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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 19.01.2019, 13:34   #1
weiblich AlteLyrikerin
 
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Standard Anima dekubita

Wenn dein Tod dich nicht fällt
wie einen Baum
in stürmischer Nacht,
dann kommt es dahin,
dass die Stunden sich stauen
über deiner Decke
zu peinvollem Druck.

Nur Karge Zäsuren
im Malstrom der Zeit
hat die Kostenplanung
vorgesehen:
Grundpflege, Umlagern,
Essen verabreichen,
Windeln wechseln.

Tod herrschte dann, fände sich nichts
in deinem Geist,
kein Traum, keine Vision,
und keine Bilder
gelebter Liebe,
um sie der fressenden Leere
entgegenzusetzen.
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Alt 19.01.2019, 13:55   #2
männlich Heinz
 
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Liebe Alte Lyrikerin,
ich bin des Lateinischen nicht mächtig, aber meine "dienstälteste" Freundin ist Gründerin eines Pflegedienstes gewesen und gewährte mir so manche Einblicke in ihre Arbeit, u.a. auch in die Dokumentation bestimmter Pflegefälle. Von daher ist Dekubitis für mich kein nachschlagebedürftiges Fremdwort.
Dein Gedicht ist grauenvoll und bedarf keiner Bilder aus Dokumentationen.
Damit wir uns richtig verstehen: Nicht das Gedicht ist grauenvoll; es vermittelt in sehr gekonnter Form das Grauen, das einen überfällt, wenn man die Leidensgeschichten der davon befallenen Patienten ansatzweise kennt.
Ich selbst vermeide solche Themen (ein paar Sachen ausgenommen), aber Du hast hier ein kleines Meisterwerk geschrieben.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 19.01.2019, 15:37   #3
männlich Gylon
 
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Liebe AlteLyrikerin,
ich musste natürlich Googeln um den Text zu verstehen
Stark in Worte gefasst!

Liebe Grüße Gylon
Gylon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2019, 15:38   #4
männlich Ralfchen
 
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SERVUS AL -

ein sensationeller text mit all den wucherungen der modernen sterbegesellschaft. er berührt mich indessen gerde deswegen noch mehr, weil meine geliebte Frau LUCY sich im jahr 2012 anders entschieden hatte. DIESER weg, diese zustände und ergehungen waren genau das, was sie vermeiden wollte. und als sie am 12-12-12 um 12 uhr in der nähe von zürich im blauen container der DIGNITAS an meiner wange starb, waren ihren letzen beiden kaum mehr hörbaren worte:

DANKE BABY

schönes wochenende
R
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Alt 20.01.2019, 12:30   #5
weiblich AlteLyrikerin
 
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Herzlichen Dank an Euch alle für den freundlichen Kommentar.
Über so viel lob kann ich mich nur freuen.
Euch noch einen schönen Sonntag, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2019, 15:57   #6
gummibaum
 
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Da kann man nur darauf hoffen, dass man im Sturm nicht zu biegsam ist.

Sehr gern gelesen, liebe AlteLyrikerin.

LG gummibaum
gummibaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2019, 18:20   #7
weiblich AlteLyrikerin
 
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Lieber gummibaum,
Danke für Deinen Kommentar.
Die Zielrichtung meiner Verse geht eigentlich in eine andere Richtung.
Die Rahmenbedingungen Sterbenskranker menschenwürdiger zu gestalten. Die Palliativmedizin hat große Fortschritte gemacht. Was noch fehlt ist, Situationen, wie die beschriebene, zu vermeiden. Über bezahltes Personal wird das nicht gehen. Da ist ehrenamtliche Unterstützung gefragt.
Dir noch einen schönen Sonntag, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2019, 11:11   #8
männlich dr.Frankenstein
 
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Ja selbst für Selbstmord kassieren die noch ab.
Kam mal son lustiger Bericht über so eine Sterbehilfe Firma. Die haben den Leuten immer Plastikbeutel über den Kopf gezogen.
Wenn er durchsichtig ist, stell ich mir das schön vor.

Warum ist heute so eine große Angst verbreitet den Verstand zu verlieren?
Es gibt weitaus schlimmeres, für die Verwannten ist es vielleicht schlimm, weil die die Rechnung bezahlen müssen.

Musst mal so einen Gedichte Band über die Altenpflege rausbringen. Das wäre mal was.
Aber auch paar lustige Gedichte.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2019, 14:54   #9
weiblich AlteLyrikerin
 
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Hallo Dr.Frankenstein,
Danke für den interssanten Kommentar. Ein Gedichtband über die Situation in den Pflegeeinrichtungen hätte wohl kaum Aussicht auf Erfolg. Das Thema ist einfach zu gut geeignet zum Verdrängen.


Herzliche Grüße, AlteLyrikerin
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2019, 19:25   #10
weiblich DieSilbermöwe
 
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Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Lieber gummibaum,
Danke für Deinen Kommentar.
Die Zielrichtung meiner Verse geht eigentlich in eine andere Richtung.
Die Rahmenbedingungen Sterbenskranker menschenwürdiger zu gestalten. Die Palliativmedizin hat große Fortschritte gemacht. Was noch fehlt ist, Situationen, wie die beschriebene, zu vermeiden. Über bezahltes Personal wird das nicht gehen. Da ist ehrenamtliche Unterstützung gefragt.
Dir noch einen schönen Sonntag, AlteLyrikerin.
Also das sehe ich völlig anders. Andersrum wird ein Schuh draus. Die Pflegekräfte sollen anständig bezahlt werden, dann ist auch mehr Personal vorhanden.

Ich ärgere mich über Leute, die alles umsonst machen (ehrenamtlich). Das hilft niemandem außer natürlich den Arbeitgebern, Geld zu sparen. Klar, warum sollen die denn noch Leute einstellen zu einem anständigen Lohn, wenn es Leute gibt, die alles umsonst machen?
DieSilbermöwe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2019, 19:44   #11
weiblich AlteLyrikerin
 
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Hallo Silbermöwe,

ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor. Selbstverständlich müssen Pflegekräfte gut bezahlt werden und in ausreichender Zahl vorhanden sein. Die Ehrenamtlichen, an die ich denke, übernehmen keinerlei pflegerische Arbeiten!

Es geht darum, dass kein Sterbender bzw. Schwerstkranker allein sein sollte, wenn er das nicht möchte. Damit wäre aber das Pflegepersonal ebenso überlastet wie die Familienangehörigen.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 22.01.2019, 00:36   #12
weiblich Ex-Serpentina
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Ich ärgere mich über Leute, die alles umsonst machen (ehrenamtlich). Das hilft niemandem außer natürlich den Arbeitgebern, Geld zu sparen. Klar, warum sollen die denn noch Leute einstellen zu einem anständigen Lohn, wenn es Leute gibt, die alles umsonst machen?
Ich möchte zu Al noch ergänzend sagen:

Im Hospitzbereich wird bewusst die persönliche Betreuung über Ehrenamt geleistet. Wie AL sagte natürlich nicht im pflegerischen Bereich. Die Philosophie dahinter ist, dass die Arbeit freiwillig sein soll und nicht Stunden wie üblich abgerechnet werden und jemand das macht, weil er das Geld gebrauchen kann.
Diese Freiwilligkeit beinhaltet für den Helfenden ein maximum an freiwilliger Verantwortung.
Dass Geld in dem Fall keine Rolle spielt, ist in dem sensiblen Bereich für die Art der Betreuung wichtig.
Ex-Serpentina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 00:53   #13
männlich Heinz
 
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Liebe Kommentierende,
meine unausgesprochene Frage war: Sind solche Themen (wichtige, schwergewichtige, lebenswichtige) geeignet, lyrisch/poetisch behandelt zu werden?
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 10:43   #14
männlich Ralfchen
 
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servus und guten morgen -

natürlich sind diese themen lyrisch hier am falschen platz. wenn man allerdings so wie ich - und du kennst diesen abschnitt meiner lebensgeschichte - hautnahe erfahrungen mit tod und sterbehilfe hat, bewegt einen der text. was franky hier angemerkt hat ist skandalös und ich kann es mir gar nicht vorstellen. dazu hätte ich gerne einen tracer um details zu erfahren. wir hatten DIGNITAS für Lucys weg gewählt. natürlich bezahlt man für das sterben. egal wie und wo man stirbt.

vlg
R
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Alt 22.01.2019, 11:00   #15
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
natürlich sind diese themen lyrisch hier am falschen platz.
Für die Lyrik ist kein Thema tabu, genauso wenig wie für alle anderen Literaturformen, solange diese Themen nicht gegen ethische Werte verstoßen. Verfall und Tod gehören nun einmal zum Leben dazu.

Aus "Morgue und andere Gedichte" von Gottfried Benn
(Klett-Cotta, 2. Aufl., 2012):

Schöne Jugend

Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,
sah so angeknabbert aus.
Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell
fand man ein Nest von jungen Ratten.
Ein kleines Schwesterchen lag tot.
Die anderen lebten von Leber und Niere,
tranken das kalte Blut und hatten hier eine schöne Jugend verlebt.
Und schön und schnell kam auch der Tod:
Man warf sie allesamt ins Wasser.
Ach, wie die kleinen Schnauzen quietschten!

Sorry, AlteLyrikerin, dass ich dieses Gedicht in deinen Faden gepfeffert habe, aber ich denke, ein solches Beispiel sagt mehr aus als jedes andere Argument.

VG
Ilka
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 11:23   #16
männlich Ralfchen
 
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servus -

natürlich soll für die lyrik KEIN THEMA tabu sein. daher hat mich der text auch bewegt und ich finde diesen von dir zitierten text von GB erfrischend. allerdings war ich (und du kennst die umstände ziemlich genau) mit der problematik und dramatik des selbst gewählten todes über einen längeren zeitraum hautnah befasst. und der weg ist nichts für schwache seelen. er hat mich auch - zwar nicht grundlegend aber doch - verändert. was Heinz hier anregte war die frage ob man die themen im rahmen des öffentlichen forums BEHANDELN sollte. und das bringt mich auf eine andere schiene. in einer gemeinschaft wie poetry gibt es eine ganze staffel von mitgliedern, die sich überaus sensibel gegen texte verhalten, die sich in humorvoller form mit mord, tod und suizid verhalten und benehmen. ist also dann dieses thema (wie hier im faden) akzeptabler als die lyrische auseinandersetzung auf einer reinen fantasiereise in ablebensgeschehnisse? franky hat ein beispiel gegeben dass mir eine gänsehaut erzeugte. und daS BRINGT MICH ZUR FRAGE: ist das thema tod nur dann akzeptabel wenn es sich auf einer mitleidsebene und angereichert mit sensiblen poetischen formulierungen wie im faden bewegt?

vlg
R
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 11:43   #17
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
... ist das thema tod nur dann akzeptabel wenn es sich auf einer mitleidsebene und angereichert mit sensiblen poetischen formulierungen wie im faden bewegt?
Nein, die knallharte Realität muss auch zu Wort kommen dürfen. Auf die Wortwahl kommt es an. Außerdem: Ein Autor muss das, was er zum Thema genommen hat, nicht werten.

Die Mitleidsebene sollte meiner Meinung nach sowieso mit Vorsicht eingebracht werden, egal um welche Form von Leid es geht und egal, um welche Literaturgattung es sich handelt. Kein Leser will sich zu Gefühlen von Mitleid verdonnert sehen, und oft geht die Absicht des Autors, Mitleid im Leser zu erzeugen, völlig daneben. Dann kann ein Stück Literatur schnell als kitschig, mitleidheischend, manipulierend, triefend, aufdringlich, gefühlsduselig und Ähnliches abqualifiziert werden.

Um über bestimmte Themen zu schreiben - dazu gehören außer Sterben und Tod z.B. auch Sexualität, Gewalt (vor allem gegenüber Schwächeren und Abhängigen), Ekel erzeugende Krankheiten usw. - bedarf es starken Fingerspitzengefühls.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 11:55   #18
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
meinte u.a.: Nein, die knallharte Realität muss auch zu Wort kommen dürfen. Auf die Wortwahl kommt es an. Außerdem: Ein Autor muss das, was er zum Thema genommen hat, nicht werten.

Um über bestimmte Themen zu schreiben - dazu gehören außer Sterben und Tod z.B. auch Sexualität, Gewalt (vor allem gegenüber Schwächeren und Abhängigen), Ekel erzeugende Krankheiten usw. - bedarf es starken Fingerspitzengefühls.
gut und klar. damit hast du meine frage mehr als ausreichend und conzise beantwortet.

allerdings ist das thema gewalt in der lyrik immer wieder der identifikationsfrage text=autorIn ausgesetzt, was ich nicht ganz verstehe. steht aber mit der befangenheit der leserschaft (die sich selbst auch als texterInnen betätigt) in einem engen zusammenhang.
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 13:15   #19
männlich dr.Frankenstein
 
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Finde ich leider nicht mehr. Vielleicht war es ja auch ein Beitrag von dem ersten Spiegel TV Fälscher.
Hab aber intressante Artikel über Selbstmord im Alter und anderen Kram gefunden.
Wie viele einsame Rentner zwischen 50 und 60 sich umbringen und vorher noch sauber machen, den besten Anzug anziehen um sich dann zu erhängen.
Dann würde ich ja eher einen Cocktail aus Giftpflanzen vorziehen. Die wachsen ganz umsonst. Und es gibt vielleicht noch spannende Nahtoderfahrungen.
Obwohl gepflegt werden ja auch seine Reize hat. Es ist doch auch was schönes gepflegt zu werden.
Man kann verdumpfen und sterben wie ein Kind.
dr.Frankenstein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 14:27   #20
weiblich AlteLyrikerin
 
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Standard Dank an alle Leser und Diskutanten

Hallo zusammen,

Ilka-Maria hat ja dankenswerter Weise die Frage - auch in meinem Sinne - beantwortet. Es kann kein Thema geben, das in der Lyrik nicht vorkommen darf.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 15:15   #21
männlich Ralfchen
 
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SERVUS AL -

mein herz jubelt wenn ich deine zustimmenden worte lese. denn damit akzeptierst du auch meine mord-totschlag-vergewaltigungs-epen. das sollte generell so sein, den die künstlerische freiheit hat grenzen nur bei rassenhass, WB und aufruf zur gewalt. wenn also meine protagonistinnen gewaltsame männer erdolchen, vergiften tranchieren etc. dann bitte nicht mehr darüber echauffieren oder wenn es nicht lesbar ist daran vorbeichauffieren.

herzesliebstjubilante grüße
R
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Alt 22.01.2019, 16:07   #22
weiblich Ex-Letreo71
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Liebe AlteLyrikerin,

ich habe großen Respekt vor deiner Arbeit und ebenso vor diesem Text!

Lieben Gruß

Letreo
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Alt 22.01.2019, 18:53   #23
weiblich AlteLyrikerin
 
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Liebe Letreo,
herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
Meine Arbeit schenkt weitaus mehr Freude als man sich gemeinhin vorstellen kann, und enthält viel Positives, das im Gedicht gar nicht vorkommt.


Liebe Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 19:13   #24
männlich Heinz
 
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Liebe Kommentierende,
Ihr habt alle Recht! Und an Respekt gegenüber der Leistung der Alten Lyrikerin lass ich es gewiss nicht mangeln!
Alle Themen können und müssen in der Literatur behandelt werden (können).
Meine Frage zielt nicht auf Ausschluss von Themen, über die man schreibt, nicht auf Zensur oder eine Schere im Hinterkopf.
Meine Frage ist: Ist das LYRIK im Sinn von Liedern - zur Leier gesungen? Oder (natürlich kenne ich Benns Gedichte, Totenlieder von Rückert und anderen Autoren. Aber - ist dieses Genre noch mit Lyrik zu benennen oder müsste es dafür nicht eine andere Bezeichnung geben?
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 19:38   #25
weiblich AlteLyrikerin
 
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Lieber Heinz,
mag auch die Lyrik ihre Bezeichnung der Leier verdanken, sie ist - gerade auch - die
rufende Stimme, die Stimme der Freiheit und, wenn es sein muss, der erschütternde Klang.
Lese mal Hilde Domins Frankfurter Poetikvorlesungen. Sie sind als Taschenbuch erschienen.
Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 20:14   #26
männlich Heinz
 
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Liebe Alte Lyrikerin,
wie sagte der Papst einmal, als man ihn vom Christentum überzeugen wollte?
- "Ich bin doch schon katholisch!" -
Will sagen: Wir sind völlig einer Meinung.
Mich plagen nur (zu ertragende Zweifel), ob man unter dem Sammelbegriff "Poesie" neben der Kategorie Lyrik nicht noch eine andere schaffen könnte (falls dies nicht schon geschehen ist).
Liebe Grüße,
Heinz
Heinz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2019, 20:19   #27
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Heinz Beitrag anzeigen
Meine Frage ist: Ist das LYRIK im Sinn von Liedern - zur Leier gesungen? Oder (natürlich kenne ich Benns Gedichte, Totenlieder von Rückert und anderen Autoren. Aber - ist dieses Genre noch mit Lyrik zu benennen oder müsste es dafür nicht eine andere Bezeichnung geben?
Das Genre bzw. die Literaturgattung ergibt sich nicht aus dem Thema, das sie behandelt, sondern aus deren Form. Man kann dasselbe Thema in verschiedenen Gattungen behandeln, z.B. die Entstehung von Balmung, von Siegfrieds eigener Hand geschmiedet, einmal in epischer Form (Nibelungenlied), ein andermal als Volkslied (Lyrik): "Jung Siegfried war ein stolzer Knab', ging von des Vaters Burg herab ...".

Wo also ist das Problem?
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