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Alt 07.04.2021, 22:24   #1
männlich dr.Frankenstein
 
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Standard Glaswerk

Ich schaue mich um. Hier bin ich also gestrandet. Der Wecker tickt und die braune Kommode lächelt mich traurig an. Während vorm Kachelofen auf dem Boden mein Schlafsack liegt. Weil es wenns kalt ist besser ist hier zu schlafen. Die Zeit steht still, aber irgendwie scheint die Vergangenheit verschwunden in der ich sonst festhing. Das Früher meiner Jugendzeit, das alte Industriegelände eines Glaswerks in der Größe eines Dorfes. Meine früheste Erinnerung daran stellt einen großer Speisesaal aus, wo es so typisch nach Kantine duftet und alle mit ihrem Plastik Tellern und ich tanze um meine Mutti. Ich lausche jemand der auf dem Flügel im Speisesaal Musik macht. Vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet, dass der Mann Musik macht. Vielleicht habe iches mir nur gewünscht. Zumindest hat mich dieser Flügel der nicht mehr da war, jedes mal erfasst wenn ich in den leeren Speisesaal kam, auf meinen Touren durchs Werk. Natürlich hat Mutti mich dann zur Ruhe gebeten und mir empfohlen mich zu setzen, dann verschwindet die Erinnerung. im Nebel der Vergangenheit.

Die nächste Erinnerung schwappt herüber aus der Zeit nachdem die große Schere des Mauerabbruch alle großen Fabriken in einen plötzlichen Stillstand gestürzt hat und auch das Glaswerk. Doreen und ich, sie ist ein aufgeschlossenes Mädchen, das immer für mich und meine sonderbaren Spiele zu haben war mit Theater und dramatischem Tiefgang um dem wirren Zeug in unseren kleinen Köpfen Ausdruck zu verleihen. Wir laufen in das Glaswerk weiter hin ein. Durch eines der zwei großen Tore mit Metallstäben die fast aussehen wie Gefängnisgitter, aber grau angestrichen, ein Tor im Ganzen, also keine zwei Tore die aufgehen, sondern ein einzelnes. Dies hing in einer alten Backsteinmauer die mit diesem Durchgang den Weg nach hinten frei legte, in die geheimen Gefilde der Glassteine. Dort betrachten wir wie diese riesigen Glassteine in der Sonne funkeln, wie ein großer Schatz. Wir klettern den scharfkantigen Glas Berg hoch und alles ist sonderbar Frei, als ob es niemals Grenzen geben würde.

Die nächste Erinnerung im Glaswerk. Doreen ist wie ein 5 Zoll Monitor in der Stadt verschwunden, irgendwo im Nebel der Zeit aus ihrer Verankerung gerissen und ich flog in meine Freundschaft mit dem Wind. Ist das nun davor oder danach. Da ist so ein Traum, ein Traum bei dem ich nie recht weiß ob er Traum oder Wirklichkeit ist. Hochgezogener Kniee springe ich und fliege dabei aber wie im Zeitraffer. Dieses Ereignis findet immer auf meinem realen Schulweg statt. Dieser Traum und ich habe immer Angst höher zu fliegen als knapp über dem Boden, bis zu einem viel späteren Zeitpunkt der Traum wiederkam. Ich bin eine ganze Zeit lang davon überzeugt, dass dieser Traum Wirklichkeit ist. Natürlich nur bis da wo ich jeden Tag aufwache an einer Stelle auf der ich einen alten Wiesenweg an einem Gartenzaun von Einfamilienhäusern vorbei laufe um nachher am alten Spar Supermarkt vorbeizukommen. Der später dann auch stillgelegt ist. Da hab ich oft geklingelt um aufs Klo zu gehen.

Aber wir sind ja noch auf dem Weg an diesem letzten Gartenzaun, dort kommt plötzlich ein Schäferhund aus der Ecke gefahren und bellt mich an und ich spring zum 3489. Mal zu Seite, weil dieser Weg mich so sehr einläd davon zu driften in irgendein anderes Universum zu gleiten während ich den bedrohlichen anderen Menschen im Schulhaus näher rücke die irgendwie aus einem anderen Universum zu sein scheinen.
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Alt 08.04.2021, 18:30   #2
männlich Ralfchen
 
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Einige sehr interessante Handlungs/Erzählungen
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Alt 08.04.2021, 21:39   #3
männlich dr.Frankenstein
 
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(Es geht noch weiter, das bringt mir selbst auch interessante Erkenntnisse.)

Wir leben in einem gelben Haus, also es ist jetzt gelb. Anfangs war es ein grauer Altbau, mit drei Etagen. Er hat Rillen in der Fassade. Was irgendwie schöner ist als das Gelb, das er jetzt hat und die braunen Umrandungen am Fenster. Gelb wurde das Haus auch immer leerer. Wir haben die Wohnung auf der linken Seite wo auch mein kleines Zimmer ist, mit der blauen Tapete und den Wolken darauf. Irgendwie surreal meinem schweben angepasst. Beide Fenster dieses Zimmers führen zum Glaswerk. Aus dem einen Fenster auf der linken Seite, sehe ich auf meinem Hochbett abens diese DDR Laterne mit der kreisförmigen Glasumrandung. Sie leuchtet auf die Straße. Irgendwie habe ich eine regnerische Straße vor Augen, ein Stück der Mauer und das Pförtnerhäuschen. Das andere Fenster führt auf den kleinen Hinterhof und einem Zaun zum Glaswerk. Jetzt da ich weit weg bin, hatte ich vor einiger Zeit öfter Träume von dem Hinterhof aus durch den Zaun ins Glaswerk. Irgendetwas verfolgt mich und ich kann mit müh und Not fliehen und mich verstecken. Manchmal vor den Arbeitern die dort Metall klaun oder auch vor einem dunklen Wesen das mich zerfleischen will. Ich musste dort tatsächlich einmal fliehen. Als die älteren Jugendlichen uns mit Eisenstangen verfolgten, weil sie glaubten wir hätten das Tarnnetz von ihrer selbst gezimmerten Bude außerhalb des
Glaswerks geklaut. Ihnen war das Werk vielleicht zu unheimlich oder sie wollten etwas Eigenes, nicht Besatzer sein.

Meine Mutti arbeitet in der Glasmalerei und auch mein Vater arbeitet als Hilfsarbeiter dort. Er soll mal auf einer Weide vor einer Kuh Grimassen geschnitten haben. Um seine Kollegen und natürlich die Frauen zu belustigen. Die ihn dann für verrückt hielten.
Ich habe ihn nur einmal gesehen, aber diese Erinnerung ist stark verschwommen. Da bin ich noch sehr klein. Manchmal stelle ich mir vor er wäre Glasbläser, wenn ich in der Halle mit den zerfallenden Glasbrennöfen stehe und auch die Malerei sehe ich nur menschenleer vor mir und ein Geruch von Ammoniak liegt in der Luft. Die Plätze sind noch vorhanden, ein Fließband, Spezialplätze für verschiedene Aufgaben. Der Ammoniak Geruch kam von den Flaschen mit der roten Flüssigkeit, die in einer Chemischen Glasvitrine mitten im Raum standen. Wahrscheinlich waren das Ätzplätze oder so etwas. Ich habe selbst auch mal eine Flasche davon zerstört, daher weiß ich woher der Geruch kommt. Das hat vielleicht reingezogen.

Dort gibt es auch eine Art Stasi Schacht, eine Art Tunnel der gerade nach unten geht und mit einer Tür zur Malerei füht. Dahinter ist eine Leiter. In dem Schacht, stelle ich mir vor den Erzählungen in Malerei zu lauschen, wie die Maschinen laufen und ein brummen und klappern durch den Saal geht. Nur lange hält man den Geruch nicht aus.
Ich weiß garnicht mehr wohin die Leiter nach unten führt. Sie führt in die Schwärze.
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Alt 09.04.2021, 20:07   #4
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Meine Mutti arbeitet in der Glasmalerei und auch mein Vater arbeitet als Hilfsarbeiter dort. Er soll mal auf einer Weide vor einer Kuh Grimassen geschnitten haben. Um seine Kollegen und natürlich die Frauen zu belustigen. Die ihn dann für verrückt hielten.
Die Kuh musste kurz danach notgeschlachtet werden. Sie war nicht mehr in der Lage Gras zu fressen und konnte auch keine Milch mehr geben.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.04.2021, 20:35   #5
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Ja das Stimmt, mein Vater hatte ja das selbe Gen.


Manchmal wünsche ich mir ich hätte große Träume gehabt. Aber mein einziger großer Traum war der Wunsch nach einer eigenen Welt, mit meinem schwarz-weißen Plüschhund Fuchur und Maja die sich ihr Gesicht an der Lampe verbrannt hat. Ihr nachtleuchtendes Phosphorplastikgesicht.

Dabei ist meine eigene Welt die ganze Zeit hinter dem Fenster verborgen. Das Fenster auf den Hinterhof hinter dem Zaun, steht das Gebäude mit dem Industrieschornstein und der großen Fensterwand, hinter der eine verlassene Mechanikerbank verstaubt und auch die Stahltreppe dahinter wartet versteckt vom großen Innenhof des Glaswerk und dem Verbot dort hin zu gehen. In der Mitte des Innenhofs ist eine rundliche Wiese, auf der ein verwilderter Rosenbusch immer größere Ausmaße annimmt und ein halbkaputter Barkas die Garagen mit den hellblauen Holztüren verziert, auch er ist in hellem Blau gemalt. Wenn ich aus dem Fenster oder vom Hof aus auf die große Fensterwand des Mechaniker Raums mit dem Asbestvordach Blicke, scheint manchmal etwas aufzublitzen, etwas dass mich vielleicht beobachtet. Einmal drehe ich mit meinem neuen roten Tretroller mit dem Stollenprofil und dem schwarzen Plastikgummi-Trittbrett auf dem Hinterhof mehrere Runden und Mutti ruft aus dem Flurfenster: "Komm essen Daniel!" Aber ich will unbedingt noch eine Runde drehen. Ich blicke zur Fensterwand, da ist es. Ich rufe: "Ich dreh noch eine Runde." als Mutti schon unten in der Tür steht. Düs los und pack mich genau vor ihr auf die Fresse und reiß mir den Daumennagel ab.
Mutti fährt mit mir zum Arzt und mein Stiefvater wettert rum.
Mir ist alles egal, in dem Moment bin ich ganz auf mich zurückgeworfen. Ich existierte.

Einmal frage ich meine Mutti wütend: "Warum hast du mich geboren, ich bin doch total hässlich?" Sie sagt nur: "Daniel du bist doch nicht hässlich." Ich habe oft das Gefühl eine art Frankensteins Monster zu sein, der irgendwie so tun muss, als ob er dazu gehört. Um nicht aufzufallen und damit es niemand merkt, dass ich eigentlich aus Leichenteilen zusammengesetzt bin. Also schweig ich bald komplett.

In stillen Minuten mit dem lauter werdenden Mond in den Ohren, kommt es mir so vor, als ob ich es bin, der mich selbst aus dem Glaswerk beobachtet.
Ich stehe dort hinten hinter der Scheibe und sehe auf das gelbe Haus. In dem ich mich selbst aus dem Fenster sehend, sich wundern dass dort jemand ist, sehe.

Mit diesen Gedanken im Kopf lauf ich die Stahltreppe hoch.
Halte eine abmontierte Türklinke in der Hand und öffne damit die Tür. Es ist Zeit den Ofen einzufeuern.

In meinem Kinderzimmer wende ich den Blick auch wieder ab vom Fenster. Spiele weiter mit meinem Hund Fuchur als wäre dieser Moment gar nicht existent gewesen.

Oder ich träume weiter von dem Steinlabyrinth durch welches ich laufe hinter ihr her auf unterirdischen Wegen die in verborgene Räume führen um am nächsten Morgen auf dem Schulweg wieder vor dem Schäferhund zu erschrecken, mit dem Wind zu sprechen, keine großen Träume zu haben, so als wäre ich gar nicht dabei bei meinem Leben. Nicht mal so als würde ich mich selbst beobachten, wie ich irgendetwas tue. Sondern komplett verschmolzen mit dem Sein. Der Plattenweg mit den Quadratsteinen, auf dem ich im Suff im dunklen gegen einen großen Blumensteinkübel gelaufen und irgendwie darüber, als wäre er garnicht da und erst dahinter auf dem Boden gelandet bin und lachen muss. Ja verschmolzen mit der Landschaft um dann vom Zerberus dem Schäferhund wieder in die reale Welt gerissen zu werden. Den "Hallöchen" des Schulgebäudes, mit diesem ständig nach Linoleum reichenden Flur auf dem Kinder hin und her schlurfen um nach neuen Zimmern zu suchen. Ein Ort an dem man sich nicht mal auf der Toilette verstecken kann, weil die Toilette ein riesiger Raum ist, in dem alle zusammen aufs Klo gehen. Ein Ort an dem man sich nur verstecken kann, indem man so tut würde man dazu gehören.
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Alt 14.04.2021, 23:09   #6
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Eines Tages im Hausflur mit dem schräg karierten Fußboden. Matt grünlich, bräunlicher färbung, wie in einem alten Kloster, in dem Zwischenraum zweier Eingangstüren zu unserer Wohnung. Zur Küche hin haben wir sogar zwei Türen oder zum Flur? Verschwommen.
Da stand plötzlich Michael, der meine Mutti nach mir fragt. Ihm hängen die braunen Haare ins Gesicht und er hatt irgendwie den Schalk in den Augen. Mit seiner Bomberjacke steht er dort und will was mit mir unternehmen.
Nach einer Weile stelle ich fest, dass wir uns sehr gut bekloppte Geschichten ausdenken und irgendwelchen Blödsinn machen können z.b.. Leute nach Geld zum telefonieren Fragen um dringend zu Hause anrufen, um dann nachher Zigaretten davon zu kaufen oder bei Leuten immer wieder läuten bis einer raus gerannt kommt und statt uns, einen Ast abbekommt, der an die Tür gelehnt steht oder mit Latschen auf der Straße ausrutscht.

Eines Tages kommt er dann wieder bei mir am gelben Haus vorbei und hatte seine Cousine und Sandra mit dabei. Die Cousine ist von größerer Statur hart und zugleich schüchtern, aber mit längeren Haaren als Michael und trotzdem in ähnlicher Haarfarbe. Sandra hatt richtig dunkelbraunes Haar. Sie ist ein stabiles kleines Mädchen, aber nicht dick, eher eine robuste Ausstrahlung. Gleichzeitig versucht sie sanft zu erscheinen.

Michael tritt voran mit seinem Fahrrad. Um zu verkünden: "Wir gehen ins Glaswerk." Also fahren wir links herum an der Mauer entlang, der Backsteinmauer, mit Pfeilern die aussehen wie kleine Türme, zwischen denen sich die Ziegel aufschichten. Am Pförtner Häuschen vorbei und noch weiter um die Ecke in der 90 Grad Kurve, in der der Antiktrödler sich bei einer Wette mit dem Auto so überschlägt, das es wieder gerade dasteht, zum weißen Haus.

Ja im weißen Haus mit dem Geheimgang durch den Schrank und dem brennenden Schornstein, aber nicht in diesem Moment. Denn nun kommt der heilige Moment auf das Kopfsteinpflaster vorbei an dem Weißen durch ein weiteres großes Tor, zu einem grau bräunlichen Lagerhaus mit einem schwarzen Dachpappedach.

Ein paar der alten Holzfenster sind kaputt. Michael klettert durch eins der Fenster, wie ein Affe und ich gehe um das Haus drumherum zu der Laderampe und sehe in der Ferne noch ein Schatten vorbeihuschen. Beachte ihn aber nicht weiter, weil vor mir auf dem Kopfsteinpflaster eine Gasmaske liegt. Ich bin ganz begeistert und hebe sie auf.
Ein heiliges Artefakt aus diesen Mauern.

Einfach mal hier um die Ecke gegangen.

Ganz gepusht von diesem Fund, möchte ich auch den Mädchen Eintritt verschaffen. Die kleine Steintreppe hoch zu diesem Lagerhaus, um eine dunkelbraune Holztür einzutreten. Die seltsamerweise. ringsherum zugenagelt ist. Was mir aber nicht merkwürdig erscheint. Also wirklich mit Nägeln, die in einem Abstand von 2cm ringsrum um die Tür in den Rahmen genagelt waren und jetzt wie ein Hellraiser Kopf die Tür umranden. Aus dem Türrahmen gingen sie ganz leicht, weil wahrscheinlich das Holz schon sehr morsch ist. Diese graublaue Türe in ihrem blässlichen Gewand. Wir stehen in einem Raum der irgendwie schwarz und voller Regale mit Pappkartons, aber riesenhafte Regale, einem Baumarkt gleich. Nur aus Holzbrettern und Balken zusammen genagelt. Micha kommt von der Seite und in der Mitte vom Licht eines Fensters beschienen eine Holztreppe. Sie führt uns auf eine zweite Etage mit Holzdielen und einem weiteren Lager. Vor uns ist eine Wand, die aus leicht versetzten Brettern besteht. Wie eine Kellertür oder ein Gartentor, aus der alten Holz natürlich. Darin ist eine Holztür gleicher Machart und daran hängt ein Schloss. "Hier muss jemand anderes sein." sage ich zu Michael und die Mädchen bekommen Angst: "Los lass uns gehen." "Was soll schon passieren?" sage ich.
Jetzt verwandelt sich gerade das Bild, von der Cousine in ein blondes Mädchen. Die, wie sich später herausstellt im selben Haus wohnt in dem mein Stiefvater in einer anderen Erinnerung haust. Also verlassen wir das Haus wieder, nach einigem Lachen und uns als starke Typen hinstellen.

Wieder vorn an der Straße zur Mauer verabschieden sich die Mädchen, zu der blonden zum Mittag. Ich und Michael bleiben zurück und wir laufen mit dem Fahrrad zu mir. Ich mit der Gasmaske am Lenker, völlig stolz über diese großmütige Tat.
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