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Fantasy, Magie und Religion Gedichte über Religion, Mythologie, Magie, Zauber und Fantasy.

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Alt 16.03.2019, 09:34   #1
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Standard Lebende Tote

Es wispern die Mahre, sie mögen mich nicht,
ich rauf mir die Haare, so wird kein Gedicht.
Sie wollen mich strafen, sie höhnen und lachen,
ich kann nicht mehr schlafen, muss immerzu wachen,

rastlos wie ein Wiedergänger,
und die Nacht wird lang und länger.

Wann wird sie sich lichten, ich setz mich zur Wehr,
ich muss es vernichten, das untote Heer.
Ich höre sie schreien, sie sollen mich hassen,
es gibt kein Verzeihen, ich krieg sie zu fassen.

Morgen werd ich wieder dichten,
Musen kommt, die Nacht zu lichten.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 14:08   #2
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.190

Ja, auch ich sehe die Kunst, oder wie Du es sagst, die Musen, als ein Licht in den menschlichen Abgründen und Dunkelheiten. Kunst ist oft aus Schmerz geboren. Es gibt da eine interessante Korrespondenz zwischen Rilke und Lou Andreas-Salomé. Rilke wollte eine Psychotherapie beginnen. Lou antwortete, dass er sich danach eventuell besser fühlen würde, aber nicht mehr derselbe Dichter wäre. Interessant, nicht wahr?

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2019, 18:49   #3
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Wenn die Musen dem Poeten gewogen sind, geht es ihm gut. Aber wir sollten uns ihnen auch würdig erweisen und uns gegenseitig achten.

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin
Lou antwortete, dass er sich danach eventuell besser fühlen würde, aber nicht mehr derselbe Dichter wäre. Interessant, nicht wahr?
Das kann man positiv oder negativ sehen. Danke für deine interessanten Gedanken.

Lieben Gruß
Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 00:45   #4
weiblich noone
 
Dabei seit: 11/2016
Beiträge: 54

1. Das ist vielleicht kleinkariert, aber ist "Musen" nicht die Mehrzahl?
("Musen kommt" hört sich doch komisch an?)
2. Kann ein glücklicher, mental gesunder Mensch keine bemerkenswerte Kunst hervorbringen?
noone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2019, 08:48   #5
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Hallo noone,

Zitat:
Zitat von noone
Das ist vielleicht kleinkariert, aber ist "Musen" nicht die Mehrzahl?
Ist es, aber was meinst du damit? Wieso hört sich für dich "Musen kommt" komisch an? Hätte ich "Kommt Musen" geschrieben, hätte es einen Bruch in der Metrik gegeben.

Zitat:
Zitat von noone
Kann ein glücklicher, mental gesunder Mensch keine bemerkenswerte Kunst hervorbringen?
Natürlich kann er, wenn er keine Schreibblockade hat, warum fragst du?

LG Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
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