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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 03.05.2014, 15:31   #1
weiblich Mila
 
Dabei seit: 06/2013
Beiträge: 53

Standard Glück

Glück

Glück kann man nicht mit Worten beschreiben,
keiner kann das Glück vermeiden.
Es tritt in vielen Formen auf
Und nimmt seinen eigenen Lauf.

Dem Glück begegnest du jeden Tag,
auch wenn du es nicht zu spüren vermagst.
Es steckt in jedem von uns,
Doch es zu finden ist eine wahre Kunst.

Manche bemerken es erst zum Schluss,
andere haben es schon immer gewusst.
Halte es fest in deiner Hand
Und bleibe bei klarem Verstand.

Heb dich nicht von der Menge ab,
denn dann hat das Glück es geschafft,
zu zerstören wer du gewesen bist
und du wirst sehen, dass es dich auffrisst.

Manche sagen,
Glück ist Schicksal
Schicksal ist Glück,
Andere halten diese These für verrückt.

Doch du kannst dem nicht entgehen
Versuch es zu verstehen.
Das was du aus dem Glück machst
Beruht auf dem, was für eine Entscheidung du fasst.
Mila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2014, 19:32   #2
weiblich Ilka-Maria
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Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 22.453

Zitat:
Zitat von Mila Beitrag anzeigen

...

Dem Glück begegnest du jeden Tag,
auch wenn du es nicht zu spüren vermagst.
Es steckt in jedem von uns,
Doch es zu finden ist eine wahre Kunst.

Manche sagen,
Glück ist Schicksal
Schicksal ist Glück,
Andere halten diese These für verrückt.

Doch du kannst dem nicht entgehen
Versuch es zu verstehen.
Das was du aus dem Glück machst
Beruht auf dem, was für eine Entscheidung du fasst.
So? Erzähl das mal den Menschen mit vor Hunger geblähten Bäuchen. Oder den Müttern, denen die Kinder von Warlords abgenommen und als Kanonenfutter verheizt werden. Oder den moslemischen Mädchen, denen man bei vollem Bewusstsein die Schamlippen wegschnippelt. Wussten das die jungen Japaner, die sich mit ihren Bombern in amerikanische Schiffe bohren mussten - auf Befehl von oben? Wieviele Menschen sind für ihrer Entscheidung gefählt, gepflockt, gerädert, gehenkt, garottiert, ausgeweidet oder lebendig verbrannt worden und haben dies als Glück verstanden? Welche Chance hat ein Kind, das in sozial völlig vermaleideten Zuständen aufwächst, sich in ein glückeiches Leben hinein zu entwickeln?

Glück ist kein Gut an sich, das man nur zu erkennen und zu pflücken braucht. Schon gar nicht jagt es dem Menschen hinterher und drängt sich auf, wie Dein Gedicht suggerieren möchte. Jeder Mensch muss sich sein Glück selbst schaffen. Aber das setzt Rahmenbedingungen voraus, die in vielen Teilen dieser Welt von Staats wegen nicht vorgesehen sind.

Nur in einer modernen demokratischen Verfassung dieser Welt gibt es den Artikel, dass jeder Mensch das Recht hat, nach Glück zu streben. Das heißt nicht, dass er ein Anrecht auf Glück hat. Ohnehin ist das, was Glück zu sein hat, individuell zu bewerten. Aber niemand darf nach dieser Verfassung daran gehindert werden, nach seinem persönlichen Glück zu streben.

Leider gibt es diesen Artikel in keiner anderen Verfassung eines Landes dieser Erde. In den meisten Ländern wäre sie ohnehin nicht erwünscht.

Deine Aussage, dass jeder nur nach dem Glück greifen braucht, weil es ja reichlich am Wegrad steht, ist völlig irreal.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2014, 20:53   #3
weiblich Mila
 
Dabei seit: 06/2013
Beiträge: 53

Hallo Ilka,

natürlich hast du Recht und nicht jeder hat so viel Glück wie andere.
Dass es kein Glück ist, wenn Kinder entführt werden oder Leute verhungern ist mir bewusst. Leider und ich finde es schrecklich, dass sagen zu müssen, ist es so, dass wenn es nicht so viel Pech auf der Welt gibt, man das Glück gar nicht kennen würde. Die Welt ist ungerecht, dass sie uns um das Schöne zu zeigen erst das Schlechte vorführen muss.


Doch es kommt natürlich auch noch darauf an aus welcher Sicht man die Dinge sieht. Manche nennen es Glück, wenn sie 1 Million im Lotto gewinnen. Bei anderen reicht es schon wenn sie was zu essen bekommen.
Für mich trägt jeder das Glück in sich. Denn jeder entscheidet selber was er als Glück bezeichnet und empfinden will.
Deswegen begegnet man dem Glück täglich, nur das man es nicht als Glück wahrnimmt.
Mila ist offline   Mit Zitat antworten
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