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Alt 05.07.2011, 12:02   #1
männlich Hengetsu
 
Dabei seit: 07/2011
Ort: 40489
Alter: 30
Beiträge: 1

Standard [beta] Hiljem (Fantasy)

Hallo zusammen,

ich habe vor gut drei Jahren angefangen ein Konzeot anzufertigen, worauf eine Geschichte beruhen soll. Angefangen die Geschichte zu schreiben habe ich erst vor kurzem, da ich die ganzen Jahre an dem Konzept der Welt (Städte, Wesen, Personen, Waffen, Geschichten, Hintergründe etc.) gearbeitet habe.

Ich würde gerne die ersten 15 Seiten veröffentlichen um ein Feedback zuerhalten wie Ihr die Geschichte aufgreift. Sie ist natürlich in der beta-phase weswegen alles nur ein wenig grob geschrieben ist.

Auch wenn ich erst 15 Din A 4 Seiten habe, ist das Konzept auf eine Trilogie ausgelegt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim lesen und bedanke mich schon Mal im vorraus für Feedbacks.


Liebe Grüße,

Hengetsu
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Hiljem

Das Böse steigt wieder hinauf.
Und das Schicksal von Aldina liegt in der Hand von zwei auserwählten Jungen.

Acryl und Fales sind beide äußert talentierte Anwärter der Hiljem, einer besonderen Gruppierung von Menschen, die das magische Land Aldina beschützen.

Plötzlich ereignen sich rätselhafte Ereignisse in Aldina: Zetsu, Herrscher der Dämonen scheint wieder auferstanden zu sein. Und diesmal hat er es nicht nur auf die Zerstörung allen Lebens abgesehen:

Das Schicksal von Aldina liegt nun in den Händen zweier Jungen.

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Prolog



Entstehung

Tief im Norden, umgeben von Gebirgen und den großem Nakanimeer liegt das zauberhafte Land Aldina. Die Erde dort ist von mächtiger Magie durchdrungen. Die Caliris, Feen und Zwerge waren die einzigen Bewohner. Doch eines Tages siedelten Menschen. Sie vermehrten sich und schon bald war die Menschheit die dominierende Rasse. Aus den vielen Menschen und Kulturen ging eines Tages ein König hervor. Dieser König versklavte sein eigenes Volk und auch das von Aldina. Es dauerte nicht lange und er erstreckte seine Schreckensherrschaft auch über die Grenzen, bis hin zu den anderen Ländern Sin und Mayanar. Der Terror war nicht mehr aufzuhalten. Plötzlich verstarb der König und ein Funken Hoffnung erschien, dass der Thronfolger nicht so sein würde wie sein Vater. Doch alle irrten sich, den der Prinz war noch ein schrecklicherer König und unter seiner Führung breiteten sich Krankheiten, Tod und Leid aus. Durch die Regierung des neuen Königs veränderte sich das Land: Die einst wundervolle Magie wurde vom reinen Bösen vergiftet, und die Tiere veränderten sich und aus ihren Reihen entwickelten sich die Varris.
Selbst der Wind war von Boshaftigkeit getränkt. Dann als Aldina fast verloren schien reiste eine Gruppe von sonderbaren Menschen an. Die Anführer der Gruppe hießen: Aveta Sen Sato Chi-Kagu und Aston Sen Sato Chi-Kagu. Diese Menschen hatten spezielle Fertigkeiten. Sie nannten sich selbst Hiljem (Hiljem: Große Fähigkeit). Schon bald erkannten sie unter welchen Einfluss Aldina litt und Aveta reiste in andere Länder um Hilfe zu beschaffen. Am siebten Tage seiner Abwesenheit kam er mit einer Armee zurück. Die darauf folgenden Schlacht wurde später bekannt als: Juganda (Erlösung). In einem Kampf konnte Aveta den König schließlich töten: Aldina war erlöst.
Aveta und sein Bruder Aston hatten positiven Einfluss, auf alles was sie umgab und schon bald wich das Böse, welches das Land verändert hatte und Aldina blühte wieder auf.
Aveta gründete eine Gemeinschaft, gleichnamig nach seinem Volk. Alle Hiljem gaben ihr Wissen nun weiter und bald schon war die Zeit gekommen für ein neues Zeitalter, ein Zeitalter in dem Aldina von den mächtigen Hiljem, den Wächtern des Landes regiert werden sollte.
Doch schon zehn Jahre später suchten unheimliche Wesen Aldina auf. Ihre Anzahl war schier unnennbar und sie zerstörten fast das komplette Land. Die Bewohner von Aldina nannten sie Dämonen (oder auch Shins)
Aus ihren Reihen ging ein Dämon hervor der stärker als alle anderen war: Jetsu.
Mehrere Jahre vergingen doch die Dämonen waren nicht aufzuhalten. Als Aldina fast an der Grenze zur vollkommenen Vernichtung stand, vereinten die Hiljem ihre letzten Kräfte und stellten sich den Dämonen vor den Toren der großen Stadt Beorn. In diesem Kampf konnte Aveta Jetsu vernichten, doch überlebte er diesen Kampf nur sehr schwer verletzt. Durch den Tod Jetsus flohen die Dämonen und verbreiteten sich über das gesamte Land. Noch in derselben Nacht, in der Aldina feierte wurde Aveta tot in seinem Gemach aufgefunden. Er war jedoch nicht an den Folgen des Kampfes umgekommen, es war Mord. Dies alles ist nun 361 Jahre her.





Der Raum war kreisrund. In mitten stand ein Tisch der fast den gesamten Raum einnahm. Kerzen erleuchteten ihn, da es keine Fenster gab. Am Tisch waren sieben Personen versammelt: Die Gildenmeister. Sie alle schauten ernst und es war abzusehen, dass dieses Treffen aus Besorgnis erregenden Neuigkeiten vereinbart worden war. Yon Shadowe der jüngste unter ihnen erhob sich. Sein schwarzes Haar war zackig und stand in die Luft ab. Seine blauen Augen schimmerten im Licht der Kerzen. Er trug eine Metallweste und eine Stoffhose.
„Liebe Gildenmeister! Ich freue mich sie in der Avetas-Gilde willkommen zu heißen!" Am Ende des Tisches konnte man ein schnaufen vernehmen, doch Yon schien das nicht zu stören. Seine samtige Stimme zeigte keine Verärgerung. „ Wir haben und aus einen ganz bestimmten Grund hier versammelt."
„ Wie wahr!" ertönte eine kratzige Stimme rechts vom ihn. Felieuj der Gildenmeister von Wreathas hatte gesprochen. Seine langen Haare waren zusammen gebunden. Über seinem Gesicht zog sich eine lange Narbe. „Die Gerüchte verbreiten sich ziemlich schnell! Außerdem vernehme ich in letzter Zeit viele Angriffe von Dämonen!" Ein tiefes Raunen ging durch den Raum. „Es ist nicht normal, dass sich die Dämonen wieder zusammen schließen!" sagte Core Hellsing. Seine Augen begutachteten die anderen. „Eigentlich haben sich die Dämonen zerstreut nachdem ihr Anführer Jetsu gefallen war! „ Die anderen schauten gebannt Hellsing an. Dieser machte eine kurze Pause und sprach dann weiter: „Vor kurzem wurde Jedix Huachti in Wreathas gesichtet!" Plötzlich war es totenstill bis Yon die Stille unterbrach. „ Auch hier in Avetas gab es eine Sichtung! Und zwar von Mason Hiens!" „NEIN!" rief ein anderer Meister mit roten Haaren und magerem Gesicht. „Das sind Anhänger von Jetsu! Genau wie er lebten sie vor 361 Jahren und alle zusammen waren als die Todbringenden bekannt, sie können nicht mehr leben! Also hört diesen Unfug auf!" er schlug mit seiner Faust auf den Tisch: Ein knacken ertönte und das massive Holz zeigte einen Riss auf.

„Meister Texiox… bitte beruhigen Sie sich. Es ist wohl wahr, dass die Todbringenden vor mehr als 300 Hundert Jahren lebten jedoch" er senkte seinen Kopf und schaute Texiox mit einem starren Blick an „waren sie damals die stärksten Tatolins und dienten zudem Jetsu. Woher wollen wir wissen das sie nicht die Jahre überlebt haben?" Yons Stimme war leise und doch schien er alle mit seinen Wörtern gefesselt zu haben. „Ich weiß das es fast keiner geschafft hat einen von ihnen zu töten…Es soll nur vier jemals Gelungen sein. Einer von ihnen war Andor Wanai, er galt damals als einer der stärksten Hiljem seiner Zeit." „ Wenn Sie wirklich wieder in Erscheinung getreten sind müssen wir schnell handeln!" sagte Core Hellsing und ignorierte Texioxs wütende Blicke. „Meine lieben Freude, wir sollten zuerst klären wer die Todbringenden und Dämonen neuerdings anführt!" gesprochen hatte jemand der ganz am Ende des Tisches saß. Das Flackern der Kerzen ließ sein Gesicht in Dunkeln. „ Meister Ergoto?" fragte Felieuj und richtete sich auf. Ergoto schwieg, stand dann aber auf. „ Ich meine, ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Todbringenden, falls sie wirklich noch am Leben sind, die Dämonen versammeln. Ich denke es gibt einen neuen Anführer!"






Fales zitterte. Gleich würde die Prüfung beginnen in der sich entscheiden würde ob er ein Hiljem werden würde. Seine silbernen Haare waren fielen vor seinen Augen herunter. Vorsichtig schaute er nach zu seiner rechten Seite. Acryl sein bester Freund und Teamkollege lag ganz gelassen auf der anderen Bank. Er hatte die Kapuze seines Anzuges runter geklappt und schlief. Er und Fales waren vierzehn Jahre alt. Eigentlich legte man diese Prüfung mit sechzehn Jahren ab, da man so 11 Jahre Ausbildung hatte, doch Fales und Acryl waren besondere Naturtalente und so hatte der Gildenmeister beschlossen sie frühzeitig zu testen. Vor ihnen war eine große hölzerne Tür: Hinter ihr lag der Trainingsraum, indem sie heute ihre Prüfung ablegen durften.
„AH!“ ertönte es plötzlich und Fales erkannte das Acryl aufgewacht war und mit einem bösen Blick die Tür anglotzte. Er hatte schwarze Haare, die hinten zu einem kleinen Zopf zusammengebunden waren. Wie Fales trug auch er einen Hiljem-Anzug. In den Waden teilte sich die Hose und am Bauch war ein lederner Bereich an dem ihre Wurfmesser befestigt waren. An den Schultern waren, unter dem Stoff Metallplättchen montiert. Auf den Rücken hingen ihre Langschwerter, ihre Hiljemschwerter würden sie erst bekommen wenn sie die Prüfung bestanden hatten.
„Hey Fales!“ rief Acryl plötzlich.
„Hm?“ antwortete Fales nur, er wollte so wenig wie möglich sprechen, da er ansonsten fürchtete sich zu brechen.
„Was machen wir nachdem wir die Prüfung bestanden haben?“
Das war typisch für Acryl: Er war schon immer sehr selbstbewusst, laut und arrogant gewesen.
„Keine Ahnung… ich würde gerne eine neue Technik lernen.“ Fales bemerkte, dass seine Stimme merkwürdig hoch war.
„Hui-Nakaui? Die Luftauflösung? Von der du seit Wochen sprichst? Das ist eine sehr schwere Magieanwendung… glaubst du wirklich, dass du sie meistern kannst?“
„Was soll das den heißen?“ fuhr Fales ihn an, und Acryl kicherte.
„Ach nichts!“ sie schwiegen wieder und warteten darauf, dass endlich sich die Tür öffnete doch als nach ein paar Minuten nichts passierte, stand Acryl auf. Er ballte mit seiner rechten Hand ein Faust und öffnete sie wieder: Auf seiner Handfläche war eine Flamme erschienen.
„Ach bitte… Nein! Bitte Spiel nicht wieder rum!“ meckerte Fales.
„ Wieso denn nicht?“ Acryl warf die Flamme in seinen Händen hin und her.
WUSCH! Ein starker Luftstrom löschte die Flamme. „Fales das ist nicht gerade nett. Ich will mich doch nur vorbereiten!“
„Es ist aber unnötig, dass du deine Energie jetzt schon verbrauchst!“ Plötzlich öffnete sich die Tür, und gleißendes Licht überflutete die beiden Kinder. Dann erkannten sie eine Silhouette eines Menschen. Und ein paar Sekunden später stand ihr Meister vor ihnen. „Meister Jason!“ flüsterte Fales und sogleich waren Acryl und er auf den Beinen und verneigten sich vor ihren Meister.
Jason Sen Sato Chi-Kagu schaute seine beiden Schützlinge an. Seine blauen Augen funkelten. Dann lächelte er und sprach zu ihnen: „ Seid ihr bereit Hiljem zu werden?“

Mit etwas wackligen Schritten betrat Fales mit Acryl und ihrem Meister den Trainingsraum. Doch er war nicht wie sonst: Eigentlich war der Raum viel kleiner und an den Wänden waren Waffenschränke aufgestellt. Jetzt war der Raum viel größer, so das Fales schwer das Ende erblicken konnte. Außerdem war aus dem Raum ein riesiger Wald geworden: Gras bedeckte den Boden, Bäume standen überall im Wald. Und in der Mitte war ein großer Teich. „Unglaublich!" hauchte Jeremy und blickte mit offenem Mund umher, auch Fales war völlig überwältigt. Sie hörten das platschen von Wasser das Zwitschern von Vögeln. Jason stellte sich vor ihnen. Sein Gesicht war immer noch voller Freude. „So Fales und Acryl! Wir ihr sieht haben wir den Raum etwas… umgeschmückt. Ich werde die ganze Zeit euch beobachten. Na ja eigentlich warte ich noch auf jemand der mich dabei unterstützen wollte…" „Meister Jason! Ihr seid schon hier?" ertönte es plötzlich von der Eingangstür: Yon Shadowe betrat den Raum. Er schien gestresst und trotzdem lächelte er. „Meister Yon? Also konntet ihr Euch also doch früher von den anderen Gildenmeister losreißen?" „Puh! Ja. Diese Alten haben nichts Besseres zu tun als sich die Köpfe einzuschlagen! Morgen früh werden sie abreisen!" Er holte einmal tief Luft und bemerkte nun die beiden Jungen vo ihm: „Hallo Acryl und Fales! Ich hoffe ihr seid bereit?" „ Ja Meister! Obwohl… meinet wegen können wir das hier alles sein lassen und sie ernennen mich sofort zu einem Hiljem." grinste Jeremy. „HA! Wie ich sehe bist du wie immer gut gelaunt Acryl!" lachte Yon Shadowe. Acryl setze ein freches Gesicht auf, und strahlte nur vor Selbstbewusstsein. „Das lächeln wird dir gleich vergehen!" sprach Jason plötzlich und begutachtete seinen Schüler. „Ihr beide seid die besten Novizen, die es im Moment in Avetas (Avetas ist die größte Region in Aldina) gibt!" sein Gesicht wurde nun ernst „Ihr macht diese Prüfung zwei Jahre früher. Viele Herren des Landes sind darauf gespannt was aus euch werden wird." Fales schluckte. Schon wieder dieser Druck! Seitdem alle erkannten das Acryl und er wahre Naturtalente waren, wie sie es eigentlich nur paar Mal in Jahrtausenden gab, lag sehr viel Druck auf sie. Die Herren des Landes, waren neben den Gildenmeistern die wohl einflussreichsten Persönlichkeiten des Landes: Sie gaben den Hiljem den Großteil ihrer Missionen und andere wichtige Aufgaben. Die Hiljem erledigten die Aufgaben und bekamen das meiste Einkommen von den Herren des Landes. „Aus dem Grund" sprach der Gildenmeister nun „hat der Rat der Hiljem beschlossen, dass ihr nicht die normale Abschlussprüfung machen werdet." Acryl starrte ihn an. „Was soll das denn heißen? Welche Prüfung werden wir denn stattdessen machen?" Yon Shadowe sagte eine Weile nichts sondern schaute nur die beiden mit einem strengen Blick an. „Ihr werdet eine vereinfachte Meister Prüfung ablegen!" „WAS?" spie Fales aus, doch seine Meister sagten nichts. „Acryl, Fales! Euch muss bewusst werden, was ihr für die Welt der Hiljem bedeutet!" Jason trat nun vor und gab seinen Schülern das Hiljemsiegel: Noch bewegte es sich noch nicht wie Wasser.
„ Macht euch bereit!" flüsterte der Gildenmeister.
Klapp! Fales zog eine Schnalle seiner Beinschiene fester. Neben ihm prüfte Acryl die Schärfe seines Schwertes. Der Gildenmeister und Jason standen am Eingang des Trainingsraums. Nach einigen Sekunden atmete Fales schneller und auch sein Herz begann wie wild zuschlagen. Gleich werde ich meine Hiljemprüfung haben! Darauf trainiere ich schon mein ganzes Leben! „Fales konzentriere dich!“ ertönte es von hinten und er drehte sich um. Jason stand aufrecht da, sein Gesicht war angespannt doch er wirkte nicht nervös. „Meister!“ Acryl steckte sein Schwert wieder in die Scheide „was genau müssen wir machen?“ Bevor Jason etwas sagen konnte sprach der Gildenmeister ihn an. „Vor Euch liegt ein kleiner Wald mit allen möglichen Dingen die es in einem echten Wald auch gibt, jedoch haben wir einige Fallen und… Überraschungen eingebaut.“ er machte eine Pause und schaute sie beide abwechselnd an. „Am Ende des Waldes werdet ihr eine kleine goldene Kugel finden… diese zu mir zubringen ist Eure Abschlussprüfung! Wenn er diese Kugel zu mir bringt werdet ihr Hiljem werden!“ „JA! DAS WERDEN WIR TUN!“ schrie Acryl laut und hüpfte auf und ab. „Legt los!“ „Komm Fales! Legen wir los!“ sofort war er los gestürmt. Was für eine irrwitzige Geschwindigkeit… Fales sprintete los und sofort war er von dichten Gewächs und großen Bäumen umgeben. Seinen Meister konnte er schon gar nicht mehr sehen. Unter seien Füßen flogen die Meter hin und schon bald erspähte er Acryl. „HEY! WARTE MAL!“ rief er, Acryl drehte sich um und stoppte. Nach einigen Sekunden hatte Fales ihn eingeholt. „Was soll den das! Immer rennst du einfach drauf los!“ meckerte er sofort los. Acryl zog eine Augenbraun hoch. „Ich kann nichts dafür wenn du nicht mit mir Schritt halten kannst!“ Fales entfuhr ein starkes schnaufen. Über ihnen flog ein großer Habicht und landete einige Meter neben ihnen. „Es ist schon bemerkenswert, was Meister Yon hier geschaffen hat…“ Fales riss seine Augen auf. Um Acryl zu beeindrucken ist schon sehr viel nötig… und Meister Yon schafft das mit einem Wald? „Wie es auch ist“ sagte Acryl und Fales schreckte aus seinen Gedanken hoch „wir müssen diese goldene Kugel find-„ WUMM! Ein riesiger Gesteinsbrocken krachte vor sie ein. „Ich hab ja nichts besseres zu tun als Steine an den Kopf zu bekommen…“ meckerte Acryl und zog eine Miene. Sogleich kam ein weiterer auf sie zu geflogen. Woher kommen die ganzen Steine? „Acryl?“ niemand antwortete. Fales schaute sich um, und erkannte wie sein Gefährte kleine Steine um sich warf und dabei laut: „Das kann ich auch!“ schrie. Als der große Brocken genau vor seinem Gesicht fiel, wurde er blass. „Fales! Wieso machst Du denn nichts?“ nuschelte er und hechtete neben ihn. „Ich weiß nicht wer uns angreift! Die Brocken kommen von überall!“ „Mensch Fales! Wenn Du mal endlich deinen Himmelsgeist aktivieren könntest und es auf die erste Genmanipulation schaffen würdest hätten wir jetzt keine Probleme!“ „Ach jetzt auf einmal bin ich dir wichtig? Wegen meinem Blut erbe?“ „Nun… wozu hab ich dich denn dann?“ schimpfte Acryl und wieder wichen sie einem Angriff aus. Plötzlich durchbrach etwas den riesigen Baum vor ihnen und zum Vorschein kam ein kleiner Stein-Troll. Er war nicht einmal ausgewachsen und nur so große wie die beiden Jungen doch sein Körper war um einiges breiter und stämmiger. „Das ist also ein Stein-Troll…“ flüsterte Acryl und seine Augen glänzten. „Ja und das ist nur ein kleiner! Ich weiß nur über sie das sie auch aus hartem Gestein bestehen… wies sollen wir ihn denn dann töten?“ „Den da willst du töten?“ Acryl Augen schauten Fales unfassbar an. „ACHTUNG!“ schrie Fales auf einmal als der Troll eine Handvoll von kleineren Steinen aufhob und sie mit enormer Kraft Acryl entgegen warf. Gerade noch rechtzeitig konnte er ausweichen und die Steine durchlöcherten den Stamm vom Baum der hinter dem Jungen war. „ Töten ist vielleicht doch eine gute Idee!“ rief Acryl zog sein Schwert und sprang hoch, in der Luft führte er einen kleinen Hieb aus. Doch der Troll packte ihn am Hals und sein Angriff schlug fehl. „Ist der Stark!“ keuchte Acryl. PAFF! Der Klon löste sich in der Klaue des Ungetüms auf. Wütend stampfte er um sich: Ein starkes Beben war die Folge. „Acryl? Acryl wo bist Du?“ „Hier“ ertönte es von einem großen Baum und Acryl sprang neben Fales. „Eine gute Idee einen Klon zu benutzen… ich habe gar nicht bemerkt als du es gemacht hast!“ Acryl grinste breit. „Du merkst doch eh nie was.“ Gerade als Fales eine wütende Antwort geben wollte raste der Troll auf sie zu. „Ist der schnell!“ sagte Acryl und sprang nach rechts, Fales jedoch blieb stehen. „FALES WAS TUST DU DENN DA! ER WIRD DICH UMRENNEN!“ Ich muss den richtigen Zeitpunkt abpassen! Gerade als das Geschöpf vor ihm war drehte sich Fales schwungvoll um: Es folgte ein grelles Blitzen. Der Troll stürzte zur Seite und seine steinerne haut zeigte einen Riss, in der Hand hielt Fales sein Schwert. „Fales! Das war unglaublich! In der Drehung einen Energiehieb auszuführen!“ „Dieser Troll wird sicher nicht alles sein was uns in diesem Wald erwartet!“ eine Windstoß fegte durch die Bäume und am Ende der Lichtung auf den sie waren verschwanden zwei rote Augen. Acryl nickte. „Es hat gerade erst begonnen!“



Langsam folgten sie einen Pfad, das Ende des Waldes war immer noch nicht sichtbar. Die großen Bäume um sie waren große Schatten auf den Weg, und rechts und links war eine Wiese die prächtig mit allen möglichen Blumen geschmückt war. „Wie weit der Gildenmeister den Raum wohl ausgedehnt hat?“ murmelte Acryl und schaute sich um. „Ich weiß es nicht. Aber ich vermute, dass wir noch ein ganzes Stück weiter müssen. Mich wundert es das wir bisher noch keinem weiterem Wesen begegnet sind.“ „Vielleicht haben sie Angst…“ „Das glaube ich nicht Acryl. Warum sollten sie Angst vor uns haben?“ Auf einmal kicherte Acryl laut auf. „Angst vor uns? Eher vor mir. Wer hat denn schon Angst vor dir? Okay es stimmt vielleicht eine Mücke… aber selbst ein Hase würde dich angreifen!“ „Du hast schon gesehen das ich den Troll alleine getötet habe oder nicht?“ Sofort ertönte ein verkrümmtes „Argh!“. „Hm merkwürdig ich habe das Gefühl das wir an dem Selben Teich schon mal vorbeigekommen sind…“ murmelte Fales. Neben ihnen war ein kleiner Teich. Auf ihm lagen Blätter und ein Frosch schwamm im ihm. „Jetzt wo Du es sagst… stimmt! Auch mir fällt es jetzt auf.“ Sie schauten sich in allen Richtungen um. „Ob es eine Illusionsmagie ist?“ fragte Fales, jedoch war die Frage eher an sich selbst gerichtet. „Das werden wir gleich wissen!“ sprach Acryl diesmal jedoch ernst. Er schloss seine Augen. Fales schaute ihn interessiert an. Acryl war schon immer derjenige von beiden gewesen der mehr als zwei Elemente für seine Magie einsetzen konnte. Seit einigen Wochen beherrscht er neben Feuer und Wasser nun auch das Geistliche Element! Und mit diesem kann man auch feindliche Magie aufspüren! Wenn ich ihn so ansehe bin ich sogar fast ein wenig neidisch… ich kann bisher nur Wind und Wasser benutzen… „Ich hab es!“ rief Acryl auf einmal. „Ja?“ fragte Fales. „Nun es ist kein Hiljem, Magier, Soldat oder jemand anderer der die Magie ausübt… sie durchdringt das ganze Gebiet… wurde jemand bestimmtes die Illusion machen könnte man eine Spur feststellen.“ Fales dachte kurz nach. Kann es etwa sein… „Ist es eine Art Automatische Magie? Also das sie automatisch aktiviert wird wenn man einen bestimmten Bereich betritt?“ Acryl nickte „das denke ich auch! Irgendwo hier muss es vier Zauberobjekte geben die den Bereich begrenzen… das doofe ist nur das wir uns trennen müssten.“ „Das könnte eine Falle sein.“ meinte Fales und schaute seinen Freund an. „Es könnte tatsächlich eine Falle sein aber ich denke eher das unsere Meister schauen wollen wie wir einzeln agieren… Das wiederum bedeutet, dass sicher an den Objekten irgendetwas auf uns lauern wird.“ Fales nickte, es war klar wieso Acryl auf einmal ernst war. Hält man sich zu lange in einer Illusion auf fängt das eigene Energiesystem durch zudrehen. Wir können nur hoffen dass es keine zu starke ist. „Gut! Ich übernehme zwei und du auch. Wir treffen uns wieder hier.“ sagte Acryl holte noch etwas aus seiner Tasche heraus: Es waren zwei kleine Murmeln. Magische Sprechmurmeln! Woher hat er sie? „ Wenn wir jeder einer von denen haben können wir mittels Magie mit einander im Geiste sprechen.“ Acryl gab Fales eine und er steckte sie ein.

Kannst Du mich spüren Fales?




Fales?

Ja! Ich kann es!

Na dann los! Ungefähr dreihundert Meter östlich von dir ist das erste Objekt!

Kannst Du die einzelnen Objekte erspüren?

Natürlich. Ich kann alles!

Pah!


Fales rannte los und sprang auf den nächsten Baum, von dort aus sprang er von Baum zu Baum. Er bemerkte gar nicht die Roten Augen, die im Busch neben ihm funkelten.

Kapitel 2 Rote Augen (Teil 1)



Wind fegte ihm um die Ohren, zisch Laute drangen an sein Ohr doch er ignorierte sie und konzentrierte sich nur auf die Schnelle Zerstörung des ersten Objektes. Der Weg wurde immer enger und nach einiger Zeit bemerkte eine Lichtung. Sie war umgeben von Steinen und Eichen, auf den Lichtkreis lag ein kleiner Stein. Das erste Objekt!

Acryl! Ich habe das erste Objekt gefunden!

Gut! Ich erreiche mein Ziel auch gleich. Achte darauf, dass du in keine Falle tretest!

Der kleine Stein war eisblau und kleine Runen waren auf ihm zu erkennen. Von ihm kam ein pulsierendes Licht. Fales folgte den Pfad und trat in die Mitte der Lichtung, plötzlich erbebte sich der kleine Stein und schwebte auf Augenhöhe. Vorsichtig streckte Fales seine Hand aus. Hoffentlich passiert nichts… Gerade als Fales seine Hand schließen wollte…

JA! Fales ich habe den ersten zerstört! Bei mir ist nichts passiert!

Ich bin auch gerade dabei meinen zu zerstören. Kann ich ihn einfach vernichten?

Manchmal frag ich mich ob du wirklich ein Mensch oder Troll bist... natürlich bist kannst du ihn einfach zerstören!

Fales Hände leuchteten hell auf, dann umschloss er mit ihnen den Stein: sofort ertönte ein zischlaut gefolgt von einem hellen Licht. „Ich glaube es hat geklappt…" murmelte er. In seinen Händen lag feinster Staub.

Gut! Acryl bitte sag mir wo der zweite ist!

Acryl?

Ah! Ich werde gerade angriffen! Fales! Zerstör den letzten… er ist… hundert Meter rechts von d-…

Acryl? ACRYL?

Mist! Ich muss ganz schnell den letzen vernichten. Hundert Meter rechts…


Und tatsächlich… genau hundert Meter entfernt erspähte Fales ein helles verschwommenes Licht. Nach wenigen Sekunden hatte er es erreicht. Dieser Stein sah allerdings anders als die andren aus: Er war viel größer und anstatt das blaue Runen ihn zierten waren es rote und goldene.


Er hat von allen wohl die meiste Energie. Mist! Wieso muss ausgerechnet ich das Medium erwischen! Mediums… ich hasse es sie zu zerstören! Und ich habe bisher nur eines jemals zerstört und das war schwächer als dieses…

Acryl?

Verdammt! Ich weiß nicht ob ich es alleine schaffen kann… Egal! Wenn ich es nicht mache, wird unser gesamter Kreislauf durcheinander gebracht und wir werden sterben!

Langsam legte Fales seine Hände auf den Stein, er war eiskalt und sobald er ihn berührte färbten sich die Runen grün. Und den Kreislauf des Objektes durcheinander bringen…

MEIN GOTT! Er ist unglaublich fest… keine Schwächen…

Fales konzentrierte immer mehr Kraft und versuchte den Magischen Einfluss des Steines, der die Illusion bewirkte zu brechen. Eine Dicke Ader trat auf seiner Schläfe auf und sein Körper begann zu zittern. Doch der Fluss des Steines gab nicht nach und Fales entströmte immer mehr Energie. Wenn ich es nicht gleich schaffe, werde ich an Energiemangel sterben!

Adern platzen auf und das weiße seiner Augen wurde vom Blut gefärbt. Dann für einen Moment dehnte sich der Fluss und Fales drückte auf die Schwäche: Der Stein ging in einer großen Explosion auf, Funken sprühten umher, und flogen in die Luft.

„ICH HABE ES GESCHAFFT!" jubelte Fales.

ACRYL! Ich habe das Medium zerstört!

Fales! Pass auf, das ist kein normales Medium!

HÄ?

Langsam drehte sich Fales um und konnte gerade noch erkennen wie die Funken aufeinander zurasten und einen Körper bildeten. Aus den Funken entstand ein riesiger Wolf, mit langen Fängen und messerscharfen Klauen. Seine Augen waren blutrot und er knurrte das, ein Schauer Fales den Rücken hinunter lief. Fales wusste sofort was es war.

Mist! Im Medium war ein Varris eingesperrt! Acryl komm her! Sonst sterbe ich!

Ein Varris? Ich komme sofort!

Acryl hörte sich gestresst an, und Fales wusste das er sich sofort auf den Weg machte. Fales holte tief und sammelte sich. Sein Feind war ein junger aber dennoch ernstzunehmender Varris. Man kann sie nur durch einen Stoß in das Herz töten… eigentlich ist das ja einfach wenn sich Varrere (Info: merhzahl von Varris) sich nicht transformieren könnten , so schnell wären und nicht die Intelligenz eines Menschen hätten…
Dem Varris entfuhr ein lautes Brüllen, die Vögel in der Umgebung flogen wie besessen hinfort. Auf einmal war der Varris verschwunden, und Fales blickte umher konnte ihn jedoch nicht erkennen. Auf einmal hörte er hinter sich ein schnaufen und konnte gerade noch dem Sturmangriff des Ungetüms ausweichen. Der Varris raste auf einen großen Felsen zu, doch stoppte er nicht: kurz bevor er auftraf verpuffte sein Körper zu schwarz-grauen Rauch und sauste über das Gestein hinweg. Fales konnte kaum noch den Dunst erkennen, so schnell flog er um ihn herum. Als der Nebel auf ihn stürmte, verwandelte sich der Varris blitzschnell mit einem lauten Knall in die Wolfsgestalt. Das Maul kam ihm immer näher und Fales völlig geschockt, wich nicht aus. Gerade als die langen Zähne seinen Hals berührten wurde Fales mit enormer Kraft zur Seite gerissen. Völlig ohne Orientierung krachte er gegen einen Baumstumpf und vor seinen Augen erschienen kleine Lichtblitze. Schwach konnte erkennen wie Acryl sich dem Varris entgegenstellte. Dann war alles schwarz.


„Fales… Fales!“. Die Stimme die er vernahm hallte in seinen Kopf wieder. Langsam erkannte er verschwommen seine Umgebung. Wo bin ich? Wem gehört diese Stimme? Ist das Acryl? Dann wie ein Sturm kam alles wieder. Acryl hat sich dem Varris gestellt! Sofort war er wieder auf den Beinen und schaute sich um. Die Lichtung auf der der Kampf stattgefunden hatte war total verwüstet und im Zentrum stand Acryl zitternd und stützte sich auf seinen Beinen ab. „ Acryl!“ hastig spurtete er über den zerkratzen Waldboden zu seinen Gefährten. Acryl Kleidung war an manchen Stellen weggerissen und auf seinem Körper konnte man viele Schnitte und Bisswunden sehen, die jedoch nicht zu schlimm aussahen. „Acryl! Ist alles in Ordnung mit dir? Wo ist der Varris?“ Fales stimme war voller Sorge doch anstatt das sein Freund ihn antwortete zeigte er mit seiner rechten Hand in eine entfernte Stelle. Fales Herz setzte aus: Der Varris lag tot auf den Boden. „Du hast einen Varris getötet?“ nun war jede Sorge verschwunden und machte Verwunderung und Erstaunen platz. „Argh!“ Acryl richtete sich auf. Immer noch wankend und zitternd ging er zum toten Varris hin und warf das Ungetüm um. In der Brust des riesigen Wolfes steckte Acryls Schwert. „Du hast genau das Herz getroffen?“ sagte Fales ehrfürchtig. „Mach hier nicht eine große Nummer draus!“keuchte Acryl mit angestrengter Stimme „es war kein ausgewachsener Varris, es war ein Jungtier und die sind ziemlich schwach in dem Alter! Jeder erfahrener und etwas überschnittlicher Meister hätte ihn töten können ohne am Ende so auszusehen wie ich!“ „Aber dennoch war es ein Varris!“ Mit einem Ruck zog Acryl sein Schwert aus dem toten Körper raus. „Ich werde ein bisschen Ruhe brauchen um mich zu erholen, lass uns hier rasten und unsere nächsten Schritte überdenken.“ Fales nickte. Acryl hatte recht, es machte keinen Sinn jetzt sofort weiter zu gehen wo Acryl so angeschlagen war und auch er selbst war erschöpft, eine Pause würde ihnen gut tun. Bin ich froh wenn diese Prüfung endlich vorbei ist! „Sag mal Fales was denkst du wird noch alles auf uns zukommen bei dieser Prüfung?“ Acryls Stimme war voller Anspannung und zu Fales erstaunen konnte er sogar ein wenig Sorge heraushören. Er macht sich sorgen, denkt er vielleicht zum ersten Mal das seine Fähigkeiten nicht ausreichen? „Ich weiß es nicht...wie unsere Meister uns schon gesagt haben ist dies eine leicht veränderte Meisterprüfung. Ich denke das Niveau ist um einiges tiefer als einer eigentlichen Meisterprüfung jedoch immer noch über dem Niveau der anderen Rangprüfungen. Wir haben schon mit einer Illionsmagie zu tun und sogar schon mit einem jungen Varris. Und eben bevor wir die Objekte zerstört haben habe ich rote Augen gesehen, ich hab zuerst gedacht ich hätte mir das eingebildet aber nach alledem jetzt. Ich will gar nicht wissen was es war, aber wir sollten gewappnet sein!“Acryl hustete und nickte. Er säuberte sein Schwert an seiner Kleidung und schaute sich um. „Weißt du Fales, ich frage mich wieso ausgerechnet wir beide immer so sehr von dem Rat hart dran genommen werden. Ich meine wir sind gut aber“ Fales unterbrach ihn. „Acryl! Für den Rat sind wir sozusagen kleine Supermaschienen in den viel investiert wird. Du bist ein Naturtalent, und sowas in Deinem Klan zu sein ist außergewöhnlich! Und ich nun ich stamme von den Sen Sato Chi-Kagu Klan ab, und bin auch besser als der Durchschnitt. Wir beide kommen aus zwei der drei Stärksten Klans! Der Rat setzt viel Hoffnung in uns, da die Herren des Landes lieber immer ganz starke Hiljem für Ihre Aufträge anheuern, und so natürlich auch der Gewinn für uns steigt. Der Rat bekommt 90% Prozent von allen was wir einnehmen. Von diesem Geld das ja nicht nur von unserer Gilde kommt sondern auch von den anderen wird das Land regiert und vieles mehr. Verstehst du was ich sagen will?“ Fales schaute nun auf einen ziemlich mürrisch wirkenden Acryl der die Arme verschränkt hatte und beleidigt dreinblickte. „Ja! Wir sind nichts anderes als gute Geldeinnahmen!“ Fales lachte. „Ja sozusagen schon...“ Während Fales lachte schwirrte ihm plötzlich eine Frage im Kopf. „Acryl?“ „hm?“ ertönte es. „Wo glaubst Du sind außer hier in der Avetas Gilde noch die stärksten Hiljem? Ich meine in welchen Gilden sie vorwiegend sind.“ Acryls Blick verlor sich. „Du meinst die Legendären?“ „Jepp, ich meine unser Meister ist doch auch einer von ihnen. Und ich frage mich in welchen Gilden sie vorwiegend sind, denn so könnte man ja herausfinden welche Gilde die allerstärksten Hiljem hervorbringt, oder anders ausgedrückt in welchen Regionen jene geboren werden die besonders talentiert sind.“ Acryl schaute seinen Freund an. „Hm also jede Gilde bringt starke Hiljem hervor jedoch ist bekannt das die Avetas-Gilde und die Wreathas-Gilde besonders viele überdurchschnittlich starke und besonders mächtige Hiljem beherbergt. Zudem besitzt Avetas gleich zwei der stärksten Hiljemclans und Wreathas einen davon.“ „Was?“ sagte Fales verblüfft und richtete sich auf. „Es gibt neben den Sen Sato Chi-Kagu Clan und dem Shadowe Clan noch einen der die stärksten Hiljem hervorbringen soll?“ Acryl lachte auf und in seinen Augen sammelten sich Tränen. „Nun mal langsam, nur weil das die stärksten Clane sind heißt es nicht das sie die stärksten Hiljem hervorbringen, das sind halt Clane die ein besonderes Blut erbe aufweisen und deren Mitglieder meist ein Talent mitbringen, das heißt das es sozusagen in Ihrem Blut liegt Hiljem zu sein. Kennst du Veniz Lenzei?“ „Ja, er ist doch auch einer der Legendären und hat doch diesen Tatolin Sacon getötet oder?“ „Ja genau, Sacon war ein ehemaliger Hils (anderer Ausdruck für Legendärer). Er wurde jedoch machtgierig und versuchte am Ende den Gildenmeister von Watora zu töten.“ Fales stand auf und streckte sich. „Weshalb wollte er den Gildenmeister töten?“ Fales kam sehr merkwürdig vor das ein Tatolin von sich aus einen Gildenmeister angriff. „Ich meine warum greift ein ehemaliger Hiljem von sich aus einen Gildenmeister an? Es sind doch die stärksten Hiljem der jeweiligen Region, war er etwa lebensmüde?“ Acryl lächelte. „Der Gildenmeister von Watora beherrscht eine sehr seltene Magiekunst, Sacon wollte durch den Körper des Gildenmeisters diese erforschen und selber beherrschen. Ich sagte ja das er Machgierig war. Und in einen Punkt hast du auch nur teilweise recht Fales.“ Fales schnaubte. Immer muss er den Schlaumeier spielen! Wie mich das nervt und ich kann jetzt nicht wiederstehen mein Wissen zu erweitern und steh am Ende als der dumme da... Fales zog eine Grimasse und biss sich auf die Zunge. „Was meinst du?“ „Das die Gildenmeister die stärksten Hiljem der Region sind, muss nicht zwingend stimmen. Es stimmt zwar das sie wirklich an der Spitze stehen aber es gibt manchmal obgleich dies nur ganz wenige Hiljem sind, die genauso stark oder sogar stärker als die Gildemeister sind.“ Abrupt hielt Fales inne als er gerade sein Schwert nach Mängeln untersuchen wollte und sein Herz machte einen kleinen Aussetzer. „Es gibt Hiljem die genauso wenn nicht sogar stärker sind als Gildenmeister sind? Das ist doch nicht möglich!“ noch bevor Fales weitersprechen konnte fiel Acryl ihm ins Wort: „Als Kri-Shi Kan der Gildemeister vor Meister Yon starb waren zwei Hiljem im Gespräch als sein Nachfolger. Der eine war sein Schüler Yon Shadowe und Jason Sen Sato Chi-Kagu, unser Meister! Fales fiel die Kinnlade herunter. Was er daneben gehört hatte konnte er kaum glauben. „Unser Meister soll genauso stark sein wie Meister Yon?“ „Nun zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon, wie sich ihre Kräfte im Laufe der Zeit verändert haben weiß ich nicht genau, vielleicht ist unser Meister genauso stark aber vielleicht hat ihn Meister Yon auch schon längt weit überflügelt... so und ich denke wir sollten nun weitervoranschreiten. Ich will endlich diese Prüfung bestehen und außerdem habe ich Hunger!“
Sie folgten weiter einen Waldweg. Ab und zu hörten sie ein knistern doch nach mehrfachen Nachschauen konnten sie nichts Merkwürdiges finden. „Weißt Du, ich komme nicht drum rum immer wieder an diese roten Augen zu denken“ Jeremy drehte sich um. „Ach Fales… mach Dir mal nicht in die Hose. So wie ich Dich kenne hast Du diese Augen bloß eingebildet. Genauso wie Du denkst das Du klüger als ich bist.“ „Haha! Glaub mir ruhig es waren rote Augen!“ genervt schleuderte Fales einen Felsbrock weg, „ Kennst Du irgendwelche Tiere mit roten Augen?“ Acryl schloss seine Augen. „Es gibt viele Tiere mit roten Augen Fales! Besonders alte Varrere haben auch rote Augen. Was immer es war, wenn es überhaupt etwas gewesen ist, können wir es leider nicht klassifizieren.“ Sie gaben eine Gabelung. „Na schön und welchen Weg sollen wir nun nehmen?“ erboste sich Fales und lies sich auf mit einen dumpfen Schlag auf den Boden fallen. Acryl jedoch schaute sich beide Wege aufmerksam an. „Was versuchst D zu erkennen Acryl?“ mit jedem Wort wurde seine Stimme ein wenig lauter. „So langsam denke ich, dass wir diese Prüfung nicht bestehen können, vielleicht ist das auch nur eine Scheinprüfung…“ „Nein!“ Acryl sprach mit entschlossener Stimme. „Dies ist hier wahrhaftig unsere Abschlussprüfung! Und wir müssen das entschlossen beenden! Rumsitzen und jammer wird uns nicht weiterbringen. „ Fales wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht und rappelte sich sogleich wieder auf. „Weißt Du was ich mich frage… wieso sie uns nicht sofort zu Hiljem ernennen…jeder weiß das wir über mehr Können und Fähigkeiten als alle anderen Azubis in unserer Gilde verfügen!“ Acryl lachte leise. „Weißt Du Fales das stimmt schon, hier in unserer Gilde sind wir den anderen weitaus überlegen… aber es gibt auch noch andere Gilden! Und vielleicht sind dort Lehrlinge die selbst stärker als wir sind! Wir dürfen nicht zu sicher oder arrogant werden!“ „Das sagt ausgerechnet derjenige der immer davon Prahlt wie toll und stak er doch sei.“ Acryl räusperte sich. „Mann muss doch auch Realist sein! Komm jetzt wir werden diesen Weg hier nehmen!“ Und sogleich marschierte er den rechten Pfad entlang. Typisch Acryl… Er zeigt mal wieder wie perfekt Weise er sein kann im Vergleich so seiner kindischen Ader!
„Oh ich glaube ich habe mal wieder die richte Entscheidung getroffen!“ Der prahlerische Junge drehte sich mit einen großen Grinsen um. „Aha, und wie kommt Du nun wieder auf diese Schlussfolgerung mein großer Meister?“ „Ach…nur so ein Bauchgefühl!“ Sofort erschallte im Wald Acryl lautes Lachen und die beiden Lehrlinge folgten weiter den Pfad, ab und zu neckten die beiden sich doch auf ein weiteres Hindernis stießen sie sich. Die Roten Augen folgten den beiden unbemerkt.
Kapitel 3: Wreathas und Avetas
Yon Shadowe saß in seinem Büro. Es war ein schönes Büro. Die Wände und der Boden bestanden aus dunklem glänzendem Holz. An den Wänden standen Bücherregale, welche prall gefüllt waren. Am Ende des Raumes befand sich der große Pult, welcher wie ein Halbkreis geformt war, auch er war gefüllt mit Büchern, Gerätschaften und Federkielen. In der Mitte stand das Porlanteo, ein großes rechteckiges Gebilde mit einem runden Loch in der Mitte. Dieses Gerät war da zu da um schnell Informationen mit einer anderen Gilde auszutauschen. Gerade eben hatte Yon eine sehr anregende Konservation mit dem Gildenmeister von Wreathas, Felieuj, geführt. Wohlmöglich war Felieuj der einzige Gildenmeister der nach zwei Tagen schon wieder in seiner Gilde sein konnte, denn er beherrschte eine einzigartige magische Anwendung weshalb er auch den Spitznamen „Fliegender Hiljem“ hatte. Ein lautes Klopfen ertönte. „Herein!“ Die Tür öffnete sich und Jason Sen Sato Chi-Kagu trat ein. „Jason meine guter Freund ich habe Dich schon erwartet.“ Lächelnd erhob sich Yon und die beiden Männer traten einander und umarmten sich. Jason lächelte. „Na wenn mich mein bester Freund sprechen will komm ich natürlich sofort! Ich nehme an das Du mit mir über meine Sprösslinge reden willst?“ Es war schon fast eine rhetorische Frage und Yon lachte. „Die beiden sorgen doch nun mal für genug Gesprächsstoff oder etwa nicht?“ „Ach mein lieber Gildenmeister wie recht Ihr da wieder habt!“ Yon nahm wieder hinter seinem Pult seinen Platz ein. „Komm setz Dich. Würdest Du gerne etwas trinken?“ Jason schüttelte den Kopf, und legte seine Arme hinter seinen Kopf. „Also worüber genau möchtest Du nun mit mir sprechen?“ Yon schaute seinen Gegenüber eindringlich an setzte ein kleines schmunzeln auf und fuhr in gleichmäßiger Stimme fort. „Gerade habe ich mit Felieuj gesprochen.“ Jason runzelte die Stirn. „Mit dem Gildenmeister von Wreathas? Wieso das, gerade vor Zwei Tagen gab es doch eine Versammlung sogar von allen Gildenmeistern.“ Yon stand auf und ging zu einem der vielen Bücherregalen die an der Wand stellen. Umsichtig fuhr er mit seinen Fingern über die Bücherrücken bis er schließlich ein dickes in ledergebundenes herauszog und es auf dem Pult legte. „ Wie Du weißt ist das Verhältnis zwischen der Avetas-Gilde und der Wreathas-Gilde immer noch am besten.“ Aufmerksam beobachtete nun Jason das Buch welches geheimnisvoll und schwer vor ihm auf den Pult lag. „Ja das ist jedem bewusst.“ „Ich habe dass worüber ich mit Felieuj gesprochen habe absichtlich nicht vor den anderen Meistern erzählt, da sich nur alle unnötig aufgeregt hätten, vor allem Meister Texiox.“ „HA! Ich weiß zwar nicht worüber es geht aber es stimmt das sich Meister Texiox immer nur sehr schwer zusammen reißen kann, ich erinnere mich an einer Situation in der Gonamen-Gilde, in der er eine komplette Wand eingerissen hatte…“ „Ja genau ich erinnere mich „ kicherte Der Gildenmeister von Avetas „ging es nicht um ein nicht ganz durchgebratenes Hähnchen welches er in der Schenke gefunden hatte?“ Jason nickte. „Also nun wieder zurück zu dem Grund weshalb ich in Dein Büro gekommen bin.“ Yon Shadowe klappte das Buch auf. Vor ihnen lag ein Profil von einem Hiljem Lehrling. „Über diesen Jungen wolltest Du mit den Gildenmeister und mir reden?“ „Ja… dies ist Atharic Chi, ich möchte, dass er einige Zeit hier mit Acryl und Fales ist und mit Ihnen auch ihre erste Mission absolviert.“ „Was?“ rief Jason auf und starrte seinen Freund ungläubig an. „Du weißt doch das es Tradition ist das frische Hiljem ihre erste Mission zum aller ersten Mal selbständig, die beiden würde denken uns fehle das Vertrauen… als würden wir ihre Fähigkeiten nicht anerkennen. Du kennst doch Acryl! Vor allem er wird damit nicht einverstanden sein.“ „Sachte, mein guter Freund, sachte.“ Er trat hinter Jason und legte seine Hände auf den Schultern. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Fähigkeiten der beiden. Der Gildenmeister von Wreathas und ich beabsichtigen ein gemeinsames Ziel mit dieser Zusammenarbeit und ich muss zugestehen das ich auch mein eigenes habe.“ Überrascht blinzelte Jason. „Ach und welches wäre das?“ „Warte lass mich, mich erst ein Mal wieder hinsetzen.“ Yon befeuchtete seine Kehle und fuhr dann mit ruhiger Stimme weiter. „Wie Du weißt sind wir Hiljem zwar eine Einheit, jedoch erweist sich die zusammen Arbeit mit anderen Gilden immer mehr als kompliziert und schwierig. Nicht nur da die Gildenmeister sich von den anderen meist abschotten sondern leider auch durch die Herren des Landes, wodurch wir oft in eine Art Konkurrenzkampf mit einer anderen Region geraten. Das alles fördert natürlich die Wut auf andere Regionen, sollten die Herren des Landes anderen Gilden immer nur wichtige und gewinnerbringende Missionen zuteilen.“ „Das stimmt wohl aber wie möchtest Du dagegen etwas unternehmen. Das alles ist schon seit Jahren so.“ „Ja leider ist das seit Jahren so! Und ich denke wenn das so weiter geht könnte sich die Wut in vielen Jahren immer mehr aufbauen, und einen Krieg unter den Hiljem, welcher zu einer Landesweiten Katastrophe führen wurde kann ich nicht zulassen, dieser Meinung ist auch Felieuj.“ „Das ist ja alles schön und gut, Du hast mir aber trotzdem immer noch nicht gesagt wie da, das Auftauchen dieses Junges was dagegen unternehmen kann.“ „Du bist doch sonst immer so scharfsinnig mein guter Freund. Fällt es Dir denn gar nicht auf? Das ist vielleicht nicht die komplette Lösung dieses Problems aber vielleicht schon mal ein Anfang!“ Der Gildenmeister räusperte sich und rutschte auf seinen Stuhl her. „Also… die Herren des Landes, in jeder Region gibt es einen Hof von Ihnen, das weißt Du zwar alles aber um dieses Problem zu erfassen beginne ich mal ganz von vorn. Jeder Hof steht in der Verbindung zu der Gilde welche sich in der Region befindet. Der Hof überträgt der Gilde die Aufträge. Und über den Höfen steht dann natürlich noch mal der Sitz der Herren des Landes, der dortige Führer ist wie Du sehr wohl weißt Martinus Narnus. So… es hat sich jedoch in den Regionen herausgestellt das die Höfe die Missionen die sie eigentlich Ihren Gilden geben sollten anderen Höfen weitergeben haben damit die dortige Gilde sich dieser annimmt, meist verschicken sie dann sogar Anfragen für ganz bestimmte Hiljem.“ „Ich denke mal damit meint Ihre besonders erfahrene oder auch starke Hiljem, ich möchte nicht zu sehr eingenommen wirken aber davon hätte ich doch erfahren muss.“ Yon schüttelte den Kopf. „Da Du zu den Legendären gehörst welche den Gildenmeister direkt unterstellt sind werden Deine Anfragen nicht an Dich sondern an mich gerichtet. Und ich lehne diese im Moment alle ab da Du Dich um die Ausbildung unserer kleinen Wunderknaben kümmerst.“ Jason lächelte. „Wunderknaben… es sind wohl eher auch Katastrophale Knaben!“ „Wie auch immer, das heißt jedoch das die Höfe sich der Hiljem die in derjenigen Gilde befinden sehr wohl bewusst sind.“ „Aber wie ist das möglich?“ Jasons Stimme war nun mal höher und lauter. „Das heißt ja das sie einen Informanten haben…einen Spion!“ „Nicht nur einen… es wird wohl so sein das in jeder Gilde ein Spion ist. Leider ist das kein wirkliches Verbrechen nur eine ziemliche Unverschämtheit, und wir können die Herren des Landes nicht von Ihrem Vertrag abstoßen weil“ Jason unterbrach ihn und führte den Satz für Yon zu Ende. „Weil wir von Ihnen die meisten Missionen bekommen und auch dadurch das meiste Gold. Immer wieder dieses Gold, und eigentlich war es immer so, dass es geheim gehalten wurde in welcher Gilde sich wer aufhält damit eben genau dies unter den Gilden nicht passiert!“ „Ich verstehe Deine Wut Jason auch ich spüre sie, leider sind wir machtlos, die Gilden brauchen das Gold denn ohne das Gold könnte sie nicht ihre Region regieren. Die Hiljem haben sich leider abhängig von den Herren des Landes gemacht und ich ab sichtbarer Zeit wird sich das auch nicht ändern. Du verstehst nun also das Problem? Die Höfe geben spezielle Aufträge meist anderen Gilden, die Gildenmeister merken dies natürlich und ihre Wut und Frustration steigt. Es zeigt Ihnen welche Gilde im Moment mehr Macht und Gold verfügt und dadurch, dass keiner der Gildenmeister dies vor zwei Tagen angesprochen hat merkt man, dass es großem Unmut unter uns gibt. Die anderen Regionen schotten sich von uns ab. Wir sind eine Einheit aber durch unser System entsteht ein großer Konflikt und wie ich die anderen Meister kennen wird keiner bereit sein Gold von einer anderen Region anzunehmen.“ Jason nickte und schwieg, das war in der Tat ein gewaltiges Problem so gewaltig das es gefährlich war offen im Moment damit umzugehen. „Diese Unabhängigkeit der Herren des Landes spaltet auch die Einheit der Hiljem. Für uns ergibt sich im Moment das Problem das wir und die Wreathas-Gilde die meisten Aufträge, auch die der anderen Regionen bekommen, ablehnen kann ich diese auch nicht denn auch wir brauchen das Gold. Die einzige Möglichkeit etwas dagegen zu unternehmen ist wenn sich andere gute und Erfahrene Hiljem für eine bestimmte Zeit in anderen Gilden aufhalten und dort andere Lehrlinge ausbilden. Die Herren des Landes werden erfahren das neue Hiljem in der Gilde sind, welche wegen denen sie anderen Gilden Aufträge gegeben haben und sie könnten feststellen das eben diese auch Lehrlinge in der Gilde ausbilden! Die Herren des Landes haben vor allem auch ein solches Interesse an Fales und Acryl weil Du Ihr Meister bist.“ „Das heißt durch Integration möchtest Du dieses Problem anpacken?“ „Ja!“ „Aber wenn Du wir nun einen Lehrling von Wreathas, die Aufträge von anderen Regionen bekommt aufnehmen bewirkt dass nicht das die anderen Regionen weniger Aufträge bekommen?“ „Da Atharic ein Lehrling ist wird das nur ein klein wenig der Fall sein. Aber die Gildenmeister werden das merken, ein klein wenig genügt und dann werde ich Ihnen dieses Vorschlag machen. Ohne, dass Sie ein wenig Schmerz in der Kasse spüren werden Sie das Angebot aus Arroganz und Trotz nicht annehmen.“ Jason lachte. „Das ist wohl war und ich muss zugeben das dieser Plan so ist wie man Ihn von dir den Meister der Meister erwarten könnte.“ „Ach hör mit diesen Meister der Meister auf. Aber möchtest Du nun wissen was ich noch damit beabsichtige, Atharic mit Acryl und Fales zusammen zustecken?“ „Von dem was ich gehört habe und bezüglich Deines Plans muss ein sehr talentierter Junge sein, hab ich recht?“ Yon nickte. „Wahrscheinlich im Moment genauso wenn nicht sogar talentierter als Acryl und Fales. Acryl wird das natürlich aufregen aber er muss ein wenig von seinem hohen Ross hinunter kommen, ein wenig selbst bedachter werden, wir können kein Hiljem gebrauchen der während eines Auftrags zu selbstsicher und Arrogant ist.“ „Das stimm, da wird aber Acryl ein einem sehr harten Knochen zu beißen haben…“ Yon lächelte „ genau außerdem finde ich es ganz gut mal die nächste Generation der Hiljem zusammen zuführen“ „Euch sprudelt wohl die Weisheit schon aus den Ohren was?“ „Nicht doch! Was hältst Du davon wenn wir jetzt in die Schenke gehen und eine Kleinigkeit essen?“ „Nur mit der Zeit habt Ihr es wohl noch nicht oder?“ Yon kniff die Augen zusammen, dann breitete sich ein Grinsen auf seinem gesamten Gesicht aus. „Stimmt ja… die Zeit! Ich glaube wir sollten zu den Wunderknaben gehen! Die Zeit ist ja bald um!“ Lachend und scherzend verließen die beiden Männer das Büro, alle Sorgen und Ernsthaftigkeiten waren für einen Moment vergessen.
„Komm schon Fales!“ Acryl schoss an Fales vorbei. Die Bäume flogen nur so an ihnen vorbei und unter ihnen flossen die Meter hin. „Acryl! Mach mal langsam wir können nicht so viel Energie verschwenden.“ Einige Vögel kreuzten plötzlichen ihren Weg und sie waren gezwungen abzubremsen. „Warum rennst Du denn so“ setzte Fales an doch Acryl unterbrach ihn mit einen breiten Grinsen. „Ich glaube ich habe diese kleine goldene Kugel mit meinem geistlichen Element gefunden...“ „Toll! Das ist wundervoll Acryl. Komm lass uns die goldene Kugel schnappen damit wir endlich diese Prüfung bestehen.“ Acryl kicherte, nickte schüttelte seine Kleidung auf. Sofort waren beide wieder am Rennen. Sie durchquerten schöne, mit Blumen übersäte Gräser, wunderschöne Lichtungen und kamen an einem kleinen Wasserfall vorbei. „Komm lass uns mal ein wenig langsamer laufen, sollte uns sich noch irgendetwas in den Weg stellen hätten wir ein Problem.“ „Ja Du hast recht Acryl. Ah freu ich mich auf das Festessen wenn wir die Prüfung bestehen!“ „HA! Oh ja das wird ein Schmaus! All die köstlichen Leckereien… aber Du hast ja Deine eigene…Leckerei gefunden.“ Acryl fing an zu kichern während Fales von unten bis oben rot anlief. Weiß er etwa… „Komm schon Fales, ich sehe doch wie Du sie ansiehst, das muss Dir doch nicht peinlich sein. Ich bin Dein bester Freund!“ Fales fuhr mit seiner Hand durch seine Haare. „Äh! Nun ja okay Du hast recht. Aber ich wollte keine große Nummer draus machen!“ „Keine große Nummer? Ich sag es auch nicht den anderen keine Sorge! Aber hey wenn Du heiratest musst Du mich zum Trauzeugen mache wenn nicht werde ich wirklich sehr wüt-“ BOOOOOOOMM!!! Es folgte eine ohrenbetäubende Explosion. Sofort waren beide auf den Beinen, Ihre Augen waren geweitet und ihr Herz fing an zu rasen. „Ich… was?“ stotterte Fales, Acryl jedoch hatte einen ernsten Blick aufgesetzt und schaute in den Himmel wo eine Rauchfahne aufstieg. „Ungefähr dort liegt auch die goldene Kugel! Komm wir müssen uns beeilen!“ Gerade als Acryl los rennen wollte blickte er Fales in die Augen. „FALES!!!“ Der andere Junge hielt inne und schaute mit einem hastigen Blick zu seinem Freund. „Ja was ist denn Acryl?“ Acryl völlig verwundert näherte sich Fales und schaute ihm in die Augen. „Fales! Deine Augen! Sie sehen anders aus!“ „Was?“ Acryl immer noch ganz fasziniert fragte vorsichtig: „Wie fühlst Du Dich Fales?“ Fales der völlig unruhig war holte tief Luft konzentrierte sich auf sich. Ganz versteckt in seinem Geist spürte er plötzlich eine immense Energie, welche er jedoch nicht hervorzurufen vermochte. „Acryl! Ich spüre eine gewaltige Kraft in mir!“ völlig euphorisch kam Fales ein Gedanke. Vielleicht… „Hey! Sag mir wie sehen meine Augen aus?“ Acryl der schon eine ganze Zeit lang die Augen seines Freundes angeschaut hatte begann zu lächeln. „Ich weiß was Du denkst Fales! Aber Dein Himmelsblut hat sich nicht aktiviert.“ „Jetzt sprech nicht drum herum! Wie sehen meine Augen aus?“ Acryl schaute kurz verärgert, gab dann jedoch den drängen nach. „Deine Pupille flackert ein wenig rötlich und das Weiß Deines Auges ist leicht bläulich.“ „JUHUUU!“ Fales sprang auf, lachte lauthals und sprang einen Salto. „Ich wusste es! Ich habe es doch!“ schrie Fales mit lauter Stimme. Acryl verzog das Gesicht und entgegnete mit energischer Stimme: „Es hat sich aber noch nicht aktiviert! Ich denke es ist eine Vorstufe.“ Doch Fales achtete gar nicht auf die Worte welche im Acryl entgegenwarf. Völlig von Freude erfasst schrie er immer lauter bis es bald nur noch ein raues krächzen war. Acryl marschierte nach einigen Momenten einfach weiter. Nach einigen Sekunden hatte Fales dies bemerkt und stieß mit einem breiten Lächeln hinzu. „Bist Du fertig?“ fragte Acryl gelangweilt. „Wir sollten uns beeilen und herausfinden woher diese Explosion rührte.“ Das musste sich Fales nicht zwei Mal sagen lassen und sofort war er wieder ganz klar im Kopf und fokussierte sich auf die Gegenwart. Mit schnellen Schritten liefen sie los und während um sie herum alles im Zuge der Geschwindigkeit unscharf wurde fragte Fales Acryl woher er denn bitte wüsste das bei der Explosion auch die goldene Kugel sei. „Ach Fales, manchmal frage ich mich ob Du vielleicht Dein Hirn verloren hast!“ Fales überging die Stichelei. „Also komm sag schon!“ „Ich habe mir doch die Fähigkeit antrainiert andere Energien aufspüren zu können. Seit kurzer Zeit spüre ich eine, wie soll ich Dir das jetzt beschreiben.“ Einen Moment herrschte Stille zwischen den beiden, und Sie rannten einfach weiter auf die Rauchfahne zu. „ Nun diese Energie fühlt sich warm und einladend ein. Sie ist nicht kalt, dunkel oder abstoßend. Und was könnte es sonst anderes sein als die goldene Kugel?“ „Ja okay das leuchtet mir ein! Aber was wäre wenn Du jetzt nicht diese Fähigkeit gehabt hättest? Wie hätten wir dann bitte die goldene Kugel lokalisieren können?“ Acryl schnaufte. „Da gibt es sicher viele Möglichkeiten! Man könnte das Bewusstsein der Natur anzapfen können, mit magischer Hilfe sein Sichtfeld vergrößern können und einfach fordern können das sich die Kugel offenbart. Vorausgesetzt natürlich man kann die Energie für sich so manipulieren. Ich meine wir sind Hiljem! Und keine einfachen Magier oder so was!“ „Und wenn man nichts von alledem beherrscht weil man es nicht kann oder sich auf ein anderes Gebiet spezialisiert hat?“ „Dafür wäre dann denke ich die Explosion da gewesen! Jetzt komm!“ Sie durch querten eine weitere Lichtung und kamen an einem tiefen Tal aus. Welches von mehreren Flüssen durchzogen wurde. In der Tiefe in der sich eine Straße befand, stieg der Rauch hinauf. „Wow! Ich bin immer noch ganz aus den Schuhen getreten das Meister Yon so etwas erschaffen hat! Er ist wahrlich der Meister der Meister!“ „Na, bist Du verliebt Acryl?“ keine Sekunde später liefe er das Tal auf einem engen Pass hinunter. An den Gesteinswänden waren hier und dort einige Ranken oder kleine Büsche, ansonsten war alles trocken und dürr. Je näher Sie dem Pfad kamen und somit auch den Rauch desto besser konnten Sie alles erkennen. „Schau Acryl! Es ist eine Höhle, der Rauch kommt aus ihr raus!“ „Sei vorsichtig!“ Nach wenigen Minuten erreichten sie heile den Grund und standen vor einer riesigen Öffnung, welche wie ein Blitz aussah. Kühle Luft schlug den beiden Jungen entgegen, ein nasser Geruch von Moos lag in der Luft. Fales schlüpfte durch die Öffnung hindurch. Acryl trat ihn hinterher. „Wir sollten vorsichtig sein. Ich wette das hier nicht nur Fallen auf uns warten!“ Fales nickte. Mit leisen, langsamen Schritten gingen sie immer weiter, und schon bald umfing die Dunkelheit die Jungen. Kleine Echos von unbekannten Geräuschen hallten von den hohen Gesteinswänden hin und her. „Kannst Du immer noch die Energie fühlen Acryl?“ „Nein. Seitdem wir hier drinnen sind kann ich gar nichts mehr wahrnehmen, alles scheint wie ausgestorben zu sein.“ Plötzlich ertönte aus der Ferne des Höhlengangs ein markerschütterndes Kreischen. „Argh! Was war das denn?“ Fales Stimme war höher als gewöhnlich. Auch Acryl hatte sich seine Ohren zu gehalten, und seine Zähne zusammen gebissen. „Ich weiß nicht, aber es hörte sich keinesfalls wirklich gut an!“ Unruhig schaute Fales mit zusammen gekniffenen Augen nach vorne. Was ist das denn? Sieht aus wie ein Mensch! „Acryl schau mal nach vorne. Man kann es kaum erkennen aber ich meine einen Mensch zu erkennen!“ „Ich bin mir nicht sicher! Halte Dich bereit, es könnte eine Falle sein!“ Das Atmen von Fales wurde immer lauter und lauter, mit jedem Schritt schlug sein Herz schneller und das Adrenalin schoss durch jede Ader seines Körpers. „Hallo?“ sagte Fales, doch aus der Dunkelheit ertönte keine Antwort. Ein lautes Zischen ertönte, und Acryls Hand glühte in gleißenden Licht auf. „Fales! Das ist eine Leiche!“ Fales rannte zu dem Menschenkörper hin. Es war eine Frau mit langem pechschwarzem Haar. Ihre Augen waren ausgerissen und ihr ganzer Körper war mit tiefen Schnittwunden übersät. „Acryl… ich kann nicht glauben das unsere Meister wirklich jemanden sterben lassen würden!“ Sein Atem ging stoßweise und hastig schaute er sich auf den Boden um. „Es sieht nach einem Kampf aus!“ Acryl schwenkte seine Hand sodass man die Wände des Höhlenganges erkennen konnte. „Oh Gott! Sieh doch Fales! Die Wände!“ Fales reckte den Kopf und erblickte hunderte von tiefen und breiten Kratzern. Blut klebte an der Decke, und war überall wild gesprenkelt zu sehen. „Glaubst Du, dass dieses Wesen mit den roten Augen daran schuld ist?“ Acryl verzog das Gesicht. „Ich weiß es nicht aber ich hoffe, dass dieses Ding nicht uns findet!“ RRRRRRUUUAAZZZZZZZZZZZZZZZ!


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