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Lebensalltag, Natur und Universum Gedichte über den Lebensalltag, Universum, Pflanzen, Tiere und Jahreszeiten.

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Alt 19.06.2012, 15:27   #1
männlich Ex-Sinzky
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Beiträge: 156

Standard Wald

Wald


Wald; o grüne Perle dieser Erde,
wiegst mich sanft in meine Mitte.
Wenn ich nicht war, nicht bin, dann werde
ich zu dir durch meine Schritte.

Satt werd ich an deinen Klängen.
Einig sie mit meiner Seele gehn.
Schälst all jene von den Zwängen
welche offnen Herzens dich besehn.

Mich selbst kann ich in dir erkennen
viel klarer als im Spiegelbild.
Seit ich um deine Mystik weiss,

darf ich dich meine Muse nennen.
Wie zähmst du mir mein geistig Wild!
Der Schönheit selbst bist du Beweis.
Ex-Sinzky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2012, 19:38   #2
weiblich Ex-WUI
 
Dabei seit: 09/2018
Beiträge: 1.059

Hallo Sinzky

Wieder ein Gedicht, dass mir sehr gut gefällt.
Bei der zweiten Zeile kam ich ins überlegen, ob es nicht mit "meiner" besser klingen würde.

Zitat:
Wenn ich nicht war, nicht bin, dann werde
Meine Lieblingsstelle in diesem Gedicht. Die Lesepause nach "werde" durch den Zeilenumbruch ist einfach klasse.

Zitat:
ich zu dir durch meine Schritte.
Es ginge auch: "ich Teil von dir durch meine Schritte"
Hier und da könnte man von der Silbenzahl noch ein wenig glätten...
Joa... könnte man, muss man aber nicht.

Ich lese deine Sachen echt gern
Irre Grüße
WuI
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2012, 21:50   #3
Thing
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Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Ich schließe mich an.
Ein wunderbares und fast philosophisches Naturgedicht, das Du hier präsentierst.
Ein paar Holperer konnte ich durch andre Betonung dann umgehen.

Einfach so, daß man sofort dabei sein möchte!


LG
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2012, 22:57   #4
weiblich Ex-Sabi de Sombre
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Dabei seit: 08/2010
Beiträge: 993

Zitat:
Zitat von Sinzky Beitrag anzeigen
Satt werd ich an deinen Klängen.
Einig sie mit meiner Seele gehn.
Schälst all jene von den Zwängen
welche offnen Herzens dich besehn.
für mich ist dies die stärkste strophe.

gut gemacht.

lg sabi
Ex-Sabi de Sombre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2012, 23:28   #5
männlich Ralfchen
 
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Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 12.375

für mich sind alle ein wnig zu moosig und insbesondere die letzte stroffe der maximale wirrer eines abstrakten talentes.

aber schön dass du aus der sinkenden kanüle der kern-kacker wieder bei uns bist, schönste juvenile aller unzeiten.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 00:13   #6
Thing
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Moos ist - neben Bäumen - mein Lebenselixier!
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Alt 29.06.2012, 11:46   #7
männlich Ex-Sinzky
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Dabei seit: 05/2012
Beiträge: 156

Auch mit diesem Text bin ich nicht zufrieden da ich denke mit meinen Worten dem Wald nicht gerecht geworden zu sein.

Da ich mir aber ziemlich sicher bin, dass ich im letzten Leben ein Urwaldaffe war, wird dies mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mein letzter Text gewesen sein den ich dem Wald widme.
Ich danke euch für die Worte die ihr dafür gefunden habt.

Liebe Grüsse
Sinzky
Ex-Sinzky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 17:34   #8
weiblich Ex-Nitribitto
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Dabei seit: 08/2011
Ort: Berlin
Beiträge: 408

Standard Wald

Mir ist das Gedicht, ehrlich gesagt, zu abgehoben, zu gegenstandslos.
Das Gedicht nennt sich "Wald", aber ich spüre ihn nicht. Gruß, Keinreim
Ex-Nitribitto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 18:33   #9
männlich Kurier
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Beiträge: 705

Hi Sinsky,
ich sehe Dein Gedicht doch etwas kritischer:
Selbst bei oberflächlichem Lesen müsste eigentlich auffallen:
Hier wurde versucht, etwas gehoben Lyrisches zu schaffen; nur auf den ersten Blick ein italienisches Sonett,
14 Verszeilen, 2 Quartette, 2 Terzette, doch das war es auch schon.
Die Metrik stimmt nicht: Trochäen sind in einem Sonett nicht vorgesehen.
Der Strophenaufbau (das Schema), für die zwei Quartette ist hier der Kreuzreim (abab), es muss aber umschließender Reim (abba) sein.
Keine Metaphern, aber geschraubte sprachliche Ausdrücke, deren Sinn nur sehr schwer, oder gar nicht zu verstehen ist; den Hinweis auf weitere Negativpunkte erspare ich mir.
KG Kurier
Kurier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 18:40   #10
Thing
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Es ist doch seltsam, wie unterschiedlich Gedichte gelesen und empfunden werden.
Mir ist die Sonettform gar nicht aufgefallen.
Mit dem Verstehen der Wendungen hatte ich auch keine Schwierigkeiten.

Grüße ringsum
von
Thing
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Alt 29.06.2012, 19:09   #11
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Sinzky Beitrag anzeigen
Auch mit diesem Text bin ich nicht zufrieden da ich denke mit meinen Worten dem Wald nicht gerecht geworden zu sein.
Mir war ebenso wie Kurier aufgefallen, daß hier ein Sonett versucht wurde, das ziemlich danebenging. Das ist keine Schande, denn diese Gedichtform ist nicht einfach.

Wenn Du die Atmosphäre eines Waldes beschreiben willst, weshalb dann nicht in einfacher Form wie der Kreuzreim? Und weshalb nicht bei der "nackten" Natur bleiben, statt den Wald ins Mystische zu erheben? Der mystische Wald ist sowieso meist das Urbild von Gefahr und Verderben: Schneewittchen soll im Wald ermordet werden, Hänsel und Gretel werden im Wald ausgesetzt, Siegfried zieht in den Wald, um den Drachen zu töten usw.

Wenn es Dir um Schönheit und Romantik geht, hat ein Wald viel zu bieten: Birken, Buchen, Tannen, Gräser, Blumen vielfacher Couleur, Vögel, Schmetterlinge, Libellen, schillernde Käfer, Rehe, Waschbären, Füchse, Ameisenhügel, Wiesen, Lichtungen, Jägerhochsitze, Froschteiche mit Kaulquappen und Fischlein, gluckernde Bäche usw. usf.

Besten Gruß
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:12   #12
männlich Ex-Sinzky
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Hallo Kurier

Hab Dank für deinen kritischen Kommentar.
Mittlerweile sehe ich dies genauso. Als ich diese Zeilen verfasste, hatte ich keine Ahnung welch strengen Regelungen Sonette unterliegen. Ich werde mich an diese Form auch nicht so schnell wieder heranwagen und versuche nun erst mich im Sprachgefühl und den Versmassen etwas zu festigen.

Liebe Grüsse
Sinzky
Ex-Sinzky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:14   #13
Thing
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Ich sehe den Wald oft als Dom, grünen Dom der Natur.
Ob das schon mystisch ist?
Gefahr fühlte ich dort nie. Selbst wenn ich mich verlaufen hatte.
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:21   #14
männlich Ex-Sinzky
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Beiträge: 156

Hallo Ilka-Maria

Auch dir möchte ich für deine konstruktiven Worte danken.
Wie gesagt, an ein Sonet werde ich mich nicht so schnell wieder wagen. Ich bin mich momentan mit einigen lyrischen Arbeitsbüchern in die Thematik am einarbeiten.
Deine Tips nehme ich dankend an und werde versuchen, sie in den nächsten Text zum Thema Wald mit einfliessen zu lassen.

Liebe Grüsse
Sinzky
Ex-Sinzky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:33   #15
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Thing Beitrag anzeigen
Ich sehe den Wald oft als Dom, grünen Dom der Natur.
Ob das schon mystisch ist?
Gefahr fühlte ich dort nie. Selbst wenn ich mich verlaufen hatte.
Mein Kommentar bezog sich auch nicht auf die allgemeine Auffassung von Wald als Naturerlebnis oder Erholungsgebiet, sondern auf die Stimmung, die das Gedicht vermittelt. Und da hatte ich den Eindruck, daß sich der Autor zwischen zwei Welten bewegt.

Zitat:
in den nächsten Text zum Thema Wald
Es ist hilfreich, sich Stichworte zu machen, wovon das Gedicht handeln und wo es hinführen soll. So vermeidet man, auf eine andere Ebene abzurutschen. Wenn es anfangs mit der Gedichtform nicht klappt, ist das Festhalten der Gedanken in Kurzprosa ebenso hilfreich. Mit diesem Gerüst kann man dann weiterarbeiten.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:48   #16
männlich Ex-Sinzky
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Vielen Dank

Ich werde mir bei meinem nächsten Waldspaziergang die Sinneseindrücke die ich erlebe aufschreiben und versuchen, diese in einigen Zeilen widerzugeben.

Beste Grüsse
Ex-Sinzky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.2012, 19:58   #17
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Sinzky Beitrag anzeigen
Vielen Dank

Ich werde mir bei meinem nächsten Waldspaziergang die Sinneseindrücke die ich erlebe aufschreiben und versuchen, diese in einigen Zeilen widerzugeben.

Beste Grüsse
Seeehr gute Idee!
Ich trage auch immer ein Notizbuch bei mir.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
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