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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 28.02.2017, 20:46   #1
männlich David777
 
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Alter: 22
Beiträge: 17

Standard Vom Garten Eden, Luzifer und seinem Fall

Einst waren sie im Paradies,
sie waren so frei nun doch es hieß,
ihr dürft auch wollen was ihr begehrt,
doch eines das blieb euch verwehrt,

Zu essen vom Baum des Guten Bösen,
sonst werde ich ihn müssen lösen,
den Schleier den ihr habt vorm Aug',
für eure Klage werd ich taub,

Ihr seid getrennt und sagt was solls,
der Mann er kommt schon mit dem Holz,
er müht sich ab mit jedem Tag,
auch wenn es keiner sehen mag,

Da gab es einen der es tat,
er war so sicher und vernarrt,
verführte er doch Eva hin,
zur Sünde nun schon zu Beginn,

Er liebte es und es fing an,
so eh und je, so wann und dann,
Gott zeigte ihnen schon sein Werk,
er fühlte sich doch ganz entehrt,

Er sprach, warum soll ich mich beugen?,
und so denn eine Demut zeugen?,
fürwahr er sprach ihm ins Gesicht,
mein König nun, der bist du nicht,

Er gab sich ganz der Torheit preis,
und tat dies allen nur zu Fleiß,
erhob sich über jeden Stern,
von wahrer Tugend war er fern,

Im Himmel konnt er nicht bestehen,
Gott ließ ihn seines Weges gehen,
er reißt an sich mit aller Macht,
das Ebenbild nun und verlacht,

Jedweden Menschen der ihm folgt,
der dachte doch, dass alles Gold,
ihm Glück beschert für den Moment,
sobald schon hast du es verkennt,

Mit einem Speer durchbohrst du dich,
viel schlimmer als mit jedem Stich,
die Gier sie lodert brennt in dir,
ich will ich will bis ich verlier,

Was alles doch vergänglich ist,
so bist auch du wenn du es brichst,
des Vaters liebendes Gebot,
dass dich bewahrt vor jeder Not.
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 22:40   #2
weiblich Ilka-Maria
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Beiträge: 21.593

Zitat:
Zitat von David777 Beitrag anzeigen
Mit einem Speer durchbohrst du dich,
viel schlimmer als mit jedem Stich,
die Gier sie lodert brennt in dir,
ich will ich will bis ich verlier,

Was alles doch vergänglich ist,
so bist auch du wenn du es brichst,
des Vaters liebendes Gebot,
dass dich bewahrt vor jeder Not.
Willkommen auf Poetry, David, und viel Spaß hier.

Wie ich sehe, hast du dich mit strophenreichen Beiträgen eingeführt, die aus Epik und balladesker Lyrik zusammengesetzt sind. Bei dieser Fülle kann das eigentliche Thema schon mal aus dem Auge verloren werden, und auch die Gedanken drohen aus der Spur zu laufen. Ich habe als Beispiel die beiden letzen Strophen genommen: Mir ist nicht klar, welcher Stich schlimmer sein kann als der Stich eines Speers, denn gut gezielt ist er tödlich. Und was des Vaters liebendes Gebot sein soll, ist mir nicht klar. Gottes Gebote, wie sie von Moses überliefert sind, haben nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Gesetz und Gehorsam. Der "liebende Gott" ist Jesus Christus, der die archaische Lehre der Strafe, Rache und Eifersucht seines fürchterlichen Alten durch die neue Lehre der Nächstenliebe und Vergebung ersetzt hat.

Kurz gesagt: Ich komme mit dem, was dein fleißiges Werk aussagen möchte, nicht klar.

LG
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 22:53   #3
männlich David777
 
Dabei seit: 02/2017
Alter: 22
Beiträge: 17

Hallo Ilka-Maria!,

Danke für deine Rückmeldung.
Die vorletzte Strophe möchte eigentlich die Konsequenzen der Gier aufzeigen. Dass die Gier jemanden durchbohren kann und nie etwas Gutes bringt. Gemeint war eigentlich, dass der Speer viel schlimmer und tödlicher ist, als jeder Stich es nur sein kann (vielleicht habe ich mich in der Strophe ein wenig unverständlich ausgedrückt).

Die letzte Strophe soll eigentlich zum Ausdruck bringen, dass sowohl die Gier als auch jede Sünde (es begann mit Adam und Eva) vergänglich ist und sein wird und uns durch ihre Ausübung selbst vergänglich macht (man gibt sich quasi der Vergänglichkeit hin). Die Gedanken zu Jesus Christus und zum alten Testament teile ich, allerdings wird meines Wissens nach auch schon im alten Testament vor den Folgen der Gier und Sünde gewarnt. Das war eigentlich gemeint.

LG, David
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 22:53   #4
männlich mimimi
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Beiträge: 439

[hat sich erledigt]


lg
mimimi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 22:59   #5
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Ich vermute das Problem liegt darin, dass sein Wissen nicht so groß ist wie Deins.
Ich sehe gar kein Problem, mimimi.

Egal, Hauptsache, eine Diskussion ist in Gang gekommen, denn dafür sind wir ja hier.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 23:06   #6
männlich mimimi
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Beiträge: 439

blubb blubb blubb, hats sich wieder erledigt weil sinnlos.

lg
mimimi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 23:11   #7
weiblich Ilka-Maria
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Ich habe mich nicht zu Wort gemeldet, um recht zu haben. Auch will ich den Gotteswahn nicht diskutieren, das hat Dawkins vor Jahren bereits gemacht.

Um ehrlich zu sein, habe ich nach einen Vorwand gesucht, auf Davids Gedicht einzugehen. Er hat einige Erstbeiträge abgeliefert, die so ausufernd lang und nicht gerade mühelos zu lesen sind, dass ich fürchte, es wird sie kaum jemand zu Ende lesen, geschweige denn, darauf reagieren. Kurz gesagt: Ich wollte ein bisschen Feuer für ihn legen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 23:19   #8
männlich David777
 
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Wie ich sehe, ist die Diskussion schon im Gange.

Dass es nur ein Vorwand war, hätte ich mir nicht gedacht, aber ich weiß deine Absicht dahinter zu schätzen

Lg

(P.S. bin selbst sehr gläubig, die eigentliche Motivation hinter meinen Gedichten war auch mein Glaube, wenn du willst mimimi können wir mal darüber persönlich schreiben, da ich sehe, dass du dir sehr viele Fragen im Bezug auf dieses Thema stellst und ich mich gern darüber unterhalte)
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 23:23   #9
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von David777 Beitrag anzeigen
Dass es nur ein Vorwand war, hätte ich mir nicht gedacht, aber ich weiß deine Absicht dahinter zu schätzen
Ich hoffe, du wirst mir diese Ehrlichkeit verzeihen. Ich bin schon lange genug in diesem Forum, um zu wissen, wie schwer es lange Beiträge haben, eine Reaktion zu erfahren.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2017, 23:24   #10
männlich David777
 
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Ist gar kein Problem . Das kann ich mir gut vorstellen.
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2017, 07:40   #11
weiblich DieSilbermöwe
 
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Beiträge: 3.931

Zitat:
Zitat von David777 Beitrag anzeigen
...
(P.S. bin selbst sehr gläubig, die eigentliche Motivation hinter meinen Gedichten war auch mein Glaube
Das war mir nach den Überschriften deiner Gedichte schon klar.
Die Länge hat mich aber auch erstmal abgeschreckt, das hier ist das erste, was ich dann auch zu Ende gelesen habe.

Dem Gedicht nach scheinst du die Schöpfungsgeschichte sehr wörtlich zu nehmen. Das ist es auch, was mich am Gedicht etwas stört.

Noch etwas zur Metrik:
V5 und 6 sind wegen des Reimzwanges etwas umständlich formuliert.
"Zu essen vom Baum des Guten Bösen
sonst werde ich ihn müssen lösen".
So spricht niemand.
DieSilbermöwe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2017, 12:45   #12
Thing
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Hallo, David 777 -


( sieben Tugenden:
Glaube, Hoffnung, Liebe, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigung
sieben Laster:
Stolz, Geiz, Wollust, Neid, Völlerei, Zorn, Trägheit.
Die katholische Kirche kennt ferner:
sieben Sakramente )

rührt daher Dein 777?

Ich finde Dein Gedicht sehr wirr, da es in meinen Augen sprunghaft und ohne Übergang mal berichtet, mal konstatiert, mal beklagt und das alles in einem schlechten Deutsch, so daß ich eine Fremdsprachigkeit vermute.
Die Lektüre ist sehr mühsam.

Freundlichen Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2017, 15:19   #13
männlich David777
 
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Hallo,

danke für die konstruktive Kritik.

@DieSilbermöwe Ja ich nehme die Schöpfungsgeschichte sehr wörtlich, verstehe aber nicht warum das für dich ein Problem darstellt bzw. dich stört.

V5 und 6 sind etwas umständlich formuliert da gebe ich dir recht, allerdings wusste ich mir nicht anders zu helfen (eben aufgrund der Metrik), ohne den Reim wegzulassen bzw. die Botschaft in dieser Strophe wegzulassen.

@Thing
Bei der wundersamen Brotvermehrung sind es fünf Brote und zwei Fische, die 4000 Menschen sättigen. Im Matthäus-Evangelium gibt Jesus sieben Gleichnisse vom Himmelreich, im Johannes-Evangelium werden sieben Wunder Jesu beschrieben. Das Vaterunser besteht aus sieben Bitten und wir sprechen von den 7 Gaben des Heiligen Geistes und von den 7 Lastern.

(bin selbst übrigens nicht römisch-katholisch, sondern evangelisch (eig. freikirchlich))

Dass das Gedicht nicht so einfach zu lesen ist, habe ich mir gedacht, allerdings bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass es sprunghaft ist:
Es beginnt mit Adam und Eva und dem Garten Eden, führt dann zu Luzifer und wie die Sünde begonnen hat und schlussendlich dazu, dass Luzifer, das was er damals schon bei Adam und Eva getan hat, heute fortsetzt (indem er Menschen zum Beispiel zur Gier leitet). Ich finde der inhaltliche Zusammenhang ist schön erhalten, allerdings gebe ich dir recht, dass hier manchmal konstatiert wird, dann wieder beklagt etc. Ich finde das macht aber auch die Ausgewogenheit eines Gedichtes aus und war hier notwendig.

Fremdsprachigkeit liegt nicht vor, der Grund für das ,,schlechte'' Deutsch war eher das Versmaß und die zugrundeliegende Metrik, die mich zu dieser ,,Sprache'' gebracht haben. Das ganze Gedicht sollte außerdem nicht in einer Sprache geschrieben werden, die heutzutage ,,alltäglich'' ist. Ich wollte es eher in einem ,,älteren Deutsch'' verfassen (ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass die Sprache nicht immer richtig (vor allem grammatikalisch richtig) ist).
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2017, 16:30   #14
Thing
R.I.P.
 
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Beiträge: 35.130

Lieber David777 -


ich bin sowieso als bekennender Atheist nicht Deine Zielgruppe.

Freundlichen Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2017, 17:02   #15
männlich David777
 
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Das ist voll okay

LG David
David777 ist offline   Mit Zitat antworten
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