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Alt 11.05.2020, 00:28   #1
männlich Crystaloser
 
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Standard Mein Lyrikband "Nihilschwimmer" (Sonettenkränze)

Liebe Leute,

ewig viele Jahre war ich nicht mehr aktiv in diesem Forum, das mir einst so geholfen hat, zu verstehen, was man an seinen Gedichten besser machen kann.

Nun ist gerade mein erster Lyrikband NIHILSCHWIMMER erschienen (nicht self-published, in einem richtigen Verlag ohne Eigenbeteiligung):

https://www.amazon.de/dp/3947270097?...oks-rdetail-21


Das Besondere an dem Buch ist, dass es ausschließlich Sonette enthält, genauer gesagt, Sonettenkränze.

Ich wage zu behaupten, dass es einen Sammelband mit gleich mehreren Sonettenkränzen von ein und demselben Autor noch nie in der Geschichte der Lyrik gab!

Ja, nicht einmal mit Sonettenkränzen von mehreren Autoren.


Ich möchte jetzt nicht rufen: "Kauft mein Buch über Amazon!". Das kann man gar nicht erwarten oder verlangen. Die Zeiten sind so (aber früher war das auch nicht viel anders), dass man mit einem neuen Buch sich auf die langwierige Suche nach einem interessierten Leser begibt, um ihm das Buch dann zu schenken. Verständlicherweise hat man weder genug Zeit noch Energie, jeden potentiellen Leser persönlich anzusprechen, tut es manchmal doch...

...denn Feedback zu seinem Werk, egal welcher Art, ist alles, worauf es einem Schreibenden heute ankommt!
Es gibt genug Menschen v. a. außerhalb der Literatur, die glauben, jedes Buch bringt dem, der es veröffentlicht hat, Unmengen von Geld. Sorry, sie haben keinen blassen Schimmer, wie die Wirklichkeit da aussieht.

In meinem Lyrikband stecken fast 6 Jahre Arbeit... Natürlich nicht tägliche Arbeit, das ist nur der Zeitrahmen, über den sich das Schreiben erstreckt hat. Trotzdem bedarf es schon etwas mehr als eines selbst produktiven Tages/einer produktiven Nacht, einen Sonettenkranz zu "flechten".

Ein herzliches Dankeschön schon mal jedem, der das liest oder sich den Link anschaut!!!!

Vielleicht poste ich demnächst ein paar Sonette daraus, darf aber natürlich wg. Verlagsvertrag nicht den kompletten Inhalt online stellen.

Max
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Alt 11.05.2020, 02:27   #2
männlich Pjotr
 
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Gratuliere Dir zum Werk.

Amazon sind Sklaventreiber, in meinen Augen. Bezos bekommt keinen Cent von mir.
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Alt 11.05.2020, 08:59   #3
weiblich Ilka-Maria
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Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Lyrikband!

Ich finde allerdings, dass gegen Self-Publishing nichts einzuwenden ist. Bei Amazon ist es nichts anderes, allerdings habe ich festgestellt, dass die Software dafür recht sperrig ist.

Ich veröffentliche deshalb bei einem anderen Verlag, der eine bedienerfreundlichere Software zur Verfügung stellt. Angeboten werden meine Veröffentlichungen trotzdem auch bei Amazon und noch ein paar anderen Vertriebskanälen, das ist überhaupt kein Problem.
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Alt 11.05.2020, 15:51   #4
männlich Ralfchen
 
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http://www.poetry.de/showthread.php?t=29436


na ja - nach deinem text s.o. - hoffe ich für dich dass du wirklich gewachsen bist. was man aber bei akzeptanz durch einen verlag annehmen könnte.

viel erfolg
r
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Alt 11.05.2020, 16:41   #5
weiblich Ilka-Maria
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Blick ins Buch wäre nett gewesen. Wieso hat Amazon das nicht zugelassen?

Habe gerade mal bei einer meiner Veröffentlichungen nachgesehen, da gibt es die Vorschau.
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Alt 11.05.2020, 16:55   #6
männlich Ralfchen
 
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gibt es eigentlich kriminal-sonette Ilka? denke das wäre ein hit, denn die normalen gedichte haben niemals erfolgsaussichten.
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Alt 11.05.2020, 17:47   #7
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Lieber Nihilschwimmer,

bitte ignoriere meine Frage, wenn sie zu direkt ist; ich wundere mich gerade, ob Du derjenige bist, der vor über zehn Jahren unter dem Nick "Nihil" in anderen Foren seine Werke vorgetragen hat, auch in gesungener Form. Wir hatten eine Menge Spass. Der Name ist jetzt nicht unbedingt so allgemein; es könnte ja sein, dass das kein Zufall ist. Stilistisch könnte das passen. Aber wahrscheinlich eher nicht.

Den "Nihilschwimmer" könnte man übrigens auch als "Nil-Schwimmer" aufschnappen, im Gegensatz zum, sagen wir mal, Donau-Schwimmer. Das Binnen-"h" wäre dann die Folge einer Ruf-Atmung. -- Wer ist wo? -- Da, der Nilschwimmer. -- Wer, wo? -- Daha, der Nihilschwimmer! -- Ach da. Und was ist dort? -- Die Dohonau!


Tschühüs

P.
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Alt 11.05.2020, 17:59   #8
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
gibt es eigentlich kriminal-sonette Ilka? denke das wäre ein hit, denn die normalen gedichte haben niemals erfolgsaussichten.
Lyrik verkauft sich grundsätzlich schlecht - wenn überhaupt. Das gilt aber auch für alle anderen Literaturgattungen mehr oder weniger. Als Außenseiter ist es schwer, in den Literaturbetrieb hineinzustoßen. Aber selbst wenn man ein Publikum findet, das kaufbereit ist, verdient man kaum daran, denn den Löwenanteil kassiert der Verlag. Man muss schon eine riesige Auflage erreichen, um als hauptberuflicher Autor seinen Unterhalt bestreiten zu können.

Im heute total kommerzialisierten Literaturbetrieb haben diejenigen Autoren die besten Chancen, die "modern" schreiben, d.h. mit Blick auf weitere Vermarktungsmöglichkeiten. Das populärste Beispiel ist Stephen King, der seine Romane so schreibt, dass sie "filmverwertungsgerecht" sind. Wer einen Stoff an die Filmstudios oder Fernsehsender verkaufen kann, ist beim Geldverdienen ganz gut dabei.

Für Kriminalgeschichten in poetischer Form sind Sonette nicht geeignet, dafür sollte man Balladen oder epische Formen wählen. Das klassische Sonett geht von These (1. Strophe), Antithese (2. Strophe) und Synthese (die beiden Tripletten) aus.
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Alt 11.05.2020, 18:18   #9
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Würde ich so nicht sagen, liebe Ilka.
Lyrik befindet sich im Wandel gleichwie die Bedürfnisse nach Lyrik!

https://www.bento.de/gefuehle/instap...6-5ccab2d44969
Hat nichts mit den Verdienstmöglichkeiten zu tun. Sie sind gleich null. Wer mit Lyrik seinen Lebensunterhalt verdienen will, sieht zu, dass er im Musikgeschäft unterkommt. Dort werden Texte gesucht und gebraucht. Und die müssen nicht unbedingt gut sein, sie müssen sich nur gut singen lassen. Siehe Helene Fischer, dämlichere Texte gibt es kaum.
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Alt 11.05.2020, 18:55   #10
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Aber davon kann doch niemand auf Dauer leben, Eisenvorhang! Das sind alles Strohfeuer. Wer sich vermarkten will, muss ständig am Ruder stehen, von einer public relations zur anderen eilen und ohne Ende Lesungen durchführen, Ein Termin jagt den anderen. Das hält niemand auf Dauer aus, schon gar für die paar lumpigen Kröten, die dabei rumkommen. Ohne "richtigen" Beruf geht es nicht, sonst reicht es nicht einmal für die Miete.

Klar gibt es Möglichkeiten, Verlage zu umgehen und es auf anderen Wegen zu versuchen. Aber auch da gilt: Für den Lebensunterhalt ist es zu wenig. Ich weiß, wovon ich rede, da brauche ich mir nur anzuschauen, was von meinen bisher verkauften Exemplaren bei mir angekommen ist. Und ich kenne Profis, einen sogar mit festem Leserstamm, aber da sieht es nicht anders aus. Mein beliebtestes, schon öfter angeführtes Beispiel: Bodo Kirchhoff, Erfolgsautor. Ohne anderweitige berufliche Engagements kann auch er von seinen Büchern die Familie nicht ernähren.

Ein guter, erfolgreicher Schriftsteller braucht für ein Buch ein paar Jahre, wenn er anständig recherchieren will und die Überarbeitungszeit einrechnet. Die Zeit bis zur Vermarktung muss er überbrücken bzw. mit einem Vorschuss auskommen. Da kann sich jeder ausrechnen, wie lange die Einnahmen aus den Verkäufen seiner bisherigen Bücher (falls vorhanden) reichen werden, da er in er Regel davon nur 10 Prozent bekommt. Wieviel muss verkauft werden, wenn er pro Buch nur 3 Euro erhält, um ein paar Jahre überleben zu können?

Motivation zum Schreiben finde ich generell gut, aber falschen Illusionen nachzujagen kann ich niemandem raten. Da geht die Motivation schnell den Bach runter. Gerade Novizen haben es schwer. Man sieht im Falle des Durchbruchs nur den Erfolg, aber nicht die paar hundert Klinken, die er vorher geputzt hat.
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Alt 11.05.2020, 19:48   #11
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Zitat:
Zitat von Eisenvorhang Beitrag anzeigen
Im Moment erhält sie Aufwind. (Wenn auch nur etwas)
Das ist schon eine ganze Weile so. Aber darum geht es mir nicht. Ich finde es ja schön, wenn sich Menschen der Lyrik verschreiben. Totgesagt war sie schon oft, aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger.

Ich will lediglich nicht solchen Lyrikfreunden Flausen in den Kopf setzen, die glauben, man könne einen vollwertigen Beruf aus dieser Liebhaberei machen. Das lief schon bei Goethe und Hölderlin nicht, und heutzutage, in unserer kommerzialisierten Welt, schon gar nicht. Früher hatten begnadete Maler, Dichter und Komponisten wenigstens noch die Chance auf eine lebenslange Apanage ihres Landesfürsten oder Königs. Heute gibt es ein einmaliges Preisgeld von 15.000 bis 30.000 Euro aufgrund der Gnade einer wohlwollenden Jury. Dazu gibt es einen Zeitungsbericht, ein paar Lyrikbände werden (vielleicht) verkauft, und nach spätestens sechs Wochen kann sich niemand mehr an den Namen des Autors erinnern.

Mache doch mal in einer Buchhandlung eine Umfrage, ob jemand die Namen Jan Wagner, Tomas Tranströmer oder Herta Müller kennt.
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Alt 11.05.2020, 21:17   #12
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Danke Euch für die Antworten!!!


Hab geschafft, nur die ersten 6 zu lesen...
dazu:

Zu Amazon: Kein Vorschau, ja, aber man muss froh sein, dass man dort überhaupt gelistet wird. Bücher und schon gar Gedichtbände sind da ja gerade keine Priorität.

Zu Self-publishing: Ob SP oder richtiger Verlag sagt letztendlich wenig über die Qualität aus und ist auch gar nicht so sehr dafür entscheidend, ob ein Buch Leser findet.

Ob ich „gewachsen“ bin, weiß ich nicht. Mein letzter Sonettenkranz ist von 2015, also auch schon ne Weile her. In letzter Zeit hatte ich mehr freie Verse geschrieben.

Einen Auszug aus einem der Sonettenkränze im Buch hab ich hier gepostet:

http://www.poetry.de/showthread.php?t=90216

Dieser Kranz ist übrigens eine Nachdichtung – aus dem Russischen, meiner zweiten Sprache.
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Alt 11.05.2020, 21:23   #13
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Maßgeblich ist, dass du etwas zu Ende gebracht hast, Crytaloser, und das allein ist schon wert, dir zu gratulieren. Darauf kannst du dir etwas einbilden, so weit kommt nämlich nicht jeder.
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Alt 11.05.2020, 21:31   #14
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Zitat:
Zitat von Pjotr Beitrag anzeigen
Lieber Nihilschwimmer,

bitte ignoriere meine Frage, wenn sie zu direkt ist; ich wundere mich gerade, ob Du derjenige bist, der vor über zehn Jahren unter dem Nick "Nihil" in anderen Foren seine Werke vorgetragen hat, auch in gesungener Form. Wir hatten eine Menge Spass. Der Name ist jetzt nicht unbedingt so allgemein; es könnte ja sein, dass das kein Zufall ist. Stilistisch könnte das passen. Aber wahrscheinlich eher nicht.

Den "Nihilschwimmer" könnte man übrigens auch als "Nil-Schwimmer" aufschnappen, im Gegensatz zum, sagen wir mal, Donau-Schwimmer. Das Binnen-"h" wäre dann die Folge einer Ruf-Atmung. -- Wer ist wo? -- Da, der Nilschwimmer. -- Wer, wo? -- Daha, der Nihilschwimmer! -- Ach da. Und was ist dort? -- Die Dohonau!


Tschühüs

P.

Lieber Pjotr,

das war tätsächlich mein Gedanke beim Ausdenken des Titels: die Ähnlichkeit zum "Nil-Schwimmer", aber in erster Linie zum Nichtschwimmer :-)

Der "Nihil" bin ich, wie du schon vermutest, nicht.
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Alt 11.05.2020, 21:43   #15
männlich Crystaloser
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Aber davon kann doch niemand auf Dauer leben, Eisenvorhang! Das sind alles Strohfeuer. Wer sich vermarkten will, muss ständig am Ruder stehen, von einer public relations zur anderen eilen und ohne Ende Lesungen durchführen, Ein Termin jagt den anderen. Das hält niemand auf Dauer aus, schon gar für die paar lumpigen Kröten, die dabei rumkommen. Ohne "richtigen" Beruf geht es nicht, sonst reicht es nicht einmal für die Miete.

Klar gibt es Möglichkeiten, Verlage zu umgehen und es auf anderen Wegen zu versuchen. Aber auch da gilt: Für den Lebensunterhalt ist es zu wenig. Ich weiß, wovon ich rede, da brauche ich mir nur anzuschauen, was von meinen bisher verkauften Exemplaren bei mir angekommen ist. Und ich kenne Profis, einen sogar mit festem Leserstamm, aber da sieht es nicht anders aus. Mein beliebtestes, schon öfter angeführtes Beispiel: Bodo Kirchhoff, Erfolgsautor. Ohne anderweitige berufliche Engagements kann auch er von seinen Büchern die Familie nicht ernähren.

Ein guter, erfolgreicher Schriftsteller braucht für ein Buch ein paar Jahre, wenn er anständig recherchieren will und die Überarbeitungszeit einrechnet. Die Zeit bis zur Vermarktung muss er überbrücken bzw. mit einem Vorschuss auskommen. Da kann sich jeder ausrechnen, wie lange die Einnahmen aus den Verkäufen seiner bisherigen Bücher (falls vorhanden) reichen werden, da er in er Regel davon nur 10 Prozent bekommt. Wieviel muss verkauft werden, wenn er pro Buch nur 3 Euro erhält, um ein paar Jahre überleben zu können?

Motivation zum Schreiben finde ich generell gut, aber falschen Illusionen nachzujagen kann ich niemandem raten. Da geht die Motivation schnell den Bach runter. Gerade Novizen haben es schwer. Man sieht im Falle des Durchbruchs nur den Erfolg, aber nicht die paar hundert Klinken, die er vorher geputzt hat.
Ich gebe Dir in allen Punkten Recht!

Auch ein Bestseller-Autor hat es schwer vom Schreiben zu leben. Wenn er im Jahr 10000 Exemplare seines Bestsellers verkauft, was ja riesig ist, bekommt er ein Honorar von vielleicht 7000 Euro (Taschenbuch für 10 Euro, Durchschnittshonorar 7 %). Wenn man ein Jahr oder länger an seinem Buch gearbeitet hat, dann ist es eigentlich wenig.

Jetzt muss man dazu überlegen, dass auf einen Bestseller-Autor vielleicht 1000 ganz unverkäufliche Autoren kommen.
Wir kommen auf das realistische Verdienst eines Autors von 7 Euro im Jahr.
-> also Buchverkäufe im einstelligen Bereich
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Alt 11.05.2020, 22:09   #16
weiblich Ilka-Maria
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Trotzdem: Nicht entmutigen lassen. Wer schreibt, tut das nicht nur um des Geldes willen. Es gibt auch Gewinne nach anderen Maßstäben.
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Alt 12.05.2020, 01:38   #17
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lesungen stimmt. meine freundin Helga von der ich dir erzählte machte vor dem corona mindestent 1x pro woche ein lesung. überwiegend in seniorenheimen und jedesmal werden 20-30 bücher verkauft. zum glück ist sie extrem reich.

ich erinnere mich was mein alter kollege FREDDY DEIX mit seinen kunst-dichtungsbüchern kohle machte war erstaunlich. millionen! alleine die große retro die mein freund JORAM HAREL in seinem KUNSTHAUS WIEN für Freddy in 2000 machte. es war ein monstererfolg. die illustrierten kataloge gingen weg wie warme semmeln.
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Alt 12.05.2020, 01:46   #18
weiblich Ilka-Maria
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Mit Kunst kombiniert ist das ein ganz anderes Thema. Das gilt übrigens auch für Kinderbücher.

Ich habe jetzt noch Bücher, die ich vor über 40 Jahren für meinen Sohn gekauft hatte: Als Kinderbücher gesehen waren sie teuer, als Kunstmappen gesehen jedoch preiswert.

Wer sich auf Kinderbücher versteht, hat ohnehin gute Chancen. Viele dieser Autoren schreiben sie in Serie. Wenn nämlich das erste Buch gut angekommen ist, laufen die Nachfolger mit, auch dann, wenn sie weniger gut gelungen sind.
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Alt 12.05.2020, 01:55   #19
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genau daher arbeite ich jetz auch intensiv an den illustrationen für mein BUCH EINS:

KALAMITÄTEN:
VON ZWERGEN UND ANDEREN GRÖSSEN


mord, totschlag, vergewaltigung, kannibalismus und andere nebensächliche perversionen. aus 494 texten wählen wir 100 für das buch 1 aus und es wird etwa 80-90 illustrationen geben. text und bild werden der maximale horror.

wenn ich das schaffe kann ich aus hartz5 zurück auf hartz4.

bitte daumen halten. von den zwei Heiligen vorort ist beten erwünscht.
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Alt 12.05.2020, 02:03   #20
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habe mir auch schon überlegt mit RABBS ein kinderbuch zu machen. die tochter meiner geliebten hatte etwa 30 RABBS in der schule zirkuliert die kinder haben geschrieen vor vergnügen. wenn das was bringt kriegen es meine süssen frauen.
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Alt 12.05.2020, 08:29   #21
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Wir schweifen vom Thema ab. Es geht um diesen Gedichtband:

Zitat:
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Nun ist gerade mein erster Lyrikband NIHILSCHWIMMER erschienen (nicht self-published, in einem richtigen Verlag ohne Eigenbeteiligung):

https://www.amazon.de/dp/3947270097?...oks-rdetail-21
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Alt 12.05.2020, 20:24   #22
männlich Ralfchen
 
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klingt wie der stiefzwillingsbruder vom seligen René
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Alt 14.05.2020, 16:23   #23
männlich Walther
 
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Glückwunsch! sonette in gedichtbänden sind heute rar. meiner liegt wegen COVID19 auf halde. mal schauen, wann er erscheint. einen guten verkauf wünsche ich!
Walther ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2020, 16:50   #24
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danke, Walther! Dir auch viel Glück mit der Veröffentlichung deines Gedichtbands!
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Alt 17.05.2020, 20:52   #25
Stachel
 
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Zitat:
Zitat von Crystaloser Beitrag anzeigen
Das Besondere an dem Buch ist, dass es ausschließlich Sonette enthält, genauer gesagt, Sonettenkränze.

Ich wage zu behaupten, dass es einen Sammelband mit gleich mehreren Sonettenkränzen von ein und demselben Autor noch nie in der Geschichte der Lyrik gab!

Ja, nicht einmal mit Sonettenkränzen von mehreren Autoren.
Hallo Max,

herzlichen Glückwunsch zu deinem Buch. Es ist sicher ein großer Schritt und eine Berg von Arbeit, der endlich mit einem Gipfelkreuz versehen werden konnte.

Wenn du mit deiner obigen Aussage allerdings meinst, dass noch kein Lyrikband mit mehr als einem Sonettenkranz darin veröffentlicht wurde, muss ich dich leider enttäuschen. Es gibt mindestens ein Buch, welches neben vielen weiteren Gedichten auch gleich drei Kränze enthält. Es ist im Juni 2018 erschienen.

Was mich an dieser Stelle an deinem Buch besonders interessiert: Wie viele Kränze enthält es? Hast du jeweils ein Sonett pro Seite gesetzt? Sind die Gedichte illustriert?

Freundliche Grüße von
Stachel
Stachel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2020, 23:09   #26
männlich Crystaloser
 
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Danke, Stachel.

sicher gibt es mehrere Gedichtbände mit Sonettenkränzen, aber eins ausschließlich mit Kränzen vermutlich noch nicht, ich hab zumindest keins gefunden, zumindest bei meiner Google-Suche nicht.

In meinem Band sind 9 Sonettenkränze. Zwei davon sind Nachdichtungen. Wohlgemerkt, ich hatte 10 Kränze insgesamt geschrieben, aber der 10. ist in einer anderen Sprache als der deutschen und wurde daher nicht in den Band aufgenommen. Schade eigentlich, denn er hätte es thematisch gut ergänzt (Jeder Kranz hat bei mir ein eigenes Thema sozusagen oder eine eigene Stimmung)

Ich wollte eigentlich 15 Kränze schreiben (so viele wie Sonette in einem Kranz), wurde aber irgendwann müde und war auch mit 10 zufrieden

Es gab schon mal mindestens 15 Sonettenkränze von ein und demselben Dichter, denke ich. Denn es gab ja auch schon zu größeren Kränzen geflochtene Sonettenkränze usw...

Ein Sonett pro Seite hätte etwa 140 Buchseiten ergeben, der Verlag und ich machten es aber kompakter, haben Papier gespart

Nein, illustriert sind die Gedichte nicht.

Danke nochmals für Deine Fragen und damit auch fürs Interesse!
Crystaloser ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
nihilismus, sonettenkränze, sonettenkranz
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