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Düstere Welten und Abgründiges Gedichte über düstere Welten, dunkle und abgründige Gedanken.

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Alt 20.02.2019, 15:51   #1
weiblich AlteLyrikerin
 
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Standard Pflegestufe 3

Wenn die Kulissen wegbrechen
und der stets gleiche Blick
vom Bett durchs Fenster
nur auf Mauern trifft,

wenn 'Haben' ein Witzwort
und 'Können' ein Märchentraum ist,
wenn der Schrei nach Nähe
sich im Notruf tarnt,

dann ist es fast zu spät
sich einzuüben
in ein Leben mit leeren
und kraftlosen Händen.
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Alt 20.02.2019, 16:24   #2
männlich klaatu
 
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Hallo AL,

Strophe 1 und 2 finde ich super, die beschreiben das genau richtig. Nur mit der 3. Strophe kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Leider kann ich dir aber auch nicht genau sagen, was mich daran stört...
Falls es mir noch einfällt, melde ich mich.

LG
k
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Alt 20.02.2019, 16:49   #3
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von klaatu Beitrag anzeigen
Hallo AL,

Strophe 1 und 2 finde ich super, die beschreiben das genau richtig. Nur mit der 3. Strophe kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Leider kann ich dir aber auch nicht genau sagen, was mich daran stört...
Falls es mir noch einfällt, melde ich mich.

LG
k
servus AL -

K hat recht. mich stört dabei das einüben, weil das nicht mehr so läuft. aber diese thematik ist schon sehr mühsam und bringt nichts lockeres rüber.

vlg
rchen
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Alt 20.02.2019, 17:23   #4
männlich Heinz
 
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Liebe Alte Lyrikerin,
ich verstehe die dritte Strophe:
dann ist es fast zu spät
sich einzuüben
in ein Leben mit leeren
und kraftlosen Händen.

als Einsicht des pflegenden Menschen (und nicht als "letzte Übung" des Gepflegten.
Vielleicht wird es so eindeutiger:

dann ist es fast zu spät
für mich zu helfen
mit unsich'ren,
und ratlosen Gesten

Du beschreibst eindrucksvoll und bewegend eine Lebenssituation, die wir alle gar nicht so erleben wollen. Mein Vorschlag läuft eigentlich auf einen Appell hinaus, der zum Inhalt hat: Lerne frühzeitig, einen Teil der empfangenen Fürsorge in Dankbarkeit zurück zu geben. Ein moralischer Aufruf, der nur wenige erreicht. Hilfreicher wäre es, wenn an den Strukturen Veränderungen vorgenommen würden. Das würde den Appell nicht überflüssig machen, aber andere/bessere Voraussetzungen für die schwächelnde Phase unseres Lebens schaffen.
Liebe Grüße,
Heinz
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Alt 20.02.2019, 20:01   #5
weiblich AlteLyrikerin
 
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Standard Allen Lesern meinen Dank!

@klaatu: Die letzte Strophe soll darauf hinweisen, dass es in dem Zustand, in dem sich extrem hilfsbedürftige Menschen befinden, meist schon zu spät ist sich auf seine Hilfsbedürftigkeit vorzubereiten (sozial, technisch und mental).
Ich bereite schon jetzt meine letzte Lebensphase in einem Pflegeheim vor.

Durch erstellen einer Liste alles dessen, was ich mag und vor allem gar nicht mag (für die Pflegenden). Durch Vorbereiten meines Laptop mit Programmen, die mir Vorlesen können, falls ich die Fähigkeit zu lesen verliere. Durch Auswahl einiger CDs (Musik und Texte) mit einer kleinen Stereoanlage mit blue tooth Kopfhörer (und vieles andere mehr).
Ich könnte auch viel über beeindruckende Menschen erzählen, die ich in Pflegeheimen kennengelernt habe. Extrem hilfsbedürftig hatten sie die geistige Größe zufrieden zu sein. Das erreicht man auch nicht kurzfristig vor der Einweisung ins Heim sondern durch lebenslange geistige Übung.

@Ralfchen: Immer nur negativ. Hmmmmm, Du weißt ja, mein Prinzip heißt nicht weg gucken und mithelfen Strkturen zu verbessern. Zudem bin ich trotz meiner, wie du sie manchmal nennst, defätistischen Gedichte, ein lebensfroher, fröhlicher Mensch. Meine Grundstimmung wird gut beschrieben durch ein Gedicht von Paul Fleming:
Zitat:
Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
nimm dein Verhängnis an. Lass alles unbereut.
Tu, was getan muss sein, und eh man dir's gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

Was klagt, was lobt man noch? Sein Unglück und sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:
dies alles ist in dir. Lass deinen eitlen Wahn,

und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt und alles untertan.
@Heinz: Ja, strukturelle, substantielle Verbesserungen sind dringend erforderlich. Aber in einem nur auf Kosten und Nutzen ausgerichteten System müssen diese Verbesserngen auch erst erkämpft werden.

Herzliche Grüße Euch allen AlteLyrikerin.
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Alt 20.02.2019, 21:05   #6
weiblich Ex-Serpentina
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Liebe AlteLyrikerin,

du verkörperst in meinen Augen in einem hohen Mass die Kunst des Lebens und des Sterbens.
Sich in dieser Form zu kümmern, wie du es anschliessend darstellst, ist zwar nie eine Garantie, aber es erweitert den offenen Raum und die Fähigkeit Glück zu empfinden, um ein vieles, auch wenn niemand weiss, in wie weit das bei Extrembedingungen noch tragen wird.
Umstände und noch nicht gemachte Erfahrungen lassen sich nicht vollständig ausloten und das finde ich gleichermassen erschreckend, wie auch beruhigend.

LG,
S.
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Alt 20.02.2019, 21:10   #7
männlich Gylon
 
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Liebe AlteLyrikerin,
wieder äußerst beeindruckend formuliert. Chapeau!

Liebe Grüße Gylon
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Alt 20.02.2019, 21:39   #8
weiblich Ex-WUI
 
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Hallo AlteLyrikerin,

ich schließe mich Klaatus Meinung an. Meine Begründung ist, dass der dritte Teil zu viel erklärt, während der Erste und Zweite nur aufzeigen und den Rest dem Leser überlassen. Vielleicht ist es möglich dem Leser das "fast zu spät" auf eine darstellende, nicht erklärende Art sichtbar zu machen...

Aber eigentlich sind es nur diese zwei Zeilen am Dritten, die ich persönlich (wenn überhaupt) verändern würde:
Zitat:
dann ist es fast zu spät
sich einzuüben
Irregute Abendgrüße
und toll mit Worten eingefangen
WuI
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Alt 20.02.2019, 21:39   #9
weiblich AlteLyrikerin
 
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Lieber Gylon, liebe Serpentina,

herzlichen Dank für Euren Besuch

@Serpentina: Vielen Dank für Deinen weisen Kommentar. Ja, es lässt sich nichts bis ins Letzte ausloten, und das ist in der Tat gut so.

@Gylon: Danke, aber bitte den Hut aufbehalten. Schließlich ist es noch kühl und überdies sieht es schick aus.

Liebe Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 20.02.2019, 22:03   #10
weiblich AlteLyrikerin
 
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Liebe WeiblichUndIrre,

herzlichen Dank für Deine Gedanken. Über die von Dir zitierte Textstelle will ich gern nochmals nachdenken. Vielleicht fällt mir eine Verbesserung ein

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 20.02.2019, 23:30   #11
weiblich Unar die Weise
 
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Standard Liebe AlteLyrikerin,

mich beeindruckt immer wieder, wie gekonnt du schwierige Themen in Lyrik setzt.
Deine Bildsprache bewegt und regt mich zum Weiterdenken an.
Stets spricht Beobachtungsgabe und Erfahrung aus deinen Texten.
Auch hier ist alles treffend dargestellt und wirkt enorm persönlich.
Mich stört die dritte Strophe nicht, weil ich sie gut formuliert finde.
Ich wüsste auch nicht, wie ich sie umstellen sollte.

Ein lieber Gruß
Unar
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Alt 21.02.2019, 11:08   #12
weiblich AlteLyrikerin
 
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Beiträge: 1.289

Guten Morgen, liebe Unar,

vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar.
Wenn ich selbst meine Gedichte darauf hin anschaue, welche mir besser gefallen, dann sind es immer diejenigen, die aus erschütternden Situationen entstandenen sind. Sie helfen mir dabei Schweres zu verarbeiten und müssen darum geschrieben werden.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 21.02.2019, 16:36   #13
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Serpentina Beitrag anzeigen
Liebe AlteLyrikerin,

du verkörperst in meinen Augen in einem hohen Mass die Kunst des Lebens und des Sterbens.
ich finde, dass du damit derart übertreibst S., wie ich das selten in einem kommi hier gelesen habe. es ist schon an sich fragwürdig zu mottig herumzuschleimen. das sollte allerdings auch grenzen haben. AL beschäftigt sich mit themen, die manch anderes mitglied hier nicht anrühren will oder wagt. aber draussen im real life sind diese themen an der tagesordnung. also was ist besonderes daran wenn sie hier auftauchen? obschon ich der meinung bin, dass die thematik in einem lit-forum nicht unbedingt am richtigen platz ist, weil sie düstere stimmungen schaft.

vlg
r
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 17:09   #14
weiblich AlteLyrikerin
 
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Lieber Ralfchen,

verstehe ich Dich richtig? Lyrik in poetry ist dazu da, gute Stimmung zu machen, und etliche meiner Gedichte stören da eher, weil sie "düstere Stimmungen" schaffen?

Irritierte Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 21.02.2019, 17:20   #15
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Irritierte Grüße, AlteLyrikerin.
Nicht irritieren lassen, AlteLyrikerin. Alle Lebensbereiche und alle Stimmungen lassen sich literarisch erfassen. Jede Kunstform vermag das, und am deutlichsten kommt dies in der Musik zum Ausdruck.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 18:17   #16
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen
Nicht irritieren lassen, AlteLyrikerin. Alle Lebensbereiche und alle Stimmungen lassen sich literarisch erfassen. Jede Kunstform vermag das, und am deutlichsten kommt dies in der Musik zum Ausdruck.
ja liebe AL -

da kann ich Ilka nur gezwungener massen recht geben. es ist besser, die finsteren seiten der menschlichkeit hier aufzurollen, als etwa fröhliche spötteleien und karikaturen im non poetic bereich einzustellen, die dann die ach so armen seelen von den betroffenen vollidioten verletzten könnten. das ist do klar wie der luftleere raum. besser in einem forum die tiefen als die lustigen höhen auszuloten. und liebste AL: viel fröhliches habe ich von dir noch nicht gelesen - besser gesagt GAR NIX. von FREIHEIT bis heute 00,00 fröhliche texte. und ich schau erst gar nicht tiefer runter.

vlg
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 18:26   #17
weiblich AlteLyrikerin
 
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Lieber Ralfchen,

das Lustige, teilweise sardonisch Spöttische und die romantische Weltverklärung liefern doch schon genügend andere.

Für die "leichte Muse" fühle ich mich nicht berufen und nicht verantwortlich. Ein lyrisches "Scketchup" wird es von mir nicht geben. Aber für "Verschwurbeltes" bin ich immer gut.

Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
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Alt 21.02.2019, 18:42   #18
weiblich Ex-Serpentina
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Zitat:
Zitat von AlteLyrikerin Beitrag anzeigen
Lieber Ralfchen,

verstehe ich Dich richtig? Lyrik in poetry ist dazu da, gute Stimmung zu machen, und etliche meiner Gedichte stören da eher, weil sie "düstere Stimmungen" schaffen?

Irritierte Grüße, AlteLyrikerin.

Das musst Du verstehen, liebe AlteLyrikerin. Wenn unser Dramaking nach 11 Stunden Schlaf seine Laune geglättet hat, möchte er nichts vorfinden, was ihn runterzieht.
Vielleicht sollten wir auch erst ab 12.00 Uhr posten, damit er möglicht zeitnah Schlimmstes verhindern kann.

Was Lustiges von dir fände ich aber auch spannend. Wenn klaatu es schafft, etwas zuckersüssen zu schreiben......


@Rchen

Tja, die Motten werden grösser und mutieren durch die Pestizide. Myrphys Law halt. Deine Erziehungsversuche gehen schief.
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Alt 21.02.2019, 19:05   #19
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
ja liebe AL -

da kann ich Ilka nur gezwungener massen recht geben. es ist besser, die finsteren seiten der menschlichkeit hier aufzurollen, als etwa fröhliche spötteleien und karikaturen im non poetic bereich einzustellen, die dann die ach so armen seelen von den betroffenen vollidioten verletzten könnten.
Tja, Ralfchen, so ist das nun mal in dieser Welt: Die Geschmäcker sind verschieden. Der eine mag es witzig und fröhlich, der andere sucht mehr das Tiefsinnige.

Mit Geschmacksunterschieden haben erniedrigende Karikaturen allerdings nichts zu tun, eher verdienen sie das Adjektiv "abgeschmackt". Sie sind nicht witzig und verbreiten keine Fröhlichkeit, sondern erzeugen Kopfschütteln. Und ja: Sie sind verletzend, besonders für die Betroffenen. Und wenn du von deiner Heuchelei mal ablassen würdest, müsstest zu zugeben, dass du genau darauf abzielst, bestimmte User zu beleidigen und zu erniedrigen. Fröhliche Spötterei sieht anders, vor allem geistreicher aus. Und deshalb werden verletztende Karikaturen von mir rigoros gelöscht.

Poetry ist ein Literaturforum, keine Satire- und Karikaturenzeitschrift. Wenn du unbedingt deine künstlerischen Fähigkeiten herauslassen willst, findest du in der Öffentlichkeit, vor allem in der Politik, genügend "Opfer", die dir zudem weit mehr Themen bieten können als ein paar unbegabte Schreiber, die zudem nicht über zeichnerische Fähigkeiten verfügen und sich nicht mit den gleichen Mitteln wehren können.
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Alt 21.02.2019, 19:20   #20
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von Ilka-Maria Beitrag anzeigen

Mit Geschmacksunterschieden haben erniedrigende Karikaturen allerdings nichts zu tun, eher verdienen sie das Adjektiv "abgeschmackt". Sie sind nicht witzig und verbreiten keine Fröhlichkeit, sondern erzeugen Kopfschütteln.

ILKA -

GENAU DAS GEGENTEIL IST DER FALL...in extremen diktaturen sind die satire und karikatur das einzige was die unterdrückten am mentalen überleben erhält. dass du derartig falsche dinge hier zitierst ist erstaunlich und erschüttert mich - aber ganz ehrlich. wie kann man idioten erniedrigen? sie erniedrigen mit ihrem gewäsch den leser...wenn ich das nun nur auf lit-foren beschränke. der idiot ist mit schlechten texten ein diktator des schwachsinns. wenn du dich ein wenig informierst dann wirst du sehen dass ich was die karikatur und satire betrifft 100prozent recht habe. denke nur einmal an die satirischen kritiker des MBS? sie werden in SA natürlich enthauptet. und das machst du mit meiner kunst ebenso. damit stellst du dich mit den potentaten leider auf eine stufe.

vlg
rchen
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Alt 21.02.2019, 19:26   #21
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
GENAU DAS GEGENTEIL IST DER FALL...in extremen diktaturen sind die satire und karikatur das einzige was die unterdrückten am mentalen überleben erhält.
Ralfchen, hältst du mich für doof? Was ist das denn für ein Argument?

In Diktaturen mag das so sein, wie du schreibst, aber gegen wen richten sich dort die Karikaturen und die Satire? Richtig: Gegen die Machthaber, die Unterdrücker, die Peiniger, die Funktionäre, die Ausbeuter usw. Aber nicht gegen Menschen innerhalb der eigenen Gruppen, auch wenn sie noch so unfähig sind, intellektuell zu folgen, Zusammenhänge zu begreifen oder gute Lyrik zu schreiben.

Außerdem schrieb ich dir bereits: Richte deine Satire und deine Karikaturen gegen die Politiker, da öffnet sich dir ein weites Feld und es träfe zudem die Richtigen.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 19:29   #22
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Ilka -

du kennst mich nun seit mehr als einem jahrzehnt und weißt genau dass ich völlig unpolitisch bin. ich kann mich satirisch nur innerhalb des umfeldes bewegen in dem ich halbwegs zuhause bin. und kommunikiere und kommunikation empfange. und sage mir nicht dass konsequent quälend schlechte textarbeit - die absichtlich so verfasst ist - nicht auch eine art machtausübung auf die arme leserschaft ist. aber lassen wir das thema. ich brauche ein wenig humor und entspannung und wenn ich die - meist sehr guten texte - von AL lese, bin ich nicht berauscht von unterhaltung. und meine SATOONS sind liebvoll und nicht verletzend. wer mir das vorwirft lebt iner humor-phobie!
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Alt 21.02.2019, 19:35   #23
weiblich Ilka-Maria
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Zitat:
Zitat von Ralfchen Beitrag anzeigen
und sage mir nicht dass konsequent quälend schlechte textarbeit - die absichtlich so verfasst ist - nicht auch eine art machtausübung auf die arme leserschaft ist.

....

und meine SATOONS sind liebvoll und nicht verletzend. wer mir das vorwirft lebt iner humor-phobie!
Doch, das behaupte ich: Schlechte Textarbeit ist keine Machtausübung, solange niemand von dir verlangt, die Fäden solcher Texter zu öffnen, die Texte zu lesen, sie zu rezitieren und auswendig auf einer Bühne aufzusagen. Das wäre Machtausübung. Wir kennen das von der Schule.

Hier ist aber weder die Schule noch ein Zwang, sich mit solchen Texten zu befassen.

Aber gut: Ich schlage vor, dass du einen gesonderten Faden aufmachst (hier gehört das nicht her), deine beiden Satoons dort einstellst und den Usern dieses Forums zur Diskussion stellst, was sie davon halten. Sollten sie mehrheitlich deine Arbeiten lustig finden, werde ich mich geschlagen geben.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 19:57   #24
männlich Ralfchen
 
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ok Ilka -

finde ich echt super, dass du mir diesen rahmen zur verfügung stellst. das ist echt demokratisch. ich bin kein hut-träger also illustrativ...ziehe ich einen.

vlg
rchen
Ralfchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 20:16   #25
weiblich Ilka-Maria
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Also jetzt zurück zum Gedicht.
Ilka-Maria ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2019, 20:48   #26
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Wenn die Kulissen wegbrechen
und der stets gleiche Blick
vom Bett durchs Fenster
nur auf Mauern trifft,
Ich lasse die Kulissen stehn,
ich möcht jetzt Abendessen gehn.
Im Cantiori seh ich: Ist es Glück?
Vom Stephansdom ein kleines Stück.


gute nacht
r
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Alt 21.02.2019, 23:55   #27
weiblich Ex-WUI
 
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Zitat:
etliche meiner Gedichte stören da eher, weil sie "düstere Stimmungen" schaffen?
Never ever. Für mich können Gedichte beispielsweise nicht düster genug sein.

Irregute Abendgrüße
WuI
Ex-WUI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2019, 10:36   #28
weiblich AlteLyrikerin
 
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Danke, liebe WeiblichUndIrre, für Deine freundliche Bestätigung.
Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.
AlteLyrikerin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2019, 13:40   #29
männlich Ralfchen
 
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Zitat:
Zitat von WeiblichUndIrre Beitrag anzeigen
Never ever. Für mich können Gedichte beispielsweise nicht düster genug sein.

Irregute Abendgrüße
WuI

hm WuI -

das macht mir ein wenig sorge. denn ich liebe zarte hell plusternde goldbestickt summend und lispelnde texte vom leben in jugendirrenanstalten, geburtshäusern (allerdings nicht in stinkenden gasthäusern mit miesen schmutzigen küchen) und lustig bemalten öffentlichen toiletten etc...etc...

vlg
rchen
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