitern jedoch wiederholt.
Was bedeutet der letzte Satz? Resignation? Erkenntnis der Unsinnigkeit? Alles doch nur ein Spiel?
Das überlasse ich der geneigten Leserschaft.

Vielleicht habe ich damit auch einige Fragen der anderen, z.B. von Richard, beantworten können.

Ihr findet selten von mir Texte ohne Reime, aber diese Dichte wäre gereimt nicht möglich gewesen (Gegenbeweise würde ich aber gerne lesen!). Das Akrostichon ist mir hier Form genug.

Der Titel? Wie ein Forist bereits richtig vermutete, bezog ich mich auf ein Gedicht mit dem Titel „One Night Stand“ und die Vorgänge in dem entsprechenden Faden.
Ich hatte in diesem „meinem“ Faden bereits einige Gedanken zum Thema „Respekt“ und „konstruktive Kritik“ dargelegt.
Nochmals herzlichen Dank an dieser Stelle an euch, Amir und Gylon, die ihr mir sehr ausführlich schildern konntet, wo und wie mein Gedicht wirkt, ohne dass ich es erst vorkauen musste. Ihr habt bewiesen, dass konstruktive Kritik und echte „Textarbeit“ sehr wohl machbar ist und dabei auch nicht nur positiv ausfallen muss.

In meinen Augen, und das bestätigt u.a. der Weggang von Gummibaum, der ja einen klaren Grund angab, steht „unser“ Forum Poetry vor dem Scheideweg. Einige suchen Qualität und verreißen alles, was diese ihrer Meinung nach nicht aufweist. Einige suchen Entertainment und sind dazu auch bereit, andere mehr als nur vor den Kopf zu stoßen. Einige suchen vor allem eine große Projektionsfläche für ihr Ego. Einige suchen ein Mindestmaß an gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Alles scheint sich unversöhnlich gegenüber zu stehen.

Ich persönlich glaube, man kann die anderen nicht erziehen. Aber man kann ein Beispiel dafür abgeben, wie man selbst gerne behandelt werden möchte und man kann loben, was man für lobenswert erachtet. Und man kann natürlich Gedichte wie dieses Einstellen und darüber diskutieren.

Den Mitschreibern, -lesern und -grüblern in diesem Faden vielen Dank für die Anteilnahme und eine schöne Woche.

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 02.07.2019, 21:28   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Stachel Beitrag anzeigen
Ich persönlich glaube, man kann die anderen nicht erziehen.
Ich glaube es nicht, sondern ich weiß es.

Danke.
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Alt 03.07.2019, 07:11   #19
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
.
In meinen Augen, und das bestätigt u.a. der Weggang von Gummibaum, der ja einen klaren Grund angab, steht „unser“ Forum Poetry vor dem Scheideweg. Einige suchen Qualität und verreißen alles, was diese ihrer Meinung nach nicht aufweist
Lieber Stachel,

ich habe bisher keinen Kommentar zu diesem Gedicht abgegeben, weil ich zwar dunkel ahnte, um was es ging, mir aber Informationen fehlten, weil ich seit fast einem halben Jahr bestimmte Kommentare einfach wegklappe. Es hat einfach keinen Zweck, Kommentare von jemand zu lesen, der sowieso alles schlecht macht, was nicht von ihm kommt und seine unreflektierte Meinung schon fünf Minuten nach dem Einstellen eines Textes drunter setzen muss. Die kann gar nicht durchdacht sein.

Meiner Meinung nach werden solche Kommentare hier immer noch viel zu ernst genommen.

Übrigens, das Wort Facepalm kannte ich noch gar nicht. Habe hier durch das Gedicht wieder etwas dazugelernt.

LG DieSilbermöwe
DieSilbermöwe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2019, 07:29   #20
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Lieber Stachel,

wieder einmal habe ich nicht erkannt, dass ein seltsam anmutender Text ein Akrostichon verbirgt. Unglaublich, eigentlich sollte ich inzwischen aufmerksamer sein. Bemerkenswert, wer sich alles aus der Reserve hat locken lassen und genau das bestätigt, was du in deinem letzten Kommentar so überaus deutlich dargelegt hast.

Interessant finde ich die verschiedenen Interpretationen, die auch zeigen, dass es zum Glück noch User gibt, die sich wirklich mit einem Text auseinandersetzen.

Hut ab und freundliche und anerkennende Grüße
Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2019, 12:31   #21
Stachel
 
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Lieber Nöck,

dein Zuspruch tut mir ausgesprochen gut und auch, dass du nochmal den Bogen zum gesamten Faden spannst. Herzlichen Dank dafür!

Liebe Silbermöwe,

du hast dir zuerst keinen Kommentar zugetraut. Ich glaube, dass so etwas öfter und mehreren passiert und vor allem damit zusammenhängt, dass nicht nur die ursprünglichen Texte sondern häufig auch gezielt wohlwollende Kommentare angegriffen werden. Ich finde das mehr als schade, denn es gibt in der Interpretation kein „richtig“ und „falsch“, zumindest viel weniger als manche Poster Glauben machen wollen. In meinen Augen ist ein Ziel der Auseinandersetzung das Aufzeigen der Wirkung beim Leser, ein weiteres der genauere Blick darauf, was diese Wirkung ausgelöst haben mag. Welche Techniken werden verwendet, warum wirken sie so.
Es muss jedem selbst überlassen bleiben, wie tief er in die Interpretation einsteigt und nicht jeder hat so viel Lust an „Fleißarbeit“ wie ich. Aber es sollte doch bitte mehr sein als „gefällt mir nicht, weil ist scheiße“, und zwar mehr an Inhalt, nicht an Worten.

Spannend ist es dann zu sehen, dass der gleiche Text bei der einen Beklemmung und beim nächsten Heiterkeit auslösen kann. Wie könnte man das feststellen, wenn die Leserschaft sich nicht traute, unbefangen und ohne Angst vor „falscher Interpretation“ zu schreiben. Nöck hat das in seinem Kommentar ebenfalls angesprochen.
Wenn das Interesse hieran erlahmt, stirbt das Forum. Wenn wir uns also von einigen wenigen, unabhängig von deren Position und Macht hier, einschüchtern lassen, geben wir den Kampf auf.
Ich finde es sehr verständlich, dass du in diesem Zusammenhang "Trollkommentare", so will ich sie mal bezeichnen, einfach aussortierst und überspringst. Das halte ich für einen sehr guten, aber auch einen passiven Weg.
Ich möchte daher einen Schritt weiter gehen und der negativen Übermacht positive Posts entgegensetzen. Mit „positiv“ meine ich dabei vor allem Beispiele konstruktiver Kritik und die ernsthafte, wohlwollende Auseinandersetzung mit Texten und Autoren.

Wie viel Erkenntnis kann doch in einem Faden stecken, wenn sich nicht alle von den Trollen abhalten lassen, eigene Gedanken einzubringen.

Freundliche Grüße von
Stachel
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Alt 03.07.2019, 13:30   #22
animar
 
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Beiträge: 56

Zitat:
Zitat von Stachel Beitrag anzeigen
Ich glaube, dass so etwas öfter und mehreren passiert und vor allem damit zusammenhängt, dass nicht nur die ursprünglichen Texte sondern häufig auch gezielt wohlwollende Kommentare angegriffen werden. Ich finde das mehr als schade, denn es gibt in der Interpretation kein „richtig“ und „falsch“, zumindest viel weniger als manche Poster Glauben machen wollen. In meinen Augen ist ein Ziel der Auseinandersetzung das Aufzeigen der Wirkung beim Leser, ein weiteres der genauere Blick darauf, was diese Wirkung ausgelöst haben mag. Welche Techniken werden verwendet, warum wirken sie so.
Es muss jedem selbst überlassen bleiben, wie tief er in die Interpretation einsteigt und nicht jeder hat so viel Lust an „Fleißarbeit“ wie ich. Aber es sollte doch bitte mehr sein als „gefällt mir nicht, weil ist scheiße“, und zwar mehr an Inhalt, nicht an Worten.

Spannend ist es dann zu sehen, dass der gleiche Text bei der einen Beklemmung und beim nächsten Heiterkeit auslösen kann. Wie könnte man das feststellen, wenn die Leserschaft sich nicht traute, unbefangen und ohne Angst vor „falscher Interpretation“ zu schreiben. Nöck hat das in seinem Kommentar ebenfalls angesprochen.
Wenn das Interesse hieran erlahmt, stirbt das Forum. Wenn wir uns also von einigen wenigen, unabhängig von deren Position und Macht hier, einschüchtern lassen, geben wir den Kampf auf.
Ich finde es sehr verständlich, dass du in diesem Zusammenhang "Trollkommentare", so will ich sie mal bezeichnen, einfach aussortierst und überspringst. Das halte ich für einen sehr guten, aber auch einen passiven Weg.
Ich möchte daher einen Schritt weiter gehen und der negativen Übermacht positive Posts entgegensetzen. Mit „positiv“ meine ich dabei vor allem Beispiele konstruktiver Kritik und die ernsthafte, wohlwollende Auseinandersetzung mit Texten und Autoren.

Wie viel Erkenntnis kann doch in einem Faden stecken, wenn sich nicht alle von den Trollen abhalten lassen, eigene Gedanken einzubringen.
Hallo Stachel,
genau das ist ein Grund, warum du mir sehr sympathisch bist. Seit vielen Jahren bin ich hier schon als stille Leserin dabei und dich habe ich stets als höflicher und sachlicher Textschreiber wahrgenommen. Du bleibst stets bei dir, freundlich, höflich und behandelst die anderen User stets mit Respekt. Bisher habe ich noch nie gesehen, dass du persönlich bzw. polemisch wirst. Du vergisst nicht, dass am anderen Ende des PC's ein Mensch mit Gefühlen und eigenen Gedanken sitzt. Du gehörst zu den einigen Usern, die wissen, dass der gute Ton immer angenehm rüber- und auch ankommt. (eben der Ton macht die Musik!) Das finde ich toll.

Ich selbst kann aufgrund meiner Behinderung (deutsche Sprache ist nicht meine Muttersprache) nicht immer gut sagen, was und wo mich bewegt, und auch deswegen nicht immer meine sachliche Kritik abgeben.

VG animar
animar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2019, 22:26   #23
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von animar Beitrag anzeigen
Hallo Stachel,
genau das ist ein Grund, warum du mir sehr sympathisch bist. Seit vielen Jahren bin ich hier schon als stille Leserin dabei und dich habe ich stets als höflicher und sachlicher Textschreiber wahrgenommen. Du bleibst stets bei dir, freundlich, höflich und behandelst die anderen User stets mit Respekt. Bisher habe ich noch nie gesehen, dass du persönlich bzw. polemisch wirst. Du vergisst nicht, dass am anderen Ende des PC's ein Mensch mit Gefühlen und eigenen Gedanken sitzt. Du gehörst zu den einigen Usern, die wissen, dass der gute Ton immer angenehm rüber- und auch ankommt. (eben der Ton macht die Musik!) Das finde ich toll.

Ich selbst kann aufgrund meiner Behinderung (deutsche Sprache ist nicht meine Muttersprache) nicht immer gut sagen, was und wo mich bewegt, und auch deswegen nicht immer meine sachliche Kritik abgeben.

VG animar
Hallo animar,

ich freue mich sehr über dieses riesige Lob. Herzlichen Dank dafür! Von einer Behinderung kann ich übrigens nichts bemerken, eher von einer Bereicherung.
Schön dass du da bist.

Freundliche Grüße von
Stachel
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