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Alt 13.05.2019, 16:41   #1
männlich Ralfchen
 
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Standard Doris Day ist gestorben

Zitat:
“The more I study human beings,” she once said, “the more I love animals.”
verstehe ich vollkommen. wir sind tatsächlich - wie ARTUR KOESTLER meinte - Irrläufer der Evolution.

mein geliebter auf grund von Ilkas hinweis im kommentar gelöscht!

Geändert von Ralfchen (13.05.2019 um 20:23 Uhr)
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Alt 13.05.2019, 17:15   #2
männlich Martand
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Standard Bist du doch ein gutes Kerlchen!

Jetzt leck mich aber im Arsch. Ich wollte dir nämlich schon vor ner Stunde zuvorkommen, hab mir aber dann gesagt: ach die alte Trulle und mein Geschwafel... hast schon Schläge genug am Tag......

Na, bitte ----- und den Nachnamen vielleicht noch groß schreiben im Titel! ----
....................

So einigermaßen still hier, meine Lieben? Na, eben kommt mal wieder eine Todesmeldung rein.

Que sera sera…… Mehr hab ich womöglich nicht gesehen. Dachte noch, dass die in dieser komischen Anti-Rassismus-Schnulze mitgespielt hätte Ende der 50er, aber wohl ein Irrtum.

Ich, der Therapeut mit den Jenseitsbomben und auch ansonsten keinem schlechten Gespür, werde beim Ableben der alten Helden und hold gekleideten Damen immer dergestalt gezwickt:

wie mag es wohl im Herbste meiner Generation sein?

Ich hoffe inbrünstig, über die 30 nicht hinauszukommen.

Mit Ende des 2. Weltkriegs hat der Mensch aufgehört, Mensch zu sein.

Da kamen Supermärkte, Fernsehen, virtuelle Realitäten, der totale geistige Kollaps.

Unverschämtheiten, gar bösartige Unverschämtheiten, sind mir so fern wie unwichtige Aufgaben. Es quillt halt eben hoch… Abschiedshymnen auf Psychopathen…

Keine Ahnung, was mit den grundlegenden Dingen der menschlichen Sphäre passieren wird, wenn der Verfall weiter hemmungslos voranschreitet.

Na ja. Entweder das Geschehen der Primitivität ist offen, dann ist die Kultur der Trauer sozusagen nicht begreifbar. Oder die ganze Sache geht in eine andere Dimension über mit eigenen nicht begreifbaren Riten.





+++++++++

Die Aussage über Mensch und Tier ist in meinen Augen Blablabla.
Martand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 18:33   #3
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
verstehe ich vollkommen. wir sind tatsächlich - wie mein geliebter ARTUR KOESTLER meinte - Irrläufer der Evolution.
Dein "gelieber Arthur Koestler" war als gewalttätiger Mensch verschrien, der mehrerer Vergewaltigungen bezichtigt wurde (die er nicht widerlegt hat) und auch mit den Frauen, mit denen er zusammenlebte, fies umging. Ein Mensch, den niemand zum Freund haben wollte. Man kann ja seine Werke lieben - aber den Menschen Koestler?
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 18:42   #4
weiblich Brigitte
 
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Lieber Ralf,

Zitat: “The more I study human beings,” she once said, “the more I love animals.”

Möglicherweise sind wir Menschen nicht von diesem Planeten, sondern durch eine Kollision mit einem anderen Stern auf diese Erde gekommen. Zwar haben wir schon Merkmale der Evolution auf dieser Erde, so sind unsere Augen ein Teil der Quallen, diese gallertartige Masse, aber vom Verhalten her wohl schwer zu glauben, dass wir mit den Tieren verwandt sind.

Mit lieben Grüßen, Brigitte
Brigitte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 19:52   #5
männlich Martand
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Welch glamouröser Diskussionsverlauf: die eine kommt mit Vergewaltigung, die andre mit Engeln.

Ah, die Geschichten vom bösen Herren gibt es ja wie Sand am Meer. Da fühle ich mich wieder gekitzelt: zum Erbrechen, wie ich als halkyonisches Wesen wahrscheinlich hundertfach mehr Schmerzensbäder und Vernichtungszüge zu erleiden habe.

Normalerweise zieht man ein Resümee: war es nicht schön, das Leben, das noch Stimmen im Wind besaß und eine freundlich jubilierende Sonne und eine Gesellschaft ohne Islam, Stalinismus und andere Lawinen des barbarischen Unheils?

Anscheinend wurde euch Tanten zu viel ins Herz gegeben und nun wird gelallt.

Schöne Abendgrüße
Adm.
Martand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 20:21   #6
männlich Ralfchen
 
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stimmt Ilka - nur er war ein von depressionen schwer geplagter Mann. von den vergewaltigungen wusste ich nichts. das würde mich von seiner person enttäuschen und ich würde diese zuneigend worte dann streichen. das buch ist ungeachtet dessen ein bahnbrechen des werk. mag sein dass er sich darin auch selbst auf indirekte art und weise beschrieb. du kennst mich sehr genau und lange genug um meine krasse einstellung gegen vergewaltigung und kinderschändung zu kennen. danke jedenfalls für den hinweis. das werde ich unverzüglich nachlesen.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 20:29   #7
männlich Ralfchen
 
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bitte an dich Ilka: Admiral hat den fehler entdeckt dass ich DAY klein schrieb. bitte sei so lieb das zu korrigieren. danke.

zu ARTUR KOESTLER:

Eheleben

Koestler war dreimal verheiratet: von 1935 bis 1950 mit Dorothy Asher, von 1950 bis 1952 mit Mamaine Paget und von 1963 bis zu seinem Tod mit Cynthia Jefferies. 1972 wurde er mit dem britischen Titel CBE geehrt.

Zwölf Jahre nach Koestlers Tod beschuldigte Michael Foot ihn in der Financial Times, er habe versucht, Foots Ehefrau Jill Craigie zu vergewaltigen. David Cesarani übernahm in seiner umstrittenen Koestler-Biografie von 1998, Arthur Koestler, The Homeless Mind diese Beschuldigungen, über die Gina Thomas das Urteil fällt, dass „für seine schwerwiegenden Behauptungen handfeste Beweise“ fehlen, Cesarani kritisierte Koestler sogar als „Serienvergewaltiger“, was dazu führte, dass eine in der University of Edinburgh aufgestellte Koestler-Büste entfernt wurde.


https://www.faz.net/aktuell/feuillet...297557-p3.html
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 20:43   #8
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Standard Der Mensch. Irrläufer der Evolution

Der Mensch. Irrläufer der Evolution

In seinem Buch Janus (dt.: Der Mensch. Irrläufer der Evolution) fasste er seine Theorien, die er in seiner Auseinandersetzung mit der „Wissenschaft vom Leben“[19] gewonnen hatte, in einer Art Schlussbilanz zusammen. Über Anmerkungen zu seiner Holon-Theorie, über Erörterungen in Bezug auf das Phänomen des Humors, sowie der Kunst, kommt er zu einer Kritik der damaligen „synthetischen Evolutionstheorie“, wie sie u. a. von Jacques Monod und Ernst Walter Mayr vertreten wurde. Er stützt sich hierbei insbesondere auf Ludwig von Bertalanffy und den britischen Biologen Sir Alister Hardy. Von Hardy übernimmt er die Konzeption der „organischen Evolution“, in der die Aktivitäten der Lebewesen, z. B. neue Verhaltensweisen zu entwickeln, um neue Lebensräume zu besetzen, als wesentlich für die Evolution eingeschätzt werden.[20] Auch in der Vererbung erworbener Eigenschaften sieht er einen nicht unwesentlichen Faktor der Evolution.[21] Koestler lehnt den damals noch vorherrschenden Behaviorismus ebenso wie die Psychoanalyse Freuds als im Wesentlichen unzutreffend ab. Die Problematik des Menschen innerhalb des evolutionären Geschehens besteht seiner Meinung nach in einer Kluft zwischen Denken und Handeln,[22] und er ist sich unsicher, ob sich die Menschheit nicht letztendlich in einem atomaren Krieg selbst auslöscht,[23] wobei er, der viele Zivilisationen im Kosmos vermutet, die Überzeugung äußert: „Es ist (...) ein beruhigender Gedanke, dass nur die ‚Guten‘ unter diesen Zivilisationen überleben werden, während sich die ‚Bösen‘ selbst vernichten werden.“[24] Koestler steht zu seiner dualistischen Sichtweise („Göttlicher Funken“)[25] und hat auch im Sinne des Philosophen Henri Bergson,[26] nichts dagegen, wenn man seine Auffassungen in Hinsicht auf Finalität und Zielstrebigkeit aller Lebewesen als „Vitalismus“ bezeichnet.[27]

Die Indizien aus der Vergangenheit des Menschen und der zeitgenössischen Hirnforschung deuten nach Koestler gleichermaßen darauf hin, dass irgendwann während der letzten Entwicklungsstadien des anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) etwas in die Irre gegangen sei. Es scheint nach Koestler so, als sei da ein Defekt, ein möglicherweise verhängnisvoller Konstruktionsfehler in den Bahnen des menschlichen Nervensystems mit eingebaut. Vielleicht erkläre dieser Fehler jene Paranoia, die wie ein roter Faden die Menschheitsgeschichte durchziehe. Koestler benennt einige seiner Auffassung nach auffällige pathologische Symptome, wie sie sich in der Geschichte der menschlichen Spezies widerspiegelten:
  • Das allgegenwärtige Ritual des Menschenopfers (zum Beispiel die Bereitschaft des Abraham, aus reiner Liebe zu Gott seinem Sohn die Kehle durchzuschneiden), das von den vorgeschichtlichen Anfängen über die Höhepunkte präkolumbianischer Zivilisationen und in einigen Teilen der Welt bis hin zum Anfang unseres Jahrhunderts reicht;
  • die ständige Bereitschaft des Menschen, gegen seine eigenen Artgenossen Krieg zu führen. Einzig der Mensch (von einigen noch umstrittenen Befunden bei Ratten und Ameisen abgesehen) töte Angehörige seiner eigenen Spezies, sowohl individuell als auch kollektiv, aus Motiven, die von sexueller Eifersucht bis zum metaphysischen Dogmen-Streit reichten;

  • die paranoide Kluft zwischen rationalem Denken und irrationalen, auf Gefühlen beruhenden Überzeugungen.[28]
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 22:01   #9
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
bitte an dich Ilka: Admiral hat den fehler entdeckt dass ich DAY klein schrieb. bitte sei so lieb das zu korrigieren. danke.
Verstehe ich nicht. Da steht doch ein großes "D" ... Alle drei Buchstaben kann er nicht gemeint haben, denn so wird sie kaum ihre Verträge unterschrieben haben. Wenn doch, bitte ich um Aufklärung. Kann ja nicht jeder wissen.

Aber ist das so wahnsinnig wichtig? Hab ihr keine anderen Sorgen?

Doris Day ist tot. Gut. Oder nicht gut, weil Sterben immer sinnlos ist. Aber sie hat uns vergnügliche und durchaus geistreich gefüllte Stunden beschert. Sie konnte aber auch Drama. Das bewies sie bei Hitchcock ("Der Mann, der zuviel wusste") und in "Mitternachtssspitzen". Von seifig bis dreckig hatte sie alles drauf, wurde zwischendurch wegen ihres adretten 50-Jahre-Outfits als "Frau Saubermann" diffamiert und ihrer Schauspielkunst entwürdigt.

Zog sich frustriert aus dem Geschäft zurück. Sich nach vier in den Satz gesetzen Ehen an Tieren zu orientieren, ist nicht ungewöhnlich, denn Tiere stellen an Liebe keine Bedingungen. Das hatte Doris Day mit Brigitte Bardot gemeinsam.

Aber ich gebe noch zu bedenken: Die Schauspieler der 50er und 60er Jahre unterstanden einem Index, und der hieß: "Saubere Leinwand". Da kommt manches, was wir heute sehen, Biedermeierisches herüber. Regisseure, die Frivoles zeigen wollten, mussten in die Trickkiste greifen, um dem Index zu entgehen. Da wurde schon mal von einer knienden Frau mit einem Saxophon vor einem sitzen Mann kräftig geblasen (Jane Fonda), oder beim Ende eines Films ein Zug in einen Tunnel gefahren lassen (Hitchcocks "North by North West"), um zu signalieren, wie das Paar die Nacht im Schlafwagen zubrachte.

Für solche Feinheiten gibt es heute im Film keine Bilder mehr. Heute wird einem alles vulgär auf die Nase gedrückt, meistens in Form langweiliger Bettszenen, bei denen jeder denkt: "Wann geht denn die Geschichte weiter?"

Gute Frage? Oder nicht?
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2019, 22:44   #10
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Gute Frage? Oder nicht?
stimmt genau.

ich meinte im titel ist das day klein. aber egal du hast recht - nicht so wichtig. dazu gibt es den burgenländerwitz:

Ein Burgenländisches Ehepaar guckt einen porno an und danach frägt die ehefrau: "Warum heiraten die nicht am ende vom film?"
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
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