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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 20.06.2012, 09:09   #1
männlich Schmuddelkind
 
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Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.813

Standard Der ganze Mensch

Der ganze Mensch, das ist das Kind
und erst im Streben nach Vollkommenheit
hält Mangel Einzug in sein Leben.

Erst wenn wir nah dem Tode sind,
aus tiefstem Grund zum Leben dann bereit,
gewillt für etwas viel zu geben,

ahnen wir des Ursprungs Glück
und können nimmer mehr zurück.
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Alt 20.06.2012, 21:44   #2
Thing
R.I.P.
 
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Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

So früh, Schmuddelkind, bereits diese schmerzliche Erkenntnis?
Gut gemacht!

LG
Thing
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Alt 20.06.2012, 22:24   #3
männlich Ex-Peace
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2011
Beiträge: 3.450

Das gefällt mir sehr gut, Schmuddi.

Tiefe Gedanken, die ich nachempfinden kann.
Sehr schön stringent zusammengeführt.

Liebe Grüße
Peace
Ex-Peace ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2012, 23:33   #4
männlich Schmuddelkind
 
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Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.813

Vielen Dank für euer Lob!

Zitat:
So früh, Schmuddelkind, bereits diese schmerzliche Erkenntnis?
Sie muss nicht unbedingt so schmerzlich sein. Ich denke, man hat es in der Hand, wenigstens etwas von der beschriebenen Ursprünglichkeit zu bewahren. Insofern hat der Schluss, wie ich ihn lese, eher mahnenden Charakter.

Zitat:
Sehr schön stringent zusammengeführt.
Ja, die Stringenz konnte ich hier endlich auch mal wieder wahrnehmen. Das Gedicht ist auch in einem einzigen Moment, aus einem Guss entstanden.

LG
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2012, 18:18   #5
männlich Jeronimo
gesperrt
 
Dabei seit: 10/2011
Alter: 66
Beiträge: 4.223

Ein junger Mann und schon so weise! Berührend!
Jeronimo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2012, 20:12   #6
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 23.198

Das ist ganz groß, Schmuddelkind!

Ich mußte es mehrmals lesen, bis ich rausfand, an was mich Deine weisen Verse erinnern: an Hermann Hesse.

Aber nicht so sehr des Inhalts wegen - es war eine andere Besonderheit, die mein Gedächtnis in Gang setzte. In seinem Gedicht "Stufen" geht Hesse nach der allgemeinen Betrachtung in der ersten Strophe in die "wir-Form" über, und bei Deinem Gedicht ist es ebenso. Das fiel mir auf, denn bei Hobby-Poeten passiert dieser Wechsel meist ungewollt und unbemerkt. Aber bei Deinen Versen paßt es.

LG
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2012, 21:43   #7
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.813

Danke!

Weise - na ja, ich weiß nicht.

"Stufen" von Hermann Hesse mag ich sehr. Zu Hesse selbst hatte ich früher mal einen direkteren Zugang. Heute sehe ich seine Werke etwas ambivalent. Dass er mit der deutschen Sprache umgehen konnte, nehme ich aber nicht zurück.

Meine Verse sind v.a. inspiriert durch meine Beschäftigung mit Rousseau und was ich daraus für mein Leben gemacht habe.

Danke fürs Lesen!

LG
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2012, 23:04   #8
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 23.198

Ich mag Hesse überhaupt nicht.

Aber Dein Gedicht mag ich sehr.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2012, 23:41   #9
männlich Schmuddelkind
 
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Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.813

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Stichworte
entfremdung, ursprünglichkeit, kinder

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