Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Geschichten und sonstiges Textwerk > Geschichten, Märchen und Legenden

Geschichten, Märchen und Legenden Geschichten aller Art, Märchen, Legenden, Dramen, Krimis, usw.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 12.12.2017, 17:25   #1
weiblich Jasmin82
 
Dabei seit: 12/2017
Alter: 36
Beiträge: 1

Standard Wer bin ich?

Wer bin? Ich bin Jasmin, ich stecke voller Gefühle, die sich nicht gut anfühlen.
Ich bin nicht gut darin diese Gefühle zu steuern, zu relativieren.
Ich bin wie Wetter das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ich bin wie Gewitter und Sturm, ein Unwetter, fege über einem hinweg, lasse meiner Wut und ärger freien lauf.
Woraufhin, die Sonne danach scheint. Das Chaos vom Wutausbruch wird sichtbar. Es fängt an zu regnen... ich weine, es tut mir leid und das nächste Unwetter ist nicht weit fort.
Ich frage mich, was mich so aus dem Gleichgewicht gebracht hat? Kränkung, verletzte Eitelkeit, die zerplatzte Seifenblase?
Seifenblasen sind schön. Darin ist man sicher, darin stecken Hoffnung und Zuversicht, der Glaube an das gute, an einem Happy End.

Wenn Seifenblasen zerplatzen, geschieht dies nicht mit einem leisen Plopp.
Es ist ein lauter knall, es gibt eine Erschütterung, die durch Mark und Bein fährt.
Übrig sind nur noch Splitter, keine groben Stücke, die sich wieder zusammen fügen lassen.
Trotzdem sitze ich da, auf dem Boden der Tatsachen, und versuche diese Splitter mit all meiner Macht wieder zusammen zu fügen. Es gelingt mir nicht. es ist nur ein Haufen aus Splitter… ich klammere mich um diesen Haufen, halte ihn fest, nur um die Realität nicht anerkennen zu müssen, um das Gefühl der Kränkung zu umgehen.
Kränkung... wie entsteht sie? Sind es Erwartungen die nicht erfüllt werden, eigene Werte denen nicht entsprochen werden, den eigenen Willen nicht durchsetzten zu können?
Kränkung tut weh, so viel weiß ich. Kränkung, ein Gefühl nicht richtig behandelt worden zu sein.
Die Kränkung kratzt an der Tür der falschen Eitelkeit, sie hat scharfe Krallen, hinterlässt tiefe furchen an der Tür.
Die Eitelkeit ist erzürnt, furchen an meiner Tür… sie soll unversehrt bleiben, schön und makellos sein, keine Verletzung aufweisen.
Die Eitelkeit ist die Königin, möchte mit respekt und Achtung behandelt werden, möchte, dass man mit ihr behutsam umgeht.
Sie ist verletzbar, schlägt einem die Tür vor der Nase zu, um sich zu schützen, um die Verletzungen draußen zu halten und kann doch nicht mit den Verletzungen an der Tür zurecht kommen.
Eitelkeit und Kränkung, zwei ungleiche Zwillinge… Sie sind sich nicht ähnlich, doch können sie nicht ohne einander existieren.
Sie sind voneinander abhängig. Der eine beschütz den anderen. Eitelkeit erweckt die Kränkung und die Kränkung die Eitelkeit.

Wer bin ich? Ich bin Jasmin, ich stecke voller Gefühle, die sich nicht gut anfühlen.
Ausgelöst durch eine zerplatzte Seifenblase. Gekränkt und verletzt.
Die Kränkung kratzt nicht mehr an der Tür der falschen Eitelkeit.
Sie klopft sachte an der Tür und reicht der Eitelkeit die Hand. Steht bewaffnet mit Handfeger und Schaufel vor ihr.
Zusammen haben sie den Mut und die Kraft, mich von der Umklammerung des Splitterhaufens zu lösen. Sie fegen ihn auf, beseitigen die Reste.

Seifenblasen sind schön. Doch die Wahrheit über Seifenblasen ist, dass sie dafür geschaffen sind zu platzen!
Jasmin82 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2017, 17:38   #2
männlich dr.Frankenstein
 
Benutzerbild von dr.Frankenstein
 
Dabei seit: 07/2015
Ort: Zwischen den Ostseewellen ertrunken
Alter: 36
Beiträge: 4.247


Sehr geile asodingskette.
Plopp
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2017, 18:52   #3
männlich Ex-Poesieger
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2009
Beiträge: 7.249


Bis du auftauchtest.
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Wer bin ich?

Stichworte
gefühle, kränkung, seifenblasen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche



Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.