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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 16.06.2014, 21:55   #1
weiblich Stoffherz
 
Dabei seit: 06/2014
Beiträge: 29

Standard Für ewig

Die Seele trägt die Wunden
Das Herz trägt die Narben
In den vielen dunkeln Stunden
In denen Hoffnungen starben


In reine Angst versetzt
Floss so viel Blut
Tief im Inneren verletzt
Gestorben der ganze Mut


Freude zu Angst gemacht
Alles Gut genommen
In der Nacht schreiend erwacht
Das Glück durch Finger geronnen


Alles verloren
Kein Wille auffindbar
Keine Hoffnung neu geboren
Nichts wie es einmal war


Allem ein Ende bereiten
Unten angekommen einen Schlussstrich machen
Trotz sich vor Angst Augen weiten
Für ewig nicht mehr erwachen
Stoffherz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2014, 23:24   #2
männlich Meishere
 
Dabei seit: 05/2014
Ort: Berlin
Alter: 24
Beiträge: 885

Dieses Thema berührt mich immer sehr. Du hast es recht gut in deinem Gedicht verarbeitet. Du schaffst es irgendwie ohne besondere Worte oder verschnörkelte Metaphern ein Gedicht zu schreiben, dass trotzdem nicht platt wirkt. Eigentlich zählst du "nur" Dinge auf, aber in einer Weise, die das ganze zu Kunst werden lässt. Für mich sehr interessant, ich weiß gar nicht so richtig wie ich das beschreiben soll

In der Form sehe ich ähnliche Unstimmigkeiten, wie schon bei dem anderen Gedicht. Aber hier fallen sie nicht ganz so stark auf.
Das Gedicht hier ist zwar etwas älter, aber du bist wohl auf einem guten Weg

LG,
Meishere
Meishere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2014, 06:39   #3
weiblich Stoffherz
 
Dabei seit: 06/2014
Beiträge: 29

Zitat:
Zitat von Meishere Beitrag anzeigen
Du schaffst es irgendwie ohne besondere Worte oder verschnörkelte Metaphern ein Gedicht zu schreiben, dass trotzdem nicht platt wirkt. Eigentlich zählst du "nur" Dinge auf, aber in einer Weise, die das ganze zu Kunst werden lässt.
In der Form sehe ich ähnliche Unstimmigkeiten, wie schon bei dem anderen Gedicht. Aber hier fallen sie nicht ganz so stark auf.
Vielen Dank für die liebe Antwort (:

Meiner Meinung nach sind in diesem Gedicht diese 'verschnörkelten Metaphern' auch völlig fehl am Platz. Natürlich, es ist etwas unsauber, aber das war Absicht.
Es gehört irgendwie einfach in die Stimmung hinein, die das Gedicht verbreiten soll.

Der Grund warum es bei meinen Gedichten wohl immer gewisse Unstimmigkeiten geben wird ist einfach:
Ich komme aus der Poetry Slam Szene.

In meinem Kopf laufen die Worte in einem Rhythmus ab, solange sie den Rhythmus einhalten, passen sie. Natürlich kann man nicht wissen was sich der Dichter alles dabei gedacht hat, was die Art des Gedichtes angeht. Darum bin ich ein grosser Freund davon, Gedichte vorzulesen, statt lesen zu lassen

liebe Grüsse

Stoffherz
Stoffherz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2014, 09:17   #4
männlich Meishere
 
Dabei seit: 05/2014
Ort: Berlin
Alter: 24
Beiträge: 885

Aha! Das erklärt das natürlich
Da bin ich nicht drauf gekommen, vor allem wegen deines Alters und dem Vermerk, du seist unerfahren im Dichten (in deinem Profil).
Ich hätte gedacht, dass die meisten mit "klassischem" dichten beginnt und dann zum Poetry Slam wechseln.
Aber wer ist schon "die meisten"

Dann ist auf jeden Fall klar, warum der Rhythmus seltsamn wirkt.
Aber das sind keine Texte, die man bei einem Poetry Slam vortragen würde, oder? Dafür scheinen sie mir ein bisschen kurz und zu wenig prosaisch.

LG,
Meishere

P.S.: Was die Metaphern angeht: Ja, auf jeden Fall! So meinte ich das. Ich find's gut.
Meishere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2014, 09:35   #5
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.150

Hallo, Stoffherz -

Zitat:
Trotz sich vor Angst Augen weiten
ist in meinen Augen nicht besonders gut formuliert, obwohl ich als Leser selbstverständlich weiß, was gemeint ist.

Obwohl sich vor Angst die Augen weiten


ist grammatikalisch besser.
Andernfalls:

Auch wenn sich vor Angst die Augen weiten



Du meinst:
Die Augen weiten sich vor Angst.
Trotzdem muß man ein Ende bereiten.

Falls ich richtig gelesen habe.
Denn mit "Trotz" (Widerspenstigkeit, ablehnendes Grollen, hartnäckiger Widerstand) hat dieser Vers offensichtlich nicht zu tun.


Freundlichen Gruß
von
Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2014, 10:02   #6
weiblich Stoffherz
 
Dabei seit: 06/2014
Beiträge: 29

Zitat:
Zitat von Meishere Beitrag anzeigen
Aber das sind keine Texte, die man bei einem Poetry Slam vortragen würde, oder? Dafür scheinen sie mir ein bisschen kurz.
Ja, das gehört natürlich nich auf eine Slamerbühne, ausser um den Hauptteil etwas einzuleiten.
Darum sind sie auch hier und nicht in der Poetry Slam Abteilung
Stoffherz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2014, 12:07   #7
männlich Ex-Poesieger
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2009
Beiträge: 7.287

Die letzten 4 Zeilen würde ich weglassen, weil sie so vorhersehbar sind.

LG RS
Ex-Poesieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2014, 13:52   #8
weiblich Stoffherz
 
Dabei seit: 06/2014
Beiträge: 29

Zitat:
Zitat von Poesieger Beitrag anzeigen
Die letzten 4 Zeilen würde ich weglassen, weil sie so vorhersehbar sind.

LG RS
Vielen Dank für die Kritik, aber ich denke die Zeilen sollten bleiben.
Ich versuche meist meine Gedichte wie eine Geschichte ablaufen zu lassen, und dazu gehört nunmal ein 'abrundendes Ende'.
Ich fände es sonst einfach irgendwie unvollständig.

Liebe Grüsse

Stoffherz
Stoffherz ist offline   Mit Zitat antworten
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angst, blut, narben

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