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Philosophisches und Nachdenkliches Philosophische Gedichte und solche, die zum Nachdenken anregen sollen.

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Alt 09.02.2019, 12:56   #1
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Standard Die Segel sind gesetzt

Heut bin ich durch endlose Gänge gegangen,
vorbei an den Ängsten, an Hoffen und Bangen,
sah überall Tränen und Augen voll Leid.
Sacht zieht es mich weiter, mein Weg ist noch weit.

Ich komme ins Zimmer, hier warten die Meinen,
ich hör leises Schluchzen und haltloses Weinen.
Stumm schaue ich zu, wie man mich bewegt
und sanft meinen Körper ins Eichenholz legt.
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2019, 13:19   #2
weiblich AlteLyrikerin
 
Benutzerbild von AlteLyrikerin
 
Dabei seit: 11/2018
Ort: Burglengenfeld
Alter: 68
Beiträge: 1.188

Lieber Nöck,

ob man wohl tatsächlich dem eigenen Sterben zusehen kann? Deine Bilder sprechen eher vom wohltuenden Frieden als von einem schrecklichen Abschied.
In jedem Fall ist es heilsamer sich mit der Sterblichkeit auseinanderzusetzen als sie zu verdrängen.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2019, 15:58   #3
männlich Gylon
 
Dabei seit: 07/2014
Beiträge: 4.268

Lieber Nöck,
wieder sehr schön beschrieben!

„vorbei an den Ängsten, an Hoffen und Bangen,“
Ich weiß nicht wie es als Toter so sein wird, aber das würde mir schon gefallen.

Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 15:29   #4
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Vielleicht macht das jeder für sich auf seine ganz spezielle Art.

Danke
Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 16:44   #5
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.864

Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Lieber Nöck,

ob man wohl tatsächlich dem eigenen Sterben zusehen kann? Deine Bilder sprechen eher vom wohltuenden Frieden als von einem schrecklichen Abschied.
In jedem Fall ist es heilsamer sich mit der Sterblichkeit auseinanderzusetzen als sie zu verdrängen.
hallo Nöck -

eine schöne esoterische beschreibung. mit diesem thema hatte ich mich zwar selten aber doch useinandergesetzt - in gedicht- und prosa-form. unsere lieb-unschuldige (??) AL verwendet das wort tatsächlich was völlig unpassend ist, denn: wir wissen gar nichts und werden es m.m.n. nie wissen. ein unlösbares kosmisches geheimnis. die frage des auseinandersetzens und drängens ist wiederum richtig gestellt. ob diese heilsam ist bedarf einer näheren analyse. meine geliebte Frau starb an meiner wange und ich nahm das aushauchen ihrer lebendigkeit deutlich wahr. mit pentobarbital kollabiert zuerst die lunge, dann das herz. es sind zwei momente die die sterbende person jeweils kurz wie ein AUFSTOSSEN erbeben lassen. wie könnte LUCY diesen moment wahrgenommen haben? auch diese frage muss unbeantwortet bleiben. künstler - maler und dichter setzen sich in den letzten (oder späten) jahren ihres lebens mehr und mehr mit eros und dem tod auseinander. ich hatte gelegenheit den großen deutschen künstler HORST JANSSEN ende der 80er persönlich kennen zu lernen. sein spätwerk war durchdrungen von der auseinandersetzung mit eros und dem tod.

https://up.picr.de/35039959nz.jpg

mein künstlerisches vermächtnis hingegen setzt sich ausschliesslich mit der frage des SOGENANNTEN BÖSEN einem 66+6 werke-zyklus auseinander, der sich in eine richtung bewegt, die von der psychoanalyse und wissenschaft ausreichend abgedeckt wurde und somit eine reiche fundgrube für mich ist...hier 150x100 mischtechnik auf leinwand:

EVIL AT THE BEACH OF HELL

https://up.picr.de/35040059hu.jpg

der nahende tod hat imom somit keine bedeutung in meinen arbeiten.


der forschungs- und wissendrang des menschen scheint keine grenzen zu haben. heute habe ich einen artikel in der NYT gelesen, der darauf bezug nimmt, dass unsere gehirn...ich zitiere:

...Many evolutionary biologists are fond of pointing out that the human body is not adapted to modern life, which often involves sitting for hours at a time and toiling in artificial light and consuming mounds of processed sugar (“There’s no food in your food,” as the Joan Cusack character says in “Say Anything”). But the same design problem, it could be argued, is true of the human brain: It was not engineered to process the volume of information we’re getting, and at the rate we’re getting it. “Our brains evolved to help us deal with life during the hunter-gatherer phase of human history, a time when we might encounter no more than a thousand people across the entire span of our lifetime,”

c: JENNIFER SENIOR the NEW YORK TIMES


vlg
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 17:59   #6
weiblich Ilka-Maria
Forumsleitung
 
Benutzerbild von Ilka-Maria
 
Dabei seit: 07/2009
Ort: Arrival City, auf der richtigen Seite des Mains
Beiträge: 21.897

Zitat:
Joan Cusack
Er ist ein Mann und heißt John, liebes Ralfchen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2019, 21:04   #7
weiblich Schreibfan
 
Benutzerbild von Schreibfan
 
Dabei seit: 02/2014
Ort: bei Stuttgart
Alter: 35
Beiträge: 754

Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Er ist ein Mann und heißt John, liebes Ralfchen.
Vllt meint er wirklich Joan Cusack. Das ist die Schwester von John und sie spielt in dem Film auch mit.

Noeck, ich finde dein Gedicht zeigt eine interessante Perspektive auf
Schreibfan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 09:49   #8
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Zitat:
Zitat von Schreibfan
Noeck, ich finde dein Gedicht zeigt eine interessante Perspektive auf
Interessant, aber nicht nachzuweisen.

Die Sonne und den Tod kann man nicht direkt anschauen.

LG Nöck
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.02.2019, 13:23   #9
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.864

servus Ilka -

ich hab den ausschnitt direkt aus der NYT hier her kopiert also ist JOAN richtig geschrieben...

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2019, 06:55   #10
männlich Nöck
 
Dabei seit: 12/2009
Ort: In den Auen des Niederrheins
Beiträge: 1.936

Zitat:
Zitat von Ralfchen
servus Ilka -

ich hab den ausschnitt direkt aus der NYT hier her kopiert also ist JOAN richtig geschrieben...
Diese Diskussion produziert doch nur Mottenexkremente
Nöck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2019, 09:38   #11
männlich Ralfchen
 
Benutzerbild von Ralfchen
 
Dabei seit: 10/2009
Ort: London-Kaufbeuren-Wien
Alter: 72
Beiträge: 10.864

servus -

nun nicht soviele wie in manchen anderen fäden und läden. hatte übrigens gestern einige tote motten in einer küchenauszugslade entdeckt. rundherum winzige häuflein von motten-exkrementen. hab alles mit accu-dyson ausgesaugt.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
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