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Alt 16.09.2018, 19:36   #1585
Thing
 
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Alt 27.09.2018, 08:03   #1586
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Ich habe jetzt "Die zwei Gesichter des Januars" von Patricia Highsmith gelesen. Ich hatte schon gezögert, das Buch zu kaufen, denn ich hatte schon einmal den Anfang des Filmes gesehen und fand ihn unverständlich und langweilig. Und das Buch ist tatsächlich nicht besser. Beinahe von A - Z unglaubwürdig und unplausibel. Im Anhang las ich dann, dass Highsmith den Roman mehrmals überarbeitete, weil er mehrmals von einem Verlag abgelehnt wurde. Wahrscheinlich wäre die ursprüngliche Fassung besser gewesen. In der vorliegenden trifft ein Mann auf ein Ehepaar, sie reisen zusammen, der Ehemann bringt seine Frau um, aus Eifersucht wollte er eigentlich seinen Rivalen treffen, das gelang aber nicht. Es ergibt mE überhaupt keinen Sinn, dass sie sich ständig wieder treffen (absichtlich) und sich einer Gedanken über den anderen macht. In der ursprünglichen Fassung (so steht es im Anhang) haben beide zusammen die Ehefrau umgebracht und reisen dann zusammen weiter. Das macht wenigstens Sinn, denn dann haben sie einen Grund, aneinander zu kleben, in der vorliegenden Fassung aber nicht.
Meiner Meinung nach das schlechteste Buch (in der vorliegenden Fassung), was ich bis jetzt von ihr gelesen habe. Das kommt dabei heraus, wenn einfach zuviel verändert und gestrichen wird. Wieso diese unsinnige Geschichte auch noch verfilmt wurde, ist mir ein Rätsel.
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Alt 27.09.2018, 09:15   #1587
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Zitat:
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Wieso diese unsinnige Geschichte auch noch verfilmt wurde, ist mir ein Rätsel.
Gerade bei der Verfilmung hätte man die Geschichte ändern können. Schade, dass diese Chance nicht genutzt wurde, denn für mich klingt die Altversion auch spannender.
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Alt 06.10.2018, 12:28   #1588
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Paris mon amour - Pariser Liebesgeschichten
Diognes 2017

Kurzgeschichten u.a. von Anna Gavalda, Scott Fitzgerald, Paulo Coelho, Patrick Süskind. Die richtige Lektüre zur Einstimmung auf meine nächste Paris-Reise.

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Alt 06.10.2018, 13:30   #1589
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Alt 09.10.2018, 07:11   #1590
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Nun habe ich "Schrei der Eule" von Patricia Highsmith gelesen und das macht die Enttäuschung mit dem Buch, das ich vorher gelesen habe, wieder wett. "Der Schrei der Eule" ist nämlich fantastisch. Ein Mann beobachtet ein Mädchen abends beim Kochen. Sie entdeckt ihn nach einer kurzen Zeitspanne, sie reagiert ganz anders als er dachte, will ihn kennenlernen, verliebt sich in ihn und gibt seinetwegen ihrem Freund den Laufpass, obwohl er das gar nicht will und auch nicht in sie verliebt ist. Er bekommt es nicht fertig, das energisch genug zu kommunizieren und so nehmen die Dinge ihren (unheilvollen) Lauf. Immer wieder kommt es zu einer Situation, in dem man dem Protagonisten die Schuld gibt, etwas getan zu haben, was er nicht getan hat. Weil er sich einfach nicht wehrt....
Einfach unendlich klasse.

Ich glaube, ich habe keine Ruhe, bis ich alle Bücher von ihr gelesen habe...
Übrigens hält sie sich keineswegs an die Erzählperspektive, also sie fängt aus Roberts (Hauptfigur) Sicht an, dann kommt Jenny, dann später Greg (Freund des Mädchens). Aus der personalen Perspektive wird die auktoriale. Aber das ist in diesem Buch nicht störend, sondern sehr geschickt gemacht.
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Alt 09.10.2018, 09:13   #1591
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Zitat:
Zitat von DieSilbermöwe Beitrag anzeigen
Nun habe ich "Schrei der Eule" von Patricia Highsmith gelesen ...
Ich habe die Verfilmung von Chabrol vor langer Zeit gesehen (es gibt mehrere), aber ich war vom Ausgang nicht begeistert. Zu viele Leichen. So etwas mag ich nicht besonders.
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Alt 09.10.2018, 12:24   #1592
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Wieviele denn? Im Buch passiert nämlich ein Selbstmord und gegen Ende stirbt ein Arzt, der aus Versehen getroffen wurde (das Ziel war eigentlich Robert) und Roberts Exfrau. Für einen Krimi finde ich das eigentlich nicht so viel.
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Alt 09.10.2018, 16:57   #1593
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Zitat:
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Wieviele denn?
Drei. Im Film wird Véronique auch getötet. Mir sind das zu viele Tote. Auch ist mir die Handlung viel zu kompliziert gewesen. Das liegt aber auch sicherlich daran, dass die Story in einem Film kompromierter erzählt wird. In einem Buch liegen zwischen den Todesfällen mehr Seiten, als Leser braucht man also länger, bis die Toten "abgearbeitet" sind.

Deshalb die alte Weisheit: Film und Buch - zwei Welten.
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Alt 09.10.2018, 17:58   #1594
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Veronique? Ist wahrscheinlich Roberts Exfrau, im Buch fast nur "Nickie" genannt.
Also im Buch sind es zwar auch drei Tote (mit dem Selbstmord), aber am Schluss liegt eigentlich nur eine Leiche in ihrem Blut....
Ich weiß nicht, ob der Film eher damit schockieren wollte, der Knackpunkt im Buch ist, dass der erste Mensch, den Robert anruft, mit Sicherheit denken wird (wenn auch nur für einen Moment), er ist es gewesen.
Da macht es beim Leser einfach "Klick". Aber den Moment kann ein Film natürlich einfach nicht transportieren.
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Alt 09.10.2018, 18:38   #1595
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Zitat:
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Da macht es beim Leser einfach "Klick".
Da kann ich nicht mitreden, weil ich das Buch nicht gelesen habe. Ich kenne überhaupt kein Buch von der Highsmith, nur einige der Verfilmungen. "Der Schrei der Eule" war die einzige, die ich nicht mochte.
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