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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 08.09.2017, 07:46   #1
männlich DrKarg
 
Dabei seit: 01/2012
Alter: 71
Beiträge: 3.501

Standard Lob der Dankbarkeit


Lob der Dankbarkeit

©Hans Hartmut Karg
2017

Kinder wollen früh schon alles haben,
Denn so sichern sie sich dieses Leben.
Und sie wollen sich an allem köstlich laben,
Ja, zunächst den Mitkindern nichts geben.

Später lernen sie erst durch Beobachtung und Elternmacht,
Dass man teilen muss, um zu erwarten
Jene Zuwendung vom Nächsten mit Bedacht,
Weil die Egoismen nicht ausufern und entarten.

Wer das Teilen recht früh lernt, weil es verlangt
Und weil im Elternhaus dahin gewirkt,
Ist am hohen Lebensziel, das sich bedankt
Für Engagements, weil das soziale Hilfe birgt.

Das Egomanische wird früh zurück gedrängt
Und Neid und Missgunst kommen gar nicht auf,
Ein gut Erzogener die Lösungen mitdenkt
Als Sorge für des Nächsten Lebenslauf.

Daraus erwächst dem Guten Dankbarkeit,
Wenn seine Hilfen Früchte tragen
Und er erspürt, dass Andere bereit
Zu loben und ihm Dank zu sagen.

Wer dankbar sein kann in der weiten Welt,
Der wird im Nahraum auch dankbarer sein,
Weil er das Eigene hintan gestellt:
Er lässt den Nächsten so nicht mehr allein.

Die Schöpfung, Menschen, Leben lieben,
Das lehrt uns Anstand und Bescheidenheit.
Gerechtigkeit kann dann anschieben,
Was bleibt an Schönheit und Gemeinsamkeit.

So erst wächst nach und nach Verantwortung,
Schafft auch in den Gemütern Hochgefühle,
Hält mit Wertschätzung unsere Seelen jung,
Mit denen wir erarbeiten sehr hohe Lebensziele.

Den Dankbaren belohnt ein Gott,
Dem Undankbaren droht Bestrafung,
Denn Letzterer erkennt nicht Nächstennot,
Führt andere in Kumpanei, Versklavung.

Die Mutter aller Tugend bleibt die Dankbarkeit,
Sucht in uns nach den besten Seelenkräften,
Ist Vorbild für die Jugend, die doch längst bereit,
Das Gute an die jungen Fersen anzuheften.

*
Zitat 1:
„An Prosa und Gedichten sich täglich erfreuen,
Das schafft doch überwiegend gute Laune.
Da muss des Lebens Sinn sich niemals reuen,
Denn dankbar ist auch der, der staune.“
*
Zitat 2:
„Nicht immer neue Begehrlichkeiten suchen und wecken,
Nach vorn schauen und im Leben Großes entdecken,
Dem Sein verbunden sein und nicht dem Schein,
Dem Hmmel für die Wohltaten dankbar sein.“

*

Zitat 3:
CICERO: „Dankbarkeit ist die Mutter aller Tugenden.“

*
DrKarg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2017, 08:03   #2
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City
Beiträge: 20.414

Zitat:
Zitat von DrKarg Beitrag anzeigen
Später lernen sie erst durch Beobachtung und Elternmacht,
Dass man teilen muss, um zu erwarten
Jene Zuwendung vom Nächsten mit Bedacht,
Weil die Egoismen nicht ausufern und entarten.
Sorry, Hans, aber du bist nicht auf der Höhe der psychologischen Forschung. Das Gegenteil ist nämlich der Fall: Kleine Kinder, die man selbst entscheiden lässt, teilen freiwillig mit anderen Kindern. Der Egoismus wird ihnen von den Erwachsenen anerzogen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.09.2017, 12:14   #3
männlich DrKarg
 
Dabei seit: 01/2012
Alter: 71
Beiträge: 3.501

Standard Re: Lob der Dankbarkeit

Liebe Ilka-Maria,
das mag natürlich richtig sein. Ich kenne diese Forschungsergebnisse. Der von Dir herausgestellte Vers ist ironisch gemeint.
Herzliche Grüße H. H. Karg
DrKarg ist offline   Mit Zitat antworten
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