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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 13.03.2019, 07:09   #1
weiblich Silver
 
Dabei seit: 08/2014
Beiträge: 103

Standard Im Früh taut´s

Wenn Sternenblumen

die Himmelswiese

wieder einmal bunt verzieren

und des Bodens harter Krumen

beginnt, den Starrsinn zu verlieren

dann schmeichelt uns die Sonne mild

und malt uns Freude ins Gesicht

zeichnet im Herzen uns ein Bild

das durch Farbenpracht besticht

lässt uns neues Leben schmecken

welches grün ganz zart erwacht

vermag´s Lächeln in uns zu wecken

der Morgen früht nach tiefer Nacht

Silver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 00:23   #2
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.352

Mir macht das Frühlingslaune, liebe Silver.
Gruß, aus einem Regentag
Unar
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 03:05   #3
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 8.361

liebe S -

Zitat:
lässt uns neues Leben schmecken
aber nur wenn wir muh-kuhlis sind. ansonsten eine lustige vermischung von astro mit terra caecusna...über vieles konnte ich grinsen...weil es lustig ist, wie manche textro-energetikerinnen - wie du - die worte mit weihnachtskugeln und schmuckmaschen versehen.

vlg
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 15:59   #4
männlich Plutino
 
Dabei seit: 02/2019
Beiträge: 226

Zitat:
Wenn Sternenblumen

die Himmelswiese

wieder einmal bunt verzieren
Ähm. Die Milchstraße kann recht bunt aussehen? Meinst du die? Die sieht man im Frühling nicht unbedingt besser als im Winter, oder? Und Farbunterschiede zwischen Sternen mit bloßem Auge festzustellen, ist gar nicht so einfach, glaub’ ich.

Ich kann mir zwar eine Blumenwiese vorstellen, die in den Morgenhimmel übergehen zu scheint, aber falls das deine den Zeilen zugrunde liegende Vorstellung war, ist sie nicht klar genug herausgearbeitet. Eben weil man (zumindest ich) doch erst einmal versucht, die bunten Blumen auf dem Nachthimmel zu entdecken. Abgesehen davon scheint gerade die Sonne aufzugehen. Die überstrahlt doch recht schnell die Sterne.

Zitat:
und des Bodens harter Krumen

beginnt, den Starrsinn zu verlieren

dann schmeichelt uns die Sonne mild

und malt uns Freude ins Gesicht

zeichnet im Herzen uns ein Bild

das durch Farbenpracht besticht
Das gefällt! Besonders die ersten beiden von mir zitierten Zeilen. Die sind brilliant!

Zitat:
lässt uns neues Leben schmecken

welches grün ganz zart erwacht
Ich kann Ralfchens Assoziation nachvollziehen.

Zitat:
Zitat von Silver Beitrag anzeigen
vermag´s Lächeln in uns zu wecken
Die Zeile lässt sich wahrscheinlich eleganter lösen.

Zitat:
Zitat von Silver Beitrag anzeigen
der Morgen früht nach tiefer Nacht
Brilliant!

Insgesamt gehört das Gedicht zum Besten, das ich bisher hier auf dem Forum lesen durfte. Trotz der Schwächen. Es enthält einige sehr kunstvolle Zeilen. Und es klingt einfach wunderbar, äh fluffig. Bis auf die Zeile mit dem Lächeln. Wobei das Problem nicht darin besteht, dass etwas ein Lächen zu wecken vermag. Es liegt eher an dem ›s‹ (also dem bestimmten Artikel). Der unbestimmte Artikel an der Stelle wirkte hingegen so, als sei das Lächeln nur von kurzer Dauer.
Plutino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 16:10   #5
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 8.361

Zitat:
Zitat von Plutino Beitrag anzeigen
Insgesamt gehört das Gedicht zum Besten, das ich bisher hier auf dem Forum lesen durfte. Trotz der Schwächen. Es enthält einige sehr kunstvolle Zeilen. Und es klingt einfach wunderbar, äh fluffig. Bis auf die Zeile mit dem Lächeln. Wobei das Problem nicht darin besteht, dass etwas ein Lächen zu wecken vermag. Es liegt eher an dem ›s‹ (also dem bestimmten Artikel). Der unbestimmte Artikel an der Stelle wirkte hingegen so, als sei das Lächeln nur von kurzer Dauer.
genau - daran kann man wieder erkennen wie unwichtig die perfekte reimtechnik vis a vis einer köstlichen aussage und eines virulent süssen geschwafels ist.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 16:30   #6
männlich Plutino
 
Dabei seit: 02/2019
Beiträge: 226

Also Moment. Das Böse darf genauso wenig schwächeln wie das Gute. Und in deinen Texten überwiegt das Böse. Aber dein Böses gallopiert oft fröhlich dahin. Ein Mephisto bist du nicht unbedingt. Wenn ich einige deiner Gedichte lese, mache ich mir eher Gedanken über dich als über deine LIs.

In dem Zusammenhang erinnere ich dich an dein Gedicht, das ich als ›Vergewaltigungsfantasie‹ bezeichnet hatte. Das fand ich in Bezug auf die Fröhlichkeit der Ausführung schon etwas bedenklich. Nicht etwa, weil ich denke, dass so etwas nicht erlaubt sein sollte. So gut wie alles sollte in Texten erlaubt sein. Nur konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du und dein LI gut befreundet miteinander sind. Ich habe also Spuren von Reflektion vermisst.

Mir ist es relativ egal, was thematisiert wird, nur sollte es einigermaßen plausibel sein. Wer in der Welt nur Boshaftigkeit entdeckt, ist auch nicht unbedingt Realist. Ich entdecke übrigens auch (?) mehr Böses als Gutes in der Welt, jedenfalls im irdischen Teil der Welt. Im Kosmos sind Gut und Böse extrem stark verdünnt. Unter der Annahme, dass nur auf der Erde Leben existiert, das entwickelt genug ist, um Gut oder Böse sein zu können.

@ Silver

Ich finde, dass dein Gedicht einen anderen Titel verdient. Mir kommt nämlich jedes Mal das Lied Im Frühtau zu Berge in den Sinn. Ist das Absicht?

Geändert von Plutino (16.03.2019 um 17:37 Uhr)
Plutino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 17:37   #7
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 8.361

Zitat:
Zitat von Plutino Beitrag anzeigen
Also Moment. Das Böse darf genauso wenig schwächeln wie das Gute. Und in deinen Texten überwiegt das Böse. Aber dein Böses gallopiert oft fröhlich dahin. Ein Mephisto bist du nicht unbedingt. Wenn ich einige deiner Gedichte lese, mache ich mir eher Gedanken über dich als über deine LIs.

servus -

das magst du gerne denken. ich bin exakt das gegenteil von dem was ich schreibe. das ist aber für diesen bereich und das was du dir für ein pic von mir zusammengebastelt hast, ziemlich egal, sondern nur in meiner beziehung zu wirklichen menschen bedeutsam und nicht für digital card-board characters...du verstehst was ich sagen will.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 21:24   #8
weiblich Silver
 
Dabei seit: 08/2014
Beiträge: 103

Standard Hallo Unar, Ralf und Plutino

Vielen Dank für das Lesen und Kommentieren meines Gedichtes.

Unar: Es freut mich, dass es die Regenwolken vertreibt.

Ralf: Nein, ich meine keine Kühe, das Leben schmecken, kosten, welches im frischen Grün (Frühling) erwacht.

Plutino: Die ersten Zeilen sind reine Phantasie. Die "Himmelsschlüsselchen" sind ja auch keine kleinen Türöffner zum Himmel. Da war ich mal kreativ und habe den funkelnden Sternenhimmel mit einer Blumenwiese verglichen. Der Titel: Ja, in der Frühe, da taut es und die ersten zarten Blümelein zeigen sich. Die Zeile mit dem Lächeln wäre zu ändern.

Ich danke für die Lesezeit und die Gedanken, die Ihr Euch gemacht habt.

Liebe Grüße Silver
Silver ist offline   Mit Zitat antworten
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frühling, morgen, taut

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