Poetry.de - das Gedichte-Forum
 kostenlos registrieren Forum durchsuchen Letzte Beiträge

Zurück   Poetry.de > Gedichte-Forum > Lebensalltag, Natur und Universum

Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Alt 19.07.2012, 14:05   #1
männlich Walter
 
Benutzerbild von Walter
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: Ludwigshafen am Rhein
Beiträge: 903

Standard Drückend schwarzer Himmel

Drückend schwarzer Himmel ohne Sterne.
Dabei ist die Nacht so sternenklar.
Unsere Ziele liegen in der Ferne,
und die Wünsche sind uns doch so nah.

Ein leichter Wind streift durch die Blätter.
Drüben rauscht ein Zug duchs Land.
Wie wird morgen wohl das Wetter?
Durch die Zeituhr fällt der Sand
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2012, 14:16   #2
männlich Ex-Peace
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2011
Beiträge: 3.450

Lieber Walter,

das ist einfach nur toll!
Bereits die ersten beiden Verse begeistern mich,
denn was nutzt der schönste Nachthimmel, wenn man ihn
nicht wahrnehmen und "empfinden" kann.
Die dritte Strophe ist auch sehr gelungen. Dadurch zwingst du
den Leser nachzudenken - ohne ihn in eine Richtung zu führen.
So gibt es für diese dritte Strophe so viele Lesarten wie Leser.
Die ersten beiden Strophen sind eine Gedankenreise des LIs und
mit der dritten Strophe schickst du den Leser selbst auf die Reise.

Ich bin - wie immer - begeistert!

Viele liebe Grüße
Peace
Ex-Peace ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2012, 18:20   #3
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.130

Zitat:
Zitat von Walter Beitrag anzeigen
Drückend schwarzer Himmel ohne Sterne.
Dabei ist die Nacht so sternenklar.
Unsere Ziele liegen in der Ferne,
und die Wünsche sind uns doch so nah.

Ein leichter Wind streift durch die Blätter.
Drüben rauscht ein Zug duchs Land.
Wie wird morgen wohl das Wetter?
Durch die Zeituhr fällt der Sand
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________
________________________ . ________

Lieber Walter,

ich stimme Peace zu, aber nicht vorbehaltlos.
Ich hätte die Grafik weggelassen, aber das ist sehr subjektiv:
Ich mag illustrierte Gedichte nicht so sehr.

In der ersten Strophe hätte ich, wäre es mein Gedicht (was es nicht ist!), anders formuliert:

"doch unsre Wünsche sind noch allzunah"
.

Der letzte Vers ist unheimlich gut.

Lieben Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2012, 18:33   #4
männlich Jeronimo
gesperrt
 
Dabei seit: 10/2011
Alter: 65
Beiträge: 4.223

Ich bin nicht ganz so begeistert wie Peace.
Ich denke, hier liegt in der Banalität der Zeilen die Aussagekraft.

Durch die Zeituhr fällt der Sand

ist hier wunderbar passend und ein lakonischer Abschluss.

Durch die Sanduhr fällt die Zeit

hätte ebenso gepasst.
Vielleicht sollen die leeren Linien anzeigen, dass man das Gedicht beliebig mit diesen Aussagen verlängern kann.
Trotzdem mag ich wg. seiner Schlichtheit das Gedicht.

Jeronimo
Jeronimo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2012, 21:32   #5
männlich Walter
 
Benutzerbild von Walter
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: Ludwigshafen am Rhein
Beiträge: 903

Lieber Peace, lieber Thing, lieber Jeronimo,

zunächst einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Euch alle. So viel Reaktion hätte ich bei diesen verstaubten Versen von 1982 nicht erwartet.
Zunächst freut es mich sehr, dass diese Verse bei Dir, lieber Peace so gut ankommen. Vielen Dank für Deine ermunternden Worte!
Das mit der Graphik am Schluss ist wirklich Geschmacksache. Die Idee ist nicht von 1982, sondern entsprang meinem Hirn heute Nachmittag, und ich habe diesen kleinen Zellen den Zutritt zu dem Wortgehege dieser Poesie stattgegeben. Warum nicht...., mal raus aus den herkömmlichen Räumen. Aber es ist wirklich Geschmacksache, und ich kann Deine Kritik sehr gut verstehen und nachvollziehen, lieber Thing. Herzlichen Dank!
Lieber Jeronimo, auch Dir herzlichen Dank für Lob und Kritik. Die Kritik kann ich sehr gut gebrauchen; denn ich wollte bereits beim Eingeben des Gedichttextes statt Zeituhr das Wort Sanduhr verwenden, zögerte aber noch. Du hast mich nun vollends überzeugt: ich werde versuchen unverzüglich das überholte Wort Zeituhr durch das neue Wort Sanduhr zu ersetzen!!! Vielen Dank!

Liebe Grüße
Walter
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2012, 09:19   #6
männlich Twiddyfix
 
Benutzerbild von Twiddyfix
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: kleines Nest in Bayern
Beiträge: 2.704

Standard Hallo Walter,

wieder einmal ein sehr gelungenes Gedicht...wie immer von Dir.
Ich bin nicht der -Zerpflücker- oder "Besserwisser", daher lese ich das Ganze und nehme es in mich auf.
Wenn meine Kommentare auch nicht immer so ausführlich sind, so entspringen sie doch meinem Herzen, meinem Gefühl.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag

LG von mir
Twiddyfix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.08.2012, 11:22   #7
männlich Walter
 
Benutzerbild von Walter
 
Dabei seit: 02/2012
Ort: Ludwigshafen am Rhein
Beiträge: 903

Twiddy, ich danke Dir! Auch ich bin Dir im Lesen der Gedichte ähnlich: wie wichtig ist das Lesen und das in-sich-Aufnehmen ! Korrekturen können immer noch kommen, auch dafür bin ich sehr dankbar!
Auch Dir wünsche ich einen herrlichen Sonntag. Carpe diem!!!

Liebe Grüße
Walter
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen für Drückend schwarzer Himmel

Stichworte
alltag, realität, wünsche

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Schwarzer Tag Mardrignac Düstere Welten und Abgründiges 1 08.07.2012 05:03
Schwarzer Himmel Walter Gefühlte Momente und Emotionen 2 29.02.2012 14:18
Drückend Aichi Gefühlte Momente und Emotionen 2 24.10.2009 20:51
schwarzer himmel Duplicate Änne Düstere Welten und Abgründiges 0 04.11.2007 19:11


Sämtliche Gedichte, Geschichten und alle sonstigen Artikel unterliegen dem deutschen Urheberrecht.
Das von den Autoren konkludent eingeräumte Recht zur Veröffentlichung ist Poetry.de vorbehalten.
Veröffentlichungen jedweder Art bedürfen stets einer Genehmigung durch die jeweiligen Autoren.