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Die Philosophen-Lounge Forum für philosophische Themen, Weisheiten und Weltanschauungen.

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Alt 02.09.2021, 14:35   #1
männlich Luigi B
 
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Standard Ohne Islam kein Islamismus

Der Islam liefert einige Steilvorlagen.
Apodiktisch, unumkehrbar, diktatorisch, willkürlich interpretierend, intolerant, machthungrig vereinnehmend, widersprüchlich, die "Ungläubigen" als Feinbilder und was noch alles?
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Alt 03.09.2021, 15:14   #2
männlich dunkler Traum
 
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... bin ja so froh, dass es so etwas bei den Christen und Juden nicht gibt. Mag sein, das du recht hast, doch der werfe den ersten Stein ...
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Alt 03.09.2021, 15:56   #3
männlich Luigi B
 
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Standard Zu dunkler Traum

Leider hat es Ähnliches auch schon im Katholizismus gegeben, doch hat sich hier rein faktisch schon eniges geändert, der große Unterschied: Hier sind Reformen möglich, wenn auch noch kaum ausgeführt. Die Maffia um den Papst herum trägt Schuld an der Starre.
LG Luigi B
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Alt 03.09.2021, 16:01   #4
weiblich Ilka-Maria
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Die "Maffia" auf dem "Floß" des Vatikans ...
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Alt 03.09.2021, 21:51   #5
männlich dunkler Traum
 
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... und somit meine ich, du sollst keine Religion verdammen. Alle tragen an ihrem Schisma, sind auslegbar etc. etc.. Erst wenn Staat und Religion getrennt werden, besteht die Möglichkeit nicht wegen der Religion in Krieg zu ziehen, sondern wegen Macht und Profit (ist natürlich viel besser *zwinker).

Auch inwieweit Rechte einzelner Gruppen (Frauen etc.) eingeschränkt werden, liegt immer in der Auslegung.
Ich bin in einer Diktatur groß geworden, ohne sie bis heute zu verdammen. Dort zählte der Einzelne weniger, sondern die Gemeinschaft, dies vermisse ich ein wenig.
Lenins unterstellte Aussage "Religion ist Opium fürs Volk" zählte nur solange, wie Religion die Herrschenden unterstützte. Glauben scheint für viele wichtig, ohne sich immer an alle Regeln zu halten. Leider fehlt manchmal auch das Wissen, so das ein bedingsloser Glaube geschürt werden kann. Ich persönlich halte die Institutionen hinter dem Glauben für schadhafter, als den Glauben selbst.

wünsche schöne Träume
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Alt 04.09.2021, 05:35   #6
männlich Vers-Auen
 
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Zitat:
Zitat von Luigi B Beitrag anzeigen
Der Islam liefert einige Steilvorlagen.
Apodiktisch, unumkehrbar, diktatorisch, willkürlich interpretierend, intolerant, machthungrig vereinnehmend, widersprüchlich, die "Ungläubigen" als Feinbilder und was noch alles?
Der Islam ist eine Religion des Friedens und gehört zu Deutschland.

Der Begriff: „Islamismus“ gefällt mir nicht, denn hier wird
pauschal der Islam in den Terrorismus Topf geworfen.

Die Religionen sind nicht das Übel, übel sind diejenigen welche die Religion für
ihren faschistischen Fanatismus, Extremismus, Terrorismus, usw. nutzen.


Maas will Taliban unter bestimmten Bedingungen Geld zahlen

Die Bundesregierung hat den islamistischen Taliban in Aussicht gestellt, dass Deutschland
die derzeit gestoppten Entwicklungshilfe-Zahlungen für Afghanistan wieder aufnimmt.

https://www.welt.de/politik/ausland....ld-zahlen.html

Ein passender Leser-Kommentar, denn mit Terroristen verhandelt man nicht.

„Die Unterstützung ausländischen terroristischer Vereinigungen steht unter Strafe.
Überweist Maas auch nur einen Cent an die Taliban, muss der Generalbundesanwalt seiner Pflicht nachgehen.“

https://www.focus.de/politik/deutsc...._20908567.html

Klartext - die Kolumne von Ahmad Mansour

Traut den Taliban-Faschisten nicht: Geld für Afghanistan fließt direkt in die Terror-Kasse

Die Taliban haben den Terrorismus beflügelt. Der Rückzug des Westens aus Afghanistan bietet vielen Terrororganisationen,
was ihnen bislang gefehlt hat, um weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten – nicht nur in Afghanistan.
Der Westen sollte sich hüten, Geld nach Afghanistan zu schicken.
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Alt 04.09.2021, 11:59   #7
männlich Luigi B
 
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Standard Zu dunkler Traum

Religionen sind per se noch kein Übel, aber sie eignen sich mehr als alle Ideologien für Missbrauch.
Doch könnte man auch ohne Religion an einen Gott glauben und seinem Gewissen und ethischen Grundsätzen folgen. Die Grundsätze der monotheistischen Religionen kommen nicht von Gott, sondern sind in uralten Zeiten, die nichts mit unserer Zeit zu tun haben, von Menschen gemacht. Die Erleuchtungen von Moses bis Mohammed wären medizinisch zu klären. Was Jesus anbelangt, er wäre der Erste, der sich dagegen auflehnen würde, wie im Lauf der Zeit das Christentum weiterentwickelt wurde, Schuldbewusstsein (u.a. Erbsünde) erzeugen, zur Macht der Kleriker. Es mussten Reformatoren wie Luther kommen. Aber auch an ihnen blieb noch was vom Alten hängen.
Dennoch, die glauben und danach leben, verdienen nicht nur meinen Respekt. Das soll uns aber nicht hindern, kritische Gedanken zu haben.
Gerade, wenn Religionen, je nach Gusto oder besser nach Zweck ausgelegt werden können und auch werden, dann öffnet das dem Missbrauch bis hin zur Machtausübung Tür und Tor.
Bezüglich Frauen gibt es da keine Auslegung, nur Fakten.
Diktaturen sind immer zu verdammen, es sei denn es käme ein moderner Kaiser Augustus.
Dass man in Nöten wie auch in einer Diktatur menschlich zusammenrückt, ist kein Verdienst der Diktatur, generell gilt: Aus Nöten werden Tugenden geboren.
"Religion ist Opium für das Volk" stammt nicht von Lenin, sondern von Marx, für mich sein bester Satz überhaupt, im Übrigen mag ich ihn, menschlch gesehen, nicht und über seine Philosophie kann man streiten. Man muss ihn zwar aus seiner Zeit heraus verstehen, aber die Folgen, ob gewollt oder nicht, des Marxismus kennen wir ja. Revolution rechtfertigt auch Blutvergießen nach Marx, wie überhaupt.
Zum Glauben werde ich hier noch öfter was zu sagen haben. Das ist für mich das Unverständliche, so viele sehen sich als gläubig und halten sich nicht an die Regeln. Mal so, mal so, wozu dann überhaupt glauben.
Da gebe ich Dir Recht, die Institutionen sind das eigentliche Übel.
Zu Deinem Satz "Leider fehlt auch das Wissen, so dass ein bedingungsloser Glaube geschürt werden kann".
Dazu Nietzsche sinngemäß: Man wird in den Glauben hineingeboren, nimmt ihn an, mit der Gewöhnung unterlässt man auch das Hinterfragen. Für Nietzsche ist Glauben "ein gebundener Geist".
LG Luigi B
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Alt 04.09.2021, 12:36   #8
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Zitat:
Zitat von Luigi B Beitrag anzeigen
Religionen sind per se noch kein Übel, aber sie eignen sich mehr als alle Ideologien für Missbrauch.
??

Durch Nationalsozialismus und Kommunismus kamen mehr Menschen gewaltsam ums Leben als durch alle Religionen zusammen. Die Gesamtzahl der Opfer liegt bei rd. 100 Mio. Dazu zählen auch die Toten durch absichtlich herbeigeführte Hungersnöte, allein in der Ukraine innerhalb eines Jahres (1932/33) ca. 6 Mio.

In Kambodscha ließ Pol Pot 25% der Bevölkerung durch Folter und Hunger umbringen.

Nur zwei Beispiele von vielen anderen.

Um das zu schaffen, bedurften faschistische und kommunistische Diktatoren keiner Religion.
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Alt 04.09.2021, 12:48   #9
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Standard Zu Vers-Auen

Den Islamismus gibt es, daran ist nich zu rütteln und man muss ihn auch so beim Namen nennen. Die Ismen-Begriffe sagen ja nur, dass eine an sich korrekte Sache
eine, Auswuchs erfahren hat. Die Frage ist immer, inwieweit der Grundbegriff zumindest in der Praxis den Ismus unterstützt.
Islam setze ich keinesfalls gleich mit Islamismus. Aber wenn in dem Stammbegriff Islam Schwächen liegen, dann können diese ausgenutzt werden.
Die allermeisten Islam-Gläubigen sind friedliche und fridliebende Menschen und gehören mittlerweile !!! auch zu Deutshland. Alles gut so, aber der Islam eignet sich auch, nicht nur in seinem Namen, Gläubige in den Terrorismus zu führen. Man höre oder sehe sich mal die Berichte von bekehrten Islamisten an.Grundsätzlich aber: Es ist verheerend, Islam und Islamismus gleichzusetzen.
Zu der Talibanangelegenheit:
"Mit Terroristen verhandelt man nicht", ich würde hinzufügen nicht ohne Not. Aber was ist wichtiger, einem Grundprinzip mit Schaden zu folgen, oder das Bestmögliche zu retten, natürlich unter Einhaltung unserer Grundwerte, so weit, wie möglich? Was das Geld anbelangt, auch mich wurmt es, dass wir erpressbar geworden sind.
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Alt 04.09.2021, 12:56   #10
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Standard Zu Ilka Maria

Ich kenne im Groben die Zahlen, aber das kann doch keine Rechtfertigung oder Verharmlosung für islamistischen Terrorismus sein.
Das mit Pol Pot wissen leider die Wenigsten, ich zähle ihn zusammen mit Stalin, Mao, Hitler zu den größten Massenmördern.
LG Luigi B
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Alt 04.09.2021, 13:08   #11
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Zitat:
Zitat von Luigi B Beitrag anzeigen
Ich kenne im Groben die Zahlen, aber das kann doch keine Rechtfertigung oder Verharmlosung für islamistischen Terrorismus sein.
Wer spricht denn von Rechtfertigung oder Verharmlosung? Es geht um die Behauptung, Religionen eigneten sich mehr als alle anderen Ideologien zu Missbrauch. Das stimmt schlicht und einfach nicht. Jede Ideologie trägt gleichermaßen das Zeug in sich, Menschen zu manipulieren und Fanatiker aus ihnen zu machen.
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Alt 04.09.2021, 18:43   #12
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Standard Zu Ilka Maria

Ich widerspreche Dir nicht gern, aber keine Ideologie kann so missbraucht werden wie die Religionen. Sie haben etwas, was alle anderen nicht haben, es geht um die vermeintliche ewige Seligkeit, für die nur allzu viele Menschen auch heute noch, insbesondere im Islam, bereit sind alles zu tun, zu opfern, wenn es verlangt oder suggeriert wird. Die Religionen haben ein seelisches Erpressungspotential. Der Glaube kann Berge versetzen, wo auch immer. Da muss noch keine Gewalt angewendet werden. Versprechen und Drohen reichen aus. Die Religionen haben schon ohne Missbrauch eine Macht ohnegleichen, wenn sie nicht missbraucht wird, wird sie genutzt.
Von den Folgen der verschiedenen Ideologien ist jetzt nicht gesprochen.
LG Luigi B
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Alt 04.09.2021, 20:47   #13
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Zitat:
Zitat von Luigi B Beitrag anzeigen
Ich widerspreche Dir nicht gern, aber keine Ideologie kann so missbraucht werden wie die Religionen. Sie haben etwas, was alle anderen nicht haben, es geht um die vermeintliche ewige Seligkeit, für die nur allzu viele Menschen auch heute noch, insbesondere im Islam, bereit sind alles zu tun, zu opfern, wenn es verlangt oder suggeriert wird. Die Religionen haben ein seelisches Erpressungspotential.
Völlig falsch. Andere Ideologien, die nicht religiös begründet sind, leisten das gleiche, wahrscheinlich sogar besser, denn in keiner religiösen Tradition glauben alle Menschen an Gott oder an ein Leben nach dem Tod. Auch nicht im Islam, wo man bekanntlich eher die Ungebildeten mit solchen Ammenmärchen manipulieren kann.

Die Nationalsozialisten in Deutschland brauchten für den Aufbau ihrer Ideologie keine Religion, sondern eine Weltverschwörungstheorie, den Rassenwahn, die Bedürfnisweckung nach Raum im Osten ("Blut und Boden"), Förderung des Denunziantentums, Eingriff in die Erziehung der Jugend, Mütterverherrlichung, Körperkult und einen talentierten Propagandaminister. Die Aussicht, sich am Eigentum der Verfolgten und Vernichteten bereichern zu können, ist ein weit wirkungsvolleres Motiv als jedes Paradiesversprechen. Das war im Stalinismus nicht anders: Unter dem Vorwand, die Herrschaft des Arbeitertums durchzusetzen, wurden vornehmlich der Adel, die Großgrundbesitzer und die Intelligentia, also die Inhaber des Kapitals, vernichtet.

Hitler brauchte für seine Ziele eine solche Propaganda, denn mit religiösen Motiven wäre er nicht weit gekommen. Und die Ideologie, mit denen die Bereitschaft zum ersten Weltkrieg geweckt wurde, nämlich für Ehre, Volk und Vaterland zu sterben, zog nach der bitteren Erfahrung von 1918 auch nicht mehr. Aber den Menschen einzureden, es gäbe eine kapitalistische Weltverschwörung, die ihnen ihr Hab und Gut wegnehmen und die Weltherrschaft anstreben wolle, war 90 Jahre nach Beginn der Industrialisierung Deutschlands und des Kapitalismus eine Grundlage für seine Ideologie, wie er keine bessere hätte finden können.
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Alt 04.09.2021, 22:16   #14
männlich dunkler Traum
 
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Scheinbar fallen immer wieder in allen Zeiten Menschen auf Demagogen herein, welche ihnen das Himmelreich auf Erden versprechen oder auch nur, dass Sie besser sind als Die.
Hört euch das Gerede über die Hartzbezieher an, welche mit vielen Kindern von "unserem" Geld leben. Auch über Gläubige mit vielen Kindern wird "geredet" und das blöde ist, gelegentlich kann ich mich da auch nicht raus nehmen. Wir sind einfach so gestrickt, es fördert den sozialen Zusammenhalt mit meinem Gesprächspartner, obwohl wir vermutlich beide wissen, das sich das nicht schickt, weil es diskriminiert.
Ich halte die Taliban grundsätzlich nicht für Terroristen, erst einmal für Afghanen, welche in ihrem Land mitbestimmen wollen und dies steht ihnen zu. Wir sollten uns mit "Demokratieexport" raus halten, aber trotzdem helfen.
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Alt 05.09.2021, 00:14   #15
männlich Vers-Auen
 
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Zitat:
Zitat von Luigi B Beitrag anzeigen
Den Islamismus gibt es, daran ist nich zu rütteln und man muss ihn auch so beim Namen nennen. Die Ismen-Begriffe sagen ja nur, dass eine an sich korrekte Sache
eine, Auswuchs erfahren hat. Die Frage ist immer, inwieweit der Grundbegriff zumindest in der Praxis den Ismus unterstützt.
Islam setze ich keinesfalls gleich mit Islamismus. Aber wenn in dem Stammbegriff Islam Schwächen liegen, dann können diese ausgenutzt werden.
Die allermeisten Islam-Gläubigen sind friedliche und fridliebende Menschen und gehören mittlerweile !!! auch zu Deutshland. Alles gut so, aber der Islam eignet sich auch, nicht nur in seinem Namen, Gläubige in den Terrorismus zu führen. Man höre oder sehe sich mal die Berichte von bekehrten Islamisten an.Grundsätzlich aber: Es ist verheerend, Islam und Islamismus gleichzusetzen.
Besonders werden die Schwächen in islamischen Ländern ausgenutzt, die wirtschaftlich schwach sind. Z.B. Afghanistan. Auch von der Einstellung her, leben viele noch im tiefsten Mittelalter.

Eine Studie vom Pew Research Centre von 2013, Umfrage in Afghanistan:

99% der befragten Afghanen wollen die Scharia als offizielles Gesetz im Land.

61% der befragten Afghanen wollen, dass sich auch Nicht-Muslime zwingend an die islamische Scharia halten müssen.

85% der befragten Afghanen befürworten Steinigungen als Strafe für Menschen, die Ehebruch begangen haben.

79% der befragten Afghanen befürworten die Todesstrafe für Menschen, die den Islam verlassen und zu einer anderen Religion konvertieren.

39% der befragten Afghanen verteidigen Selbstmord-Attentate als gerechtfertigtes Mittel zur Verteidigung des Islams.


Ich denke, es steht jedem frei „streng Religiös“ zu sein, aber wenn aus den
streng Religiösen, nun Spreng-Religiöse werden, hört der Spaß auf.

[B]Westliches Wunschdenken und afghanische Stammeswirklichkeit[/B]

In Stammeskulturen wie Afghanistan ist die Bedeutung der Loyalität eine andere, als man
in Deutschland denkt. Loyalität gilt der Familie, dem Clan – und sonst niemandem.

Die meisten Afghanen sind froh, dass das korrupte, vom Westen installierte Regime gestürzt wurde.
Die Willkommen-Bilder der Taliban-Kämpfer in Kabul wurden natürlich in den westlichen Medien
nicht gezeigt. In den westlichen Medien wird weitgehend die Illusion aufrecht erhalten, die
Afghanen weinten dem Westen nach.Die westliche und besonders die deutsche moralische
Überheblichkeit denkt aber, die „Ortskräfte“ hätten sich dem Westen zugewandt, weil sie
Gender Mainstreaming und Mädchenschulen großartig fanden. Das ist illusorisch.

https://www.tichyseinblick.de/kolum....klichkeit/amp/
Zitat:
Zu der Talibanangelegenheit:
"Mit Terroristen verhandelt man nicht", ich würde hinzufügen nicht ohne Not. Aber was ist wichtiger, einem Grundprinzip mit Schaden zu folgen, oder das Bestmögliche zu retten, natürlich unter Einhaltung unserer Grundwerte, so weit, wie möglich? Was das Geld anbelangt, auch mich wurmt es, dass wir erpressbar geworden sind.
Ich würde die 1% der Afghanen „die nicht die Scharia als offizielles Gesetz wollen“
als Flüchtlinge, bzw. als Ortskräfte in Deutschland aufnehmen.

Deutschland braucht eh jährlich eine Zuwanderung von 400 000
-500 000 Personen, da wir einen akuten Fachkräftemangel haben.

Ich denke die Ortskräfte könnten wir gut bei der Bundeswehr, der Polizei, bei der
GSG 9, usw. zwecks Terrorismus Bekämpfung und Gefahrenabwehr einsetzen.

Österreich lehnt Aufnahme afghanischer Flüchtlinge ab

Für Österreichs Innenminister Nehammer ist die Lage in Kabul kein Grund, Schutzsuchende aufzunehmen.
Bereits in der Vergangenheit seien viele »junge Männer« gekommen, oftmals mit geringem
Bildungsniveau oder Analphabeten. Auch Abschiebungen seien weiter möglich.


https://www.spiegel.de/ausland/oest....d-86b34ea61b33

Ich denke das vorwiegend sozial und pazifistisch eingestellte Afghanen*innen, mit
hohem Bildungsniveau, auf der Flucht vor den faschistischen Taliban*innen sind.

Na ja, wer nicht will der hat schon, allen Heilig*innen sei Dank, ist die Willkommenskultur
in D noch ungebrochen, so das es noch viele sichere Häfen für die Schutzsuchenden gibt.

https://www.rbb24.de/politik/beitra....e-taliban.html

Hilfsorganisationen fordern Luftbrücke für schutzsuchende Afghanen

"Luftbrücke jetzt" und "Wir haben Platz" war vor dem Reichstagsgebäude,
dem Sitz des Bundestags, auf Transparenten und Schildern zu lesen.


Sahra Wagenknecht: Es ging nie um Mädchenschulen - Die Wahrheit über Afghanistan

https://www.youtube.com/watch?v=juQMBphcboo&t=1s

LG
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Alt 05.09.2021, 10:40   #16
männlich Luigi B
 
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Standard Zu Vers-Auen

Zunächst bedaure ich einige Tippfehler in meinem letzten Beitrag, die ich jetzt nicht mehr ändern kann.
Was die Amerikaner und die Deutschen in Afghanistan wollten, sollte man schon unterschiedlich betrachten. Auch wenns ein Irrtum war, aus dem man lernen sollte, will ich doch die Bemühungen der Deutschen für Demokratie und vor allem für Frauenrechte anerkennen.
Vers-Auen, Du hast Dir mit Deinem Beitrag zu Afghanistan sehr viel Mühe gemacht, ich kann dem in allen Punkten nur zustimmen. Interessant finde ich die statistischen Angaben zum afghanischen Volk. Ich wünschte, dass noch möglichst viele Deinen Bericht lesen werden. Daraus wären Schlüsse zu ziehen.
Einen für mich sehr wichtigen Gedanken jenseits von Afghanistan habe ich bisher vergessen, anzusprechen.
Bei all den Terrorakten der letzten Jahre in Europa habe ich es vermisst, dass die hier lebendfen Moslems mal auf die Straße gegangen wären, in Protestmärschen erklärt hätten, wir distanzieren uns, das ist nicht unser Islam. Von den islamischen Ländern habe ich das nicht erwartet, aber es wäre ein großer versöhnlicher Schritt gewesen.Im eigenen Interesse hätten sie das tun sollen, um alle Verdächtigungen auch für die Zukunft aus dem Weg zu räumen.
LG Luigi B
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Alt 11.09.2021, 23:19   #17
männlich Orakel
 
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Ein Atheist sagt
Religion erst ab 16 Jahren erlauben
Davor kann sie zu Psychosen führen
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Alt 12.09.2021, 08:24   #18
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Orakel Beitrag anzeigen
Ein Atheist sagt
Religion erst ab 16 Jahren erlauben
Davor kann sie zu Psychosen führen


In dieser Hinsicht erkenne ich in den inflationär ausgestrahlten hirnrissigen Fernsehkrimis eine wesentlich stärkere Wirkungsmacht, dicht gefolgt vom Daddeln auf den Smarphones. Der Kirchensteuer kann man entgehen, für die Gehirnwäsche des Fernsehens ist man zur Zahlung gezwungen. Fazit: Es gibt größere Übel als die Religion. Die christliche Kirche scheint jedenfalls demokratischer zu sein als unser Staat, der sich erdreistet, dieses Attribut in seinem Namen zu tragen.
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