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Gefühlte Momente und Emotionen Gedichte über Stimmungen und was euch innerlich bewegt.

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Alt 23.02.2017, 02:14   #1
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.760

Standard Schlaflied

Wie soll ich dir ein Schlaflied singen
in einer Welt, die bange macht?
Wie soll ich dir bei all den Dingen,
die jäh vergehn in einer Nacht
in sanften Tönen näherbringen,
dass über dich Frau Luna wacht?
Wie soll ein Schlaflied von mir klingen,
das nicht laut weint, das leise lacht?
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 12:54   #2
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 73
Beiträge: 11.282

Ach Schmuddddddi...wieder mal ein text an dem man seine/ihre reine freude haben kann. so klar und nobel geschrieben und was für eine erholung von manchen wirklich schlechten texten.


Zitat:
Wie soll ein Schlaflied von mir klingen,
das nicht laut weint, das leise lacht?
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 09:13   #3
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.760

Danke für das Lob, Ralfchen.
Ich bemühe mich meist um eine halbwegs klare und einfache Sprache. Ob das nobel ist, weiß ich nicht. Bin doch nur ein Schmuddelkind.

LG
Schmuddelkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 09:47   #4
Thing
R.I.P.
 
Benutzerbild von Thing
 
Dabei seit: 05/2010
Alter: 74
Beiträge: 35.119

Lieber Schmuddelkind,

diese bange Zärtlichkeit ist rührend, anrührend.
Ich frage mich trotzdem, welche Dinge jäh in der Nacht vergehen.

Könnten sie nicht sanft oder sacht vergehen in diesem zarten Schlaflied?

Ich habs sehr gern gelesen und schließe mich jedem Lob an.

Lieben Gruß
von
Romulus Thing
Thing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 10:42   #5
weiblich ex wortmix
abgemeldet
 
Dabei seit: 11/2016
Beiträge: 111

Guten Morgen, Schmuddelkind,

ein wunderschöner, nachdenklicher Text, den ich auf meine Liste zu setzen gedenke.

Es war mir eine Freude zu lesen

LG WM
ex wortmix ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 11:10   #6
männlich Sonnenwind
 
Benutzerbild von Sonnenwind
 
Dabei seit: 06/2012
Alter: 57
Beiträge: 1.350

Einfach singen! Der Inhalt sollte nicht beängstigend, dafür tröstlich und mutmachend sein... Jetzt ist das Kind da, in dieser Welt... Also lüg kreativ, schöpferisch, denn für dein Kind bist du Gott... Und du kannst das.

Ein "Zwiegespräch", das so nicht stattfinden darf...

Sehr fein gefühlt und gedacht, Schmuddelkind - und zum Ausdruck gebracht. Die letzten zwei Zeilen würde ich vom Vorausgehenden durch eine Leerzeile absetzen.

LG
Sonnenwind
Sonnenwind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 13:13   #7
männlich Laie
 
Benutzerbild von Laie
 
Dabei seit: 04/2015
Ort: Oberpfalz
Alter: 28
Beiträge: 846

Hallo Schmuddelkind,

ein wunderschönes und gefühlvolles Gedicht! Mir gefällt die Sprache sehr und die Kürze sowieso. In kleinen Gedichten kann man oft so viel mehr ausdrücken

Sehr gern gelesen!


Gruß,
Tiger
Laie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 13:32   #8
männlich fsami
 
Benutzerbild von fsami
 
Dabei seit: 03/2013
Beiträge: 264

Das liest sich in einem Rutsch runter und bleibt trotzdem im Kopf hängen.
Toller Text, gefällt mir sehr.
fsami ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 14:23   #9
weiblich Marly
 
Benutzerbild von Marly
 
Dabei seit: 01/2017
Ort: Taormina/Italien
Beiträge: 47

Standard Hallo Schmuddelkind

ja, so ist das mit den Zweifeln, die uns Eltern gern, ungefragt und hinterruecks
beschleichen...
und dann strecken wir das Rueckgrat, machen uns selber Mut und schreiten voran...

Ein Gedicht mit behutsamem Tiefgang,
schoen!

LG
Marly
Marly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 19:06   #10
männlich Schmuddelkind
 
Benutzerbild von Schmuddelkind
 
Dabei seit: 12/2010
Ort: Berlin
Alter: 33
Beiträge: 4.760

Ohje, da ist ja Einiges an Kommentaren dazu gekommen! Wo soll ich anfangen?
Erst einmal: vielen Dank an alle fürs Lesen, Nachempfinden und Kommentieren!

Zitat:
Ich frage mich trotzdem, welche Dinge jäh in der Nacht vergehen.

Könnten sie nicht sanft oder sacht vergehen in diesem zarten Schlaflied?
Da hast du sicherlich recht, Thing. Dinge können auch sacht vergehen. Mir ging es v.a. um den Kontrast zu "sanft" im Folgevers. Der Text hat ja hauptsächlich das Ziel, das elterliche Anliegen, Geborgenheit für die eigenen Kinder zu bieten im Gegensatz zu dieser komplizierten und zur Zeit vielleicht auch bedrohlichen Welt darzustellen. Da hätte man ja als Erwachsener schon manchmal gerne ein Kuscheltier, das auf einen aufpasst, aber den Kindern gegenüber muss man natürlich Sicherheit vermitteln.

Zitat:
ein wunderschöner, nachdenklicher Text, den ich auf meine Liste zu setzen gedenke.
Wortmix, arbeitest du für den BND?
Nein, im Ernst: Das ist natürlich eine besondere Ehre.

Zitat:
Der Inhalt sollte nicht beängstigend, dafür tröstlich und mutmachend sein
Wenn ich singe, ist das immer beängstigend - nicht unbedingt des Inhalts wegen.
Zuhause singe ich trotzdem sehr häufig und sehr gerne.

Zitat:
Die letzten zwei Zeilen würde ich vom Vorausgehenden durch eine Leerzeile absetzen.
Darüber habe ich auch schon nachgedacht, weil das ja so was wie ein Fazit ist und davor eine kleine Pause vielleicht nicht schaden könnte. Andererseits sieht so eine lange Strophe mit durchgängigem Reimschema ziemlich cool aus.

Zitat:
In kleinen Gedichten kann man oft so viel mehr ausdrücken
Sehe ich auch so. Ich schreibe und lese in der Regel lieber kurze Gedichte. Bin nicht so der Handlungs-Typ. Mag lieber kurze, stimmungsbetonte Gedichte, die einen so richtig erschlagen.

Zitat:
Das liest sich in einem Rutsch runter und bleibt trotzdem im Kopf hängen.
Soll ich dich abfragen?
Im Ernst: das höre ich gern.

Zitat:
ja, so ist das mit den Zweifeln, die uns Eltern gern, ungefragt und hinterruecks
beschleichen...
und dann strecken wir das Rueckgrat, machen uns selber Mut und schreiten voran...
Ja, ich denke, dass das im Allgemeinen auch gar nicht so schwer ist, nicht nur, weil man keine andere Wahl hat, sondern vor allem, weil die unbändige Liebe einem die Kraft und das Vertrauen gibt. Das Elternsein entfaltet sich dann vollkommen natürlich aus einer Weisheit heraus, die man gar nicht erdacht hat.

LG
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angst, nacht, schlaflied

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