Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Düstere Welten und Abgründiges

Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 25.03.2018, 21:05   #1
weiblich prokrastination
 
Dabei seit: 03/2018
Beiträge: 10

Standard Vanitas

Wie Blumen werden welk, so welkt auch jeder Leib
Die Zeit frisst sich in jedes Menschen Eitelkeit
Kaum das Licht der Welt erblickt, beginnt der Leib zu sterben
Allmählich aber doch beginnt er zu verderben
Wie bei Fleisch, das lange in der Sonne liegt
Ist es die Fäulnis, die sich letztlich an uns schmiegt
prokrastination ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2018, 21:47   #2
weiblich Zaubersee
 
Benutzerbild von Zaubersee
 
Dabei seit: 11/2014
Ort: Das Meer ist mein Garten aus Kristallen und Träumen ...
Alter: 62
Beiträge: 2.309

Hallo Prokrastination,


Du hast es geschafft, auf poetische Weise, einen eher unerfreulichen Ablauf/Ausgang des menschlichen Lebens darzustellen.

Zitat:
Die Zeit frisst sich in jedes Menschen Eitelkeit
... jaja ....

keine Ahnung, warum mir diese Deine zärtlichspöttische Poesie gefällt ... aber sie gefällt mir. Ein wenig wie Darm mit Charme ... und wunderbar trocken.

LG
Zaubersee

Kleine Anmerkung by the way: Ich glaube z.B die Zeile : "Wie bei Fleisch ..." ist metrisch nicht ganz rund .... ich bin aber nicht die Metrikmeisterin ... das können andere besser beurteilen.
Zaubersee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2018, 21:56   #3
weiblich Unar die Weise
 
Benutzerbild von Unar die Weise
 
Dabei seit: 10/2016
Ort: in einem sagenhaften Haus
Alter: 37
Beiträge: 4.737

Zitat:
Zitat von prokrastination Beitrag anzeigen
Wie Blumen, die welken, so welkt auch jeder Leib
Die Zeit frisst sich in, eines jeden Menschen, Eitelkeit
Kaum das Licht der Welt erblickt, beginnt der Leib zu sterben
Allmählich, aber doch bestimmt, beginnt er zu verderben
Wie bei Fleisch, das zu lange in der Sonne liegt
Ist es die Fäulnis, die sich letztlich an uns schmiegt
Gefällt mir. Verwesung in, nicht unschöne, Worte gepackt.
Packte mich schließlich auch.
Ich habe noch Worte hinzugefügt.

Unargruß mit einem Willkommen
Unar die Weise ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2018, 22:08   #4
männlich Flocke
 
Benutzerbild von Flocke
 
Dabei seit: 12/2016
Ort: NRW
Alter: 66
Beiträge: 60

Hallo Prokrastination,

das nenne ich mal einen gelungenen nick-name! Er passt gut zu deinem Vanitas-Gedicht, deinem Gedicht über die Vergänglichkeit.

Ich habe gegoogelt:
"Das Verb prokrastinieren bedeutet „aufschieben“, „vertagen“ und meint das unnötige und hinderliche Verschieben von wichtigen Aufgaben oder Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt. Es ist ausdrücklich nicht das legitime Aufschieben aufgrund äußerer Umstände gemeint."

Leben, so schilderst du überaus anschaulich, ist prokrastinierter Tod!

LG Flocke
Flocke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2018, 22:36   #5
weiblich prokrastination
 
Dabei seit: 03/2018
Beiträge: 10

Liebe Menschen,

vielen Dank für eure Kommentare und dass ihr mich so herzlich willkommen heißt!
Ich freue mich wahnsinnig über euer tolles Feedback und eure Verbesserungsvorschläge, welche bereits zum Großteil in die Urfassung übernommen wurden!

Viele Grüße,
eure Prokrastination
prokrastination ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Vanitas

Stichworte
tod, vergänglichkeit, verwesung

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Vanitas nightowl Gefühlte Momente und Emotionen 0 04.01.2013 14:24
Vanitas Samalander Düstere Welten und Abgründiges 1 10.02.2010 21:04


Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.